03.01.2026 Mercatorhalle Duisburg

SYMPHONIC MUSICAL – Neujahrskonzert 
Sound of Music Concerts

Mit dem festlichen Neujahrskonzert „Symphonic Musical“ eröffnete Sound of Music Concerts am 3. Januar 2026 in der Mercatorhalle Duisburg eindrucksvoll das neue Konzertjahr. Begleitet wurde der Abend vom Symphonischen Blasorchester Niederrhein unter der souveränen Leitung von Philipp Niersmann, das allein bereits für zahlreiche Gänsehautmomente sorgte.


Wie gewohnt setzte der Veranstalter auf eine hochkarätige Besetzung aus der Musicalszene: Jan Ammann, Alexander Di Capri, Michaela Kovarikova, Lisa Habermann, Verena Mackenberg, Emilio Moreno Arias und Daniel Schumacher bildeten eine Solistenriege, die dem Anspruch eines festlichen Neujahrskonzerts mehr als gerecht wurde. Für viele Sängerinnen und Sänger ist es stets etwas Besonderes mit einem derart großen Orchester im Rücken zu stehen – diese besondere Energie war an diesem Abend deutlich spürbar.

Das Konzert verstand sich als musikalische Reise durch die Welt des Musicals, wobei nicht nur gesungene Highlights, sondern auch rein instrumentale Arrangements überzeugten. Gerade diese orchestralen Passagen entfalteten eine enorme Klangfülle und wurden vom Publikum mit großer Aufmerksamkeit und Begeisterung aufgenommen.

Den Auftakt bildete ein eindrucksvoller Block aus der „West Side Story“. Die Ouvertüre sowie „America“ und „Mambo“ erklangen rein instrumental, während Emilio Moreno Arias bei „Maria“ und „Somewhere“ stimmlich glänzte. Besonders überzeugend präsentierte er sich später auch bei „Into the Unknown“ aus „Die Eiskönigin“, gemeinsam mit Michaela Kovarikova.

Kovarikova brillierte gemeinsam mit Lisa Habermann beim „Phantom der Oper“ als Christine bei „Angel of Music“. Solo überzeugte sie mit „Think of Me“ das Publikum. Im weiteren Verlauf begeisterte sie sowohl im Duett mit Daniel Schumacher bei „What Part of My Body Hurts the Most“ als auch gemeinsam mit Alexander Di Capri bei „Totale Finsternis“. Ein weiterer Höhepunkt war das kraftvolle „Shallow“, erneut im Duett mit Schumacher.

Lisa Habermann stand ihr in nichts nach. Ihre Interpretation von „On My Own“ aus „Les Misérables“ sorgte für Gänsehaut im Saal. Zusammen mit Alexander Di Capri, der „Bring ihn heim“ eindrucksvoll darbot, bildeten diese beiden Titel die einzigen gesungenen Nummern innerhalb des Les-Misérables-Blocks. Die anschließenden rein instrumentalen Arrangements – darunter „At the End of the Day“, „I Dreamed a Dream“, „Master of the House“ und „Do You Hear the People Sing“ – erwiesen sich als ebenso eindrucksvolles Klangerlebnis.

Für Verena Mackenberg gab es nach „Never Enough“ aus „The Greatest Showman“ verdiente Standing Ovations. Auch ihr Duett „Rebecca“ mit Lisa Habermann wurde vom Publikum begeistert gefeiert.

Neben den zahlreichen Duetten überzeugte Daniel Schumacher solistisch mit „Go the Distance“ aus „Hercules“ und stellte dabei eindrucksvoll sein stimmliches Können unter Beweis.

Jan Ammann stach mit seiner außergewöhnlichen Bühnenpräsenz und stimmlichen Souveränität aus dem ohnehin starken Ensemble hervor. Bereits zu Beginn fesselte er mit „The Music of the Night“ aus „Das Phantom der Oper“, später folgte ein weiterer Gänsehautmoment mit „Kalte Sterne“ aus „Ludwig²“, für das er Standing Ovations erhielt. Im zweiten Akt durfte „Die unstillbare Gier“ nicht fehlen – erneut grandios interpretiert und erneut mit Standing Ovations belohnt. Auch in den Duetten mit Emilio Moreno Arias „Die Schatten werden länger“, sowie gemeinsam mit Michaela Kovarikova bei „The Phantom of the Opera“ brillierte Ammann auf ganzer Linie.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Sound of Music Concerts dieses Konzertformat etabliert. Die diesjährige Ausgabe bestätigte eindrucksvoll den Erfolg: ein aufwendig inszeniertes Neujahrskonzert, das Musical-Hits in opulenten symphonischen Klangwelten präsentierte. Die Kombination aus großem Orchester, erstklassigen Solist:innen und einem abwechslungsreichen Repertoire machte den Abend zu einem festlichen, emotionalen und hochklassigen Start ins neue Jahr.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★
Kritik: Verena Bartsch; Foto: Stephan Drewianka



 

 

 

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