02.04.2022 - Forum am Schlosspark/ Ludwigsburg

Das Kreisjugendorchester Ludwigsburg lädt zur
MUSICAL-GALA 2022

unterstützt von Besetzungs-Urgestein Kevin Tarte, sowie Maya Hakvoort und Uli Scherbel. Überraschend auch noch mit von der Partie war Michael Pflumm.

Nachdem die Gala im letzten Jahr leider durch die anhaltenden Corona-Bestimmungen und die immerzu schwierige Infektionslage unter keinem guten Stern zu stehen schien, konnte Sie schließlich gegen Ende des Jahres 2021 noch mit einem Termin nachgeholt werden. Traurigerweise musste Sie allerdings ohne Kevin Tarte, der zum Zeitpunkt des Konzerts leider mit einer Corona-Infektion das Bett hüten musste, stattfinden. Umso erfreulicher dann aber die Nachricht als die neuen Termine für den 02. und 03.04.2022 mit hochkarätiger Besetzung bekanntgegeben wurden und diesmal die beiden Konzertabende auch ohne Terminverschiebung stattfinden durften.

Traditionell eröffnete das Jugendorchester des Landkreises unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Roland Haug den Abend mit einem Werk aus der Feder von Philip Sparke mit dem Titel „Merry-Go-Round“. Aber was wäre ein Musical-Konzert ohne einen charmante Begrüßung von Uli Scherbel als Lumiére mit „Sei hier Gast“ aus dem Disney Klassiker ,Die Schöne und das Biest‘.

Trotz einer noch nicht vollständig auskurierten Stimmbandentzündung konnte es sich Kevin Tarte nicht nehmen lassen, den Rat seines Arztes nicht ganz zu befolgen und glänzte in altbekannter Stärke mit einem Titel aus ‚Sound of Music‘.

Wie auch in den vergangenen Jahren gab es auch wieder Solisten aus den Reihen der Musiker. In diesem Jahr hatte das Sopransaxophon, gespielt von Solist Florian Walter seinen großen Auftritt. Direkt gefolgt auf das schöne Solo, welches wir an dieser Stelle nochmal lobend hervorheben wollen, gab es einen weiteren Musical Klassiker den wohl fast jeder kennt. Maya Hakvoort und Michael Pflumm erfreuten uns mit „Tonight“. Erst in diesem Jahr erschien ein neuer Spielfilm der ‚West Side Story‘. Die Idee zum Stück entstand bereits 1949 als man sich darüber Gedanken machte eine moderne Version von Romeo und Julia auf die Bühne zu bringen. Anders als im Shakspeare Klassiker handelt die Geschichte allerdings von ethnischen Konflikten zwischen Puerto-Ricanern und US-Amerikanern, was der Geschichte noch ganz andere Hintergründe gibt und auch wieder aktueller denn je ist.

Für einen Titel der Kevin sehr am Herzen liegt übernahm er die Anmoderation kurzerhand selbst und es gab in diesem Moment kaum bessere Worte um all die schlimmen Dinge die aktuell in der Welt passieren und die Bedeutung des amerikanischen Volksliedes „At the river“ zusammenzufassen. Trotzdem schaffte er es dem Publikum einen kleinen Lacher zu entlocken bei der Frage, ob es ‚der‘ Fluss oder ‚das‘ Fluss sein muss und er schließlich zu der Erkenntnis kam, dass im schwäbischen auch ‚das Fluss‘ vollkommen in Ordnung geht.

Vor der Pause gab es für alle Gäste noch ein Werk aus dem Stück ‚Jekyll and Hyde‘ sowie die „Starlight Sequenz“ von Andrew Lloyd Webber mit der wunderschönen Botschaft, dass man alles schaffen kann, wenn man nur an sich glaubt.

Direkt nach der Pause ging es nach einem schönen Instrumental mit Maya direkt ins eisig kalte Arendelle zur Eiskönigin aus dem gleichnamigen Disney Film und flogen gemeinsam mit Uli aus unserer gemeinsamen Wohnung im „ehrenwerten Haus". Doch all die Mühen lohnten sich als wir bei Ihrer kaiserlichen Majestät Elisabeth im schönen Österreich zur Audienz geladen wurden.

Wer dann aber immer noch nicht genug hatte bekam gleich eine ganze Palette von Angeboten. Übernachten? Oder einfach gleich zum Frühstück zu bleiben? Bei diesem charmanten Angebot kann man doch kaum nein sagen oder vielleicht doch lieber alle gemeinsam ‚Im Weissen Rössel‘ am Wolfgangsee einkehren und die ,Time of my Life´ haben?  Da blieb kein Wunsch des Publikums mehr offen. Da die traditionelle Autogrammstunde auch in diesem Jahr nochmals ausfallen musste gab es aber stattdessen eine etwas verlängerte Zugabe mit „My Way“, „Something Stupid“ und „Thank you for the music“ in der deutschen Fassung die den kompletten Abend so wunderbar mit den Worten: Danke für die Lieder, zusammenfasst.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★
                                                    Kritik & Fotos: Sabrina Bühler

15.03.2022 - LANXESS arena/ Köln

HANS ZIMMER Live - Europe Tour
Ein Hauch von Hollywood in Köln

Am 16. März gastierte Hans Zimmer für einen Abend in der Lanxess Arena in Köln. Der deutsche Filmkomponist arbeitet und lebt in Hollywood. Mittlerweile hat er für mehr als 200 Projekte über alle medialen Bereiche hinweg die Musik komponiert.

Nach der Opening Nummer wurde es in Köln erstmal ernst. Nicht nur, dass die Tournee immer wieder verschoben werden musste, … „Wir haben ein Orchester aus der Ukraine gebucht“, so Hans Zimmer. „Am Ende haben wir nur zehn Musikerinnen herausbekommen.“ Für diese gab es vom Kölner Publikum erstmal Standing Ovation und Hans Zimmer widmete für all die starken Frauen das nächste Stück, „Wonder Woman“.

Das Publikum durfte auf ein mitreißendes Programm gespannt sein und für 2 ½ Stunden in die Tiefen seiner Filmmusik abtauchen. „Ich spiele ein paar Lieder, die euch gefallen, aber auch ein paar Lieder, die ich gerne spiele“ so Hans Zimmer.

Insgesamt setzte man auf 12 Konzertsuiten. Hier wurden jedoch nicht, wie bei anderen Konzerten, Filmschnipsel der betreffenden Filme eingespielt, man setzte auf eine imposante Bühnenshow, die perfekt auf die Musik abgestimmt war. Hierfür verpflichtete Hans Zimmer die Top-Kreativen aus dem amerikanischen Showbusiness. John Featherstone zeichnete sich für das Lichtdesign verantwortlich, Derek McLane hatte das Bühnenbild entworfen und Peter Nigrini sorgte für das Videodesign. Auf der Videoleinwand gab es dennoch kleine Hinweise zu den jeweiligen Filmen.

Neben Hans Zimmer sorgte seine 19-köpfige Band und das Orchester für den richtigen Sound. 300 Instrumente aus der ganzen Welt kamen zum Einsatz.
Mit dem Komponisten standen zudem auch seine Weggefährten auf der Bühne, so etwa bei „Gladiator“ Lisa Gerrard, mit der er damals den gleichnamigen Soundtrack aufnahm.
Die „Pirates of the Caribbean-Suite“ durfte genauso wenig fehlen wie jene zu „Batman“.

Ein besonderes Highlight des Abends war die „Interstellar-Suite“. Dank des Lichtdesigns wurde die Arena zu einem Sternenmeer. Bei der Musik aus Christopher Nolans Blockbuster schwebte man förmlich durch die Arena und verlor sich in den Weiten des Weltalls zu den Klängen von Geige und Gesang. Bei diesem Konzert gab es jede Menge Gänsehautmomente.

Zu einem weiteren Highlight wurde die „Disneys Die König der Löwen-Suite“, mit DER König der Löwen Stimme Lebo Morake.
Sein neuster Soundtrack „Dune“ durfte ebenfalls nicht fehlen.
Die erste Zugabe des Abends erkannte dann aber doch jeder im Publikum, und zwar „James Bond“.
Den Schlusspunkt setzte Hans Zimmer mit, dem bei Fans überaus beliebten, „Time“ aus „Inception“. Der Score zu Christopher Nolans Meisterwerk brachte dem Deutsch-Amerikaner zumindest eine Oscar-Nominierung ein.

„And the Oscar goes to -
Hans Zimmer.“

In der Nacht vom 27. auf den 28. März 2022 bekam der gebürtige Deutsche für „Dune“ seinen zweiten Oscar in der Kategorie „Original Score“.
Seinen ersten Oscar erhielt er 1995 für „Disneys Der König der Löwen“. Bis heute war er mehr als 10-mal nominiert. Außerdem brachten ihm seine Musik drei Golden Globes („Disneys Der König der Löwen“, „Gladiator“ und „Dune“) und drei Grammys („Disneys Der König der Löwen“, „Crimson Tide“ und „The Dark Knight“) ein.

Am 12.April gastiert Hans Zimmer in der Wiener Stadthalle. Wer genügend Geld zur Verfügung hat, der kann noch Tickets zwischen 129,- Euro und 298,- Euro erhalten.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★
                              Kritik: Verena Bartsch; Fotos: Dita Vollmond



 

 

 

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