01. Ein Münchner im Himmel - Der Tod ist erst der Anfang 

Vertrieb: LEONINE Studios Spielfilm
Produktionsland/ -jahr: Deutschland 2025
Drehbuch: Marcus Pfeiffer
Regie: David Dietl
Produzenten: Marcus Welke, Quirin Berg, Max Wiedemann
Koproduzenten: Dieter Pochlatko, Jakob Pochlatko
Darsteller:innen: Maximilian Brückner, Hannah Herzsprung, Momo Beier, Michaela May, Heiner Lauterbach, Marcel Mohab, Maxi Schafroth, Simon Pearce, Sigi Zimmerschied, Robert Palfrader, Olli Schulz, Ina Müller u.a.
Musik: Michael Kamm
Filmlänge: ca. 90 min. (DVD)
VÖ: 25. September 2026 auf DVD, Blu-ray und digital
EAN: 4061229462105 (DVD), 4061229462112 (BD)
FSK: 6

David Dietls „EIN MÜNCHNER IM HIMMEL – Der Tod ist erst der Anfang“ greift Ludwig Thomas berühmte Humoreske auf und überführt sie in eine zeitgenössische Tragikomödie über Verantwortung, Familie und die Möglichkeit einer späten Veränderung.


Im Zentrum steht Ludwig „Wiggerl“ Brunner, verkörpert von Maximilian Brückner. Taxifahrer, Musiker, notorischer Freigeist und ein Mann, der sich bislang erfolgreich jeder Form von Verbindlichkeit entzogen hat. Sein Lebensprinzip ist die spontane Freiheit und genau diese erweist sich nach seinem Tod als Hypothek. Im Himmel angekommen, muss Wiggerl feststellen, dass selbst das Jenseits Regeln kennt. Vor allem aber wird ihm bewusst, dass sein bisheriges Leben nicht nur für ihn selbst Folgen hatte.

Brückner stattet die Figur mit einer bemerkenswerten Mischung aus Münchner Selbstbewusstsein, Komik und Verletzlichkeit aus. Wiggerl ist kein makelloser Sympathieträger, sondern darf widersprüchlich, egoistisch und bisweilen unerquicklich sein. Gerade diese Ambivalenz verleiht der späteren Konfrontation mit seiner Vergangenheit Gewicht. Brückner nutzt die bayerische Sprachfärbung und den körperlichen Habitus nicht als folkloristisches Versatzstück, sondern als Ausdruck einer sozialen Figur. Wiggerl ist ein Mann, der seine Unsicherheit hinter Sprüchen, Charme und demonstrativer Lässigkeit verbirgt.

Sein eigentliches Gegenüber findet er in seiner Tochter Toni, gespielt von Momo Beier. Mit dieser Vater-Tochter-Beziehung verschiebt sich der Schwerpunkt des Films. Die himmlische Sphäre ist nicht länger nur Schauplatz einer grotesken Begegnung zwischen bayerischem Grant und göttlicher Ordnung. Sie wird zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit versäumter Verantwortung. Wiggerl erhält eine zweite Chance, allerdings nicht, um sein eigenes Leben fortzusetzen, sondern um sich mit den Menschen auseinanderzusetzen, die er zurückgelassen hat.

Hannah Herzsprung setzt als Kathi der Läuterung eine notwendige Grenze entgegen. Ihre Figur verweigert die bequeme Dramaturgie einer nachträglichen Vergebung. Verletzungen verschwinden nicht allein deshalb, weil derjenige, der sie verursacht hat, seine Fehler erkennt. Herzsprung spielt Kathi mit kontrollierter Nüchternheit und bewahrt die Figur damit vor emotionaler Überhöhung. Gerade daraus beziehen die familiären Konflikte ihre größte Wirkung: Einsicht bedeutet noch keine Wiedergutmachung, und Reue garantiert keine Versöhnung.

Dietl verbindet die satirische Ausgangsidee damit zunehmend mit einem Familiendrama. Aus der Begegnung eines Münchners mit den Regeln des Himmels entwickelt sich eine Geschichte über Schuld, Verantwortung und die Konsequenzen eines Lebens, das lange vor allem um die eigene Freiheit kreiste. Der Humor bleibt dabei ein wesentliches Gestaltungsmittel, wird aber immer wieder von ernsteren Tönen gebrochen.

Als bayerische Tragikomödie lebt der Film vor allem von seinem Ensemble und der atmosphärischen Inszenierung. Der Himmel wird zum dramaturgischen Zwischenraum, in dem sich das irdische Leben aus einer neuen Perspektive betrachten lässt.

„EIN MÜNCHNER IM HIMMEL – Der Tod ist erst der Anfang“ erzählt deshalb letztlich weniger davon, was nach dem Tod kommt, als davon, was ein Mensch in seinem Leben hinterlässt. Der Tod markiert hier nicht das Ende der Geschichte, sondern den Moment ihrer nachträglichen Bilanz. Die entscheidende Frage lautet nicht, ob es eine zweite Chance gibt, sondern was mit ihr geschieht, wenn die Folgen des eigenen Handelns bereits andere Menschen erreicht haben.

5 von 6 Sternen: ★★★★★          Kritik: Michaela Springer

Bonusmaterial:
Interviews mit Cast & Crew

Der musicalcocktail verlost 2x die DVD-Box bis 10.10.2026 !

www.leoninedistribution.com

© 2026 LEONINE Studios

02. Horst Schlämmer sucht das Glück

Vertrieb: LEONINE Studios Spielfilm
Produktionsland/ -jahr: Deutschland 2025
Drehbuch: Claudius Pläging
Regie: Sven Unterwaldt Jr.
Produzent: Harro von Have
Ausführende Produzentin: Barbara Kranz 
Darsteller:innen: Hape Kerkeling, Tahnee Schaffarczyk, Meltem Kaptan, Laura Thomas, Jördis Triebel u.v.m.
Musik: Philipp Noll
Filmlänge: ca. 93 min. (DVD)
VÖ: 14. August 2026 auf DVD, Blu-ray und digital
EAN: 4061229543507 (DVD), 4061229543514 (BD)
FSK: 6

Mit HORST SCHLÄMMER SUCHT DAS GLÜCK  kehrt eine der populärsten Kunstfiguren Hape Kerkelings auf die große Leinwand zurück. Der Film setzt dabei weniger auf große dramaturgische Wendungen als auf jene Mischung aus Selbstironie, Situationskomik und präziser Beobachtung, die die Figur seit jeher auszeichnet.


Im Zentrum steht Horst Schlämmers Suche nach dem Glück. Seine Reise durch Deutschland führt ihn mit unterschiedlichen Menschen und Lebensentwürfen zusammen, denen er auf unverwechselbar schlämmerische Weise begegnet. Aus den Begegnungen entwickelt der Film komische Situationen und zugleich augenzwinkernde Kommentare zu gesellschaftlichen Befindlichkeiten, medialen Routinen und den kleinen Absurditäten des deutschen Alltags.

Hape Kerkeling demonstriert erneut seine außergewöhnliche Beherrschung der Figur. Mit präzisem Timing, charakteristischer Körpersprache und großer Spielfreude verleiht er Horst Schlämmer jene eigentümliche Präsenz zwischen Selbstüberschätzung, Naivität und Charme, die ihn zu einer festen Größe der deutschen Unterhaltungskultur gemacht hat. Besonders überzeugend sind die Passagen, in denen Kerkeling mit unterschiedlichen Rollen und Figuren arbeitet und dabei seine bemerkenswerte komödiantische Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt. Auch Tahnee Schaffarczyk setzt wirkungsvolle Akzente und bringt zusätzliche Dynamik in das Ensemble.

Seine besondere Qualität entfaltet der Film dort, wo er seine Leichtigkeit nicht mit Belanglosigkeit verwechselt. HORST SCHLÄMMER SUCHT DAS GLÜCK formuliert keinen überambitionierten gesellschaftlichen Befund, sondern vertraut auf die Kraft der Komik und auf die genaue Beobachtung alltäglicher Situationen. Nostalgische Verweise auf frühere Fernsehformate erweitern das Vergnügen um eine zusätzliche Ebene und sprechen zugleich ein Publikum an, das Kerkelings mediale Karriere über viele Jahre verfolgt hat.

Bemerkenswert ist vor allem die Ausgangsidee. In einer Gegenwart, die von Krisendiagnosen, Negativschlagzeilen und gesellschaftlicher Verunsicherung geprägt ist, macht sich ausgerechnet Horst Schlämmer auf die Suche nach dem Positiven. Der Film nähert sich dieser Frage mit Humor und ohne Pathos. Glück erscheint dabei weniger als spektakuläres Lebensziel denn als etwas, das in zwischenmenschlichen Begegnungen, Gemeinschaft und den unscheinbaren Momenten des Alltags entstehen kann.

HORST SCHLÄMMER SUCHT DAS GLÜCK ist damit eine charmante Rückkehr einer etablierten Kultfigur, die ihre komödiantischen Stärken konsequent ausspielt. Kerkeling überzeugt mit hoher darstellerischer Präzision und sicherem Timing, während der Film Nostalgie, Situationskomik und eine bewusst positive Grundhaltung miteinander verbindet. Wer Horst Schlämmer vermisst hat, dürfte sich über diese Rückkehr freuen. Sie bietet reichlich Kerkeling, vertrauten Humor und ihrem Titel entsprechend eine durchaus vergnügliche Suche nach der guten Seite des Lebens.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★   Kritik: Michaela Springer

Bonusmaterial:
- Interviews mit Cast & Crew
- Entfallene Szenen
- Making-of

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© 2026 LEONINE Studios

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03. VIER MINUS DREI

Vertrieb: ALIVE
Produktion: Alamode Filmdistribution OHG
Produktionsland/ -jahr: Österreich/ Deutschland 2025
Drehbuch:  Senad Halilbašić
basierend auf der gleichnamigen Autobiografie von Barbara Pachl-Eberhart
Regie: Adrian Goiginger
Produzent:innen: Peter Wildling, Gerrit Klein, Martin Pfeil, Adrian Goiginger, David Stöllinger
Darsteller:innen:  Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie   Reinsperger, Hanno Koffler, Ronald Zehrfeld u.v.m.
Musik: Arash Safaian
Filmlänge
: ca. 116 min. (DVD)
VÖ: 20. August 2026 als Blu-ray, DVD und digital
EAN: 4042564258417  (DVD), 4042564260182 (BR)
FSK: 12

Nach einem schweren Unfall verliert Barbara ihren Mann und ihre beiden Kinder. Aus einer vierköpfigen Familie wird innerhalb eines Augenblicks eine Einzelperson. Der Film richtet den Blick jedoch weniger auf die Katastrophe selbst als auf die existenzielle Frage, wie ein Weiterleben nach einem solchen Verlust überhaupt möglich ist.
Zwischen Erinnerungen an das frühere Familienleben und der Gegenwart begleitet die Inszenierung Barbara auf ihrem schwierigen Weg zurück ins Leben. Eine zentrale Rolle spielt dabei ihre Arbeit als Clownin. Humor und Leichtigkeit werden zu einer ungewöhnlichen, zugleich ernst geno
mmenen Form der Auseinandersetzung mit der Trauer. Gerade in dieser Verbindung von Komik und Schmerz entwickelt der Film seine besondere Perspektive.


Valerie Pachner
trägt den Film mit einer zurückgenommenen und zugleich hochintensiven Darstellung. Sie zeichnet Barbaras Trauer nicht als permanenten emotionalen Ausnahmezustand, sondern als widersprüchlichen Zustand zwischen Verzweiflung, Wut, Leere und vorsichtigen Momenten neuer Lebensfreude. Robert Stadlober verleiht Heli in den Rückblenden Lebendigkeit und verhindert damit, dass die verlorene Familie lediglich zur Erinnerungskulisse wird. Auch Stefanie Reinsperger und Hanno Koffler setzen prägnante Akzente.

Die größte Stärke des Films liegt in seinem differenzierten Umgang mit Trauer. VIER MINUS DREI verweigert sich der Vorstellung eines linearen Heilungsprozesses. Barbara „überwindet“ ihren Verlust nicht, vielmehr lernt sie, mit ihm weiterzuleben. Besonders wirkungsvoll ist dabei das Motiv der Clownerie. Lachen und Schmerz erscheinen nicht als Gegensätze, sondern als zwei Reaktionen, die gleichzeitig nebeneinander bestehen können.

Die Inszenierung verschränkt Vergangenheit und Gegenwart durch zahlreiche Rückblenden eng miteinander. Dadurch wird spürbar, dass Erinnerung keineswegs abgeschlossen ist, sondern in die Gegenwart und den Alltag hineinwirkt.

Adrian Goiginger gelingt ein bemerkenswert differenziertes Trauerdrama. VIER MINUS DREI erzählt nicht davon, dass Schmerz irgendwann verschwindet, sondern davon, dass neben ihm ein neues Leben entstehen kann. Der Film ist bewegend, ohne sich vollständig der Tragik seines Stoffes zu überlassen, und verbindet Tragisches und Komisches ungewöhnlich konsequent.

Valerie Pachner überzeugt mit einer nuancierten Darstellung, während die Inszenierung einen eigenständigen Zugang zu Verlust, Erinnerung und Neubeginn findet. Ein berührendes, gelegentlich sentimentales, insgesamt jedoch bemerkenswert differenziertes Drama über die schwierige Rückkehr ins Leben.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★   Kritik: Michaela Springer

Bonusmaterial:
- Interviews mit Regie, Cast und Autorin
- Deleted Scenes
- Trailer

© AlamodeFilm / Polyfilm

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04. Der Magier im Kreml

Vertrieb: Constantin LEONINE
Produktionsland/ -jahr: GB/ USA/ Frankreich 2025
Drehbuch: Olivier Assayas, Emmanuel Carrére
basierend auf dem Roman "Der Magier im Kreml" von Giuliano da Empoli
Regie: Olivier Assayas
Produzent: Olivier Delbosc
Darsteller:innen: Paul Dano, Jude Law, Alicia Vikander, Will Keen, Tom Sturridge, Jeffrey Wright
Filmlänge: ca. 140 min. (DVD)
VÖ: 3. Juli 2026 als Blu-ray, DVD und digital
EAN: 4061229690706 (DVD), 4061229690713 (BR)
FSK: 12

Zwischen politischer Faszination und moralischer Ambivalenz

Mit DER MAGIER IM KREML erhält Giuliano da Empolis international gefeierter Roman eine filmische Adaption, die den Blick weniger auf spektakuläre politische Ereignisse als auf die subtilen Mechanismen von Macht und Einfluss richtet. Statt eindimensionaler Gut-Böse-Konstellationen entwirft der Film das beklemmende Porträt eines autoritären Systems, in dem Inszenierung, Manipulation und strategische Kommunikation zur eigentlichen Währung politischer Herrschaft werden. So entsteht ein anspruchsvolles Politdrama, dessen Wirkung vor allem aus seiner dichten Atmosphäre und seiner analytischen Schärfe erwächst.


Im Zentrum der Handlung steht Vadim Baranow, ein ehemaliger Fernsehproduzent, der zum einflussreichen Strategen im Machtapparat des Kremls aufsteigt. Seine Aufgabe besteht nicht darin, politische Entscheidungen zu treffen, sondern politische Wirklichkeit zu konstruieren. Zwischen Medieninszenierung, Propaganda und persönlicher Loyalität entwickelt sich ein komplexes Geflecht aus Einfluss, Abhängigkeit und Kontrolle, in denen Wahrheit zunehmend hinter sorgfältig komponierten Narrativen verschwindet.

Der Film zeichnet Baranows Weg vom kreativen Außenseiter zum Architekten politischer Illusionen nach und macht zugleich den schleichenden Verlust seiner moralischen Orientierung sichtbar. Anstelle dramatischer Wendungen konzentriert sich die Erzählung auf Gespräche, strategische Entscheidungen und psychologische Spannungen. Gerade diese Reduktion verleiht dem Werk seine Intensität. Es entwickelt sich zu einem Kammerspiel über Macht, Verantwortung und die Erosion demokratischer Werte.

Die schauspielerischen Leistungen überzeugen durch ihre zurückhaltende Präzision. Die Hauptfigur Vadim Baranow (Paul Dano) erscheint als hochintelligenter, zugleich innerlich zerrissener Machtstratege, dessen Ambivalenz konsequent herausgearbeitet wird. An die Stelle eines klassischen Helden tritt das Porträt eines Menschen, der sich schrittweise in einem politischen System verliert, das ihn gleichermaßen fasziniert wie vereinnahmt.

Auch die Nebenfiguren (u.a. Jude Law als Putin) tragen wesentlich zur Glaubwürdigkeit der Inszenierung bei. Sie verkörpern unterschiedliche Facetten autoritärer Herrschaft, Opportunismus, Loyalität, Angst und ideologische Überzeugung, ohne auf bloße Funktionsträger reduziert zu werden. Gerade ihre Vielschichtigkeit verhindert eine schematische Darstellung und verleiht dem Ensemble bemerkenswerte Tiefe.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Dialoge, deren Wirkung sich häufig aus Andeutungen und Zwischentönen entfaltet. Nicht selten genügen ein Blick, eine Geste oder eine bewusst gesetzte Pause, um Machtverhältnisse sichtbar zu machen. Auf diese Weise erzeugt der Film eine permanente Spannung, obwohl er weitgehend auf Action oder dramaturgische Zuspitzungen verzichtet.

Seine eigentliche Stärke liegt jedoch in der Analyse moderner Machtmechanismen. Politik erscheint hier weniger als Wettbewerb konkurrierender Ideologien denn als Kampf um Deutungshoheit und öffentliche Wahrnehmung. Realität wird zum Produkt professioneller Inszenierung, ein Gedanke, der angesichts digitaler Medien, algorithmischer Kommunikation und globaler Desinformation eine besondere Aktualität gewinnt.

Diese thematische Ausrichtung findet ihre Entsprechung in der visuellen Gestaltung. Eine kontrollierte Bildsprache mit kühlen Farbpaletten, symmetrischen Kompositionen und weitläufigen Räumen vermittelt die emotionale Distanz eines Systems, das Menschen auf ihre Funktion reduziert. Spiegelungen, Glasflächen und Schattenbilder greifen dabei immer wieder das zentrale Motiv von Wahrheit und Illusion auf und verleihen dem Film eine zusätzliche symbolische Ebene.

Auch das Erzähltempo ist bewusst gewählt. Die Regie setzt auf Langsamkeit und verlangt dem Publikum Aufmerksamkeit und Konzentration ab. Wer einen konventionellen Politthriller erwartet, dürfte diese zurückhaltende Dramaturgie als sperrig empfinden. Wer sich jedoch auf den Rhythmus des Films einlässt, entdeckt eine vielschichtige Reflexion über Manipulation, Verantwortung und den Preis politischer Macht.

Bemerkenswert ist schließlich der Verzicht auf eindeutige moralische Wertungen. Der Film erklärt autoritäre Systeme nicht allein durch einzelne Machthaber, sondern zeigt, wie sie sich durch alltägliche Entscheidungen, Opportunismus und individuelle Anpassung stabilisieren. Gerade diese Ambivalenz verleiht der Erzählung ihre nachhaltige Wirkung und verhindert vorschnelle Urteile.

DER MAGIER IM KREML ist kein leicht zugänglicher Film, sondern ein intellektuell anspruchsvolles Politdrama, das weniger auf Spannung als auf Analyse setzt. Seine Qualitäten liegen in der präzisen Beobachtung von Macht, Medien und Manipulation sowie in einer konsequent durchgehaltenen ästhetischen Gestaltung. Die überzeugenden schauspielerischen Leistungen, die stilistische Geschlossenheit und die philosophische Tiefe machen die Verfilmung zu einem bemerkenswerten Beitrag des politischen Gegenwartskinos. Gerade weil sie auf spektakuläre Effekte verzichtet und stattdessen die subtilen Mechanismen autoritärer Herrschaft offenlegt, entfaltet sie eine nachhaltige Wirkung, die weit über den Kinobesuch hinausreicht.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★    Kritik: Michaela Springer

Bonusmaterial:
- Interviews mit Cast & Crew
- B-Roll

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© 2026 LEONINE Distribution GmbH 

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05. Die drei ??? - Toteninsel

Vertrieb: Plaion Pictures Home Entertainment
Produktionsland/ -jahr: Deutschland 2025
Drehbuch: Anil Kizilbuga
Regie: Tim Dünschede
Produzent:innen: Quirin Berg, Max Wiedemann
Darsteller:innen: Julius Weckauf, Nevio Wendt, Levi Brandl, Andreas Pietschmann, Filip Schnack, Florian Lukas, Jördis Triebel, Momo Beier, Jannik Schümann, Katja Lechthaler, Simon Kluth
Musik: David Reichelt
Filmlänge: ca. 100 min.
VÖ: 4. Juni 2026 als DVD, Blu-ray und digital
EAN: 4020628561758 (DVD), 4020628561741(BR) 
FSK: 6


Die Story:

Die Sommerferien haben begonnen und Die drei ??? wollen einen Roadtrip unternehmen. Doch gerade als Justus Jonas (JULIUS WECKAUF), Peter Shaw (NEVIO WENDT) und Bob Andrews (LEVI BRANDL) aufbrechen wollen, klingelt in der Zentrale das Telefon und ein unbekannter Anrufer übergibt dem Detektiv-Trio ihren neuesten Fall. Da sind die Urlaubspläne natürlich schnell vergessen. Die drei Jungs verfolgen die Spuren und stoßen auf den Geheimbund Sphinx rund um den mysteriösen Professor Phoenix (ANDREAS PIETSCHMANN). Dessen Gruppe von Archäologen führt illegale Ausgrabungen durch und verkauft die so gestohlenen Kunstschätze. Sphinx startet bald eine Expedition zu der aktiven Vulkaninsel Makatao, die auch als die Toteninsel bekannt ist. Denn die dort gelegene Ruhestätte eines uralten Volkes soll mit einem Fluch belegt sein: Niemand, der Makatao betritt, kommt lebend zurück. Warum begibt sich Sphinx auf eine so waghalsige Reise? Und was hat der erfolgreiche Unternehmer Joseph Saito Hadden (SIMON KLUTH) mit der Expedition zu tun?

Wie schon der zweite Teil der DIE DREI ???-Filmreihe knüpft auch DIE DREI ??? – TOTENINSEL an die Ereignisse der Vorgängerfilme an und präsentiert zugleich eine der erfolgreichsten Klassiker-Episoden der beliebten Bücher und Hörspiele rund um die drei jungen Detektive in einem modernen und neuen Gewand.
Das Trio reist zur Insel Makatao, um einem Fluch auf den Grund zu gehen, der angeblich keinen Überlebenden kennt.

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06. EIN FAST PERFEKTER ANTRAG

Vertrieb: LEONINE Studios Spielfilm
Produktionsland/ -jahr: Deutschland 2025
Drehbuch: Richard Kropf
Regie: Marc Rothemund
Produzent: Lasse Scharpen
Koproduzent:innen: Steffi Ackermann, Cosima von Spreti, Quirin Berg, Max Wiedermann
Darsteller:innen: Iris Berben, Heiner Lauterbach, Maya Lauterbach, Jonathan Perleth, Janina Kreuz, Junis Marlon, Valerie Sophie Körfer, Lucy Gartner, u.a.
Musik: Andrei Melita, Jörg Magnus Pfeil
Filmlänge: ca. 101 min. (DVD)
VÖ: 10. Juli 2026 auf DVD, Blu-ray und digital
EAN: 4061229456203 (DVD), 4061229456210 (BD)
FSK: 0

Zwischen Nostalgie und Neuanfang.

Romantische Komödien erzählen meist vom Zauber der ersten Liebe oder vom turbulenten Kennenlernen zweier Menschen. EIN FAST PERFEKTER ANTRAG entscheidet sich für eine andere Perspektive. Im Mittelpunkt stehen zwei Menschen, die auf ein langes Leben zurückblicken und sich fragen müssen, ob verpasste Chancen nach Jahrzehnten tatsächlich eine zweite Gelegenheit erhalten können. Allein diese Prämisse hebt den Film wohltuend von den gängigen Mustern des Genres ab.

Regisseur Marc Rothemund interessiert sich dabei weniger für überraschende Wendungen als für die Frage, wie Menschen mit ihren Lebenslügen, Enttäuschungen und verfestigten Gewohnheiten umgehen.

Walter ist kein klassischer Sympathieträger. Er ist rechthaberisch, in seinen Routinen gefangen und begegnet gesellschaftlichen Veränderungen zunächst mit deutlicher Skepsis. Gerade diese Unvollkommenheit verleiht der Figur Glaubwürdigkeit. Der Film verlangt seinem Publikum Geduld ab, bevor sich hinter Walters Sturheit Unsicherheit, Verletzlichkeit und Einsamkeit offenbaren.

Seine größte Stärke liegt jedoch in den beiden Hauptdarstellern. Heiner Lauterbach verzichtet auf große Gesten und gestaltet Walter mit bemerkenswerter Zurückhaltung. Kleine Blicke, feine Nuancen und subtile Veränderungen machen den inneren Wandel der Figur nachvollziehbar. Iris Berben bildet dazu den idealen Gegenpol. Ihre Alice ist keine nostalgisch verklärte Projektionsfigur, sondern eine selbstbestimmte Frau, die gelernt hat, unabhängig zu leben und ihr Glück nicht ausschließlich aus romantischen Erwartungen abzuleiten. Zwischen beiden entwickelt sich eine glaubwürdige Chemie, die den Film auch dann trägt, wenn das Drehbuch erzählerisch vorhersehbare Pfade einschlägt.

Interessant ist zudem die Verortung der Handlung an einer Kunsthochschule. Das Umfeld dient nicht nur als Bühne für generationenübergreifende Missverständnisse, sondern eröffnet einen Dialog über gesellschaftlichen Wandel. Walter sieht sich mit Lebensrealitäten konfrontiert, die ihn zunächst überfordern. Erfreulicherweise verzichtet der Film dabei auf einfache Schwarz-Weiß-Zeichnungen. Weder erscheinen die jüngeren Figuren ausschließlich als moralische Instanz, noch wird Walters konservative Haltung verklärt. Stattdessen entwickelt sich ein differenzierter Austausch darüber, wie verschiedene Generationen aufeinander zugehen können, ohne ihre jeweilige Identität aufzugeben.

Gerade dort, wo der Film existenzielle Fragen nach Alter, Einsamkeit und verpassten Lebensentwürfen berührt, zeigt sich jedoch auch seine größte Schwäche. Anstatt diese Themen konsequent weiterzuverfolgen, zieht sich das Drehbuch immer wieder auf vertraute Konventionen der romantischen Komödie zurück. Konflikte lösen sich häufig schneller auf, als sie aufgebaut wurden, wodurch manche emotionale Entwicklung weniger zwingend wirkt, als sie sein könnte. Insbesondere das Finale setzt stärker auf harmonische Wohlfühlmomente als auf erzählerische Konsequenz.

Dennoch entfaltet EIN FAST PERFEKTER ANTRAG einen Charme, der weniger aus seiner Handlung als aus seinen Figuren erwächst. Der Film erinnert daran, dass romantische Geschichten keineswegs an ein bestimmtes Lebensalter gebunden sind. Seine größte Qualität besteht darin, ältere Menschen nicht auf stereotype Nebenrollen oder karikaturhafte Altersbilder zu reduzieren, sondern ihnen dieselbe emotionale Fallhöhe und Entwicklung zuzugestehen wie jüngeren Protagonisten.


EIN FAST PERFEKTER ANTRAG revolutioniert das Genre der romantischen Komödie nicht. Wohl aber erweitert er dessen Perspektive um eine selten erzählte Lebensphase. Dank der überzeugenden Leistungen von Heiner Lauterbach und Iris Berben sowie seines respektvollen Blicks auf Liebe im späteren Leben entwickelt der Film eine emotionale Glaubwürdigkeit, die über viele Genrekonventionen hinwegträgt. Dort, wo persönliche Entwicklung und gesellschaftlicher Wandel miteinander in Beziehung gesetzt werden, gewinnt er an Tiefe; wo er sich den vertrauten Mustern romantischer Unterhaltung unterordnet, bleibt er hinter seinem Potenzial zurück. Gerade dieses Spannungsverhältnis zwischen Anspruch und Unterhaltung macht EIN FAST PERFEKTER ANTRAG zu einem sehenswerten Beitrag des deutschen Unterhaltungskinos.

4 von 6 Sternen: ★★★★          Kritik: Michaela Springer

Bonusmaterial:
- Interviews mit Cast & Crew
- Deleted Scenes

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© 2026 LEONINE Studios

07. RIDLEY - Staffel 1

Vertrieb: polyband Medien GmbH
Produktionsland/ -jahr: GB/ USA 2022
Produktion: West Road Pictures, PBS, All3Media
Drehbuch: Paul Matthew Thompson, Julia Gilbert
Regie: Paul Gay, Bryn Higgins, Noreen Kershaw
Produzentin: Juliet Charlesworth
Ausführende Produzentin: Ingrid Goodwin
Darsteller:innen: Adrian Dunbar, Bronagh Waugh, Terence Maynard, George Bukhari, Julie Graham
Musik: Ben Foster
Filmlänge: ca. 390 min. (8 Episoden) + 20 Min. Bonus
VÖ: 24. April 2026 auf 2 DVDs und digital
EAN: 4006448774219
FSK: 12

Ein Krimi alter Schule mit Adrian Dunbar.

Nach mehr als 20 Jahren im Dienst übergibt der charismatische Detective Inspector Alex Ridley (Adrian Dunbar, „Line of Duty“) die Leitung an seine jüngere Kollegin Carol Farman (Bronagh Waugh). Für sie war Ridley jahrelang eine Art beruflicher Ziehvater. 

Als Carol ihn als Berater in einem komplexen Mordfall aus dem Ruhestand holt, nehmen die Ermittlungen so manch unerwartete Wendung. Unterstützt von den Fähigkeiten ihres alten Mentors, die schon so oft zum Erfolg geführt haben, macht sich Carol daran, dem Mörder auf die Schliche zu kommen.


Mit RIDLEY reiht sich Adrian Dunbar nahtlos in die lange Tradition britischer Fernseh-Ermittler ein. Die erste Staffel setzt weniger auf spektakuläre Wendungen oder zeitgenössische Hochglanzästhetik als auf Atmosphäre, sorgfältige Figurenzeichnung und klassische Polizeiarbeit. Entstanden ist ein Krimiformat, das vor allem durch handwerkliche Solidität und seine ruhige Erzählweise überzeugt.

Im Mittelpunkt steht Alex Ridley, ein Ermittler, dessen persönlicher Verlust seine Wahrnehmung und sein Handeln nachhaltig prägt. Adrian Dunbar verkörpert die Figur mit bemerkenswerter Zurückhaltung und großer Präsenz. Ridley ist weder exzentrisches Ermittlergenie noch gebrochener Antiheld nach aktuellem Serienmuster. Vielmehr zeichnet Dunbar das Porträt eines Mannes, der von Trauer und Schuld gezeichnet ist, sich jedoch seine Empathie und Menschlichkeit bewahrt hat. Gerade diese unaufgeregte Darstellung verleiht der Figur Glaubwürdigkeit und Tiefe. Ridleys Stärke liegt nicht in spektakulären Geistesblitzen, sondern in Erfahrung, Beobachtungsgabe und einem feinen Gespür für Menschen.

Von Dunbars Präsenz profitiert die Serie erheblich. Selbst vorhersehbare Szenen gewinnen durch sein Spiel an emotionalem Gewicht. Besonders gelungen sind jene Momente, in denen RIDLEY die Verletzlichkeit seiner Hauptfigur sichtbar macht, ohne sie unnötig zu dramatisieren. Die Trauer um seine Familie bleibt als leiser, aber stetiger Unterton präsent und wird nie zum bloßen erzählerischen Effekt.

Auch inhaltlich orientiert sich die Serie deutlich an klassischen britischen Krimiformaten. Die vier Fälle der ersten Staffel sind sorgfältig konstruiert und entwickeln sich in gemächlichem Tempo. Die Drehbücher legen ihren Schwerpunkt auf Motive, zwischenmenschliche Beziehungen und die sozialen Hintergründe der Verbrechen. Dadurch entsteht eine angenehm entschleunigte Erzählweise, die sich wohltuend von vielen actionorientierten Genrevertretern abhebt einige Nebenfiguren bleiben blass. Besonders Carol Farman (Bronagh Waugh), die innerhalb der Handlung eine zentrale Funktion einnimmt, erhält vergleichsweise wenig Raum für eine eigenständige Entwicklung. Die Dynamik zwischen ihr und Ridley funktioniert zwar überzeugend, hätte jedoch deutlich facettenreicher ausgearbeitet werden können.

Visuell präsentiert sich RIDLEY in einem klassischen britischen Stil. Gedämpfte Farbpaletten, ländliche Schauplätze und eine bewusst zurückhaltende Inszenierung erzeugen eine melancholische Grundstimmung. Die Kameraarbeit unterstützt den ruhigen Ton der Serie, ohne sich selbst in den Vordergrund zu spielen. Vor allem die nordenglischen Landschaften verleihen dem Format eine Bodenständigkeit, die hervorragend zur Figur des Titelhelden passt.

Eine Besonderheit der Serie ist Ridleys Leidenschaft für Jazz und Gesang. Adrian Dunbar übernimmt die musikalischen Einlagen selbst und verleiht der Figur dadurch zusätzliche Konturen. Diese Momente mögen nicht für alle Zuschauer:innen gleichermaßen funktionieren, setzen jedoch einen individuellen Akzent und unterscheiden RIDLEY von zahlreichen vergleichbaren Krimireihen.

Letztlich überzeugt RIDLEY weniger durch Innovation als durch Verlässlichkeit. Die Serie bietet sorgfältig erzählte Kriminalgeschichten, eine atmosphärische Inszenierung und einen Hauptdarsteller, der seiner Figur spürbare Tiefe verleiht. Wer komplex verschachtelte Seriendramaturgien, überraschende Erzählstrukturen oder permanente Spannungsspitzen erwartet, könnte die Produktion als zu konventionell empfinden. Wer hingegen klassische britische Krimis mit starkem Figurenfokus und ruhigem Erzählrhythmus schätzt, findet hier eine sehenswerte und stilistisch konsequente Produktion.

Die erste Staffel von RIDLEY ist ein gediegener, atmosphärisch dichter Krimi, der vor allem von Adrian Dunbars nuancierter Darstellung getragen wird. Die Serie verzichtet bewusst auf spektakuläre Effekte und moderne Sensationsdramaturgie zugunsten von Charakterzeichnung, Stimmung und traditioneller Ermittlungsarbeit. RIDLEY erweist sich als überzeugende, angenehm altmodische Krimiunterhaltung mit eigenem Tonfall.

5 von 6 Sternen: ★★★★★          Kritik: Michaela Springer

Episoden:
01. Der stille Garten - Teil 1
02. Der stille Garten - Teil 2
03. Gastfreundschaft - Teil 1
04. Gastfreundschaft - Teil 2
05. Schwanengesang - Teil 1
06. Schwanengesang - Teil 2
07. Die gezählten Tage - Teil 1
08. Die gezählten Tage - Teil 2

Bonusmaterial (20 Minuten):
- Behind-the-Scenes
- Interviews
- Featurettes


      © West Road Pictures & A3MI

www.polyband.de

08. BRAUTALARM
(jetzt auch als 4K+UHD+Blu-ray)

Vertrieb: Plaion Pictures Home Entertainment
Produktionsland/ -jahr: USA 2011
Drehbuch: Kristen Wiig, Paul Feig, Annie Mumolo
Regie: Paul Feig
Produzent:innen: Judd Apatow, Barry Mendel, Clayton Townsend
Darsteller:innen: Kristen Wiig, Maya Rudolph, Rose Byrne, Melissa McCarthy
Musik: Michael Andrews
Filmlänge: ca. 125 min.
VÖ: 14. Mai 2026 neu als 4K-UHD+Blu-ray
EAN: 4020628653743 (4K UHD)
FSK: 12

Zum 15. Geburtstag erscheint die zweifach Oscar®-nominierte Komödie als 4K-UHD inklusive der ungeschnittenen Fassung mit deutschen Untertiteln sowie weiterem, zahlreichen Bonusmaterial.
Sechs Mädels, eine Hochzeit und jede Menge Chaos – die Frauenpower-Variante von HANGOVER!


Die Story:

Annie (Kristen Wiig) hat weder ihr Leben noch ihre Hormone im Griff und soll jetzt auf einmal die Hochzeit ihrer besten Freundin Lillian (Maya Rudolph) vorbereiten. Hoffnungslos überfordert, aber zu allem entschlossen, führt Annie ein urkomisches Ensemble von Brautjungfern (Rose Byrne, Melissa McCarthy, Wendi McLendon-Covey und Ellie Kemper) auf einen wilden Trip durch das Minenfeld der Hochzeitsvorbereitungen, an dessen Ende hoffentlich eine Trauung steht.

Bonusmaterial:
- Ungeschnittene Fassung (OmU) 
  mit ca. 131 Min.
- Kinofassung
- Making of
- Gag Reel
- Line-O-Rama u.v.m.

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09. G.O.A.T. - Bock auf große Sprünge

Vertrieb: Plaion Pictures Home Entertainment
Produktionsland/ -jahr: USA 2025
Drehbuch: Aaron Buchsbaum,Teddy Riley
Regie: Tyree Dillihay
Produzent:innen: Stephen Curry, Erick Peyton, Michelle Raimo Kouyate, Adam Rosenberg, Rodney Rothman
Dt. Sprecher:innen: Sebastian Fitzner, Lara Trautmann, Torben Liebrecht, Leyb Elias, Peter Flechtner, Axel Malzacher, Björn Schalla, Martina Treger, Torsten Sträter, Marti Fischer, Satou Sabally, Michel Schelker, Simon Moser, u.a.
Musik: Kris Bowers
Filmlänge: ca. 100 min.
VÖ: 7. Mai 2026 auf Blu-ray, DVD, 4K UHD
EAN: 4020628543259  (BR), 4020628543266  (DVD), 4020628543242  (4K UHD)
FSK: 6

Von Sony Pictures Animation, dem Studio hinter SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE und den Machern von KPOP DEMON HUNTERS, kommt G.O.A.T. – BOCK AUF GROSSE SPRÜNGE: Eine originelle Actionkomödie, die in einer reinen Tierwelt spielt. 


Die Story:
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Will, ein kleiner Ziegenbock mit großen Träumen. Er bekommt die einmalige Chance, einem Profiteam beizutreten und Roarball zu spielen – ein kontaktintensiver Hochleistungssport, bei dem die schnellsten und furchterregendsten Tiere der Welt dominieren. Wills neue Teammitglieder sind daher nicht gerade begeistert, nun eine schmächtige Ziege in ihrer Mannschaft zu haben, doch Will ist wild entschlossen, den Sport zu revolutionieren und ein für alle Mal zu beweisen, dass auch Kleine ganz groß rauskommen können.

In der deutschen Version sind Torsten Sträter als „Coach Dennis“, Lara Trautmann als „Jett“, Marti Fischer als „Daryl“, Satou Sabally als „Kouyate“, Nyara Sabally als „Propp“ sowie Michel Schelker als „Chuck“ und Simon Moser als „Rusty“ zu hören.

10. DER MEDICUS II

Vertrieb: Constantine LEONINE
Produktionsland/ -jahr: GB/ USA 2025
Drehbuch: Stewart Harcourt, Caroline Bruckner, Philipp Stölzl, Jan Berger, Marc O. Seng
nach einer Geschichte von Jan Berger
Regie
: Philipp Stölzl
Produzenten: Wolf Bauer, Till Derenbach, Michael Souvignier, Sebastian Werninger
Ausführende Produzenten:
Oliver Berben, Martin Bachmann, David Kehrl, Tom Payne
Koproduzenten:
Dr. Christoph Schneider, Andreas Hartmann, Cristian Parra, Frank Zervos, Dirk Schürhoff
Darsteller:innen:
Tom Payne, Emily Cox, Áine Rose Daly, Malick Bauer, Liam Cunningham, Aidan Gillen, Owen Teale u.v.a.
Musik: Ingo Ludwig Frenzel
Filmlänge: ca. 143 min. (BR)
VÖ: 15. Mai 2026 als Blu-ray, DVD und digital
EAN: 4061229611800 (DVD), 4061229611817 (BR)
FSK: 12

DER MEDICUS II beweist, dass großes Historienkino noch immer möglich ist. Die Fortsetzung knüpft nicht nur atmosphärisch an den ersten Teil an, sondern erweitert dessen Welt um politische und philosophische Dimensionen. Der Film verbindet medizinische Erkenntnissuche mit Fragen nach Macht, Religion und gesellschaftlicher Verantwortung und entwickelt daraus ein überraschend modernes Historienepos.


Die Story:

Im Mittelpunkt von DER MEDICUS II steht erneut der Arzt Rob Cole, der nach vielen Jahren in Persien nach England zurückkehrt. Mit seinem umfangreichen Wissen über Medizin versucht er Menschen zu helfen und neue Behandlungsmethoden einzusetzen. Dabei stößt er jedoch auf Misstrauen und Ablehnung, da viele Ärzte und Mächtige an alten Vorstellungen festhalten.
Als Rob den Auftrag erhält, die Tochter des Königs zu behandeln, gerät er in politische Konflikte und gefährliche Situationen. Währenddessen erkennt er, dass Krankheiten nicht nur den Körper, sondern auch die Seele betreffen können.

Besonders beeindruckend ist die visuelle Gestaltung. Regisseur Philipp Stölzl inszeniert das mittelalterliche England mit enormem ästhetischem Aufwand. Düstere Städte, von Kerzenlicht geprägte Innenräume und detailreiche Kostüme erzeugen eine dichte, immersive Atmosphäre. Der Film versteht es, historische Räume nicht bloß dekorativ zu nutzen, sondern als Ausdruck sozialer Spannungen und kultureller Unsicherheit sichtbar zu machen. Viele Einstellungen besitzen beinahe malerische Qualität und verleihen dem Werk eine epische Größe, die im deutschsprachigen Kino selten geworden ist.

Auch erzählerisch überzeugt der Film durch seine Ambition. Statt sich auf ein klassisches Abenteuer zu beschränken, verhandelt DER MEDICUS II grundlegende Fragen über Wissen und Menschlichkeit. Die Medizin erscheint hier nicht nur als Wissenschaft, sondern als moralische Haltung, als Versuch, Rationalität gegen Angst und Dogma zu behaupten. Gerade diese Verbindung aus persönlicher Geschichte und gesellschaftlicher Dimension verleiht dem Film seine emotionale Kraft.

Darstellerisch wird das hohe Niveau vor allem durch Emily Cox getragen, die ihrer Figur eine bemerkenswerte Mischung aus Stärke, Intelligenz und Verletzlichkeit verleiht. Auch Tom Payne gelingt es, Rob Cole gereifter und innerlich zerrissener darzustellen als im ersten Film. Die Nebenrollen sind prominent besetzt und sorgen dafür, dass selbst kleinere Szenen eine spürbare Intensität entwickeln.

Bemerkenswert ist zudem, wie aktuell der Film trotz seines historischen Settings wirkt. Die Konflikte zwischen wissenschaftlichem Fortschritt, politischer Manipulation und religiösem Extremismus erinnern deutlich an gegenwärtige gesellschaftliche Debatten, ohne dabei platt modernisiert zu erscheinen. Gerade darin liegt eine der größten Stärken des Films. Er erzählt Geschichte nicht museal, sondern als Spiegel heutiger Fragen.

DER MEDICUS II ist damit weit mehr als eine konventionelle Fortsetzung. Der Film verbindet bildgewaltiges Unterhaltungskino mit intellektuellem Anspruch und emotionaler Ernsthaftigkeit.

5 von 6 Sternen: ★★★★★       Kritik: Michaela Springer


Bonusmaterial:
- Interviews mit Cast & Crew
- Premieren-Clip
- B-Roll


© 2025 Constantin Film Distribution GmbH/Zeitsprung Pictures GmbH/Márton Kállai

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11. Einladung zum Mord 2 –
Das Rätsel von Kairo

Vertrieb: Plaion Pictures Home Entertainment
Produktionsland/ -jahr: GB/ USA 2025
Drehbuch: Mark Brennon
Regie: Stephen Shimek
Darsteller:innen: Mischa Barton, Richard Dillane, Mido Hamada, Raha Rahbari
Musik: Christian Davis
Filmlänge
: ca. 80 min. (DVD)
VÖ: 23. April 2026 als Blu-ray und DVD
EAN: 4020628654818 (DVD), 4020628654801 (BR)
FSK: 12

Der zweite Fall von Miranda Green (Mischa Barton) als Privat-Detektivin Miranda Green


Die Story:

Als die Detektivin Miranda Green zu einem Dinner in die britische Botschaft nach Kairo reist, erwartet sie einen glamourösen Abend – aber keine Leiche im Salon. Doch die Tote birgt Geheimnisse, die jahrzehntelang verborgen blieben. Miranda beginnt zu ermitteln und entdeckt ein Geflecht aus Lügen, das tief in die Vergangenheit zurückreicht und die feine Gesellschaft in ihren Grundfesten erschüttert.

Nach ihrem gefeierten Debüt im nebligen England, zieht es Mischa Barton (O.C., CALIFORNIA) als charmante Detektivin nun ins schwüle Ägypten. Glänzend besetzt zelebriert diese stilvolle Hommage an Agatha Christie die goldene Ära des Whodunit-Thrillers.

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12. MERCY

Vertrieb: Plaion Pictures Home Entertainment
Produktionsland/ -jahr: USA 2025
Drehbuch: Joachim Trier, Eskil Vogt
Regie: Timur Bekmambetov
Darsteller:innen: Chris Pratt, Rebecca Ferguson, Kali Reis, Annabelle Wallis
Filmlänge: ca. 99 min.
VÖ: 30. April 2026 als Blu-ray, DVD, 4K UHD+BR
EAN: 4020628654856 (DVD), 4020628654849 (BR), 4020628654832 (4K)
FSK: 12


Die Story:
In naher Zukunft steht ein LAPD-Detective (Chris Pratt) wegen Mordes an seiner Frau vor Gericht. Er hat genau 90 Minuten Zeit, um seine Unschuld gegenüber einer fortschrittlichen KI-Richterin (Rebecca Ferguson) zu beweisen, für deren Entwicklung er sich einst eingesetzt hat, bevor diese über sein Schicksal entscheidet.

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13. SENTIMENTAL VALUE

Vertrieb: Plaion Pictures Home Entertainment
Produktionsland/ -jahr: Norwegen 2025
Drehbuch: Joachim Trier, Eskil Vogt
Regie
: Joachim Trier
Darsteller:innen: Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Elle Fanning, Inga Ibsdotter Lilleaas, Anders Danielsen Lie
Musik: Hania Rani
Filmlänge: ca. 133 min.
VÖ: 9. April 2026 als Blu-ray und DVD
EAN: 4020628560102 (DVD), 4020628560119 (BR)
FSK: 12

Die Story:
Nora und Agnes verbindet eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nun steht Gustav nach Jahren der Funkstille plötzlich wieder vor der Tür – mit einem charmanten Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines halben Lebens. Augenblicklich geraten alte Familiendynamiken ins Rollen. Und nach und nach wird deutlich, dass sich Vater und Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten. Vielleicht ist es doch nicht zu spät für einen Neuanfang?


Nach DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT gelingt Joachim Trier ein vielschichtiges Meisterwerk über Beziehungen und Gefühle, die nur schwer in Worte gefasst werden können.

Getragen von dem großartigen Ensemble um Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Elle Fanning und Inga Ibsdotter Lilleaas erzählt SENTIMENTAL VALUE mit großer Leichtigkeit und viel Humor die Geschichte einer Familie, die noch lange im Kopf und im Herzen bleibt. 

Bei den Filmfestspielen von Cannes begeisterte SENTIMENTAL VALUE Publikum wie Kritiker gleichermaßen und wurde schließlich mit dem Großen Preis der Jury ausgezeichnet. Zudem erhielt er den Osacar 2026 als bester internationaler Film. Des Weiteren gewann der Film sechs Europäische Filmpreise. Im Rahmen der British Academy Film Awards 2026 wurde SENTIMENTAL VALUE als bester nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet. Weitere Auszeichnungen erhielt der Film unter anderem bei den British Independent Film Awards und bei Camerimage.

Bonusmaterial:
- Interviews mit Regisseur und 
  Hauptdarstellern
- Stellan Skarsård beim Filmfest 
  München

- Trailer
- Pressekonferenz 
  Filmfestspiele  Cannes

14. Dann passiert das Leben

Vertrieb: Paramount LEONINE
Produktionsland/ -jahr: Deutschland 2025
Drehbuch: Neele Leana Vollmar
Regie: Neele Leana Vollmar
Produzent: Robert Marciniak (Lieblingsfilm)
Koproduzent:innen: Danny Krausz (Dor Film), Florian Krügel (Dor Film), Janina Vilsmaier (Perathon Medien)
Darsteller:innen: Anke Engelke, Ulrich Tukur, Lukas Rüppel, Maria Hofstätter, Markus Hering, Philipp Hauß, Katja Lechthaler, Michael Kranz
Filmlänge: ca. 118 min.
VÖ: 27. März 2026 auf DVD
EAN: 4061229670500
FSK: 6

Die Story:
Hans (Ulrich Tukur), der als Schuldirektor kurz vor der Pensionierung steht, bewegt sich für seine Frau Rita (Anke Engelke) eher wie ein Gast in ihrem Leben. Der gemeinsame Sohn ist längst aus dem Haus und die langjährige Ehe der beiden folgt einer eingespielten Routine, bei der Rita den Takt vorgibt. Und wenn es nach ihr geht, gibt es keinen Grund, irgendetwas daran zu ändern. Überhaupt: sie mag keine Veränderungen. Die neuen Fliesen im Bad sind nur der Anfang von etwas, das Rita große Sorgen macht. Auf einmal werden alte Wunden wieder sichtbar. Auf einmal fällt den beiden auf, wie wenig sie über das Leben ihres Sohnes wissen. Auf einmal ist da diese Leere im Leben der beiden. Auf einmal ist nicht mehr klar, ob sie zwei Einzelne oder ein Paar sind. Doch dann passiert das Leben…


Der Film DANN PASSIERT DAS LEBEN unter der Regie von Neele Leana Vollmar erweist sich als leise, beinahe kontemplative Reflexion über Kontingenz, Verlust und die fragile Konstruktion biografischer Sinnzusammenhänge. Regie und Drehbuch entziehen sich bewusst einer klassischen dramatischen Zuspitzung und setzen stattdessen auf das sukzessive Freilegen innerer Zustände, ein Verfahren, das gleichermaßen fasziniert wie herausfordert.

Im Zentrum steht eine Protagonistin, deren scheinbar gefestigtes Leben durch ein unerwartetes Ereignis aus der Bahn gerät. Was zunächst als konventionelle Erzählung von Krise und Neuorientierung lesbar erscheint, entfaltet sich zunehmend als subtile Studie über die Unverfügbarkeit des Alltäglichen und die Brüchigkeit vermeintlicher Gewissheiten.

Formal überzeugt der Film durch eine präzise austarierte Bildsprache. Lange Einstellungen und eine zurückhaltende Kameraführung erzeugen eine nahezu dokumentarische Intimität, die den Blick auf feinste gestische und mimische Nuancen lenkt. Emotionen werden nicht illustrativ vorgegeben, sondern entstehen im Spannungsfeld von Bild, Zeit und Stille.

Das eigentliche Zentrum des Films bildet jedoch das Schauspiel. Anke Engelke ("Perfekt Verpasst", MUTTER, "Deutsches Haus") gestaltet die Hauptfigur mit bemerkenswerter Präzision und Zurücknahme als ein komplexes Geflecht innerer Widersprüche, Verletzlichkeit und Abwehr. Sehnsucht und Resignation koexistieren in einer Darstellung, die sich vor allem in minimalen Verschiebungen der Mimik artikuliert. Dieses „leise Spiel“ fordert erhöhte Aufmerksamkeit, entfaltet jedoch eine eindringliche Authentizität.

Ulrich Tukur  (UND WER NIMMT DEN HUND?, AUS DEM NICHTS, JOHN RABE) verleiht der Figur des Hans eine kontrollierte, nuancenreiche Präsenz. Sein Spiel operiert über Pausen, subtile Gesten und fein modulierte Tonlagen, wodurch eine latente Ambivalenz zwischen Nähe und Distanz entsteht. Die daraus resultierende Kühle fügt sich schlüssig in die thematische Disposition des Films ein und trägt wesentlich zu dessen reflektierender Grundhaltung bei.

Auch die Nebenfiguren sind mit großer Sorgfalt konturiert. Sie überschreiten ihre funktionale Einbindung in die Handlung und entwickeln eine eigenständige Präsenz, die das thematische Spektrum erweitert. Besonders bemerkenswert ist dabei das dialogische Spiel des Ensembles. Gespräche erscheinen weniger als Mittel der Informationsvermittlung denn als tastende Annäherungen, in denen Pausen, Blickachsen und unausgesprochene Spannungen ein gleichwertiges Gewicht zum gesprochenen Wort erhalten.

DANN PASSIERT DAS LEBEN ist kein Film der unmittelbaren Zugänglichkeit. Seine Qualität liegt gerade in der konsequenten Verweigerung narrativer Eindeutigkeit und in der Konzentration auf das Dazwischen. Was für ein breiteres Publikum mitunter spröde wirken mag, erweist sich im Kontext einer anspruchsvollen Filmkultur als ästhetische Stärke. Der Film gibt keine einfachen Antworten und behauptet gerade darin seine nachhaltige Relevanz.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★        Kritik: Michaela Springer

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© Majestic /Daniel Gottschalk

Verlosung STAR TREK:: STRANGE NEW WORLDS - Staffel 3 DVD bis 5.4.2026

15. STAR TREK:
STRANGE NEW WORLDS
- Staffel 3

Vertrieb: LEONINE
Produktionsland/ -jahr: USA 2025
Idee: Akiva Goldsman, Alex Kurtzman, Jenny Lumet
nach STAR TREK von Gene Roddenberry
Showrunners: Akiva Goldsman, Henry Alonso Myers
Darsteller:innen: Anson Mount Ethan Peck Jess Bush Christina Chong Celia Rose Gooding Melissa Navia Babs Olusanmokun Bruce Horak Rebecca Romijn 
Titelmusik: Jeff Russo
Musik
: Nami Melumad
Filmlänge: ca. 485 min.
VÖ: 13. März 2026 als Blu-ray, DVD und limitiertes 4K UHD Steelbook
EAN: 4061229678551 (DVD), 4061229678568 (BR), 4061229678575 (UHD)
FSK: 12

STAR TREK: STRANGE NEW WORLDS setzt seine Reise im Star-Trek-Universum fort und erscheint mit der dritten Staffel im Heimkino. Der dritte Streich der Erfolgsserie ist ab 13. März auf DVD, Blu-ray sowie als limitiertes 4K UHD Steelbook inklusive 4 Vinyl-Stickern erhältlich. Die zehn abenteuerreichen Episoden führen zu unbekannten Welten und überraschenden Genre-Ausflügen.


Die Story Staffel 3:

In der dritten Staffel setzt sich die Crew der U.S.S. Enterprise mit den Konsequenzen der Gorn-Begegnung aus Staffel 2 auseinander, bevor das legendäre Raumschiff erneut zu Erkundungsmissionen und epischen interstellaren Konflikten aufbricht. Für Trekkies besonders interessant: James T. Kirk erhält erstmals die Gelegenheit, auf dem Stuhl des Captains auf der U.S.S. Farragut Platz zu nehmen und erfährt, was es bedeutet, die Verantwortung für Schiff und Besatzung zu tragen.

STAR TREK: STRANGE NEW WORLDS – Staffel 3 knüpft inhaltlich an die bisherigen Staffeln an und führt zentrale Motive der Serie weiter. Thematisch stehen die Auswirkungen von Führungsentscheidungen und persönlichen Konflikten im Mittelpunkt. 

Episoden:
01. Hegemonie, Teil II
02. Hochzeitsglocken-Blues
03. Shuttle nach Kenfori
04. Weltraumabenteuerstunde
05. Durch die Linse der Zeit
06. Der Sehlat, der sich in den  
      Schwanz biss

07. Was ist die Sternenflotte?
08. Vier und ein halber Vulkanier
09. Terrarium
10. Neues Leben und neue Zivilisationen

Ergänzt wird die Heimkino-Veröffentlichung durch rund drei Stunden umfangreiches Bonusmaterial:

Bonusmaterial:

* Neue Welten entdecken
* Persönliches Logbuch
* Virtuelle Visionäre
* VFX-Flüge
* Gag Reel
* Hegemonie Teil II:
   - Erweiterte Szenen
* Hochzeitsglocken-Blues:
   - Erweiterte & entfallene Szenen
* Shuttle nach Kenfori:
   - Erweiterte & entfallene Szenen
* Weltraumabenteuerstunden:
   - Erweiterte & entfallene Szenen
   - Gag Reel
* Durch die Linse der Zeit:
   - Entfallene Szene
* Was ist die Sternenflotte?:
   - Entfallene Szenen
* Vier und ein halber Vulkanier:
   - Erweiterte & entfallene Szenen
* Neues Leben und neue
   Zivilisationen:
   - Entfallene Szenen

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© Paramount / LEONINE

16. Die Schule der magischen Tiere 4

Vertrieb: LEONINE Studios Spielfilm
Produktionsland/ -jahr: Deutschland 2025
Drehbuch: Nicole Armbruster, Alexandra Kordes, Thorsten Näter, Mirjam Müntefering
Nach der Bestseller Kinder- und Jugendbuchreihe von Margit Auer
Regie: Bernhard Jasper und Maggie Peren
Showrunnerin: Alexandra Kordes
Produzent:innen: Alexandra Kordes, Meike Kordes
Executive Producer: Fred Kogel
Co-Producer:in: Cosima von Spreti, Georg Prokop, André Kolmuß, Zoran Roncevic
Darsteller:innen: Emilia Maier, Loris Sichrovsky, Tomomi Themann, Thilo Fridolin Matthes,
Purnima Grätz, Emilia Pieske, Luis Vorbach, Leonard Conrads, Philip Müller, Christina Große, Justus von Dohnányi, Heiko Pinkowski, Marleen Lohse, Meltem Kaptan und Milan Peschel
Tierstimmen: Annett Louisan, Daniel Zillmann, Felix Kramer, Ralf Schmitz, Axel Stein, Rick
Kavanian, Katharina Thalbach, Max von der Groeben, Sophie Rois
Musik: Dominik Giesriegl
Filmlänge: ca. 97 min. (DVD)
VÖ: 20. Februar 2026 auf Blu-ray und DVD
EAN: 4061229366700 (DVD), 4061229366717 (BR)
FSK: 0

Mit dem vierten Teil der erfolgreichen Filmreihe „Die Schule der magischen Tiere“ wird das populäre Universum der Wintersteinschule erneut erweitert. Aufbauend auf der Kinderbuchreihe von Margit Auer setzt die Produktion ihre charakteristische Verbindung aus Fantasy, Schulkomödie und pädagogisch ausgerichtetem Familienfilm fort. Dabei rücken stärker als zuvor Fragen von Zugehörigkeit, Konkurrenz und Solidarität innerhalb einer Gemeinschaft in den Mittelpunkt.

Die Handlung führt erneut an die Wintersteinschule, jenen besonderen Ort, an dem ausgewählte Kinder ein magisches Tier als persönlichen Begleiter erhalten. Diese Tiere können sprechen und sind eng mit den Charaktereigenschaften ihrer Besitzer verbunden, als Vertraute, Kommentatoren und gelegentlich auch als moralische Korrektive.

Im Zentrum der Geschichte steht diesmal eine neue Schülerin, die sich zunächst als Fremde in der eingeschworenen Klassengemeinschaft wiederfindet. Parallel dazu sieht sich die Schule mit einer externen Herausforderung konfrontiert. Ein schulübergreifender Wettbewerb entscheidet über Prestige und Zukunft der Institution. Für die Klasse entsteht damit eine doppelte Aufgabe, die Integration des neuen Kindes und das gemeinsame Bestehen der Herausforderung.

Die magischen Tiere fungieren dabei erneut als emotionale Spiegel der Kinderfiguren. Sie artikulieren Ängste, Unsicherheiten und Hoffnungen ihrer Besitzer und treiben zugleich die Handlung voran. Auf diese Weise entsteht ein erzählerisches System, in dem innere Konflikte der Figuren sichtbar und dialogfähig werden.

Die Wintersteinschule selbst wird als geschützter Mikrokosmos inszeniert, der die soziale Realität von Kindern in überschaubaren Konflikten verdichtet. Die digitale Animation der Tiere ist technisch solide umgesetzt und fügt sich weitgehend organisch in die Realfilmwelt ein, ohne die menschlichen Figuren zu überlagern.

Auffällig ist die ruhige, beinahe klassische Erzählweise des Films. Anstelle spektakulärer Action setzt die Dramaturgie auf dialogische Szenen und auf die emotionale Entwicklung innerhalb der Gruppe. Dadurch entsteht eine narrative Struktur, die sich bewusst an traditionellen Formen des Kinder- und Jugendfilms orientiert.

Thematisch bewegt sich der Film im Spannungsfeld zwischen Individualität und Gemeinschaft. Die magischen Tiere erscheinen als symbolische Erweiterungen der Persönlichkeit ihrer Besitzer. Sie verkörpern Eigenschaften, die den Kindern fehlen oder die sie erst noch entwickeln müssen.

Im vierten Teil wird diese Metapher sozial stärker ausgeweitet. Nicht allein die Beziehung zwischen Kind und Tier steht im Zentrum, sondern zunehmend die Dynamik der gesamten Klassengemeinschaft. Konkurrenz, Loyalität und Ausgrenzung werden zu zentralen Motiven der Handlung.

Damit greift der Film Themen auf, die im gegenwärtigen Kinder- und Jugenddiskurs eine wichtige Rolle spielen: Fragen nach Gruppenzugehörigkeit, Selbstwertgefühl und dem Umgang mit Leistungsdruck. Schule erscheint hier weniger als Ort reiner Wissensvermittlung denn als sozialer Erfahrungsraum, in dem Kinder lernen, Verantwortung füreinander zu übernehmen.

Seine Wirkung entfaltet der Film folglich nicht primär über spektakuläre Fantasy-Elemente, sondern über eine konsequent an der Perspektive von Kindern orientierte Erzählweise. Als Familienfilm erfüllt die Produktion damit eine doppelte Funktion: Sie bietet Unterhaltung durch humorvolle Figuren und fantasievolle Einfälle und vermittelt zugleich soziale Werte wie Solidarität, Empathie und Selbstvertrauen.

5 von 6 Sternen: ★★★★★   Kritik: Michaela Springer

Bonusmaterial:
- Die Arbeit im Synchronstudio 
- Interviews mit den  
  Synchronsprechern & dem Cast
- Hinter den Kulissen
- Trailer

© 2025 Kordes & Kordes Film Süd / 
LEONINE Studios

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