Dr. Hans Christ (Autor)
01. Reichlich belämmert
Neue heitere Episoden aus dem Leben eines Landtierarztes

Verlag: Leopold Stocker (1. Auflage, 2018)
224 Seiten, gebunden
Hardcover
12 s/w-Strichzeichnungen
Größe
: 13 x 20,5 cm

Mit dem Untertitel "Neue heitere Episoden aus dem Leben eines Landtierarztes" erschien bereits das fünfte Buch von Hans Christ. Der Wiener, der 1958 geboren wurde, studierte Veterinärmedizin und ist seit 1990 Landtierarzt im Gasteiner Tal, wo er mit seiner Frau Karin, Lehrerin im BORG, lebt. 

Auch wenn der Autor immer wieder auch auf Episoden seiner vorangegangenen Bücher hinweist, ist es nicht zwingend notwendig, diese vorher gelesen zu haben, allerdings ist die vergnügliche Schreibweise verantwortlich, dass man die anderen Bücher - "Mit der Kuh auf Du", "Die Pfoten hoch", "Da lachen die Hühner" und "Der Apfel fällt nicht weit vom Pferd" - durchaus ebenfalls lesen möchte.

Die lustigen Illustrationen wurden ebenfalls von Hans Christ gezeichnet und sind so herzig, dass man gerne mehr davon sehen würde.

In 27 Kapitel beschreibt er das Leben eines Landtierarztes, das manchmal witzig, auf jeden Fall meist sehr stressig, mit wenig Raum für Privatleben oder zum Beispiel einen eigenen Hund, aber auch aufregend, ärgerlich oder auch traurig sein kann, aber durch den stets launigen Erzählstil, kann man auch bei traurigen Episoden lächeln. Bei Hunden, die er besonders liebt, hat er sowieso einen Stein im Brett, weil er immer mit Wurst und Käse unterwegs ist, um diese Zuneigung auch aufrechtzuerhalten.

Ironisch schildert er auch Probleme mit schwierigen Tierhaltern, die um jeden Betrag feilschen oder ihn mit ihrer schroffen Art gänzlich um die Bezahlung bringen. Oder fanatische Pferdebesitzerinnen, die ihn in einem Reitstall zur "Persona non grata" werden ließen. Immer wieder blickt er auch auf Episoden in seiner Studienzeit zurück und schildert, dass es manchmal keine Logik zwischen Schulmedizin und alten Hausmitteln gibt. Darum interessiert er sich zudem im Zuge der Homöopathie sehr für das Wissen der Alten mit ihren oft überaus  verblüffenden Zugängen. Er erzählt auch von witzigen Begebenheiten, wie manche Bauern erfolgreich improvisieren, weil es derzeit keine verfügbare Alternative gibt oder von einer depressiven Kuh, die sich degradiert fühlt.

In seiner sympathischen Art, gibt er aber auch zu, manchmal rat- oder hilflos zu sein und weil er letztendlich nur das Wohl seiner Patienten im Sinn hat, greift er dann schon auch einmal auf unkonventionelle Methoden zurück, die zu seiner Überraschung auch funktionieren.

Bewertung 6/6 Sternen:
★★★★★                                                                                 Kritik: Sabine Sindl

www.stocker-verlag.com

Der musicalcocktail verlost 3x das Buch bis 28.2.2019!

Miska Rantanen (Autor), Tanja Küddelsmann (Übersetzerin), Mari Huhtanen (Illustrator)
02. Kalsarikänni
Vom großen Spaß, sich hallein zu Hause in Unterwäsche zu betrinken

Verlag: Goldmann (1. Auflage, 21. September 2018)
Taschenbuch
184 Seiten, broschiert
auch als epub eBook erhältlich
ab 14 Jahren

Was dem Dänen sein „Hygge“ ist dem Schweden bzw. Norweger sein „Lagom“ – und das finnische Pendant dazu heißt „Kalsarikänni“. Wörtlich übersetzt heißt es „sich allein zu Hause in Unterwäsche betrinken“. Dieses Buch erklärt augenzwinkernd die Entstehungsgeschichte dieses Wohlfühltrends, liefert auch Fakten zum finnischen Lebensstil und bringt einem die finnische Kultur näher.

Was kann Kalsarikänni, was braucht es für Vorbereitungen, wann ist der richtige Zeitpunkt, wie lange kann es dauern? All diese (und mehr) Fragen versucht der Autor zu beantworten. Entstanden ist diese Art der Entspannung und Gemütlichkeit wohl durch Faktoren, die man als typisch finnisch bezeichnen kann: das kalte Wetter und die großen Entfernungen zu Nachbarn oder Lokalen. Es gibt eine Liste von guten Vorwänden, warum man Kalsarikänni machen sollten – wie etwa „ich habe keine Katze“, aber auch praktische Tipps wie man das Bier möglichst rasch kühlen kann. Bier gilt im Übrigen, neben Wein, als das perfekte Getränk für diese Art der Entspannung. Ganz wichtig auch, was man nicht tun sollte – zum Beispiel in der Badewanne seine Taucherausrüstung testen.

Es scheint so, als ob man mit Kalsarikänni perfekt dem Stress des Alltags entfliehen kann. Allein das Lesen dieses Buches entspannt ungemein und lässt einen immer wieder schmunzeln. Mit zahlreichen Illustrationen und Statistiken sowie zahlreichen Erfahrungsberichten ergänzt, lässt sich dieses Buch rasch lesen. Es ist für alle Freunde der nordischen/finnischen Kultur eine perfekte Erweiterung des Wissens, und für all jene die es noch werden wollen, ist dies der ideale Einstieg

Der Autor:
Miska Rantanen, ist Direktor der Norra Haga Party Central-Instituts. Als Journalist und Autor schreibt er vor allem über Kultur, Politik und digitale Medien.

Bewertung 5 launige von 6 Sternen:
★★★★★                                                                                                                    Kritik: Veronika Murauer

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Kalsarikaenni/Miska-Rantanen/Goldmann-TB/e543458.rhd

Oscar de Muriel (Autor), Peter Beyer (Übersetzerin), Mari Huhtanen (Illustrator)
03. Die Todesfee der Grindlay Street
Ein Fall für Frey und McGray 3

Verlag: Goldmann (1. Auflage, 15. Dezember 2018)
Taschenbuch
576 Seiten, broschiert
1 s/w Abbildung
auch als epub eBook erhältlich

ab 14 Jahren

London im Jahre 1889: Eine Nachricht in Blut verfasst wird nach einer Vorstellung von „Macbeth“ gefunden. Gleichzeitig erklingt ein markerschütternder Schrei, bei dem es sich laut öffentlicher Meinung nur um den Schrei einer Todesfee handeln kann, eine irische Sagengestalt, die einen kommenden Tod ankündigen soll. „Macbeth“ kehrt heim nach Schottland, nach Edinburgh, und wird von einem dunklen Schleier überschattet. Denn die ominöse Nachricht prophezeit ein Blutvergießen bei der Premiere des Schottischen Stücks. Der englische Inspektor Frey soll mit seinem schottischen Kollegen McGray das mögliche Unglück verhindern und das Rätsel hinter den mysteriösen Ereignissen lösen. Kann es sich hier wirklich um eine Warnung einer Todesfee handeln, die eine unausweichliche Tragödie voraussagt?

Zwar handelt es sich bei Die Todesfee in der Grindlay Street um den dritten Teil der Serie rund um Frey und McGray, doch ist es nicht notwendig, die vorherigen Bände gelesen zu haben, um in die Geschichte einzutauchen. Die Hintergründe der beiden Protagonisten werden kurz erläutert, sodass auch Neulinge bald im Bilde sind und sich zurechtfinden. Für das volle Lesevergnügen ist es aber erforderlich, zumindest einigermaßen mit Shakespeares „Macbeth“ vertraut zu sein, da das Stück eine sehr zentrale Rolle einnimmt. Der Band liest sich trotz seiner Länge sehr flüssig, interessant ist ebenfalls der Erzählstil: eine klassische Ich-Perspektive wechselt sich mit Briefen und Tagebucheinträgen der anderen Figuren ab.

Die Übersetzung ist ebenfalls sehr gelungen, das verwendete Vokabular ist passend für die damalige Zeit, wird dabei jedoch nicht unverständlich. Lediglich manche Beschreibungen gehen verloren, wenn man nicht mit den verschiedenen Dialekten Großbritanniens vertraut ist.

Bei der Untersuchung des Falls sind es oftmals die Charaktere selbst, die viel mehr im Fokus stehen, als die eigentliche Ermittlung. Nur sehr langsam werden die Hintergründe des Falls preisgegeben, dafür wird man mehr und mehr mit den Lebensgeschichten der einzelnen Personen, sowie deren Beziehungen untereinander, vertraut. Und diese haben es oftmals in sich.

Die erkennbar harte Arbeit, die Autor de Muriel für die Recherche aufgebracht hat, hat sich auf alle Fälle bezahlt gemacht. Neben dem Herumtüfteln an dem Kriminalfall lernt man einige der bedeutendsten Theaterpersönlichkeiten des Englands des 19. Jahrhunderts kennen. Frey und McGray haben es in diesem Band unter anderem mit Henry Irving, Bram Stocker und Ellen Terry zu tun, und auch andere Berühmtheiten haben ihren Gastauftritt. Die Hintergründe zu sämtlichen realen Figuren entsprechen, bis auf wenige Ausnahmen, der Wirklichkeit. Sie werden zusätzlich in einem ausführlichen Kommentar erläutert. Ebenso exakt wird die Welt des viktorianischen Theaters beschrieben, bis hin zu den Spezialeffekten, die damals verwendet wurden. Nur sehr wenige historische Romane können bei dieser Sorgfältigkeit mithalten.

Der besondere Reiz der Reihe liegt mit Sicherheit an der perfekten Mischung aus realen und ausgedachten Ereignissen, sowie an der Zusammenarbeit zwischen den beiden unterschiedlichen Ermittlern, die des Öfteren aneinandergeraten. Wer auf der Suche nach einem besonderen Krimi ist, wird hier sicher fündig. Auch Fans von Sherlock Holmes sollten dieser Reihe eine Chance geben. Eine Fortsetzung im Englischen ist bereits erschienen. Für weiteren Lesestoff ist also gesorgt.

Der Autor:
Oscar de Muriel wurde in Mexico Stadt geboren und zog zur Beendigung seines PhDs nach Großbritannien. De Muriel ist Chemiker, Übersetzer und Violinist und arbeitet heutzutage in Manchester. Bekannt wurde de Muriel mit seinen viktorianischen Krimis rund um Frey und McGray. Bis jetzt sind vier Bände in englischer Sprache erschienen.

Bewertung 5/6 Sternen:
★★★★★                                                                                                                     Kritik: Lisa Murauer

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Die-Todesfee-der-Grindlay-Street/Oscar-de-Muriel/Goldmann-TB/e542751.rhd

Martin Ebner (Autor)
04. Von Wildschweinen, Joggerinnen und anderen Ungeheuerlichkeiten
Kritische und humorvolle Betrachtungen rund um die Jagd

Verlag: Leopold Stocker (2. Auflage, 22. August 2016)
208 Seiten, gebunden
Hardcover
zahlreiche Abbildungen
Größe
: 13,8 x 21,1 cm

Der Untertitel des Buches verspricht eine kritische und humorvolle Betrachtung rund um die Jagd. Wer jetzt denkt, dies ist ein Buch, das die Jagd an sich kritisch hinterfragt oder gar ablehnt, der ist hier fehl am Platz. Martin Ebner ist passionierter Jäger und das merkt man. Wenn man als Rezensent mit Jagd so gar nichts am Hut hat, wird es keine leichte Aufgabe, dieses Werk unvoreingenommen zu lesen. Der Einband verspricht schon mal Unterhaltsames, die Geschichten sind kurz, kaum länger als 2 Seiten, dazu gibt es zahlreiche Bilder (Fotos wie Malereien). Jede dieser Geschichten kann man lesen, ohne eine andere davor oder danach zu kennen, die Titel sind ebenfalls kurz und knapp, wie zum Beispiel „Andere Länder, andere Schweine“ oder „Biberschwanzsuppe“. Leider ist Humor ebenfalls Geschmackssache, was für den einen äußerst lustig ist, löst beim anderen nur ein gequältes Lächeln aus. Manche der Geschichten sind durchwegs kurzweilig geschrieben, doch einige sind halt nur kurz. Die knapp 200 Seiten sind rasch gelesen und für Jagdinteressierte wohl unterhaltsam. Nichtpassionierte Jäger werden diesem Buch wahrscheinlich nicht so viel abgewinnen können.

Der Autor:
Martin Ebner wurde 1944 geboren und lebt in der Schweiz. Schon während seinem Studium der Volkswirtschaft an der Universität Zürich verbrachte er viel Zeit mit der Jagd. Er ist Mitbegründer eines Beratungs- und Softwareunternehmens und Autor von Jagdzeitschriften. Als ständiger Mitarbeiter der Redaktion der Zeitschrift „Jagd&Natur“ schreibt er unter anderem Glossen, sowie Geschichten aus dem Revieralltag.

Kritik: Veronika Murauer

http://www.stocker-verlag.com/buecher/neuerscheinungen/neuerscheinung-detail/article/von-wildschweinen-joggerinnen-und-anderen-ungeheuerlichkeiten/

Haylen Beck/ Pseudonym (Autor), Wolfram Ströle (Übersetzer)
05. OHNE SPUR
Thriller

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 21. September 2018)
Originalausgabe
384 Seiten, broschiert
auch als epub eBook erhältlich
ab 16 Jahren

Ihre Flucht endet - ihr Albtraum beginnt!

Auf dem Cover von „Ohne Spur“ befindet sich die Shilouette einer Frauengestalt und das Statement von Ruth Ware: „Fast unerträglich spannend“. Mit diesem Satz wird die Erwartung sehr hoch geschraubt und die Latte ziemlich hoch gelegt. Aber schon nach ein paar Zeilen ist gewiss, jedes Wort des Statements entspricht der Wahrheit. Spannender kann ein Thriller nicht sein. Das Buch nimmt einen regelrecht gefangen, sodass man kaum imstande ist, dieses aus der Hand zu legen. Die relativ kurzen Kapitel verleiten zudem immer wieder weiter zu lesen.

Die Story:
Es ist der Alptraum jeder Mutter, wenn ihr die Kinder weggenommen werden. Genau das passiert Audra Kinney.
Mit dem Auto will sie zu einer Freundin nach San Diego, ans andere Ende der USA. Sie flüchtet mit ihren beiden Sprösslingen vor ihrem Mann, der sie jahrelang misshandelt hat. Doch mitten in der Wüste von Arizona wird sie von der Polizei angehalten. Im Kofferraum ihres Wagens findet der Sheriff ein Päckchen Marihuana, das Audra noch nie gesehen hat. Alle Unschuldsbeteuerungen sind zwecklos – sie wird verhaftet, denn in ihr bewegtes Leben ist/war von Drogen- und Alkoholprobleme geprägt. Doch was ist mit den Kindern. Die Polizei behaupten, dass bei der Verhaftung keine im Auto gesessen sind. Niemand glaubt Audra. In den Medien wird sie als Mörderin angeprangert, denn schließlich ist die Aussage der Polizei gewichtiger. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Ihr zur Seite steht nur Danny, dessen Frau das gleiche vor fünf Jahren erleben musste. Nur war seine Frau nicht so stark, keine Kämpferin, wie Audra.

Das Buch befasst sich gleich mit mehreren Themen. Die Macht der Medien, wie sie die Bevölkerung in eine Richtung manipulieren kann, die Macht der Superreichen, die glauben alles zu bekommen was sie wollen und dadurch auch ihre kranken Phantasien ausleben zu können, aber auch korrupte Staatsbedienstete, die durch verschiedene Motivationen vom großen Geld ein Stück abbekommen wollen. Die High Society möchte mit aller Gewalt den Schein eines tollen Lebens aufrechterhalten, und will sich nicht hinter die Fassade der kaputten Familienkonstellationen blicken lassen. Die eingenommene Position in der Gesellschaft muss mit allen Mittel gehalten werden. Zuletzt geht es aber auch über das über sich selbst hinauswachsen einer Mutter, wenn ihre Kinder in Gefahr sind. Die Entwicklung zu einer unermüdlichen Kämpferin, die nicht aufgibt.

Sehr gut sind die Hauptprotagonisten charakterisiert. Audra ist keine perfekte Frau. Sie wurde jahrelang von ihrem Mann erniedrigt und vom Alkohol und Drogen abhängig gemacht. Es gibt Momente, wo sie an sich zweifelt, aber immer wieder kommt ihre Kämpfernatur zum Vorschein.

OHNE SPUR bietet Spannung und fesselt von Beginn an. Das Buch hat alles, was einen guten Thriller ausmacht wird Genre-Fans begeistern.

Kritik: Michaela Springer

https://www.dtv.de/buch/haylen-beck-ohne-spur-21764/

Mehr Infos zum Autor:
https://www.dtv.de/special-haylen-beck-ohne-spur/start/c-1891

Stephanie Marland (Autorin), Christine Blum (Übersetzerin)
06. WIR SEHEN DICH
Thriller

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 31. August 2018)
Originalausgabe
432 Seiten, broschiert
auch als epub eBook erhältlich
ab 16 Jahren

Ein Killer wird gestalkt - oder ist es umgekehrt?

Die Story:
In London versetzt ein Serienkiller die Stadt in Aufruhr. Er zelebriert seine Morde richtig und richtet seine Opfer nach einem bestimmten Muster her. Von der Presse hat er den Namen „Lover“ erhalten, da er seine Opfer mit Rosenblätter bestreut. Sehr aufwendige und zeitintensiv sind seine Opfer hergerichtet. Alles muss makellos, einfach perfekt sein, und alle schauen komplett ident aus, nachdem er sie gestylt hat.

Zahlreiche Foren beschäftigen sich mit dieser Thematik und einige wollen beweisen, dass sie besser sind als die Polizei und beginnen selbst zu recherchieren. Solch einer „True Crime“-Gruppe schließt sich Clementine Stark an, die für ihre Doktorarbeit Material sammelt. Es ist nicht leicht bei so einer Gruppe mitzumachen, da man ständig neue Aufgaben mit Zeitlimit bekommt. Erfüllt man diese nicht, ist man draußen.

DI Bell ermittelt mit seinem Team an dem Fall. Er muss den enormen Druck der Presse aushalten, ein Dienstaufsichtsverfahren von seinem letzten Fall hängt ihm nach und ein Maulwurf in seinem eigenen Team macht ihm zu schaffen.

Die Kapitel mit den Vornamen der beiden Hauptprotagonisten schildern jeweils aus ihrer Sicht. Beide sind gebrochene Menschen, die jedoch immer weiterkämpfen. Beide hatten eine schwere Vergangenheit, von der sie nicht los kommen und die sie wieder und wieder einholt

Als sich ihre Wege treffen, sind sie voneinander sofort angezogen und spüren eine Vertrautheit, die sie so nicht kennen.

Das Buch fesselt von Anfang an und gibt sehr viel Spielraum um selbst den Fall zu interpretieren. Der Verlauf ist schlüssig und nachvollziehbar. Die Charaktere detailliert beschrieben und man baut im Laufe der Geschichte eine Beziehung zu den Hauptprotagonisten auf. WIR SEHEN DICH ist ein spannender Thriller, der zu empfehlen ist.

Kritik: Michaela Springer

Die Autorin:
Stephanie Marland hat zehn Jahre an der Universität gearbeitet und u.a. darüber geforscht, wie Menschen in einer virtuellen Umgebung online interagieren. Sie hat einen MA in Creative Writing an der City University London gemacht und ist außerdem eine bekannte Krimibloggerin.

https://www.dtv.de/buch/stephanie-marland-wir-sehen-dich-21749/

Frank Uhlmann (Autor)
07. Die Akte Jacobi
Thriller

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 22. Juni 2018)
Originalausgabe
400 Seiten, broschiert
auch als epub eBook erhältlich
ab 16 Jahren

Packend, verstörend, brisant

Die Akte Jakobi ist der dritte Teil, der über den Reporter Norman Jacobi handelt.
Um dieses Buch besser zu verstehen, sollte man die vorangegangenen Teile gelesen haben, da es immer wieder Verweise gibt und man ein gewisses Hintergrundwissen haben sollte.

Das dritte Buch handelt über den Konflikt bzw. die Zusammenarbeit zwischen Drogendealer und Polizei, wobei die Geschichte zunehmend immer unrealistischer wird. Am Ende bleiben viele Fragen offen.

Die Story:
Bei einer Demo von Bürgerrechtlern in Frankfurt wird ein Aktivist getötet. Angeblich soll es ein Polizist gewesen sein. Dem Polizeireporter Norman Jacobi wird ein schlechtes Beweisvideo zugespielt, um sein Interesse zu wecken. Ein Dealer, der sich als Aktivist ausgibt, will ihm weiteres Material über den Staatsschutz zukommen lassen und ihn so auf seine Seite bringen, sodass er in ihrem Sinn berichtet. Doch Kommissar Demandt warnt Jacobi, dass der Mann ein bekannter Krimineller sei, dessen Zweck es sein, Jacobi für seinen Zwecke zu missbrauchen. Bald steht Jscobi zwischen den beiden Fronten und er weiß nicht, wem er wirklich vertrauen kann. Bei den Aktivisten hat er nämlich eine Akte über sich gefunden, und es wird ihm bewusst, dass er ganz konkret ausgesucht wurde. Erneut begibt sich Jacobi mit seiner Freundin Katharina in große Gefahr, um den Fall lösen zu können. Von dem mysteriösen Beobachter wird am Ende eine Fortsetzung angekündigt.

Zwar vermag Frank Uhlmann den Leser schon am Beginn zu fesseln. Die Geschichte wird aber mit Fortlauf immer Unglaubwürdiger und beim großen Showdown schon grotesk. Zuviel bleibt im Unklaren, und so hat man am Ende sehr viele offene Fragen. Es ist auch ein Vorteil, wenn man die ersten beiden Teile gelesen hat und somit ein Verständnis für Jacobis Tun und Handeln hat.
Dieser Krimi ist zwar spannend, enttäuscht aber durch die zunehmende übertriebene bzw. absurde Handlung. Es bleibt zu hoffen, dass der nächste Teil wieder realistischer wird.

Kritik: Michaela Springer

Der Autor:
Frank Uhlmann 1971 in Niedersachsen geboren, studierte Soziologie und Politikwissenschaft. Nach Tätigkeiten an verschiedenen Universitäten arbeitet er jetzt als Studienberater an der Universität in Gießen, wo er mit seiner Frau lebt.

https://www.dtv.de/buch/frank-uhlmann-die-akte-jacobi-21735/

Jeff Kinney (Autor), Dietmar Schmidt (Übersetzer)
08. GREGS TAGEBUCH 13 - Eiskalt erwischt!

Verlag: Baumhaus (1. Auflage, 30. Oktober 2018)
224 Seiten, gebunden, Hardcover
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
auch als eBook (epub), Bobi Kindle, Hörbuch, Hörspiel und Download erhältlich

GREGS TAGEBUCH ist eine der erfolgreichsten Kinderbuchreihen der Welt. Die humorvollen Comics um Greg Heffley besitzen schon seit langem Kultstatus.

Die Story:
Was ist denn hier los? Eigentlich ist Winter, aber durch eine Hitzewelle ist davon nichts zu spüren. Kann der Klimawandel daran schuld sein? Greg findet jedenfalls, dass diese Hitze im Winter nichts verloren hat. Doch dann wendet sich das Blatt: Über Nacht kehrt die Kälte heim und die ganze Stadt wird unter einer dicken Schneedecke begraben. Das schreit nach einem schulfreien Tag, aber anstatt sich gemütlich in der wohligen Wärme vergraben zu können, wird Greg prompt von seiner Mutter vor die Tür gesetzt und findet sich auf einem Schlachtfeld wieder. Es herrscht Chaos, bewaffnete Festungen wurden errichtet und eine nachbarschaftsweite Schneeballschlacht ist entbrannt. Gelingt es Greg gemeinsam mit seinem Freund Rupert, sich in diesem Getümmel zurechtzufinden und das Schlimmste zu überstehen?

Selbst nach 13 Bänden geht Gregs Tagebuch die Luft nicht aus. Der Autor überrascht mit seinen Ideen immer wieder aufs Neue und begeistert erneut mit seiner locker-witzigen Art. Lesemuffel werden hier ebenso begeistert sein, die Comic Strips sorgen dafür, dass sich das Buch flüssig (vielleicht sogar in einem Rutsch?) liest. Zusätzlich verbildlichen sie die Handlung und machen ohne Zweifel den ganz speziellen Charme der Reihe aus.

Zwar gibt es Bezüge zu früheren Bänden, doch wird das Lesevergnügen keineswegs gemindert, hat man die vorherigen Geschichten (noch) nicht verschlungen. Fans der Serie und Neueinsteiger haben mit Gregs Tagebuch – Eiskalt erwischt sicherlich gleichermaßen ihre Freude. Und so wie es aussieht, wird auch in Zukunft für Nachschub gesorgt werden.

Der Autor:
Jeff Kinney
ist ein US-Amerikanischer Kinderbuchautor. Begann Gregs Tagebuch ursprünglich als Webcomic, erwies es sich schon bald als immenser Hit und zählt als Comic-Roman Serie nun zu den erfolgreichsten Kinderbuchserien der Welt. Neben der Buchserie umspannt es auch mehrere Kinofilme. Die neuesten Neuigkeiten zu Greg und seinen Freunden finden sich auf einer eigenen Homepage: https://www.gregstagebuch.de/

Bis 31. Jänner 2019 findet auf der Homepage auch noch ein Gewinnspiel statt. Zu gewinnen gibt es neben zahlreichen Greg-Partyartikeln eine Greg-Geburtstagsfeier mit einem Greg-Zeichenkurs!

Kritik: Lisa Murauer

https://www.luebbe.de/baumhaus/buecher/kinderbuecher/gregs-tagebuch-13-eiskalt-erwischt/id_6063668

Rita Falk (Autor)
09. Dampfnudelblues
Der zweite Fall für den Eberhofer Franz (Kriminalroman)

Verlag: dtv Großdruck (Erstausgabe 2011;1. Auflage Großdruck, 26. Oktober 2018)
400 Seiten
auch als epub eBook erhältlich
ab 12 Jahren

Im zweiten Band der Krimiserie um den schrulligen, meist grantigen Landpolizisten aus Niederkaltenkirchen, Franz Eberhofer, findet man alle liebenswerten Charaktere wieder, die einem schon im ersten Band ans Herz gewachsen  sind. Die immer schnäppchenjagende, schwerhörige Oma, die alle mit ihren Kochkünsten in einem kulinarischen Himmel schweben lässt, wird auch am Ende dieses Buches wieder mit ein paar Schätzen aus ihren Küchengeheimnissen gewürdigt. Weiters trifft man wieder auf Leopold, Franz' älterer Bruder, der ihm sein Leben lang vorwirft, dass ihre Mutter bei Franz' Geburt gestorben war, Panida, seine thailändische Frau, "Sushi" deren kleine Tochter, die eigentlich nach Ihrer Großmutter, Uschi, benannt wurde, aber Eberhofer kann das nicht so akzeptieren und wegen der mandelförmigen Augen und der Kombination des Namens wird eben die kleine "Sushi", die der Franz schnell ins Herz schließt und die ganz verrückt nach dem Onkel ist, den Papa, der vor seiner Familie kein Geheimnis daraus macht, dass er kifft und alle mit den Beatles fertigmacht und nicht zu vergessen, die "Susi-Maus", Eberhofers große Liebe, die er allerdings als selbstverständlich hinnimmt und sich nicht sonderlich um sie bemüht, sowie den Rudi Birkenberger, sein ehemaliger Kollege, der bei der Polizei in Ungnade gefallen ist, weil er bei einem Kinderschänder Selbstjustiz verübt hat.  Irgendwie sind der Birkenberger und der Eberhofer wie ein altes Ehepaar, sie brauchen einander und gehen sich dabei fürchterlich auf die Nerven.

Die Story:
Die Geschichte, aus der launigen Sicht von Franz Eberhofer, beginnt als dem Realschullehrer Höpfl "Stirb du Sau" auf seine Hauswand geschmiert wurde.  Etwas unbeherzt nimmt sich Eberhofer der Angelegenheit an, kurz darauf wird der Realschullehrer als vermisst gemeldet, taucht jedoch nach ein paar Tagen etwas zerschunden wieder auf, will sich aber zu den Blessuren nicht äußern. Wenig später wird Herr Höpfl von einem Zug überfahren, vor den er sich möglicherweise nicht freiwillig geworfen haben dürfte. Also beginnen für Franz aufwendige Ermittlungen.
Es stellt sich heraus, dass der Lehrer nicht sehr beliebt war und es also jede Menge Motive und Verdächtige gibt, Schüler, Kollegen, Schwester und Alleinerbin, ...
Nicht lange danach taucht die Leiche eines jungen Mannes auf, mit DNA-Spuren vom Realschullehrer.
Nebenbei soll Franz  auch den Veranstaltungsschutz für den Fußballverein des Ortes übernehmen, weil sie jetzt nämlich ein "Tor-Wunder", Buengo, aus Angola haben. Aber es gelingt ihm bald, sich der leidigen Pflicht zu entledigen. Dafür darf er wieder in Landshut einspringen, weil dort die Grippewelle jede Menge Kollegen ins Bett befördert hat. Oder er muss immer wieder mal zu Familienstreitigkeiten ausrücken.
Susi ist mit ein paar Kolleginnen nach Italien gefahren, die Kolleginnen sind zurückgekommen, Susi erst Tage später. Franz versucht ganz cool zu bleiben, das kommt aber bei Susi nicht so an, wie er gehofft hatte. Es stellt sich heraus, dass Susi jemanden kennengelernt hat, einen Italiener und sie lernt jetzt sogar italienisch deswegen. Franz setzt den Rudi Birkenberger, der mittlerweile als Detektiv arbeitet, darauf an.

Man muss unbedingt sagen, dass es auch beim zweiten Band eine Freude war, in die Welt von Franz Eberhofer einzutauchen. Es ist ein Buch, bei dem man enttäuscht ist, dass man am Ende angekommen ist und sich schon auf den nächsten Band freut. Ich kann' s nur jedem empfehlen und wünsche viel Spaß beim Lesen.

Kritik: Sabine Sindl

https://www.dtv.de/buch/rita-falk-dampfnudelblues-25401/

Wenn dir jemand sagt:
"Das Glück und der Frieden dieser Welt liegt nicht in unserer Hand",
dann antworte ihm:
"Aber in unseren Herzen!"
- Kurt Hörtenhuber

"Mit den Botschaften von Oups möchten wir dazu beitragen unsere Welt zu einem lebens- und liebenswerteren Ort zu machen. Eine Welt, in der das MITEINANDER wieder im Mittelpunkt steht  – anstatt eines permanenten Wettbewerbsdenken.
Eine Welt, in der sich die Menschen gegenseitig wieder mehr unterstützen, statt nur an den eigenen Vorteil zu denken."  -  Kurt Hörtenhuber

Gerade in der (Vor-)Weihnachtszeit sollte man sich an dieses MITEINANDER erinnern. So freut es uns, euch  auch heuer wieder ein paar wunderbare OUPS-Artikel aus der werteART-Verlags GmbH vorstellen zu dürfen. Ob für sich selbst oder als Geschenk. OUPS ist in jedem Haushalt immer herzlich willkommen.


Kurt Hörtenhuber (Autor), Conny Wolf (Illustrator)
10.
OUPS-Buch: Der Schlüssel zur Liebe
Liebevolle Gedanken für eine glückliche Partnerschaft

Verlag: WerteART GmbH (15. Oktober 2003)
52 Seiten, gebunden
mit 25 farbigen Cartoons
Größe: 17 x 16,2 cm

Gemeinsam begeben sich Oups und Oupsinchen auf die Suche nach dem Schlüssel zur Liebe. Dabei steht ihnen Oups Großvater,  mit seiner Weisheit und Erfahrung hilfreich zur Seite. Wird das Paar den wertvollen Schlüssel finden?

Wer diese Geschichte aufmerksam liest, wird erkennen, wie viel Weisheit und Wahres darin steckt. Jeder kann sich damit identifizieren und sollte sich die Worte zu Herzen nehmen. Die Liebe ist das wertvollste Gut, das der Mensch in sich trägt. Eine Partnerschaft muss wie eine zarte Pflanze gehegt und gepflegt werden. „Verliebt zu sein ist ein großes Glück ... doch die Liebe muß jeden Tag gepflegt und genährt werden, damit sie reifen kann!". Gegenseitiger Respekt, Vertrauen und Wertschätzung gehören ebenfalls dazu.
Das Buch DER SCHLÜSSEL ZUR LIEBE ist ein unverzichtbarer Lebensbegleiter für Paare und jene Menschen, welche auf der Suche nach der wahren Liebe sind.

Einfach und doch mit viel Tiefgang berührt diese Geschichte das Herz von alt und jung und vermittelt liebenswerte Weisheiten für alle Menschen, die sich nach einem dauerhaftem Glück in der Partnerschaft sehnen.
Mit liebevollen Illustrationen und einfühlsamen Texten für das Glück in der Partnerschaft.

Wie in jedem OUPS-Buch finden sich auch hier wieder fünf Spruch-Kärtchen in einem kleinen Kuvert im Buchrücken, damit man die liebenswerten Gedanken von Oups auch weiterschenken kann.

https://www.oups.com/oups-buch-der-schluessel-zur-liebe-3-9501644-2-1.html

Kurt Hörtenhuber (Autor), Günter Bender (Illustrator)
11.
OUPS-Kinderbuch:
Oups und sein Freund der Baum


Verlag: WerteART GmbH (1. Auflage, 1. September 2018)
28 Seiten, gebunden
mit zahlreichen farbigen Illustrationen
Größe: 21 x 21 cm
Alter: ab 3 Jahren

Wieder auf der Erde sieht Oups einen einzelnen Baum in der Landschaft stehen. Weit und breit scheint es kein Lebewesen zu geben, keine Tiere. “Wie einsam dieser Apfelbaum doch ist”, denkt sich Oups. Da er mit Pflanzen und Tieren sprechen kann gesellt er sich zu ihm. So entsteht eine ganz besondere Freundschaft mit dem Baum. Dieser erzählt, was für ihn das Leben so wertvoll macht und verrät Oups sein Geheimnis für Glück und Freude …

Neben der lehrreichen Geschichte über Freundschaft und wie glücklich es macht mit anderen zu teilen, wird auch der Aspekt des Umweltschutzes kurz angerissen. Es ist wichtig unsere Gewässer zu schützen, denn diese sind die wichtigste Grundlage alles Leben auf der Erde.
Auf jeder Doppelseite stellt der Autor seinen jungen Leserinnen und Lesern die eine oder andere Frage zu den soeben angesprochenen Thema und regt somit zum Mitdenken ein. OUPS UND SEIN FREUND DER BAUM ist also quasi auch ein Mitmachbuch. Kurt Hörtenhuber versteht es ausgezeichnet Werte und auch Probleme anzusprechen, ohne dabei aber mit dem erhobenen Zeigefinger zu winken.

Eine Geschichte, die auch Erwachsene beim Vorlesen lieben werden, weil sie viel liebenswerte Botschaften für ein friedvolles, glückliches Leben vermittelt.

www.oups.com

Kurt Hörtenhuber (Autor), Günter Bender (Illustrator)
12.
OUPS-FAMILIENPLANER 2019
Wand-Terminplaner für das ganze Jahr

Verlag: WerteART GmbH (1. Auflage, 2018)
12 Seiten, Spirlabindung
mit zahlreichen farbigen Illustrationen
Größe: 24,4 x 42 cm

Der Oups Familienkalender ist ein wunderbarer Begleiter durch das ganze Jahr.
Er bietet genügend Platz für 6 Personen und erfreut einen mit liebenswerten und einfühlsamen Gedanken vom Herzensbotschafter durch das Jahr 2019.
Die Illustrationen stecken voller kleiner Details und erfreuen kleine wie große Oups-Freunde.
Auch wenn viele schon den elektronischen Planern den Vorzug geben, dieser Familienplaner kann mit seiner überaus liebensvollen Gestaltung punkten und ist somit ein Blickfang in jedem Zimmer.

www.oups.com

Kurt Hörtenhuber (Autor), Günter Bender (Illustrator)
13.
OUPS-WANDKALENDER 2019
Mit sonnigem Gemut durch das ganze Jahr

Verlag: WerteART GmbH (1. Auflage, 2018)
12 Seiten, Spirlabindung
mit zahlreichen farbigen Illustrationen
Größe: 29 x 42 cm

Ein wunderschön gestalteter Bildkalender mit liebenswerten Lebensweisheiten in Wort und Bild.
Der Wandkalender begleitet dich mit zwölf liebevollen OUPS Motiven durch das ganze Jahr.

Tipp: Wenn das Kalendarium (unten) abgeschnitten wird, kann man die Blätter weiterhin als Poster verwenden.

www.oups.com

Kurt Hörtenhuber (Autor), Günter Bender (Illustrator)
14.
OUPS-Postkarten-Tischgalerie
Don´t Worry! Be Happy!

Verlag: werteART (1. Auflage, 1. Mai 2018)
Originalausgabe
52 Seiten, Spirlabindung
Größe: 14,8 x 11,6 cm

Ein zeitloser Begleiter durch das ganze Jahr mit liebenswerten Botschaften von Oups in Wort und Bild, die fröhlich stimmen, motivieren, Mut machen oder zum Nachdenken anregen.
mit 52 Postkarten zum Abtrennen

Im werteART Verlag sind einige sehr schöne Tischgalerien erschienen. Unsere Auswahl ist auf die hier gezeigte und beschriebene gefallen, da sie zu jeder Jahreszeit verwendet und auf jedem Tisch Platz finden kann und sollte. Die darin enthaltenen positiv stimmenden Gedanken und liebevollen Illustrationen verbreiten Fröhlichkeit, regen zum Nachdenken an und motivieren, wenn einmal die Stimmung im Keller ist. Die Sprüche enthalten viele Weisheiten, die einen erinnern, was wirklich wichtig ist im Leben und einfach vieles, was “happy” macht. Das sind oft Kleinigkeiten, für die man dankbar sein sollte.

Die Tischgalerie erfüllt aucheine Doppelfunktion. Entweder man blättert Blatt für Blatt jede Woche, sucht sich die für sich passende Karte aus oder man trennt die Karten und verwendet sie als Postkarte. Diese enthalten zwar keine Hilfslinien, um darauf Name und Adresse zu schreiben, aber ein „Hilfskästchen“ für die Briefmarke ist vorgezeichnet. Die Postkarten sind von der Stabilität vergleichbar mit “normalen” im Handel erhältlichen Postkarten. So kann man sie verschicken oder verschenken und anderen eine Freude bereiten.

www.oups.com

Kurt Hörtenhuber (Autor), Günter Bender (Illustrator)
15.
OUPS Minibuch:
Lichtvolle Gedanken für eine liebenswerte Welt 

Verlag: WerteART GmbH (1. Auflage, 1. Oktober 2018)
36 Seiten, gebunden
mit zahlreichen farbigen Illustrationen
Größe: 12,2 x 11,3 cm

Wie der Titel schon verrät, möchte Oups mit seinen lichtvollen Gedanken die Welt ein bisschen liebenswerter machen.
Ein Büchlein, mit vielen herzerwärmenden Botschaften in Wort und Bild, die nicht nur zur Weihnachtszeit das Herz berührt.

www.oups.com

Kurt Hörtenhuber (Autor), Günter Bender (Illustrator)
16.
OUPS Minibuch:
Heute ist dein Tag!

Verlag: WerteART GmbH (1. Auflage, 1. Oktober 2018)
36 Seiten, gebunden
mit zahlreichen farbigen Illustrationen
Größe: 12,2 x 11,3 cm

Auf fröhliche, humorvolle Weise zeigt Oups, wie man jeden Tag zu einem ganz besonderen machen kann.
Ein Büchlein mit zauberhaften Illustrationen und motivierenden Texten.


www.oups.com

Ute Krause (Autorin, Illustrationen)
17.
Die Musketiere - Hamster Bertram lebt gefährlich


Verlag: cbj Kinderbücher (29. Oktober 2018)
128 Seiten, gebunden
Pappband
mit farbigen Illustrationen
auch als epub eBook, Hörbuch CD und Hörbuch Download erhältlich
ab 7 Jahren

Die Muskeltiere-Reihe zum Selberlesen

Die Story:
Hamster Bertram wirkt in letzter Zeit ziemlich traurig. Er vermisst sein altes Zuhause und fragt sich wie es Tassilo (seinem ehemaligen Besitzer) geht. Schließlich zieht er – gegen den Rat seiner Freunde – los um nachzusehen, ob bei Tassilo alles in Ordnung ist. Als seine Freunde, die Ratten Picandou, Gruyère und Pomme de Terre, entdecken, dass Bertram verschwunden ist, machen sie sich kurzentschlossen auf die Suche. Denn sie ahnen, dass Bertram in Schwierigkeiten stecken könnte. Doch die Suche entpuppt sich als gefährliches Abenteuer für alle…

Picandou C. Saint Albray ist ein gemütlicher, fauler und etwas verfressener Rattenmann. Dank der vielen Schokoabfälle von Frau Fröhlichs Feinkostladen, der das zu Hause unserer Helden ist, hat Picandou immer mehr Mühe, durch den Geheimgang und seine Sardinendose zu passen. Gruyère Réserve war eigentlich eine namenlose Rattendame, bis sie diesen klangvollen Namen bekam, sie hatte ihr Gedächtnis verloren und glaubte, sie ist eine Maus. Pomme de Terre, der auch Ernie heißt, lebte früher in einer Kneipe, doch bevor ein Kammerjäger ihm den Garaus machen konnte, fand er in Fröhlichs Feinkost ein neues Zuhause. Und schließlich ist da noch Hamster Bertram, der mit vollem Namen Bertram von Backenbart heißt. Er stieß zu den drei Ratten nachdem er von zu Hause ausbüxte, da sein Besitzer nicht allzu pfleglich mit ihm umging.

Ute Krause hat mit diesem Buch von den Muskeltieren eine wunderbare Erzählung über Freundschaft geschaffen. Alleine schon die Vorstellung der Hauptcharaktere ist liebevoll gestaltet, nicht nur die Beschreibung der Helden, sondern auch die Zeichnungen sind überaus gelungen und herzerwärmend.
Die Altersempfehlung von 7 Jahren ist angemessen, ist die Handlung doch aufregend. Zum Selbstlesen ist es für junge Bücherwürmer bestens geeignet, sind die einzelnen Kapitel nicht zu lange und das Buch mit knapp 120 Seiten noch kein großer „Schinken“. Auch für erwachsene Vor- oder Mitleser ist es sehr vergnüglich in die Welt der Hamster und Ratten einzutauchen und somit allen Leseratten ans Herz gelegt.

Die Autorin, Illustrationen:
Ute Krause wurde 1960 in Berlin geboren. In ihrer Kindheit wuchs sie in verschiedensten Ländern auf, danach studierte sie in München und Berlin. Sie lebt heute in Berlin und schreibt zahlreiche Kinder- und Jugendbücher und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

Kritik: Veronika Murauer

https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Muskeltiere-Hamster-Bertram-lebt-gefaehrlich/Ute-Krause/cbj-Kinderbuecher/e501454.rhd

Gabriele Hasmann (Autorin), Ursula Heppner (Autorin)
18.
Spuk in Österreich
Unheimliche Orte und mysteriöse Begegnungen

Verlag: ueberreuter (1. Auflage, 1. Jänner 2012)
208 Seiten, gebunden
einige sw-Fotos
Hardcover mit Umschlag

In „Spuk in Österreich“ werden 22 unheimliche Orte und mysteriöse Begegnungen geschildert. Allein in Wien gibt es sieben solcher Orte und somit auch das Bundesland mit den meisten mystischen Plätzen.
Jedem dieser Orte ist ein eigenes Kapitel gewidmet mit einer ausführlichen Historie. Danach folgt mal kurz oder lang den mystischen Begebenheiten mit eventuellen Augenzeugenberichten oder Zitaten aus Tageszeitungen oder alten Überlieferungen.
Im Vorwort steht das Zitat „Wer an Geister glaubt, dem begegnen sie auch!“ Und so bleibt es auch dem Leser überlassen, ob er diesen Schilderungen glaubt oder nicht.

Wer daran glaubt, dem bietet dieses Buch sicher einen gewissen Nährboden und sieht sich in seinem Glauben bestärkt. Für jene Leser hingegen, welche dem Paranormalen skeptisch gegenüber stehen, ist es eine Art Sagenbuch. Allein die historischen Informationen sind spannend und knackig in einem richtigen Umfang geschrieben, um den Leser nicht zu langweilen.

Die mystischen Begebenheiten sind unterhaltsam. Dabei wird eine Brandbreite an Unfassbarem geboten, wie die Erscheinung einer weißen Frau in der Michaelergruft, Carnuntum als Tor zur Vergangenheit, Zwangsarbeiter-Erscheinungen in der Seegrotte Hinterbrühl, Kafka, der im Sanatorium Wienerwald nicht zur Ruhe kommt,
ein mysteriöser Mann Besucher des Spiegelkabinetts im Wiener Prater erschreckt oder eine ohrfeigende Nonne an der Wirtschaftsuni in Tirol.

Das Buch punktet durch die spritzige Erzählweise und den gut recherchierten, historischen Fakten, und wie schon gesagt, es obliegt jedem einzelnen, ob er an Übersinnliches glaubt.

Kritik: Michaela Springer

Aus dem Inhalt:
– Wiener Wurstelprater: Der betrunkene Zauberer im Spiegelkabinett
– Michaelergruft Wien: Die weiße Frau in der Wandnische
– Seegrotte Hinterbrühl: Zwangsarbeiter, blinde Pferde und fünf Wasserleichen
– Linzer Schloss: Fluchende Geister beim “Trutzbauern”
– Kirche Bad Radkersburg: Der Blutrichter und die Hexe
– Burgruine Plain: Das Kinderskelett im Torturm
– Wirtschaftsuniversität Innsbruck: Die ohrfeigende Geisternonne

Die Autorin:
Gabriele Hasmann wohnt in Baden bei Wien. Sie ist Journalistin, Autorin, selbstständige Ghostwriterin, Autorenmanagerin (www.wunschtext.at) und erfahrene Spuk-Jägerin. Sie hat bereits zahlreiche Bücher bei Ueberreuter veröffentlicht, zuletzt erschienen  „Spukguide Wien“, „Prominente Geister“ und "Das Horoskop der Pflanzen".

https://www.ueberreuter-sachbuch.at/shop/9783800075249-spuk-in-oesterreich/

Reinhard Rohn (Autor)
19. Engelstod
Lena Larcher ermittelt in Köln (Kriminalroman)

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 21. September 2018)
Originalausgabe
320 Seiten, broschiert
auch als epub eBook erhältlich
ab 14 Jahren

Engels Tod ist der dritte Fall, den es  für Kommissarin Lena Lechner zu lösen gilt.

Die Story:
Am ersten Todestag Sohnes und Mannes besucht
Kommissarin Lena Larcher eine Kletterhalle um den Erinnerungen zu entfliehen und um ihre Ängste zu bekämpfen. Der Trainer weist ihr eine blonde, schweigsame Frau als Partnerin am Seil zu, die sich als Tessa vorstellt. Noch am selben Abend steht sie vor Lenas Tür. Sie erklärt ihr, sie heiße eigentlich Dorit – und habe gerade entdeckt, dass ihr Mann ein Auftragsmörder ist! Als  Beweis übergibt sie Lena drei gefundene Fotos von toten Männern. Kurz danach wird auch Tessas Mann tot aufgefunden. Dorit muss sich eingestehen, wie wenig sie von ihren Mann weiß. Plötzlich sind mehrere Todesfälle aufzuklären und Lena hegt den Verdacht, dass diese zusammenhängen.

Der dritte Fall von Lena Lechner ist wieder sehr komplex und spannend. Der Schreibstil des Autors ist leicht und flüssig. Die Fälle sind logisch, nachvollziehbar und spannend aufgebaut. Das Privatleben baut auf die vorangegangenen Bücher auf, aber auch wenn eine Weiterentwicklung erkennbar ist, ist es  nicht zwingend notwendig sie vorab gelesen zu haben, da es im dritten Band in groben Zügen eine Zusammenfassung gibt.
Nach dem Trauerjahr scheint nun ein neuer Mann in Lenas Leben getreten zu sein. Es bleibt interessant, ob und wie es dahingehend weitergeht. Denn nach dem großen Showdown ist es nicht sicher, ob sie ihren Beruf weiter ausführen kann. Es bleibt zu hoffen! Es ist immer wieder ein Genuss diese Krimireihe zu lesen.

Kritik: Michaela Springer

© dtv/Heike Bogenberger

Der Autor:
Reinhard Rohn
, 1959 in Osnabrück geboren, lebt in Köln und Berlin und arbeitet als Verlagsleiter. Er hat zahlreiche Kriminalromane ins Deutsche übersetzt, bevor er selber mit dem Schreiben von Spannungsromanen begann. Unter dem Pseudonym Arne Blum hat er außerdem drei Romane mit Kim, dem Detektivschwein, veröffentlicht.

https://www.dtv.de/buch/reinhard-rohn-engelstod-21746/

Reinhard Rohn (Autor)
20. Pannfisch für den Paten
Ein Küstenkrimi

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 9. März 2018)
Originalausgabe
288 Seiten, broschiert
auch als epub eBook und Hörbuch erhältlich
ab 14 Jahren

Die Story:
Der mittlerweile 6. Einsatz für Polizeiobermeister Thies Detlefsen sorgt für internationales Feeling – Mafiosi aus New York sorgen für Unruhe im Dorf Fredenbüll. Der Krimi startet diesmal in New York, wo fast eine ganze italienische Mafiafamilie samt Anhang einer Schießerei zum Opfer fällt. Nach diesem Intro ist man richtig froh, dass sich die Geschichte wieder dem beschaulichen Dorf in Nordfriesland zuwendet. Doch gar so ruhig ist es jetzt gerade nicht in Fredenbüll. Soll doch ein großer Windräder-Park gebaut werden. Die ersten Windräder stehen schon und rufen die Umweltschützer auf den Plan – ist doch die Rotbauchunke in Gefahr! – und zum Widerstand. Dann wird auch noch ein Toter im noch feuchten Beton eines Windradsockels gefunden. Dieser sieht dem Neuzugang im Dorf, dem charmanten Italo-Amerikaner Tony, zum Verwechseln ähnlich. Ob das ein Zufall ist?

Mit viel Wortwitz, gekonnter Zeichnung der teils schrulligen, aber auch sympathischen Charaktere sorgt Krischan Koch für angenehme Krimi-Unterhaltung. Das Cover des Buches verrät schon das ein oder andere was den Leser erwartet, und hier ist viel Liebe zum Detail zu erkennen. Gleichzeitig wird verdeutlicht, dass hier auch der Humor nicht zu kurz kommen wird.

Obwohl dies bereits der 6. Band ist, kann man auch als Neueinsteiger getrost mit der Reihe beginnen. Jeder einzelne Teil ist für sich abgeschlossen, doch gibt es sicher getreue Leser, denen die Bewohner von Fredenbüll bereits ans Herz gewachsen sind und umso mehr Vergnügen an deren weiteren Geschichten und Abenteuern haben werden. Man darf gespannt sein, was dem Autor für das nächste Mal einfallen wird.

© Gunter Glücklich

Kurz noch zum Autor:
Krischan Koch weiß offensichtlich wovon er schreibt, ist er 1953 in Hamburg geboren und lebt zum Teil in Hamburg und auf der Nordseeinsel Amrum. Hier findet er seine Inspirationen für die Küstenkrimis.
Er macht jedoch auch Kabarett und Kurzfilme und schreibt seit vielen Jahren Filmkritiken u.a. für die ‚Die Zeit‘ und den Norddeutschen Rundfunk.

Kritik: Veronika Murauer

https://www.dtv.de/buch/krischan-koch-pannfisch-fuer-den-paten-21721/

Gabriele Hasmann (Autorin)
21.
Prominente Geister
Wo berühmte Persönlichkeiten in Österreich spuken

Verlag: ueberreuter (1. Auflage, 11. September 2017)
208 Seiten, gebunden
einige sw-Fotos
Hardcover mit Umschlag

Österreich hat über die Jahrhunderte hinweg nicht nur selbst zahlreiche interessante Persönlichkeiten hervorgebracht, sondern wurde auch immer gerne von Prominenten aus fernen Ländern besucht.

Gabriele Hasmann stellt in ihrem Buch 18 prominente Geister vor, die in Österreich ihr Unwesen treiben und nicht zur Ruhe kommen können oder wollen. Die Erscheinungen selbst werden nur relativ kurz behandelt. Der Schwerpunkt liegt eindeutig in einer vorangehenden Biographie des jeweiligen Prominenten, wobei diese aus den unterschiedlichsten Lagern kommen. Ob Politiker, Adeliger, Schriftstellerin und Künstler - es ist alles vertreten. Teilweise sind die Biographien nicht ganz korrekt. So wird etwa bei Bruno Kreisky berichtet, dass seine Tochter 1948 in Wien zur Welt kam, er aber 1951 nach Wien zurückberufen wurde. Fakt ist, dass seine Frau nach der Geburt des zweiten Kindes so krank war, dass sie gar nicht früher nach Wien übersiedeln konnten.
Bei manchen Geistern ist es auch unlogisch, soweit man bei Geistererscheinungen von Logik sprechen kann, warum sie in Österreich erscheinen sollen - wie etwa Agatha Christie oder Walt Disney. Zwar wird jedes Mal ein Grund angeführt, aber nur, weil der damals noch lebenden Person bei einer Reise der Ort so gut gefiel, soll sie nun auch als Geist diese Orte besuchen? Es stellt sich auch die Frage, warum die Erscheinung von Agatha Christie totbringend sein kann, wenn sie mit den Fingern auf eine Person zeigt. Ihre Biografie ist, bis auf zehn Tage, wo sie verschwunden war, lückenlos. Warum also ausgerechnet diese Persönlichkeit. Aber auch die Erscheinungskombination von Kaiser Franz Josef und Bruno Kreisky bedarf großer Phantasie. Da ist das Kapitel von Luise Hoffmann, die als Pilotin ums Leben kam und am Unfallort wieder in Erscheinung tritt, nachvollziehbarer.
Die einzelnen Kapitel gleichen an sich Kurzgeschichten und sind, sofern man nicht an Geister glaubt, auch durchwegs unterhaltsam und leichte Kost, da die Biographien kurz und knackig gehalten sind. Die eigentlichen Erscheinungen wirken wie Erwähnungen am Rande.

Das Buch ist auch für nicht an Geister glaubende Menschen eine interessante Lektüre. Ob sich die Erscheinungen tatsächlich so zugetragen haben oder sie nur den einzelnen, sogenannten Augenzeugen, wiederfahren sind, muss jeder Leser selbst entscheiden. Fiktion oder Wahrheit, spannend ist das Buch auf jeden Fall.

Kritik: Michaela Springer

Es spuken unter anderem:
* Elisabeth Báthory (1560-1614): Die grausame
   “Blutgräfin”
*  Joseph Haydn (1732-1809): Paranormales beim
    Stadtheurigen
* Giacomo Casanova (1725-1798): Wirkungslose
   Charmeoffensive mit gespenstischen Folgen

* Theresia Kandl (1786-1809): Der Geist mit der
   blutigen Axt
* Ferdinand Raimund (1790-1836): Eine umtriebige
   Spukgestalt
* Anton Bruckner (1824-1896): Das hustende
   Schattenwesen
u.v.m.

Die Autorin:
Gabriele Hasmann wohnt in Baden bei Wien. Sie ist Journalistin, Autorin, selbstständige Ghostwriterin, Autorenmanagerin und erfahrene Spuk-Jägerin. Sie hat bereits zahlreiche Bücher bei Ueberreuter veröffentlicht. Bei Ueberreuter zuletzt erschienen 'Die spukenden Habsburger' und 'Spukguide Wien'.

https://www.ueberreuter-sachbuch.at/shop/prominente-geister-wo-beruehmte-persoenlichkeiten-in-oesterreich-spuken/

Verlosung OTTO SCHENK "Wer´s hört, wird selig" Buch bis 25.11.2018

22. Otto Schenk - Wer´s hört, wird selig
Musikalisches und Unmusikalisches


Verlag
: Amalthea (1. Auflage, 27.9.2018)
240 Seiten, gebunden
mit zahlreichen Abbildungen
Hardcover
auch als epub eBook erhältlich

In seiner Biografie „Wer‘s hört wird selig“ erzählt Otto Schenk auf unverkennbare Weise über sein Leben mit der Musik sowie seiner Liebe zu dieser. Schließlich war die Zeit als Opernregisseur fast die längste in seinem Leben, wenngleich ihn viele mehr als kritisch-sarkastischen und schwarzhumorigen Satiriker und Schauspieler kennen. Schenk hat beachtliche 30 verschiedene Opern an der Wiener Staatsoper und 15 sogar an der Metropolitan in New York inszeniert.

Begonnen hat alles in Salzburg, wo ihm das Angebot gemacht wurde, die Regie der “Zauberflöte” zu übernehmen.
In dem Kapitel „Meine Sänger“ schwelgt er in Erinnerungen an Dirigenten, Sängerinnen und Sänger, die mit ihm gearbeitete haben, wie z.B. Renate Holm, die große Zweifel an ihrer Genialität hatte oder Gundula Janowitz, die keinen Rausch beim Applaus verspürte und dass er der Netrebko verfallen sei. Doch etwa auch mit Leonard Bernstein, Carlos Kleiber, Sena Jurinac, Birgit Nilsson, Wolfgang Windgassen, Franco Corelli, Plácido Domingo, Lucia Popp oder Brigitte Fassbaender hat er gearbeitet. Bei seinen Sängern war ihm immer auch die Sprache wichtig, die man auch fühlen müsste. So waren ihm Diven und, die von ihm sarkastisch genannten, „Hals-Nasen-Ohren“-Sänger verhasst. Ebenfalls verhasst, Premieren, bei denen man nicht die Wahrheit sagt, sondern oft verzweifelt nach lobenden Worten sucht. Darum geht er zu solchen erst gar nicht hin. Sein Credo: „Was eine Ewigkeitskraft in sich hat, wird überleben“, hat er mit dieser Aussage genau auf den Punkt gebracht. Der bekennende Wagnerianer meint auch, dass er immer das Gefühl hat, dass die Musik einem etwas zu sagen hat, dass man sie nicht nur hören, sondern auch verstehen muss. So hat er auch Probleme mit Liederabenden, bei denen die Sänger ihm oft Gefühle vorgaukeln wollen, und das begleitend mit wilden Handgestikulationen.

In dieser Biografie tritt Otto Schenk als grenzgenialer Musik(ver)führer in Erscheinung. Er versteht sein Handwerk, kennt seine Grenzen und wendet eigene Methoden an, die aber höchst effizient und erfolgreich sind. Er versteht es seine Sänger zu fordern und konstruktiv zu arbeiten. Und der Erfolg spricht für ihn.
Dieses humorvolle, informative Buch ist für alle Musik- und Otto Schenk-Freunde eine unverzichtbare Lektüre und zeigt den großen Künstler von einer teilweise neuen Seite.

Kritik: Michaela Springer

Otto Schenk:
Otto Schenk wurde am 12. Juni 1930 in Wien geboren und erlebte eine von den Schrecken des Naziregimes geprägte Kindheit. Es folgten Matura und Jurastudium. Nach der Ausbildung am Max Reinhardt Seminar debütierte er in Wien als Schauspieler und wirkte als Regisseur am Theater und an führenden Opernhäusern sowie als Direktor am Theater in der Josefstadt. Außerdem war er in zahlreichen Fernsehspielen zu erleben. Erfolgreich auch als Kabarettist und Entertainer. Seit über 20 Jahren umjubelte ...

https://amalthea.at/produkt/wers-hoert-wird-selig/

Verlosung "Mit dem Mond durchs Gartenjahr 2019" Buch bis 25.11.2018

Michael Gros (Autorin), Christian Schweiger (Übersetzer)
23. Mit dem Mond durchs Gartenjahr 2019
Leben und Arbeiten in Harmonie mit Mond und Planeten

Verlag: Leopold Stocker (1. Auflage, 31. Juli 2018)
130 Seiten, broschiert
Taschebuch
durchgehend farbig bebildert
Größe
: 15,1 x 21,8 cm

Nur ein Mondkalender mit astronomisch korrekten Daten führt zum Erfolg! Jedoch beruhen fast alle am Markt erhältlichen Mondkalender auf den astrologischen Sternzeichen, die allerdings längst nicht mehr gültig sind. Heute durchläuft die Sonne diese Sternzeichen im Laufe eines Jahres zu anderen Zeiten, als dies in der Antike der Fall war. Da sich die Erde nicht gleichmäßig, sondern wie ein Kreisel dreht, verändert sich unser Blick auf den Himmel und auf die Gestirne, wodurch mittlerweile die Sonne zu Frühlingsbeginn im Zeichen der Fische steht und nicht, wie noch zu Christi Geburt, im Zeichen des Widders. In den letzten 2000 Jahren hat sich der Sternbildhintergrund vor dem Lauf der Sonne also um fast ein ganzes Sternzeichen verschoben!

Inhalt:
- Die besten Tage für Aussaat, Pflege und Ernte im Garten
- Der Einfluss des Mondes auf Heilpflanzen, Haarschnitt, Warzen, auch Ernährung und Gesundheit
- Den Mond verstehen: zunehmender und abnehmender Mond, auf- und absteigender Mond, der Mond in den
   Sternzeichen, Planetenaspekte
- Die Tagesrhythmen im Gemüsegarten
- Die erfolgreiche Behandlung des Bodens und dessen Stimulierung
- Holzgewinnung, Most-, Bier- und Schnapserzeugung

Das Buch „Mit dem Mond durchs Gartenjahr 2019“ wurde für die aktuelle Ausgabe um 16 Seiten erweitert. Unter anderem fand diesmal auch der Komposttee Berücksichtigung. Im Gegensatz zu nahezu allen anderen im Handel erhältlichen Mondkalendern baiert dieser auf den astronomisch korrekten Sternbildern, was alleine einen Einfluss auf Pflanzen und Gesundheit darstellt.
Natürlich sind nicht alle Kapitel für jeden gleichermaßen interessant. Wieviele beschäftigen sich etwa mit Holzgewinnung, Most-, Bier- und Schnapserzeugung. Doch dieser Teil im Buch nimmt ohnhin nur wenig Platz ein. Die meisten, hier im Buch beschriebenen, Dinge beschäftigen sich mit alltäglichen Sachen, wie Ernährung und Gesundheit, und wer einen Balkon oder sogar Garten sein Eigen nennen darf, der sollte durchaus versuchen den richtigen Zeitpunkt für Aussaat, Pflege und Ernte Ausschau zu finden. Alles ist nicht so 100%ig geworden, wie geplant, aber der Großteil hat sich prächtig entwickelt und wir konnten auch heuer wieder reichlich ernten. Einen Versuch ist es also allemal wert. Der hauptsächliche Fokus liegt dabei natürlich auf der Flora, auf dem Anbau, der Pflege und dem Ernten. Es geht um Zierblumen, Gemüse, Hecken und sogar Kompost – das Buch deckt sämtliche Bereiche gut und auf den Punkt gebracht ab. Viele Bilder und Grafiken – und natürlich Kalender – helfen bei einem besseren Verständnis, wodurch das Buch auf für Einsteiger gut geeignet ist.
Neben vielen Informationen gibt es zusätzlich einen Anbau- und Ernte-Jahreskalender und einen Kalender zum Eintragen von Notizen und Terminen.
Einen Versuch ist es also allemal wert.
Der beliebte Kalender aus dem Leopold Stocker Verlag wird auch 2019 dazu beitragen, dass die Natur und man selbst zu einem harmonischen Leben im Einklang mit den Mondphasen ist.

https://www.stocker-verlag.com/buecher/neuerscheinungen/neuerscheinung-detail/article/mit-dem-mond-durchs-gartenjahr-2019/

Laura Sebastian (Autor), Dagmar Schmitz (Übersetzerin)
24.
ASH PRINCESS

Verlag: cbj Jugendbücher (1. Auflage, 24. September 2018)
512 Seiten, gebunden
auch als epub eBook erhältlich
ab 14 Jahren

ASH PRINCESS der Auftakt einer Trilogie aus der Feder der US-Amerikanerin Laura Sebastian entführt in eine durch Krieg zerrissene Welt, in der Vertrauen tödlich sein kann.

Die Story:
Als Kind muss Theodosia nicht nur dem Tod ihrer Mutter mitansehen, sondern auch am selben Tag die Eroberung ihrer Heimat Astrea beiwohnen. Als rechtmäßige Thronfolgerin wird Theodosia von dem feindlichen Kaiser versklavt und lebt fortan als Ascheprinzessin gedemütigt und unterdrückt an dessen Hof. Währenddessen leidet ihr Volk mehr und mehr unter der Regentschaft des Kaisers und Theodosias Hoffnung, gerettet zu werden, schwindet von Jahr zu Jahr. Als eines Tages Prinz S
øren, der Sohn des Kaisers, an den Hof zurückkehrt, beschließt sie, sich nicht länger ihrem Schicksal zu fügen. Theodosia plant den Prinzen um den Finger zu wickeln und gegen seinen Vater aufzubringen. Ihr Plan sieht allerdings nicht vor, dass sie selbst Gefühle für Søren entwickelt.

Bei diesem Roman handelt es sich in den meisten Punkten um eine klassische Young Adult Story und bedient sich auch deren Klischees – inklusive eines Love Triangles. Eine große Stärke hingegen sind die starken Hauptcharaktere, allen voran Theodosia und Søren. Theodosia ist keine strahlende Heldin, sie ist keine geborene Kämpferin, vielmehr fühlt sie sich gefangen in den Rollen, in die sie getrieben wird. Sowohl in jener der bemitleidenswerten, schwachen Ascheprinzessin als auch in jener der Königin, an welche alle unerfüllbare Erwartungen stellen. Søren hingegen gibt dem Feind ein menschliches Gesicht, anders als der Kaiser ist er kein Barbar, was es für Theodosia nur noch schwerer macht, ihn zu manipulieren. Theodosia und Søren sind es auch, die einen über die teilweise doch klischeebehaftete Geschichte und unnötig graphische Gewaltdarstellung hinwegsehen lassen. Man kommt nicht umhin, mit Theodosia mitzufiebern.

Wirken die verfeindeten Seiten anfangs noch zu sehr in Schwarz und Weiß gehalten, verschwimmen die Grenzen im Laufe der Handlung immer mehr. Lediglich die Welt mit all ihrer Magie bleibt bis zuletzt leider etwas blass. Vieles wird zwar angedeutet und es ist ersichtlich, dass die Autorin sich Gedanken dazu gemacht hat, doch ganz versinkt man nicht in ihrer Welt. Nicht zu vergessen ist, dass es sich erst um den ersten Band einer Trilogie handelt, Raum genug, dem Ganzen noch mehr Farbe einzuhauchen.

Trotz kleinerer Schwächen fällt es schwer, den Roman aus den Händen zu legen, nicht zuletzt aufgrund der starken Hauptfiguren. Fantasy und Young Adult Fans werden mit ASH PRINCESS sicher nicht enttäuscht werden und können sich auf die weiteren Bände freuen.

Kritik: Lisa Murauer

Die Autorin:
Laura Sebastian, geboren im südlichen Florida, hat schon immer gern Geschichten erzählt. Nach ihrem Schauspiel-Abschluss am Savannah College of Art and Design hat sie sich in New York niedergelassen. Wenn sie nicht schreibt, liest sie, probiert neue Cookie- oder Cupcake-Rezepte aus, kauft Klamotten, obwohl ihr Schrank aus allen Nähten platzt, oder überredet ihren faulen und sehr wuscheligen Hund Neville, mit ihr spazieren zu gehen.

www.laurasebastianwrites.com

https://www.randomhouse.de/Buch/Ash-Princess/Laura-Sebastian/cbj-Jugendbuecher/e537673.rhd

John Bellairs (Autor), Alexander Schmitz (Übersetzer)
25.
Das Haus der geheimnisvollen Uhren


Verlag: Heyne fliegt (10. September 2018)
224 Seiten, broschiert
Taschenbuch
11 s/w Abbildungen
auch als epub eBook erhältlich
ab 8 Jahren

Passend zum Start des gleichnamigen Films ist der Kinder-Klassiker DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN in einer Neuausgabe erschienen.

Die Story:
Der junge Lewis Barnavelt verliert bei einem Autounfall seine Eltern. Nun muss er zu seinem Onkel Jonathan in dessen seltsames Haus ziehen. Schnell wird für Lewis klar, dass es dort nicht mit rechten Dingen vor sich geht, insbesondere das Ticken einer Uhr, welches sich nicht orten lässt, zieht Lewis magisch an. Nicht nur das, Onkel Jonathan ist ebenso wenig normal: In Wirklichkeit ist er ein Hexer. Doch was anfangs noch ein aufregendes Spiel ist, verwandelt sich schnell in bitteren Ernst und schon bald liegt es an Lewis, das Ende der Welt zu verhindern.

Obwohl das Buch bereits 1973 zum ersten Mal veröffentlicht worden ist, hat es sich seine Zeitlosigkeit bewahrt und zieht die Leser in seinen Bann. Der Roman mag in den 1940er Jahren angesiedelt sein, doch auch für die modernen Leser bietet Lewis eine starke Identifikationsfigur und in seiner Außenseiterrolle wird er schnell zum Sympathieträger, den man unbedingt gegen die übermenschlichen Mächte gewinnen sehen will. Die anderen Charaktere sind ebenfalls unterschiedlich gestaltet, die Dialoge sorgen dafür, dass in den weniger spannungsgeladenen Passagen keine Langeweile aufkommt. Die Mischung aus Alltag und Magie gelingt wunderbar, Geheimnisse sorgen für zusätzliche Spannung. An einigen Stellen ist das Buch allerdings recht gruselig und düster, für die ganz kleinen Leser ist es dadurch noch nicht ganz geeignet.

Alle, die nach dem Film nicht genug von den Abenteuern des kleinen Lewis bekommen, finden hier Nachschlag. Und auch alle, die sich nach einem düsteren, doch gleichzeitig bunt magischen Abenteuer sehnen, können bei DAS HAUS DER GEHEIMNISVOLLEN UHREN beherzt zugreifen. Die zahlreichen Fortsetzungen sorgen dafür, dass der Lesestoff nicht zu schnell ausgeht.

Kritik: Lisa Murauer

Der Autor:
John Bellairs
wurde 1938 geboren und gehört mit seiner Serie rund um Lewis Barnavelt zu einem der einflussreichsten Autoren der fantastischen Kinder- und Jugendliteratur, die auch noch nach seinem Tod im Jahre 1991 Kinder von heute begeistern.

https://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Das-Haus-der-geheimnisvollen-Uhren/John-Bellairs/Heyne-fliegt/e545222.rhd

Rita Falk (Autorin)
26. Eberhofer, Zefix!
Geschichten vom Franzl

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (2. Auflage, 21. September 2018)
128 Seiten, gebunden
ab 14 Jahren

Niederkaltenkirchen ist überall!

Schräge, urkomische und herzerweichende Geschichten vom Franzl: Stunk mit der Susi, ein dämlicher Mordfall im Ruhrpott, ein Wochenende in Österreich mit dem Simmerl, dem Flötzinger und mindestens 17 Stamperln Himbeergeist. Außerdem: Wie der Franz einmal sein Herz an ein vierbeiniges Wesen verlor ... Und obendrauf gibt's ein bayrisch-hochdeutsches Glossar, hilfreich kommentiert vom Eberhofer persönlich. Damit "Mia san hia" auch in den letzten Winkeln der Republik verstanden wird. Gell.

Ein Bayer in Gelsenkirchen:
Silvester steht vor der Tür und Franz plant ihn mit seiner Susi zu verbringen. Doch die fährt zu ihrem Ex nach München, der dort im Spital liegt. Aus Trotz quartiert sich der Franz beim Rudi in Gelsenkirchen ein. Auf der Silvesterfeier kommt es zu einem Mord, und Rudi wird verhaftet.

Urlaub mit Dick und Doof:
Die Oma hat einen (Abenteuer-)Kurzurlaub für zwei im schönen Österreich gewonnen. An ihrer Stelle treten jedoch der Franz und der Flötzinger die Reise an. Am Weg müssen sie noch den Simmerl aufgabeln, der sich heimlich von seiner Frau davongeschlichen hat.

In Tirol hat der Flötzinger nur Augen für das weibliche Geschlecht und die Raftingtour wird zum Desaster. Am Ende des Wochenendes wartet für den Simmerl eine besondere Überraschung.

Wie der Rudi einmal fast den Nobelpreis bekam:
Nach dem folgenschweren Autounfall am Endes des Romans “Weisswurst-Connection” liegt der Rudi eingegipst und unter Amnesie leidend im Spital und behauptet, er sei der berühmte Physiker von Gröben, der in ein paar Tagen den Nobelpreis erhalten soll. Den Franz kennt er hingegen nicht. Der darf sich nur ständig dessen Lebens- und Leidensgeschichte anhören. Was gebe der Eberhofer dafür wieder seinen alten Kumpel Rudi zurück zu bekommen.

Der Franz und sein Geburtstag:
Die Geschichte findet man schon im aktuellen Roman “Kaiserschmarrndrama”, was der Franz zu Beginn auch erwähnt. Aber es ist höchst amüsant zu lesen, wie die Oma den 30er vom Franz organisiert und dabei Gott und Welt einlädt. Da herrscht Chaos, wohin das Auge reicht. Den Leser freut das natürlich, denn es entstehen so einige witzige Situationen. Das Geburtstagkind jedenfalls ist weniger amüsiert von der unerwarteten Überraschung. Es ist jedoch auch der Tag, an dem sein Hund Ludwig, als Geschenk von seinem Freund Rudi, in sein Leben tritt.

Durch die Kürze der Geschichten, kann sich allerdings nicht wirklich eine vernünftige Handlung entwickeln, geschweige denn Figuren entfalten. Denn der Mord im ersten Teil hat eine lange Vorgeschichte, klärt sich aber aus Platzmangel sehr rasch auf. Den Täter errät der Leser aber ohnehin schon unmittelbar nach der Tat. So bleibt es bei einzelnen witzigen Episoden und kurzen witzigen Dialogen.
Überaus amüsant entwickelt sich der Kurztrip der drei Freunde Franz, Flötzinger und Simmerl nach Österreich sowie die verrückte Geburtstagsfeier für den Franz. Dies sind auch eindeutig die beiden besten Kapitel im Buch.

Es muss eben nicht immer ein Mord geschehen, um sich über die Niederkaltenkirchner amüsieren zu können.
Beim letzten Kapitel wird der Nicht-Bayer in einem kleinen Lexikon an die Sprache der Niederbayern herangeführt - alles natürlich mit einem Augenzwinkern, kommentiert vom Eberhofer persönlich. Damit “Mia san hia” auch in den letzten Winkeln Deutschlands und Österreichs verstanden wird.

Alles in allem ist "Eberhofer, Zefix!" eine nette kleine Lektüre, für Eberhofer Neulinge zum Hineinschnuppern und für Wegbegleiter als Intermezzo zum hoffentlich bald erscheinenden neuen Roman.

Kritik: Wolfgang Springer

(c)Astrid Eckert

Die Autorin:
Rita Falk
, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer ("Winterkartoffelknödel", "Dampfnudelblues", "Schweinskopf al dente", "Grießnockerlaffäre" und "Sauerkrautkrautkoma", "Zwetschgendatschi-Komplott", "Leberkäsjunkie", "Weisswurst-Vonnection", "Kaiserschmarrn-Drama") sowie den Romanen "Hannes" und "Funkenflieger" in die Herzen ihrer Leser geschrieben.

https://www.dtv.de/buch/rita-falk-eberhofer-zefix-28991/

www.franz-eberhofer.de     *     www.rita-falk.de

27. Waltraut Haas - Jetzt sag ich´s
Erinnerungen, aufgezeichnet von Martina C. Watteck

Verlag: Amalthea (1. Auflage, 17.8.2018)
240 Seiten, gebunden
mit zahlreichen Abbildungen
Hardcover

Eine Frau, die niemals aufgibt

"Jetzt sag ich’s" ist keine leere Versprechung: Film- und Bühnenstar Waltraut Haas erinnert sich an ihre mehr als 70-jährige Schauspielkarriere und erzählt berührend offen von Erlebnissen, über die sie bisher nie gesprochen hat: von Disziplin und Verzicht, Erfolg und Unglück, Hollywoodstars und prominenten Kollegen wie Peter Alexander, Johannes Heesters, Hans Moser, Conny Froboess, Tyrone Power oder Errol Flynn sowie über ihr Familienleben, das von Tragik nicht verschont blieb. Auf beeindruckende Weise zeigt sie, wie sie mit Optimismus und Humor so manchem Schicksalsschlag begegnet ist und wie ihr die Liebe zum Theater und zu ihrem Publikum immer wieder neuen Lebensmut gab.

Waltraut Haas, einstiges Wiener Mädel und Filmlegende einer längst vergangenen Filmära brachte zu ihrem 90. Geburtstag die Biografie „Jetzt sag ich’s“ heraus.
In lebhaften Schilderungen werden verschiedene Erinnerungen, die teilweise noch unbekannt waren, erzählt. Besonders emotional ist die Erinnerung an Rudolf Schock. Ihr Sohn musste sie zu diesem Kapitel überreden. Im geführten Interview meinte sie, dass sie
Bedenken hatte, dadurch als Luder da zu stehen. Sie beteuerte aber, dass sie sich manchmal wirklich in ihre Filmpartner verliebt hatte und diese in sie. Im Fall von Rudolf Prack endete diese jedoch tragisch, da die Vernunft Waltraut Haas dazu gebracht hatte, diese große Liebe zu beenden. Ganze drei Jahre hatte sie schließlich gebraucht, diesen Schmerz zu überwinden.
Waltraut Haas hatte ein Leben voller Höhen und Tiefen. Einerseits ein gefragter Filmstar – einen Film nach dem anderen gedreht, alle großen männlichen Filmstars der damaligen Zeit als Partner –
und dennoch musste sie viele Tiefschläge ertragen, wie zum Beispiel den Tod ihres ersten Sohnes und Jahre später den ihres Mannes. Nur durch die vererbte Disziplin ihrer Mutter hat sie sich wieder ins Leben zurückgekämpft, da sie nach den Verlust ihres Mannes in ein Tief gefallen war. Durch diese Disziplin ist ihr Tagesablauf stets strukturiert. Zusätzlich zwingt sie auch ihr Pudel zur täglichen Bewegung.Nicht zu vergessen ist ihr Sohn, Marcus Strahl, der eine große Stütze für sie ist.
Waltraut Haas ist trotz der großen Erfolge ohne jegliche Starallüren. Sie ist eine überaus sympathische, am Boden gebliebene, starke Persönlichkeit. Trotz ihrer 90 Jahre versprüht sie immer noch den Charme des typischen Wiener Mädels, wenn sie von ihrem Leben erzählt. Waltraut Haas eine beeindruckende Frau und einer der letzten großen Filmlegenden.

Kritik: Michaela Springer

Waltraut Haas:
Waltraut Haas, geboren 1927 in Wien, Schauspielerin, bekannt aus zahlreichen Musik- und Unterhaltungsfilmen, u. a. "Hallo, Dienstmann", "Im weißen Rößl", "Mariandl", sowie Theaterproduktionen in Österreich, Deutschland und der Schweiz. 70-jähriges Bühnenjubil.um 2016, zuletzt Auftritte am Wiener Gloria Theater und bei den Wachaufestspielen. Zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst.
Seit 12.10.2018 ist Haas in der Filmkomödie "Das kleine Vergnügen" im Kino zu sehen.

https://amalthea.at/produkt/jetzt-sag-ichs/

WALTRAUD HAAS im Gespräch
mit Michaela Springer

Sie interessieren sich sehr für Musicals. Man sieht Sie auch des öftereren bei Premieren.
Ja natürlich.

Wenn
Sie in der heutigen Zeit jung wären, würden Sie Musical spielen?
Es kommt natürlich darauf an, welche Rolle es ist. Ich habe schon für die Zukunft etwas geplant. Es ist aber keine große Gesangsrolle. Aber singen kann ich schon, das habe ich immer schon gekonnt.

Welche Musicals gefallen Ihnen am besten?
Ich liebe Musicals, und eigentlich gefallen sie mir alle. Ich habe begonnen mit Operette, und da habe ich sehr viel gespielt.

Wann wussten Sie, dass
Sie diesen Weg einschlagen möchten?
Als allererstes war ich ja beim Film. Ich bin einfach angesprochen worden, weil ich der Typ war. Ich hab’ ausgeschaut wie ein Wiener Mädel, und da habe ich hinein gepasst in den Film, der gerade gedreht wurde.

Sie haben sich gegen d
ie Vorstellungen Ihrer Familie durchgesetzt.
Ja, die wollten, dass ich zuerst einen manuellen Beruf erlerne, da
mit ich auf das etwas zurückgreifen kann, wenn ich in dieser Sache versagen sollte,.

Haben Sie jemals bereut diesen Weg gegangen zu sein?
Nein. Es ist alles so wunderbar gelaufen.Das anstrengen
dste für mich war einmal sieben Filme in einem Jahr zu drehen. Da war ich mit dem einen noch nicht fertig, kam schon der Anruf und ich musste wieder nach Deutschland fahren und dann wieder zurück. Das war für mich die schlimmste Zeit. Nicht angenehm, da man sich nicht richtig konzentrieren konnte. Ich hab’s natürlich geschafft, aber schön war es nicht.

Sie waren immer in der ersten Ri
ege und spielten mit den bekanntesten Partnern, die es damals gab.
Ja
.

Wie zum Beispiel mit Peter Alexander.
Ja, und wir hatten uns sehr gerne. Beim letzten Film - wir haben ja drei Filme hintereinander gemacht: Das weiße Rössel, Hochzeitsnacht im Paradies und Saison in Salzburg - hatten wir beide Tränen in den Augen, weil wir wussten, jetzt ist es aus, jetzt werden wir nichts mehr miteinander machen. Sie haben gesagt, drei Filme hintereinander ist genug. Da waren wir beide sehr traurig.

Ich habe auch eine merkwürdige Erinnerung:
Peter wollte nicht, dass irgend eine große Festivität stattfindet zu seiner Beerdigung. Wie er dann gestorben ist, wurde er in Simmering aufgebahrt. Ich habe mir gesagt: Ich gehe doch. Viele Kollegen meinten, wenn er das nicht will
, dann gehen wir nicht hin. Ich bin aber doch gegangen. Ich habe dann gesehen, dass die Leute sich in einem Buch eingetragen haben. Ich wollte schon umdrehen. In diesem Moment sehe ich den ORF, der auf einer anderen Stiege mit den Kameras war, und sie sehen, dass ich weggehen will. Einer vom ORF gab mir ein Zeichen. Der Peter war aufgebahrt in einem kleinen Raum, dazu ein wunderschönes Bild von ihm und viele Blumen. Der Mann vom ORF hat die Leute hinausgeschickt und meinte, er möchte, dass ich alleine mit ihm bin. Es war so, als wäre er da gewesen. Ich habe auch kurz mit ihm gesprochen: „Gell Peter, jetzt gehst. Ich kann nichts für dich tun, und du kannst nichts für mich tun.“ Ich hab mich richtig unterhalten mit ihm. Und plötzlich spüre ich zwei Arme um meinen Hals – ich bekomme jetzt noch Gänsehaut – ich bin erstarrt und eine Stimme sagte: „Bleiben wenigstens Sie uns noch lange erhalten.“ Ich drehte mich um und sehe nur mehr eine ältere Dame hinausgehen. Ich bin dann nachgegangen und habe den ORF-Mann gefragt: Sagen Sie mal, wer war denn das?” Er sagte: Sie hat gesagt, sie ist eine Bekannte von ihnen und sie will nur ganz kurz zu ihnen gehen. Sie hat sich nicht abwimmeln lassen.” Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut

Ja, wie
Sie das so erzählen, bekommt man wirklich Gänsehaut.
Unheimlich war das. Ich weiß bis jetzt nicht, wer das war.

Wie war es für Sie, diesen neuen Film DAS KLEINE VERGNÜGEN zu machen? Der ist ja ganz anders, als jene in denen Sie sonst spielen.
Es war lustig. Ich habe es ganz gerne gemacht, vor allem weil ich die Petra (Kleinert) sehr mag und den Ramesh. Das sind liebe Kollegen, mit denen ich gerne arbeite.

Und das Thema?
Naja, nachdem auch mein Sohn mitgespielt hat, habe ich gesagt ich mache es.

Zukunftspläne?
Sehr viele. Ich fahre demnächst nach Deutschland, wo ich geehrt werde. Die Prinzessin von Wittgenberg hat angerufen und hat gesagt:
Vor zehn Jahren haben wir den Heesters geehrt und jetzt werden Sie geehrt.” Und dann habe ich noch sehr, sehr viele Auftritte und viele Lesungen. Mein Sohn sagt schon alles ab, weil es mir einfach zu viel wird. (lacht)

Sie haben eine neue Biografie herausgebracht.

Ja, ich hab immer meinen Sohn gefragt:  „Glaubst du, ob man das erzählen kann, von den Männern? Die werden ja denken, ich war ein Luder.“ Ich habe mich aber wirklich manchmal echt verliebt, und die Partner haben sich in mich verliebt, und manchmal ist das dann tragisch verlaufen.

Wie mit Rudolf Prack? Das ist ein sehr berührendes Kapitel in Ihrem Buch.
Er hat so bitterlich geweint. So habe ich noch nie einen Mann weinen gesehen. Ich habe gesagt:
Denkst du nicht daran, du hast eine Frau und zwei Kinder.” - ich hab mich so zusammen gerissen! Er sagte: Daran hätten wir früher denken sollen. Jetzt ist es zu spät.”

Das ist ein
sehr emotionales Kapitel.
Ja, wir haben uns dann noch einmal nach ein paar Jahren gesehen. Er ist aufgetreten, und ich bin hingekommen, weil ich ihn in seiner Rolle sehen wollte. Aber da war er mir eigentlich schon fremd und ich war froh, dass ich mit ihm Schluss gemacht hatte.

Vielen Dank für das nette Gespräch und alles Gute!

Paul Grote (Autor)
28. Pinot Grigio stand nicht im Testament
Kriminalroman

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 31. August 2018)
448 Seiten, broschiert
auch als epub eBook erhältlich
ab 14 Jahren

Der Mensch, der Wein – und das Böse

Der mittlerweile 15. Teil der Weinkrimireihe spielt zum Großteil in Südtirol. Wie kein Zweiter versteht Paul Grote es, den Leser mit seinen anschaulichen Beschreibungen der Landschaft, geschichtlichem Wissen und nicht zuletzt Fachwissen über Weine zu fesseln. Und so ganz nebenbei wird auch noch ein Krimi erzählt.

Die Story:
Frank Gatow wird von einem Winzer namens Werner Kannegiesser nach Südtirol eingeladen. Gatow ist Fotograf, der in seinem neuesten Buch unter anderem die Geologie, den Geschmack und den Geruch von Weinen seinem Publikum näherbringen möchte. Als er am Kalterer See Station macht, um Kannegiesser zu besuchen, erfährt er durch dessen Tochter Theresa, dass dieser „angeblich“ beim Tauchen ertrunken ist. Anfangs widerwillig, wird Gatow immer mehr in die Familienstreitigkeiten – immerhin geht es um ein Erbe von 22 Millionen – hineingezogen….

Für Liebhaber der Weinkrimireihe ist dieser Band sicherlich ein Muss, doch auch neue Leser werden sich zurechtfinden. Zwar erfolgen immer wieder Rückblenden zu früheren Fällen, doch diese werden so erklärt, dass man der Handlung folgen kann, aber nicht zu ausführlich, dass man die früheren Bände nicht auch lesen könnte. Ein besonderes Plus ist sicherlich, dass es zu unerwarteten Wendungen kommt. Es handelt sich mit Sicherheit um keinen 08/15 Krimi.

Der Autor:
Paul Grote wurde 1946 in Celle geboren und wuchs in Berlin auf. Er begann eine Lehre als Werbekaufmann, studierte später Soziologie und Politologie, managte für einige Jahre eine Rockgruppe in Wien und arbeitete später für ein großes Verlagshaus in Hamburg. Durch diese Arbeit kam er immer wieder nach Südamerika und während Aufenthalten in Argentinien und Chile entdeckte er seine Liebe zum Wein, welche in der Weinkrimireihe mündete. Der erste Band erschien 2004 mit dem Titel „Tod in Bordeaux“. Seither veröffentlicht er im Jahresabstand weitere Bände.

Kritik: Veronika Murauer; Portraitfoto: Thomas Räse

https://www.dtv.de/buch/paul-grote-pinot-grigio-stand-nicht-im-testament-21740/

Riley Sager - Pseudonym (Autor), Christine Blum (Übersetzerin)
29. FINAL GIRLS
Thriller

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 31. Mai 2018)
416 Seiten, broschiert
auch als epub eBook erhältlich
ab 14 Jahren

Sie haben die Hölle überlebt. Aber das war erst der Anfang ...

FINAL GIRLS, der Buchtitel des Thrillers von Riley Sager, ist auch die Bezeichnung von Frauen, die am Ende eines Horrorfilms überleben. Und um solche Mädchen handelt dieses Buch. Drei Massaker, bei denen immer nur eine junge Frau überlebt, und versucht anschließend ein normales Leben zu führen.

Die Story:
Die Ich-Erzählerin, die Studentin Quincy, ist das jüngste Opfer eines Massagers auf einer Party. Mit Hilfe von den Tabletten versucht sie ein geregeltes Leben zu führen, bis sie erfährt, dass das erste Final Girl Lisa gestorben ist. Ab diesem Zeitpunkt, an dem auch das zweite Girl in ihr Leben tritt, scheint alles aus den Fugen zu geraten. Die einzig feste Konstante ist Coop, der einstige Polizist, der sie gerettet hatte und der immer noch in ihrem Leben präsent ist. Sobald sie Hilfe braucht ist er stets an ihrer Seite, obwohl er Kilometer weit von ihr weg wohnt und lebt. Samantha, das so genannte zweite Final Girl, hat auf die Ich-Erzählerin Quincy anscheinend nicht den besten Einfluss, da sie immer mehr bereit ist, Grenzen zu überschreiten. Nach Jahren, mit ihrem eigenen Schicksal immer mehr konfrontiert, kann sie den Schleier der Vergessenheit lösen.

Der Reiz des Buches liegt in den diversen Wendungen und dem doch überraschenden Ende. Gekonnt wird der Leser auf eine falsche Fährte geführt. Es stellt sich die Frage, wie sehr so ein traumatisierendes Erlebnis das weitere Leben beeinflusst und wie weit ein Mensch dann bereit ist zu gehen. Wo sind die Grenzen bei diesen Überlebenden, und wie hoch liegt die Hemmschwelle. Wie weit ist es überhaupt möglich ein normales Leben zu führen. Der Thriller ist so unvorhersehbar, dass der Leser ständig auf falsche Fährten gelockt und durch die Spannung von Anfang an gefesselt wird. Genauso sollte ein Thriller sein. Ein purer Lesegenuss!

Kritik: Michaela Springer

https://www.dtv.de/buch/riley-sager-final-girls-21730/

Jussi Adler-Olsen (Autor), Hannes Thiess (Übersetzer)
30. Miese kleine Morde
Crime Story

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 21. September 2018)
128 Seiten, gebunden
auch als epub eBook erhältlich
ab 14 Jahren

Eine rabenschwarze Geschäftsidee

Das neue Werk MIESE KLEINE MORDE von Jussi Adler Olsen ist erneut im dtv Verlag erschienen. Am Buchrücken steht in neongelber Schrift: „Ein Leckerbissen für alle Fans von Jussi Adler Olsen“. Dieser Satz trifft es ganz genau. Obwohl das Buch, besser gesagt das Büchlein, kleineren Ausmaßes ist und nur 128 Seiten umfasst, steht es den anderen Romane des Autos um nichts nach.

Die Story:
Bei Lars, der von seiner Frau als Langweiler empfunden wird, und von dem sie sich trennt, wird nach einem Besuch im Schönheitssalon, eine zündende Geschäftsidee entfacht, zum Auftragskiller zu werden. Seine Kundschaft sind finanziell hochrangige und potentielle Besucher des Schönheitssalons, deren Wunsch es ist, den Ehepartner für immer los zu werden. Lars ist sehr erfolgreich und hat immer die passenden Ideen. Reue oder Bedenken kennt er nicht. Umso überraschender entwickelt sich das Ende das irgendwie eine Ironie des Schicksals ist.

Wieder einmal vermag es Jussi Adler Olsen die Leser von Anbeginn zu fesseln. Bei dem geringen Umfang an Seiten, ist dies auch notwendig. Die Leserin/ der Leser taucht ohne Umschweife in die Geschichte ein. Dennoch gelingt es Olsen die Spannung stetig zu steigern. Dazu ist sein Schreibstil flüssig und er geizt auch nicht mit einer großen Portion schwarzen Humors. Man darf diesen Krimi, den ich fast als Kurzgeschichte bezeichnen würde, nicht mit seinen anderen Werken vergleichen die sehr ausgefeilter sind und die Geschichten viel komplexer, aber die Charaktere sind dennoch gut herausgearbeitet. Der Krimi eignet sich hervorragend für Jussi Adler Olsen-Einsteiger. Für Fans stellt MIESE KLEINE MORDE einen leichter Snack oder Leckerbissen für zwischendurch dar.

Kritik: Michaela Springer

Der Autor:
Jussi Adler-Olsen wurde am 2. August 1950 unter dem bürgerlichen Namen Carl Valdemar Jussi Henry Adler-Olsen in Kopenhagen geboren. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben begann, arbeitete er in verschiedensten Berufen: als Redakteur für Magazine und Comics, als Koordinator der dänischen Friedensbewegung, war Verlagschef im Bonnier-Wochenblatt TV Guiden und Aufsichtsratsvorsitzender bei verschiedenen Energiekonzernen. Sein Hobby: Das Renovieren alter Häuser. Er ist verheiratet und Vater eines Sohnes.

https://www.dtv.de/autor/jussi-adler-olsen-13577/

 



E-Mail
Infos
Instagram