James Patterson (Autor), Leo Strohm (Übersetzer)
01. Die 17. Informantin
Thriller

Verlag: Limes
: 1. Auflage 23. Mai 2022
Paperback, Klappbroschur
ebenfalls als eBook (epub) erhältlich
Seiten: 384
Alter: ab 16 Jahren

James Patterson gehört zu den erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Er sagt von sich selbst, dass er sehr schnell sei. Er sei ein ja- oder nein-Typ und hasse ein vielleicht. So ist es nicht verwunderlich, dass er an mehreren Büchern gleichzeitig schreibt und mit bis zu fünf Titeln jährlich auf der Bestsellerliste steht. Über 380 Millionen Bücher hat er bereits verkauft und auch „Die 17. Informantin“ ist vielversprechend, leicht im Lese Stil und fesselnd.

Die Story:
Eine Obdachlose bittet Detektive Lindsey Boxer vor der Polizeiwache um Hilfe. Scheinbar hat es ein Serienmörder auf Obdachlose abgesehen, doch das zuständige Polizeirevier kümmert sich sehr wenig darum. L. Boxer wird hellhörig, und obwohl es nicht ihr Revier ist, beschließt sie Nachforschungen anzustreben. Dabei stößt sie auf große Versäumnisse ihrer Kollegen, die über ihre Einmischung nicht sonderlich erfreut sind. Während L. Boxer die Fälle aufklären will, arbeitet Staatsanwältin Yuki Castello an einem aufsehenerregenden Fall. Marc Christopher behauptet von seiner Vorgesetzten und Ex-Freundin vergewaltigt worden zu sein. Er hatte jedoch die Möglichkeit alles aufzunehmen. Yuki glaubt ihm und will ein Exempel statuieren, dass auch Männer vergewaltigt werden können. Doch nach und nach kommen Zweifel auf. Ist er wirklich ein Opfer oder hat er alles inszeniert, wie es die Gegenseite behauptet?

Das Buch behandelt zwei unterschiedliche Fälle und Themen. Die Freundschaft der Staatsanwältin und der Ermittlerin ist der Verbindungspunkt, an dem sich auch die Fälle kreuzen. Die Kapitel sind aus verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Der Fall von L. Boxer wird in der Ich-Form erzählt, der andere in der dritten Form. Dieser Perspektivenwechsel gestaltet den Erzählfluss interessant und abwechslungsreich, da verschiedene Komponenten eingearbeitet werden, wie etwa das persönliche Empfinden von L. Boxer.
Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und geben sehr viel menschliches preis. Hart und taff im Berufsleben, sensibel und zerbrechlich im Privatleben.
Der Fall einer männlichen Vergewaltigung ist sehr sensibel und mit vielen Aspekten aufgearbeitet. Ist dies möglich und in welcher Form. Es ist ein nicht bei den Haaren herbeigezogenes Thema. Laut gewaltinfo.at sind nämlich 27,2 % der Männer im Erwachsenenalter schon einmal sexuell belästigt worden.
Auch das Thema Scham wird behandelt. Es ist für einen Mann nicht leicht zuzugeben, von einer Frau vergewaltigt worden zu sein. Es braucht Zeit und Mut, den Schritt in die Öffentlichkeit zu machen. Selbst vor der Polizei ist das Schamgefühl groß.
Aber auch L. Boxers Fall ist aktuell. Sind Obdachlose Menschen zweiter Klasse? Sind sie Randindividuen, deren Tod uninteressant ist? Der Autor beleuchtet zudem deren Vergangenheit. Alle hatten ein prägendes Schicksal, das sie auf die Straße zwang. Oft waren sie vorher gebildet und aktives Mitglied in der Gesellschaft mit Beruf und Familie. Haben nicht auch sie das Recht auf Aufklärung und Verhaftung ihres Mörders?
James Patterson geht sehr sensibel mit diesen brisanten Themen um und bringt sie auf emotionale und spannende Weise zu den Leser*innen. Ein Muss für alle Krimifans.

Emotional, spannende 6 von 6 Sternen: ★★★★★★
                                                              
Kritik: Michaela Springer

(c) David Burnett

Der Autor:
James Patterson, geboren 1947, war Kreativdirektor bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Seine Thriller um den Kriminalpsychologen Alex Cross ebenso wie die um den »Women's Murder Club« machten ihn zu einem der erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Regelmäßig tut er sich für seine Bücher mit anderen namhaften Autoren oder Stars zusammen. James Patterson lebt mit seiner Familie in Palm Beach und Westchester County, N.Y..

Das Buch beim LIMES-Verlag

Wulf Dorn (Autor)
02. TRIGGER
Thriller

Verlag: Heyne
: 1. Auflage 2009, Neuauflage 8. März 2022
Taschenbuch, Klappbroschur
ebenfalls als eBook (epub) und Hörbuch Download (gek.) erhältlich
Seiten: 448
Alter: ab 16 Jahren

2009 erschien der erste Psychothriller der TRIGGER-Reihe mit dem Titel „Trigger“ von Wulf Dorn, der 20 Jahre selbst in einer psychiatrischen Klinik tätig war, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. „Trigger“ wurde zum internationalen Bestseller. Wulf Dorn wurde mehrfach ausgezeichnet unter anderem mit dem französischen „Prix Polar“ als bester internationaler Autor.

Ein Trigger zur falschen Zeit, am falschen Ort kann verheerendes auslösen. Ein Trigger kann ein Wort, ein Ereignis, eine Erinnerung, ein Bild, ein Geräusch, Geruch oder jegliche Empfindung sein, die starke Emotionen erwecken. Sie können an traumatische Ereignisse erinnern und eine bestimmte Reaktion hervorrufen. Für die betroffene Person kann es sich anfühlen, als würde dieses Erlebnis gerade wieder passieren.

Ellen Roth arbeitet in einer privaten, psychiatrischen Anstalt. Ihr Freund, ebenfalls dort angestellt, ist für ein paar Tage nach Australien geflogen und bittet sie eine verwahrloste, scheinbar schwer misshandelte, Frau zu übernehmen, zu der er keinen Zugang gefunden hat. Auch Ellen gegenüber öffnet sich die namenlose Frau nicht, doch sie warnt Ellen vor dem schwarzen Mann.
Ellen bittet ihren Kollegen Mark um seine Einschätzung. Als dieser sie aufsuchen möchte, ist die Patientin verschwunden und auch ihre Akte, als wäre sie nie dagewesen. Ellen ist sich sicher, dass der schwarze Mann sie geholt hat. Auch wenn kein anderer die Namenlose gesehen hat, ist sie fest entschlossen, ihr zu helfen. Schon bald meldet sich der schwarze Mann. Er spielt mit ihr, beobachtet, verfolgt und verletzt sie. Es steigen Zweifel auf, wer es sein kann, denn er weiß ziemlich viel über sie. Ist es ihr Freund, ihr Kollege oder jemand aus ihrem unmittelbaren Umfeld? Es beginnt ein Katz- und Maus-Spiel. Wem kann sie vertrauen? Jeder könnte es sein. Sie zweifelt an sich, hat Angst ihren Verstand zu verlieren. Wer spielt mit ihr? Wer ist der schwarze Mann?

TRIGGER ist ein Thriller mit einem rasanten Erzählstil, der keine überflüssigen Längen hat, und so stets die Spannung auf hohem Niveau hält. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen.
Das Buch fesselt. Auch die viel Belesenen durchschauen die Handlung nicht sofort, was den Anreiz erhöht.
Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Man kann sich in die Figuren gut hineinfühlen und leidet auch dementsprechend mit. Besonders bei Ellen und Mark. Sie ist willensstark und strotz jeder Gefahr. Dennoch hat sie auch eine verletzliche Seite. Mark hat eine komplizierte Persönlichkeit. Diese Vielschichtigkeit macht die beiden jedoch sympathisch und interessant.

TRIGGER - Ein Thriller voller elektrisierender Spannung!

Mitreißende 6 von 6 Sternen: ★★★★★★
                                                             Kritik: Michaela Springer

(c) Martin Becker

Der Autor:
Wulf Dorn (geb. 1969) war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman "Trigger" gelang ihm ein internationaler Bestseller, dem weitere folgten. Dorns Bücher werden in zahlreiche Sprachen übersetzt und begeistern eine weltweite Leserschaft. Für seine Storys und Romane wurde er mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem französischen Prix Polar, dem ELLE Readers Award und dem Glauser Preis.

Das Buch beim Heyne-Verlag      Mehr zum Autor

Rita Falk (Autor)
03. GUGLHUPFGESCHWADER
Der zehnte Fall für den Eberhofer
Ein Provinzkrimi

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG
: 1. Auflage, 20. Juli 2022
Taschenbuch, broschiert
Paperback
ebenfalls als eBook (epub) erhältlich
Seiten: 320
Alter: ab 14 Jahren

Das Buch zur bayerischen Krimikomödie des Jahres!

Die Story:
In seinem zehnten Fall bekommt es der Eberhofer mit brutalen Geldeintreibern, einem gut getarnten Mord und einem bockigen Birkenberger zu tun. Dabei könnte er sich so schön feiern lassen zum Dienstjubiläum. Stattdessen muss er sich jetzt darum kümmern, dass den Verfolgern vom Lotto-Otto so rasch wie möglich das Handwerk gelegt wird. Doch noch bevor er die Sache in Angriff nehmen kann, geht der Lotto-Laden in die Luft – und der Eberhofer hat nun auch noch einen Mordfall am Hals.

Die Autorin:
Rita Falk wurde 1964 in Oberammergau geboren. Ihrer bayrischen Heimat ist sie bis heute treu geblieben. Mit ihren Provinzkrimis um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer und ihren Romanen "Hannes" und "Funkenflieger" hat sie sich in die Herzen ihrer Leserinnen und Leser geschrieben – weit über die Grenzen Bayerns
hinaus.

Das Buch beim dtv-Verlag

Der musicalcocktail verlost 3x die CD-Box zum Kinostart - beendet

Frank Goldammer (Autor), Andreas Hock (Co-Autor)
04. Im Schatten der Wende
Kriminaldauerdienst Ost-West
Kriminalroman

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co.KG
VÖ: 2. Auflage, 16. Februar 2022
Taschenbuch, broschiert
Paperback
ebenfalls als eBook (epub) erhältlich
Seiten: 368
Alter: ab 14 Jahren

„Im Schatten der Wende“ nimmt den Leser mit auf eine Zeitreise in die ehemalige DDR 1989. Es ist die Zeit der Wende. Dieser gesellschaftliche Wandel wurde auch friedliche Revolution bezeichnet. Durch die Vereinigung beider deutscher Staaten fand ein Angleichungsprozess der Lebensverhältnisse statt. In der DDR gab es etwa wenig Obst und Fleisch, Materialmangel und ohne Parteizugehörigkeit, auch keine Aufstiegsmöglichkeiten. Für viele bedurfte es durch diese neue Art der Freiheit einer Umstellung. 40 Jahre DDR prägt einen Menschen. Viele wurden in dieses System hineingeboren, wie die Hauptfigur Tobias Frank.
Man kann diesen Kriminalroman aber auch als zeitgeschichtliches Dokument verstehen. Sehr real und detailgetreu werden die damaligen gesellschaftlichen Veränderungen geschildert.
Die Volkspartei war sehr streng organisiert. Es gab eine bestimmte Hierarchie, die bedingungslos eingehalten wurde. Ambitionen eines Einzelnen waren unerwünscht. Tobias hat damit Probleme. Er ist jung, ambitioniert und voller Tatendrang und kann seinen Vorgesetzten vor der Wende überzeugen, als verdeckter Ermittler eingesetzt zu werden. Er konzentriert sich völlig auf seine Arbeit, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat, um in den Westen zu flüchten. Mit der Wende ändert sich alles. Es wird ein Kriminaldauerdienst gegründet, dem Tobias zugewiesen wird.
Im Westen wird ganz anders gearbeitet. Die Polizei ist auch viel besser ausgerüstet. Als eine Kollegin aus dem Westen sie um Mithilfe auf der Jagd nach einem Serienmörder bittet, fühlen sie sich teilweise wie Hinterwäldler. Der von ihr mitgebrachte Obstkorb, als gutgemeintes Mitbringsel, sorgt bei Tobias Vorgesetzten für eher negative Impulse. Die anderen Kollegen bestaunen die unbekannten Früchte. Hier wird die gesellschaftliche Kluft zwischen West und Ost besonders anhand alltäglicher Bespiele aufgezeigt. Die heruntergekommene Infrastruktur bestürzt die Westdeutsche Kollegin zutiefst. Eines entwickelt sich aber rasch: Die Kriminalität.

Die Herausforderung für den neugegründeten Kriminaldauerdienst ist enorm: Drogenhandel, Prostitution, Mord, und verschwundene Leichen. Sie werden von Suderberg, der Westdeutschen Ermittlerin, unterschätzt, was beinahe zum tödlichen Verhängnis wird.
Die Figuren werden sehr klar beschrieben und ihr Tun und Handeln ist dadurch gut nachvollziehbar. Der Schreibstil ist flüssig, sodass man mit dem Lesen rasch vorankommt. Langweilig wird es zu keinem Zeitpunkt.
Frank Goldammer startet mit diesem Buch eine vielversprechende Serie, die mehr als nur ein Krimi ist.

Der Autor:
Frank Goldammer, Jahrgang 1975, ist Handwerksmeister und begann schon früh mit dem Schreiben. Die Bände seiner historischen Kriminalromanreihe über den Dresdner Kommissar Max Heller landen regelmäßig auf den Bestsellerlisten. Goldammer lebt mittlerweile als freier Autor in seiner Heimatstadt Dresden.

6 von 6 Sternen: ★★★★★★
                                                                             Kritik: Michaela Springer

Das Buch beim dtv-Verlag

Verlosung

Mark Benecke (Autor), Andreas Hock (Co-Autor)
05. Mein Leben nach dem Tod
Wie alles begann
Autobiografien

Verlag: Bastei Lübbe Sachbuch (30. September 2019)
Taschenbuch, broschiert
Paperback
ebenfalls als eBook (epub) und Hörbuch (Download) erhältlich
288 Seiten
ab 16 Jahren

Mark Benecke ist einer der bekanntesten, wenn nicht der bekannteste Kriminalbiologe im deutschsprachigen Raum. Sein Wissen ist auf dem gesamten Erdball geschätzt und hat einen hohen Stellenwert. So wird er immer wieder zu interessanten Fällen auf der ganzen Welt hinzugezogen.

Aber wer steckt hinter „Dr. Made“, wie er von der Boulevardpresse betitelt wird.

Diese Biographie nimmt den Leser auf seinen Werdegang mit. Er selbst empfindet sein Leben unspektakulär. Er ist ein Kämpfer für die Wahrheit, indem er ruhig und klar arbeitet, auch wenn er überzeugt ist, dass es keine Gerechtigkeit gibt. Selbst wenn der Täter weggesperrt wird, es macht das Opfer nicht mehr lebendig.

Sein Beitrag zum Großen und Ganzen sieht er weniger als ein Staubkorn im Wind.

Er lebt für die Wissenschaft, es geht ihm nicht um Geld oder Ruhm und er hat teilweise eine andere Sichtweise zu bestimmten Dingen. Auf der anderen Seite hat er wie so viele Menschen Respekt vor Spinnen und hasst Haare im Abfluss. Er ist auch überzeugter Vegetarier, einerseits wegen dem Leid an Tieren, anderseits da etwa ein Kotelett eine Leichenscheibe mit Leichenknochen ist oder ein Gulasch aus Leichenmuskelwürfeln hergestellt wird. So gesehen, erscheint der Fleischkonsum in einem anderen Licht.

Der 1970 geborene Benecke erlebte eine zu dieser Zeit typische Kindheit. Er liebte „YPS-Hefte“ (ein Wissenschafts-Comic-Magazin für Kinder) und die „Fantastischen 4“, schaute „Dalli Dalli“ und „Wetten, dass ...?“. Aber bald interessierte er sich für alles Messbare und so war nicht allzu überraschend, dass sein Lieblingsfach Chemie wurde.

Nach seinem Doktorat führte ihn sein Weg nach New York. Er bezeichnet sich selbst als Nerd, liebt graue Wettertage und hasst Kleidereinkäufe. Sein Kasten ist extrem überschaubar und er legt auch wenig Wert darauf.

In Vietnam baute Benecke ein DNA-Labor auf. Er arbeitete auf der Body Farm, wo die Verwesung von menschlichen Körpern unter den verschiedensten Umweltbedingungen dokumentiert werden. Bei seiner Arbeit schaut er mehr auf die Details, dafür versteht er vom Gesamtbild weniger.

Seinen Körper zieren 150 Tattoos, unter anderem eine Echse, mit der alles begann, ein Warschauer Kanaldeckel, Autogramme und eine vegane Manner Schnitte.

Er gehört auch dem Dadaismus an, wo er auch Priester ist - und hat  eine eigene Partei.

Benecke arbeitete in Köln bei den Körperwelten, spielte Theater und macht kleine Einspielungen bei diversen Fernsehformaten (Autopsie, Anwalt der Toten, …). Auch ist er Träger der silbernen Ehrennadel des Bundes Deutscher Kriminalbeamten.

So locker und lässig er sein Leben bewältigt, so sieht er auch seinem Tod entgegen. Durch den Beruf hat er viel über Vergänglichkeit gelernt. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei. Im Bewusstsein, dass die „kleinen Freunde“ kommen werden und ihn langsam verspeisen. Er meinte einmal zum Spaß, dass auf seinem Grabstein „Mahlzeit“ stehen solle.

Mark Benecke ist eine Kapazität in seinem Fach. Er lebt für die Wissenschaft und geht darin völlig auf. Er brennt dafür und mit großer Leidenschaft für die Sache geht er an die Arbeit. Diese Leidenschaft spürt man in seinen Vorträgen und Büchern, die leicht verständlich sind und den Leuten die Berührungsängste nehmen.

Wissenschaft muss nicht verstaubt sein, sie ist lebendig und bunt und dafür steht Mark Benecke, der unglaubliches geleistet hat und doch stets bescheiden geblieben ist.

Inspirierende 6 von 6 Sternen: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

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Der musicalcocktail verlost 3x das Buch - beendet !

Henri Faber (Autor)
06. Ausweglos

Thriller

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (23. Juli 2021)
Originalausgabe
Taschenbuch, broschiert
ebenfalls als eBook (epub) und Hörbuch erhältlich
496 Seiten
ab 16 Jahren

Zwei Türen, eine Entscheidung. Wohin führt man einen Mörder? In die eigene Wohnung, wo die geliebte Ehefrau sich befindet oder in die Nachbarwohnung, die gerade leer steht. Vor dieser Entscheidung steht Noah.

Die Story:
Als Noah spätabends die Wäsche vom Dachboden holt, hat er plötzlich ein Messer an der Kehle. Der Angreifer will in seine Wohnung, zu seiner Frau. Noah bleibt keine andere Wahl, doch dann fällt ihm ein: Emma, die Nachbarin gegenüber ist verreist. Und er hat den Zweitschlüssel.
Aber durch eine Umdisponierung ist diese noch nicht verreist und wird so Opfer eines Gewaltverbrechens, das die Handschrift des Ringfingermörders trägt, um den es in letzter Zeit still geworden war. Seinerzeit war ein großer Medienrummel, die Polizei wurde als unfähig abgestempelt und intern rollten Köpfe. Kommissar Blom wurde zwangsversetzt und sein Kollege entlassen, worauf er völlig den Boden der Realität verlor. Der Fall hat Blom nie in Ruhe gelassen. Durch sein umfangreiches Wissen wird er für nochmals zu diesem Fall hinzugezogen. Ausgegrenzt vom Team führt er seine teils unkonventionellen Methoden durch, um den scheinbar tiefgründigen Fall zu lösen.

In kurzen Kapiteln, die abwechselnd in ICH-Form von den Hauptprotagonisten erzählt wird, bekommt man tiefere Einblick in ihr Denken und Handeln.

Der Fokus liegt auf den beiden Ehepaaren. Emma, die Ermordete und deren Mann Paul der auf der Rückreise in einen Unfall verwickelt wird und schwer verletzt wurde, sowie Noah, der den Täter zu Emma bringt und dessen Frau Linda, psychisch labil, deren Kinderwunsch zur Besessenheit wurde.

Elias Blom, der Kommissar, zeigt den Fall von der Ermittlerseite. Er zeigt seine Besessenheit zu dem Serientäter, der sein Leben so verändert hat, seine Einsamkeit in diesem Kampf und den harten Gegenwind seiner Kollegen.

Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und nichts ist so wie es scheint. Wer ist gut, wer ist böse, wer Täter, wer Opfer? Wie weit darf Liebe gehen? Wie weit darf man jemanden vor sich selbst schützen? Wie darf und wie soll man sich entscheiden? Wie würden sie sich entscheiden? Zwei Türen, eine Entscheidung – endgültig und unabänderlich.

Obwohl AUSWEGLOS ein Thriller ist, gibt es auch Roman ähnliche Passagen, intime leise Momente, gefolgt von geballter Emotion. Besonders Linda berührt mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch, den großen Schmerz, den sie in sich trägt und sie verzerrt, die inneren Qualen, die sie Monat für Monat erträgt, wenn sie erneut einsehen muss, dass sie wieder nicht schwanger geworden ist.

AUSWEGLOS ist ein spannender, emotional berührender Thriller mit rasantem Tempo. Ein gelungenes Debüt-Werk des Niederösterreichers Henri Faber, dessen nächste Werke man mit Spannung erwartet.

6 emotionale und spannende Sterne von: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

Foto (c) Gunter Glücklich

Der Autor:
Henri Faber, Jahrgang 1986, geboren und aufgewachsen in Niederösterreich, Studium der Publizistik und Kommunikationswissenschaft, lebt als Autor und Texter in Hamburg. "Ausweglos" ist sein Debüt als Thrillerautor.

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Jussi Adler-Ohlsen (Autor) Hannes Thies (Übersetzer)
07. Natrium Chlorid

Der neunte Fall für Carl Mørck und sein Team
Thriller

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (17. November 2021)
Deutsche Erstausgabe
Taschenbuch, broschiert
ebenfalls als Hardcover, eBook (epub) und Hörbuch erhältlich
528 Seiten
ab 16 Jahren

Er mordet seit 30 Jahren. Niemand konnte ihn stoppen. Bis jetzt. Der neue Fall für das Sonderdezernat Q.

An ihrem 60. Geburtstag begeht eine Frau Selbstmord. Ihr Tod führt zur Wiederaufnahme eines ungeklärten Falls aus dem Jahr 1988, der Marcus Jacobsen mit seinem besten Ermittler Carl Mørck zusammengeführt hat. Carl, Assad, Rose und Gordon ahnen nicht, dass der Fall das Sonderdezernat Q an die Grenzen bringt.

Der 9. Fall von Carl Mørck und dem Sonderdezernat Q führt ihn zu seinen Anfängen zurück. Ein über 30 Jahre alter Fall, der immer größere Kreise zieht, holt ihn ein. In ihnen reift die Erkenntnis, dass ein Serien-Mörder seit 30 Jahren in regelmäßigen Abständen tötet.

Die Story:
Um die Spannung aufrecht zu erhalten und nicht zu viel vorwegzunehmen, werde ich hier auf den Täter/die Täterin geschlechtsspezifisch nicht näher eingehen.

Geschickt lässt er/sie diese als Selbstmorde erscheinen, nur ein kleiner Haufen Kochsalz am Tatort hinterlässt er/sie als Visitenkarte mit tieferer Bedeutung. Je mehr die Ermittler*innen in älteren Fälle graben, desto größer wird das Ausmaß des Serientäters/der Serientäterin erkennbar, der/die glaubt, er/sie sei das Werkzeug Gottes. Der/die psychisch völlig abnormale Täter*in glaubt, all die in seinen/ihren Augen moralisch bedenklichen Personen töten zu müssen, da er/sie von Gott auserkoren sei, um das Gleichgewicht in der Gesellschaft wiederherzustellen.
Ein Ereignis prägte sein/ihr weiteres Leben bahnbrechend und so steigert er/sie sich in diesen Fanatismus regelrecht hinein.

In regelmäßigen Abständen und an ganz bestimmten Daten sollen die von ihm/ihr Auserwählten ihrer gerechten Strafe erliegen. Es wird ein Wettlauf mit der Zeit, da das nächste Opfer schon in seiner/ihrer Gewalt ist. Erschwerend kommt noch dazu, dass
Carl Mørck von Kollegen gesucht wird, da der Verdacht besteht, in korrupte Machenschaften verwickelt gewesen zu sein. Hierzu liegen schwerwiegende Beweismittel der Polizei vor. Sein Team steht hinter ihm. So müssen sie bei ihren Ermittlungen ständig auf der Hut sein. Ein Fehler und der aktuelle Aufenthaltsort von Carl könnte entdeckt werden was zu seiner Verhaftung führen würde. Dies möchte er umgehen, bis der Fall gelöst ist.
Der Täter/Die Täterin, der/die sich ein Netz von Gleichgesinnten aufgebaut hat, handelt zielstrebig und effektiv. Sein/Ihr Handeln ist menschenverachtend, sadistisch und vor allem manipulierend gegenüber den Mitstreitern. Das Talent in Chemie wird für die pervertierte Moralvorstellung eingesetzt.

Foto (c) Tine Harden

Auch im 9. Fall versteht es Adler Olsen seine Leser von Beginn an zu fesseln. Mit stetig steigender Spannung entwickelt sich die Geschichte zu einem großen Showdown. Über 500 Seiten kämpft das, den Lesern liebgewonnene, Team gegen die Zeit.
Durch Zusammenhalt und absoluten Vertrauen bestreiten sie auch diesen Fall. Dabei beleuchtet Adler Olsen intensiv die gesellschaftliche Entwicklung mit ihren verschiedenen Moralvorstellungen und der sich daraus entwickelten Abgründigkeit. Da die Frage offenbleibt, was mit
Carl Mørck passiert, bleibt die Grundspannung auf den nächsten Teil erhalten.

Fesselnde 6 von 6 Sternen: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

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Mark Benecke (Autor)
08. Warum Tätowierte mehr Sex haben

und andere Erkenntnisse vom Spaß-Nobelpreis
Unterhaltungsliteratur

Verlag: Bastei Lübbe Sachbuch (20. Dezember 2019)
Taschenbuch, broschiert
253 Seiten
ab 14 Jahren

Mark Benecke beweist erneut, dass Wissenschaft nicht nur trocken sein muss. Sie kann spannend und faszinierend sein. Ihr Spektrum ist breit gefächert, man muss nur hinter die Fassade blicken und sich den Details widmen. Und es kommt darauf an, welche Fragen man sich stellt.
Im Auftrag des Komitees des Spaß-Nobelpreises begibt sich Benecke genau auf diese Suche und erhält erstaunliche Ergebnisse.

Benecke beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, warum Tätowierte mehr Sex haben oder erklärt den Zusammenhang von Männern und Milchschokolade. Die Themenauswahl ist vielschichtig. So findet man in diesem Buch heiteres genauso wie bizarres.

Natürlich stellt man sich die Frage, ob es Sinn macht Steuergelder für solche Forschungen auszugeben. Doch selbst unwichtig erscheinende Fragen können ein Bindeglied zu etwas größeren sein.
Warum bevorzugen reiche, dicke Männer extrem schlanke Frauen? Eine Tatsache, welche aus der Situation in grauer Vergangenheit entstanden ist.

Oder die Sonderstellung eines Toten. Ein Toter ist genau genommen nur mehr eine leblose Hülle, aber wie Müll wird er auch nicht behandelt. Doch werden seit tausenden Jahren kulturell unterschiedliche Riten, wie Einbalsamierung, Münze in den Mund oder Verbrennung durchgeführt.

Mark Benecke versteht es, Wissenschaft locker und leicht verständlich zu vermitteln. Dieses Buch soll aber jetzt kein reines Lehrbuch sein. In kurzen Artikeln zu nicht unbedingt notwendigen, aber amüsanten Fragen bekommt man unterhaltsame Antworten geliefert. Nicht mehr und nicht weniger. Wer sich abseits der ernsten Wissenschaft auch mal kurzweilige Kost gönnen möchte, ist mit diesem Buch bestens bedient.

Kurzweilige 4 von 6 Sternen: ★★★ 
                                                                 Kritik: Michaela Springer

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Rita Falk (Autorin)
09. Rehragout-Rendezvous

Der elfte Fall für den Eberhofer
Ein Provinzkrimi


Verlag
: dtv premium (17. September 2021)
Taschenbuch, broschiert
ebenfalls als eBook (epub) erhältlich
304 Seiten
ab 12 Jahren

„Was gibt’s zum Essen?“
„Nix. Die Oma kocht nicht mehr.“

Ja, die Oma kocht und putzt nicht mehr, die Susi wird Teilzeit-Bürgermeisterin und der Leopold mutiert zum Küchen-Zombie. Und der Franz muss so ganz nebenbei noch einen Kriminalfall zu lösen. Der ganz normale Alltagswahnsinn in Niederkaltenkirchen.

Die Story:
Zefix! Was ist denn in die Eberhofer-Weiber gefahren? Die Oma beschließt nach gefühlten 2000 Kuchen und noch mehr Schweinsbraten, Semmelknödeln und Kraut, sich der häuslichen Pflichten zu entledigen − und fortan zu chillen. Ausgerechnet an Weihnachten! Und seit die Susi ihre Karriere als stellvertretende Bürgermeistern verfolgt, fühlt sich der Sex mit ihr im schicken Neubau für den Franz an, als hätten sie ihn gratis zu den Esszimmermöbeln dazu bekommen. Zu allem Übel wird dann auch noch der Steckenbiller Lenz vermisst. Der Franz soll gefälligst eine Vermisstenanzeige aufgeben, die Mooshammer Liesl befürchtet das Schlimmste. Nur: Eine Leiche ist weit und breit nicht in Sicht. Damit steht der Eberhofer vor einer schier unlösbaren Aufgabe.

Der 11. Eberhofer-Roman kann nicht wirklich als Krimi angesehen werden. Der Mordfall läuft nebenher. Die Konzentration liegt auf den Personen, deren Wünsche, Sehnsüchte und Traumata, sowie den zwischenmenschlichen Beziehungen. Der Franz ist so  gar nicht glücklich mit dem Umzug ins neue Haus, die Susi versucht mit aller Macht in Abwesenheit des Bürgermeisters die Gemeinde in die Zukunft zu führen und Leopold ist frustriert, da seine Familie in Thailand wegen des Virus festsitzt. Abwechslung schafft er sich, in dem er den Haushalt im Hause der Oma schmeißen will - was ihm seine Mitbewohner*innen nicht leicht machen. Das ist einerseits traurig, aber andererseits auch amüsant zu verfolgen. Denn die Oma hat keine Lust mehr, will endlich ihren Lebensabend so richtig genießen und hängt zum Kartenspielen mit ihrer Freundin der Mooshammer Liesl ab.
Aber auch bei den alten Bekannten läuft nicht alles so geplant, wie gewünscht. Die neue Freundin von Metzgermeister Simmerls Sohn Max, ist in seiner Familie nicht gern gesehen.
Die Geschichte der Niederkaltenkirchner steckt auch diesmal voller Dramen und amüsanten Verstrickungen und herrlich erfrischender Dialoge. Auch wenn der Kriminalfall nicht den Hauptstrang im 11. Buch bildet, die Familie Ebberhofer und deren Mitmenschen bilden genügend Stoff für eine interessante und witzige Erzählung.

Auch wenn die Oma nicht mehrt kocht, ein paar Rezepte verrät sie doch. Immerhin muss ja jemand ihre Aufgaben erfüllen. So dürfen sich Leser*innen über Tipps zur Zubereitung von zum Beispiel "Spitzbuben", "Apfel-Zwetchgen-Streusel" und natürlich "Rehragout" freuen.

Foto: (c) Astrid Eckert

Trauriges Detail am Rande. Das sehr berührende Nachwort von Rita Falk ist ihrem Mann erst kürzlich verstorbenen gewidmet. Wir wünschen ihr viel Kraft und können sie zumindest mit ...

... verdienten 6 Sternen von 6 für den neuen Eberhofer-Roman unterstützen. ★★★★★  
                            Kritik: Wolfgang Springer


Wer von den Niederkaltenkirchnern nicht genug bekommen kann, für den haben wir einige Tipps:



RADIO
NIEDERKALTENKIRCHEN

Der Eberhofer-Podcast
mit Florian Wagner und
Christian Tramitz

https://radioniederkaltenkirchen.de/


https://www.dtv.de/buch/rita-falk-rehragout-rendezvous-26273/

Mark Benecke (Autor)
10. Mumien in Palermo

True Crime

Verlag: lübbe Sachbuch (14. Oktober 2016)
Taschenbuch, broschiert
Paperback
ebenfalls als eBook (epub) erhältlich
288 Seiten
ab 16 Jahren

Als Kriminalbiologe an den dunkelsten Orten der Welt.

Mark Benecke, macht sich als europäischer Indiana Jones auf, fremde Länder zu bereisen, um dunklen und Geheimnisse zu erforschen, grausame Morde zu untersuchen und hinter ungeklärte Kriminalfälle zu blicken. Dabei stößt er auf viel rätselhaftes. Er geht er etwa der Frage nach, ob die Aliens in Roswell echt oder ein großer Fake waren.

Der wohl bekannteste deutsche Kriminalbiologe geht der Sache genau auf die Spur und erklärt den Lesern die Unwahrscheinlichkeit. Es geht immer um kleine Details, welche schließlich die Geheimnisse lösen. Sie liegen immer vor einem, man muss nur genau hinsehen. Auch die Rätsel um die blutigen Tränen der Theresa Neumann und dem Öl aus der Leiche der heiligen Walpurgis konnte er mit seinem Team lösen.

Das Kapitel über Selbstentzündung ist nichts für schwache Nerven. Anhand der Technik der Judenverbrennung in den Konzentrationslagern wird erklärt, wie Eigenfett zur schnelleren Verbrennung führt.

Schaurig faszinierend sind die Mumien von Palermo, die im Keller eines Klosters teils stehend, teils liegend vollständig bekleidet den Besucher*innen präsentiert werden. Der Kriminalbiologe und sein Team hatten die Möglichkeit diese zu untersuchen. Haben die Mönche etwas zu verbergen? Beeindruckend, was er aus eingetrockneten Käferlarven und Käfern herauslesen kann.

Mark Benecke versteht es in seinen Büchern die Leser zu fesseln. Seine Erzählungen sind lebendig und unterhaltsam. Auch wenn sie manchmal abschreckend wirken, faszinieren sie, und sei es nur, wenn er über den Madenbefall von Leichen berichtet. Benecke vermittelt das Gefühl, als sei man mit Indiana Jones auf einer Expedition. MUMIEN IN PALERMO ist ein empfehlenswertes Buch für abenteuerlustige Leser mit starken Nerven ab 16 Jahren.

Abschreckende, aber spannende 6 von 6 Sternen: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

Foto: (c) Frank Meinel

Der Autor:
Mark Benecke ist Deutschlands bekanntester Kriminalbiologe und auf der ganzen Welt unterwegs, um mithilfe seiner speziellen Kenntnisse und Methoden Leichen zu identifizieren und Kriminalisten wie Archäologen, Historikern und Paläontologen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Mark Benecke ist auch der Crazy Crime Nerd, der schon auffällt, bevor er hochkompetent loslegt und mit Wissen, Kreativität, Kompetenz überzeugt.

Das Buch beim lübbe-Verlag     *     Mehr zum Autor

Lydia & Mark Benecke (Autor*in)
11. Aus der Dunkelkammer des Bösen

True Crime

Verlag: lübbe Sachbuch (19. Juli 2013)
Taschenbuch, broschiert
ebenfalls als eBook (epub) erhältlich
431 Seiten
ab 16 Jahren

Mark Benecke, der wohl bekannteste Kriminalbiologe und seine Frau Lydia geben Einblicke in die Welt der Forensik und Psychoanalyse. Es ist keine leichte Kost, die hier geboten wird und man muss sich auch für diese Materie interessieren.

Gleich im ersten Kapitel beschäftigen sie sich mit Adolf Hitler. In Russland bekommen sie die Möglichkeit dessen Gebiss zu untersuchen. Sie gehen der Frage nach, ob er ein sadistischer Serienmörder war.

Im zweiten Kapitel befassen sie sich mit Sexualverbrechen. Als Paradebeispiel gilt Jack Unterweger, ein Meister der Manipulation. Im theoretischen Teil wird anhand von Graf Krolock der Psychopath erörtert. Das Lied „Die unstillbare Gier“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“ treffe genau das Innere Erleben eines Psychopathen.

Es folgen Kapitel über Vergewaltiger, Sadisten, Sexualmörder und Nekrophilen. Fälle wie „Fritzl“ und Kampusch werden als Fallbeispiele genau analysiert. Die Seite der Verbrecher, als auch die der Ermittler wird dem Leser nahegebracht. Am Beispiel „Mord am Dachstuhl“ wird aufgezeigt, dass durch falsche Grundannahmen der Fall nicht gelöst werden kann.

Anhand von Dr. Holmes, dem erste Serienmörder aus Amerika, zeigen die beiden, zu welchen Gräueltaten ein Mensch fähig ist. Er baute 1893 eine Gaskammer, Krematorium und Präparationstische, um Hunderte von Menschen zu foltern und zu töten. Insbesondere erregte es ihn, Frauen beim Erstickungstod zu zusehen.

Spannend und informativ, abschreckend und faszinierend. So lässt sich der Inhalt von „Aus der Dunkelkammer des Bösen“ kurz und treffend zusammenfassen. Es schockiert, wozu Meschen fähig sind. Die Beneckes erklären aber auch anschaulich warum. Warum ist der Täter so geworden? Gibt es kaltblütige Killer wirklich, oder sind sie Opfer der Umstände? Müssen Täter pädophil sein, um sich an Kindern zu vergehen? Was steckt hinter den Fällen Fritzl und Kampusch, und waren dies grausige Ausnahmen? 

Der Text ist nichts für schwache Nerven, da sehr detailgetreu berichtet wird. Wer sich mit der Materie ernsthaft näher beschäftigen möchte, ist mit diesem Bestseller bestens bedient.

Abstoßende, aber faszinierende 6 von 6 Sternen: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

Das Buch beim lübbe-Verlag     *     Mehr zum Autor

Christoph Wortberg (Autor)
12. TRAUMA - Kein Vergessen

Thriller

Verlag: dtv Premium (Originalausgabe, 20. August 2021)
Taschenbuch
Klappenbroschur
ebenfalls als eBook (epub) und Hörbuch ungekürzt erhältlich
384 Seiten

Katja Sands zweiter Fall.

Identität ist keine Frage von Geschlecht! Oft ist es nicht so wie es scheint und es genügt eine unbedachte Handlung oder Bemerkung, um einen anderen Menschen ins Unglück zu stürzen. Ein Lügengerüst ist nie von Dauer und je länger es aufrechterhalten wird, desto größer und gewaltiger die Welle, wenn es zusammenbricht.

Grausame Morde beschäftigen Hauptkommissarin Katja Sand in  Christoph Wortbergs Thriller „Trauma – Kein Vergessen“.

Die Story:
Die Rentnerin Selma Kiefer wird ermordet und im Intimbereich verstümmelt in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Münchner Hauptkommissarin Katja Sand und ihr Assistent Rudi Dorfmüller ermitteln. Der erste Verdacht fällt auf ihren gewalttätigen, Ex-Ehemann Josef. Der Psychoanalytiker Dr. Alexander Hanning schließt jedoch auf einen Täter mit einem gestörten Verhältnis zu seinem Körper und seiner Sexualität. Die Vorgehensweise entspricht dem gerade entlassenen Serienmörder Franz Bichler. Dann wird der Kinderchirurg Professor Thomas Goldt nach dem gleichen Muster getötet. Als Mann passt er aber so gar nicht in das Schema des Serienmörders. Auf der Suche nach der Verbindung zwischen den Opfern blickt Katja Sand hinter die Fassade des ermordeten Chirurgen und dessen Einbildung und Gabe gottähnliche Werke vollziehen zu können. Und plötzlich ergeben die Verstümmelungen der beiden Toten einen ganz neuen, grausamen Sinn.

„Trauma – Kein Vergessen“ fesselt den Leser von der ersten Sekunde. Die brutalen Morde werden ästhetisch beschrieben. Der Hauptfokus liegt auf der Falllösung.

Die Hauptkommissarin ist doppelt belastet. Durch den Fall, der für öffentliches Aufsehen sorgt, steht sie unter enormen Druck, doch auch ihr Privatleben ist kompliziert und belastend.

Christoph Wortberg versteht es, feinfühlig die Balance zwischen privatem und beruflichem zu halten und so die Spannung in beiden Bereichen stetig zu steigern. Die Ereignisse treiben die Geschichte voran, sodass der Leser regelrecht in einen Sog gezogen wird. Der Thriller beinhaltet alles, was man von diesem Genre erwartet. Da eine kleine Leseprobe des nächsten Buches enthalten ist, darf man sich bereits jetzt auf den nächsten Fall für Hauptkommissarin Katja Sand freuen, der im April 2022 erneut im dtv-Verlag erscheinen wird.

6 von 6 fesselnden Sternen: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

Foto © Jan Knoff

Zum Autor:
Christoph Wortberg studierte Philosophie, Germanistik und Geschichte und ist ausgebildeter Schauspieler. Verschiedene Rollen am Theater und im Fernsehen, daneben Hörbuchsprecher. Seit vielen Jahren Drehbuchautor, u.a. für den Kölner "Tatort", sowie Autor von Jugendromanen. Christoph Wortberg lebt in Köln.

Das Buch beim Verlag

Sabine Wolfgang (Autorin)
13. WORT FÜR MORD

Wien-Krimi

Verlag: CW Niemeyer Verlag (1. Auflage, September 2021)
Taschenbuch
Klappenbroschur
336 Seiten

Verbrechen faszinieren die Menschheit seit jeher und ein guter Kriminalroman fesselt die Leser*innen von der ersten Minute an, sodass sie das Ende kaum erwarten können. Sie werden  vom Bösen magisch angezogen und von eiskalten Schauern durchjagt, wenn das nicht abzuwendende jederzeit eintreten kann. Genau das trifft beim Erstlingswerk von Sabine Wolfgang zu.

Den musicalcocktail-Leser*innen ist Sabine Wolfgang bereits von den Büchern „Die wilde Wanda und andere gefährliche Frauen“ und „Verbrecherisches Wien“ bekannt, welche sie mit Gabriele Hasmann verfasst hat.

Die Story:
Jakob Primm erkennt sich und seine vor Jahren verübten Morde im neuesten Buch seiner heiß
verehrten Lieblingsautorin Paula Hogitsch wieder. Er gerät in Panik. Woher weiß die Wiener Königin des Suspense-Romans so detailliert über ihn und seine Taten Bescheid? Was bezweckt sie mit dieser Veröffentlichung? Will sie ihn hinter Gitter bringen?
Hinter der Fassade des harmlosen, fast unsichtbaren, Zeitgenossen mit selbst auferlegtem Ritual, steckt ein eiskalter, berechnender Mörder.

In Rückblenden der Hauptprotagonisten werden dem Leser episodenhaft deren jeweiliger Werdegang vermittelt. Besonders die Kindheit von Jakob wird beleuchtet, die Wurzel alles Übels, sein Martyrium, das sich über Jahre hinweg zog und ihn prägte. Schon in frühen Jahren findet er Zuflucht und Trost in Paulas Büchern. Diese bedeuten alles für ihn. Er kennt sie auswendig und behandelt sie wie ein Heiligtum. Aber nun glaubt er, sich im letzten Buch zu erkennen, was in ihm eine Wende hervorruft.

Sabine Wolfgang versteht es mit „Wort für Mord“ den Leser von Beginn an einzunehmen. Die Hauptprotagonisten sind sehr detailliert charakterisiert.

Paula Hogitsch, die Erfolgsautorin, die mit der Diagnose Krebs umgehen muss, berührt besonders. Sie ist einerseits taff, stark und selbstbewusst, anderseits verletzlich und sensibel. Lange trägt sie das Geheimnis ihrer Krankheit allein mit sich herum, bis zu dem unausweichlichen Augenblick, an dem sie es ihrer Familie schmerzhaft offenbaren muss. Der Gedanke, ihre Töchter nicht mehr als erwachsene Frauen erleben zu dürfen, schmerzt nicht nur die Figur. Auch als Leser*in leidet man mit. Sehr einfühlsam verfasst Sabine Wolfgang diese Passagen, ohne zu sentimental zu werden. Es sind kleine, stille Momente, die berühren.

Aber auch Jakob Primm, der eiskalte Mörder, wird genau beleuchtet. Er war nicht von Geburt aus schlecht. Aber durch sein Umfeld, das ihn gezeichnet und geprägt hat, war es vorhersehbar. Sein gewalttätiger Vater, der seine Mutter immer in die Opferrolle drängte und ihn zwang dies mitanzusehen oder selbst Opfer zu werden, hat über Jahre tiefe Spuren bei ihm hinterlassen. Nach Jahre der Quälereien kam der Rundumschlag, der Ausbruch seiner aufgestauten Gefühle.

Durch diverse Zeitsprünge und Personenstränge wirkt das Buch sehr dynamisch und lebendig. Die Spannung wird kontinuierlich aufgebaut. Der Schreibstil ist leicht verständlich und klar strukturiert.

Ein Wien-Krimi, der hoffentlich der Auftakt zu weiteren von Sabine Wolfgang ist.

6 mörderisch gute Sterne von: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

(c) Jenia Symonds de Montfort

Die Autorin:
Sabine Wolfgang, geboren 1980 in Steyr, hat in Wien Publizistik und Kommunikationswissenschaften sowie Spanisch studiert. Nach Stationen im Tourismus sowie als Consultant in einer Kommunikationsagentur und einem internationalen Unternehmen ist sie seit 2010 selbstständige PR-Beraterin und berät Firmen und Künstler in Sachen Medienauftritt. Darüber hinaus hat sie für einige Magazine als Redakteurin gearbeitet und bereits zwei Sachbücher zum Thema True Crime verfasst. Sie lebt in Rotterdam und in Wien. „Wort für Mord“ ist ihr erster Roman.

www.sabinewolfgang-autorin.com

Das Buch zum Bestellen

Dr. Mark Benecke (Autor)
14. Viren für Anfänger
Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Corona
Politik und Gesellschaft

Verlag: Bastei Lübbe Sachbuch (28. August 2020)
Taschenbuch, broschiert
ebenfalls als eBook (epub) und Hörbuch (Download) ungekürzt erhältlich
123 Seiten
mit Abbildungen

Als die Corona Pandemie begann, wurde der bekannte Kriminal-Biologe Dr. Mark Benecke mit Fragen überhäuft. Aber auch Erkrankte berichteten ihm über deren Verlauf. Seine Lektorin vom Bastei Lübbe Verlag kam auf die Idee, ein Buch mit all den Fragen herauszubringen. Wie zu erwarten, war dieses vor Erscheinen bereits vergriffen, sowie auch die darauffolgenden Auflagen.

Auf leicht verständliche Weise erklärt Dr. Benecke die komplizierten Virus-Zusammenhänge, räumt mit Verschwörungstheorien auf und gibt Ratschläge. In seiner lockeren Art sensibilisiert er die Leser*innen, ohne lehrmeisterhaft zu wirken. Es ist seine Gabe, komplizierte, trockene Materie lebhaft, fast spannend zu vermitteln. Er begeistert und man ist gefesselt von diesem Buch. Vorweg muss erwähnt werden, dass der Titel 2020 erschienen ist, zu einer Zeit in der Impfungen noch in weiter Ferne waren. Er hat sie natürlich thematisiert und auch bereits als einziges Mittel zur Bekämpfung der Pandemie gesehen. Wie richtig seine Einschätzungen diesbezüglich waren, kann man nun im Nachhinein sehen.

Zu Beginn beschäftigt sich Dr. Benecke mit dem Begriff Virus an sich. Was ist ein Virus? Ist es etwas lebendiges oder totes? Und warum trifft beides nicht zu?

Immer wieder betont er, wie wichtig Händewaschen und Abstandhalten ist, warnt aber vor übertriebener Hysterie. Man solle auch nicht alles glauben, was man liest, bevor man es nicht auf Richtigkeit überprüft hat. Schließlich hat es Viren immer schon gegeben, und wird sie immer geben. Man muss lernen damit umzugehen.

Die an ihn gestellten Fragen sind sehr umfangreich, teils interessant, teils absurd, wo man sich fragt, ob das ernst gemeint ist. Dr. Benecke hat aber alle Fragen ernst genommen.
Er verneinte, dass Alkoholkonsum vor Corona schützt, auch sei es nicht effektiv die Maske ins Gefrierfach oder in den Ofen zu legen.

Ein Kapitel widmet er natürlich den Fledermäusen. Diese machen 20% der Säugetiere aus. Von ihnen gibt es 1.400 Arten, die auch über ein sehr gutes Immunsystem verfügen.
Seine Theorie ist, dass von den Fledermäusen über Schuppentiere der Virus auf den Menschen übergegangen ist. Wobei nicht die Tiere, sondern der Mensch selbst das Problem ist, der die Tiere aus deren natürlichen Umfeld vertreibt und isst.

Immer wieder erreichen ihn Fragen in Zusammenhang mit der Grippe und den Risikogruppen, wobei er bei Einzelfällen immer auf den Hausarzt verweist.

Dr. Benecke versteht es, auf seine lockere Art diese ernstzunehmende Pandemie zu erklären, Missverständnisse aufzulösen und die Materie sachlich für jedermann verständlich näher zu bringen. Panik sei fehl am Platz, aber ein umsichtiger Umgang von Nöten. Das Buch trägt dazu bei, als Laie die Situation zu verstehen und Verschwörungstheoretikern keinen Glauben zu schenken. Sowohl das Buch als auch die Social Media Kanäle des Mediziners liefern wichtige und bereichernde Beiträge im Kampf gegen Corona. Ein Sachbuch für jedermann und jederfrau!

VIREN FÜR ANFÄNGER bekommt ...
... amüsant, informative 6 von 6 Sterne: ★★★★★  
                                                                 Kritik: Michaela Springer

Der Autor:
Mark Benecke ist Deutschlands bekanntester Kriminalbiologe und auf der ganzen Welt unterwegs, um mithilfe seiner speziellen Kenntnisse und Methoden Leichen zu identifizieren und Kriminalisten wie Archäologen, Historikern und Paläontologen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Mark Benecke ist auch der Crazy Crime Nerd, der schon auffällt, bevor er hochkompetent loslegt und mit Wissen, Kreativität, Kompetenz überzeugt.

Das Buch beim lübbe-Verlag     *     Mehr zum Autor

Rita Falk (Autorin)
15. Kaiserschmarrndrama -
Der neunte Fall für den Eberhofer
Ein Provinzkrimi

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage 23. Juli 2021)
Taschenbuch, broschiert
ebenfalls als Hardvover, Klappbroschur, E-Book und Hörbuch erhältlich
340 Seiten
mit Abbildungen
Maße: 12,1 x 18,9 cm

Das Buch zum Film

Der Eberhofer steht vor pikanten Ermittlungen. Im Wald von Niederkaltenkirchen hat man eine nackte Tote gefunden. Die verdiente zu Lebzeiten ihr Geld mit Stripshows im Internet – und zu ihren Kunden zählte auch der Simmerl! Daneben hat der Franz mit etlichen privaten Problemen zu kämpfen. Dann: die zweite Tote im Wald. Ein Serienmörder in Niederkaltenkirchen?

Mehr zum Buch     *     Mehr zur Autorin

Harald Havas (Autor)
Kurioses Österreich
16. ORTE -
Eine Sammlung skurriler und unterhaltsamer Fakten
Sachbuch

Verlag: Carl Ueberreuter Verlag
(1. Auflage 16. März 2021)
gebunden
120 Seiten
mit Abbildungen
Maße: 12,6 x 20,5 cm

Land der Berge, Land der Kuriositäten.

Ja, Österreich bietet so manch skurrile Sonderlichkeit. Einige davon hat Harald Havas für sein Buch „Orte - Eine Sammlung skurriler und unterhaltsamer Fakten“ zusammengetragen. Kurz und prägnant und teilweise unterhaltsam wird über Bekanntes und weniger Bekanntes berichtet.

Bekannt ist der Mythos des Nazi Goldschatzes im Toplitzsee, aber weniger, dass in dessen sauerstofflosen Tiefe Würmer leben.

„Geschüttelt nicht gerührt“ hieß es auch in Österreich, denn fast alle James Bond-Skiszenen wurden hier gedreht. Aber auch die Bregenzer Festspielbühne wurde Kulisse für einen Bond-Film, sowie das Wiener Riesenrad.

Nicht nur Tom Cruise liebt Österreich, sondern auch die Chinesen. Die Asiaten lieben Hallstatt so sehr, dass sie es 1:1 spiegelverkehrt nachgebaut haben. Aber nicht offiziell mit einer Partnerschaft, sondern anhand von Planern, die jahrelang als Touristen getarnt angereist waren und alles bis ins kleinste Detail abfotografiert haben. 2011 ist jedoch alles aufgeflogen. Letztendlich kam es doch zu einer Partnerschaft.

Wer hätte gewusst, dass die österreichische Gemeinde Jungholz geografisch in Deutschland liegt? Oder dass in Oberösterreich eine Gorillakolonie existiert? Oder in welchem Tiroler Ort die einzige österreichische U-Bahn außerhalb von Wien verkehrt?
Das Rezept der Linzer Torte gilt als das älteste und wurde bereits 1653 niedergeschrieben.

Es gibt noch viele ominöse Besonderheiten von Wappenkunde über den Umbau der Donau, dem fruchtbaren Erzbischof, Highline und Skywalk oder das Mozartgrab-Geheimnis.

Kurz und prägnant werden diese Besonderheiten auf unterhaltsame, charmante Art erzählt. Eindeutig liegt der Schwerpunkt in der Wappenkunde, die das Interesse nicht von jeder Leserin oder jedem Leser entfachen wird, da es ein sehr spezifisches Thema behandelt.

Das kleine Büchlein ist eine ideale Abwechslung und eine unterhaltsame Wissenserweiterung rund um das schöne Österreich.

Wir haben also nicht nur landschaftlich, kulturell und kulinarisch jede Menge zu bieten, sondern auch so manch eigentümliche Art - und manchmal denkt man sich: „So etwas gibt es auch? Kaum zu glauben.“

Der Autor:
Harald Havas, geboren 1964 in Wien, Studium der Publizistik und Romanistik, lebt als Journalist, Übersetzer, Buch-, Drehbuch-, Comic- und Spiele-Autor in Wien. Neben seinen Sammelsurien und humoristischen Büchern ist er auch Verfasser zahlreicher Sachbücher zum Thema Intelligenz/Kreativität sowie dem Medium Comic. Havas ist seit 2016 auch der Autor der mittlerweile im ganzen deutschsprachigen Raum erfolgreichen Comic-Heft-Serie "ASH-Austrian Superheroes".

Überraschende 5 von 6 Sterne: ★★★★★   
                                                                 Kritik: Michaela Springer

https://www.ueberreuter.at/shop/orte-eine-sammlung-skurriler-und-unterhaltsamer-fakten/

Verlosung HABSBURGER Buch bis 1.7.2021

Gabriele Hasmann (Autorin)
Kurioses Österreich
17. HABSBURGER -
Eine Sammlung skurriler und unterhaltsamer Fakten
Sachbuch

Verlag: Carl Ueberreuter Verlag
(1. Auflage 16. März 2021)
gebunden
120 Seiten
mit Abbildungen
Maße: 12,3 x 20,5 cm

 Skurril waren sie schon, die Habsburger. Keine andere Dynastie brachte so eine bunte Vielfalt an Herrscherinnen und Herrschern hervor. Mag es die damals gängige Inzucht gewesen sein, die nicht nur die berühmte Habsburgerlippe als typisches Habsburgerstigma hervorbrachte oder das privilegierte, aber nicht immer angenehme Aufwachsen in einer Herrscherfamilie gewesen sein.

Auf der Suche nach den eigenwilligsten Persönlichkeiten begab sich die Autorin Gabriele Hasmann auf Zeitreise durch die Jahrhunderte. Kurz und prägnant und auf durchaus auch humorvolle Art hat sie die schrägsten Anekdoten zusammenzutragen.

Von verschwenderisch bis zum extrem geizig, von keusch zu ausschweifend, vom Kunstverehrer bis zum Banausen, vom volksnahen bis zum verspotteten Monarchen, all das machte die Habsburger Dynastie aus. Viel Bekanntes, aber auch viel Neues kann man in diesem Buch entdecken. Wussten Sie, welche Farbe Schloss Schönbrunn vor dem bekannten Kaisergelb hatte? Weiß oder beige? Falsch! Es erstrahlte einmal in blau, dann in rosa.

Kaiserin Elisabeth nahm stets ein Klosett in Form eines Delphines mit. Sisis äußeres Erscheinungsbild war ihr stets wichtig. Täglich wurden ihre Haare drei Stunden gepflegt und ihr Gewicht ständig kontrolliert, im Gegensatz zu Maria Theresia, die sich bis zu 20 Tassen Kakao pro Tag gönnte.

Es gab aber auch schon richtige PR-Profis unter den Herrschern. Der erste war Maximilian I, der sein ganzes Leben an seiner Göttlichkeit arbeitete. Seine bekannteste Aussage „Es gibt nur einen, der mehr gelitten hat als Jesus: mich.“

Um in der Ferne verstorbene Monarchen wieder ins Heimatland zu bringen, wurden teilweise sehr eigenwillige Methoden angewendet, wie z.B. in Wein eingelegt oder in Stücke zerkleinert, sodass sie in Pferdetaschen passten. Aber auch die damals übliche Einbalsamierung hat nicht immer funktioniert. So blähte sich der Körper von Kaiser Franz Josef noch während der Aufbahrung auf, und bei der Abnahme der Totenmaske blieb der halbe Bart darin kleben. Zu Lebzeiten war er ein sehr sparsamer Monarch. Er schlief in einem Militärbett, wusch sich in einer Faltbadewanne und trug seine Kleidung bis die Motten sie zerfressen hatten und sein Kammerdiener sie heimlich entsorgte.

Obwohl die Monarchie schon lange abgeschafften wurde, vermag sie Generationen danach immer noch zu fesseln und zu faszinieren. Es gab viele schillernde Persönlichkeiten, doch die präsenteste war und ist Kaiserin Elisabeth, die Kaiserin wider Willen, mit einem Hang zur Spiritualität, tätowiert und Opfer ihres eigenen Schönheitskults.
Dies sind nur ein paar wenige Geschichten von vielen aus "
Habsburger – Eine Sammlung skurriler und unterhaltsamer Fakten".

Gabriele Hasmann versteht es, in kurzen Anekdoten die Leser*innen zu fesseln. Es liegt wahrscheinlich in der Natur vieler Menschen, dass das Abnormale gepaart mit adeligem Flair fasziniert und eine stete Anziehungskraft ausübt. Auch wenn man sich schon ausführlich mit den Habsburgern beschäftigt hat, so kann man in diesem Buch noch so manch Neues erfahren, und man verschlingt es regelrecht mit Kopfschütteln oder einem Lächeln.

Amüsant, kurzweilige 6 von 6 Sterne: ★★★★★★    
                                                                 Kritik: Michaela Springer

https://www.ueberreuter.at/shop/habsburger-eine-sammlung-skurriler-und-unterhaltsamer-fakten/

Sibylle Mühlke (Autorin), Monika Gause (Autorin)
18. Adobe Photoshop -
Das umfassende Handbuch

Verlag: Rheinwerk Design
gebunden, mit Lesebändchen
mit zahlreichen farbigen Fotos und Abbildungen
1.177 Seiten
Größe: 20.3 x 6,6 x 24,9 cm
: (8. aktualisierte und erweiterte Auflage 25. Mai 2020)
als Buch, E-Book und Bundle Buch + E-Book erhältlich

DAS Standardwerk zum Photoshop!

Sie wollen das komplette Photoshop-Wissen stets griffbereit? Dann sind Sie hier richtig, denn mit diesem Handbuch halten Sie das deutsche Standardwerk zu Photoshop in Ihren Händen: Bewährt, praxisnah und randvoll mit Informationen finden Sie hier immer, was Sie brauchen. Egal ob professionelle Retuschen, komplexe Montagen oder Digital Paintings – alle Werkzeuge und Funktionen der Software werden ausführlich und leicht verständlich erklärt. Inkl. Beispielmaterial, Tastenkürzel-Übersicht, Infoteil, Zusatzinfos u. v. m. zum Download!

Auszug aus dem Inhalt:
* Starthilfe für Neueinsteiger

* Bilder korrigieren und optimieren:
   Kontraste, Helligkeit und Schärfe,
   Farbkorrektur und Schwarzweiß,
   Tonwertkorrektur
*
Raw-Entwicklung mit Camera Raw
* Weichzeichnung und Schärfentiefe

* HDR und Panoramen

* Inhaltsbasierte Retusche, Bild- und
   Objektivfehler beheben,
   Perspektivkorrektur, Fluchtpunkt

* Malen mit Misch-Pinsel & Co
*
Texte und Textformate
* Photoshop-Techniken: Masken, Auswahlen, Kanäle, Mischmodi,
   Ebenenstile, Filter, Smartobjekte, Pfade, Formwerkzeuge

* Video- und 3D-Bearbeitung

* Automatisieren, Farbmanagement

* Ausgabe für Druck & Web

Die Autorinnen:
Sibylle Mühlke arbeitet als Photoshop-Tutorin, schreibt für Fachmagazine und entwickelt Online-Trainings. Sie coacht Photoshop-Nutzer aller Niveaus – und kennt daher alle typischen Anwenderprobleme.
Monika Gause ist freischaffende Kommunikationsdesignerin. Unter der Marke "mediawerk" gestaltet sie Print- und Bildschirm-Publikationen, erstellt Illustrationen, Animationen und Collagen. Darüber hinaus ist sie als Dozentin und als Software-Trainerin tätig.
Auf ihrer Website bietet die Autorin viele nützliche Ergänzungen zu ihrem Buch an: www.vektorgarten.de

Das Buch ist ausführlich und einfach geschrieben und besticht durch ein übersichtliches Layout. Es ist unverzichtbar für jede/jeden die/der mit dem Adobe Photosshop arbeitet.

6 von 6 Sterne: ★★★★★★    
                                                                 Kritik: Michaela Springer

www.rheinwerk-verlag.de/adobe-photoshop-das-umfassende-handbuch/


 

 

 

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