Agi und Kurt Wurzinger (Autoren)
01. Basteln & Werken mit Oma und Opa
44 Projekte Schritt-für-Schritt

Verlag: Leopold Stocker (1. Auflage, 28. September 2017)
142 Seiten, gebunden
durchgehend farbig bebildert
Größe
: 22,5 x 22,6 cm
Alter: ab 5 Jahren

Lasst und basteln mit Oma und Opa!
Ohne großen Aufwand und mit bereits vorhandenem, gefundenem oder gesammeltem Material können Kinder mit Hilfe von Erwachsenen verschiedenste Bastelarbeiten ausführen: Unterschiedliche Holzspiele, ein Wasserrad, ein Insektenhotel und ein Vogelhäuschen, eine Steinschleuder und sogar ein Gartenhaus werden gefertigt, eine einfache Pfeife wird geschnitzt, Blumen werden gepresst und Figuren aus Pappmaché gestaltet.
Dazu treten typische Basteleien im Jahreskreis: Von gefilzten Ostereiern über geschnitzte Kürbisköpfe bis hin zum Adventkranz und selbst gefertigten Christbaumschmuck.

Endlich gibt es ein Buch, das nicht nur mit Liebe zum Detail gestaltet ist, sondern seinen Fokus auch auf den Gestaltungsprozess liegen hat und nicht auf der Erschaffung eines makellosen Produktes. Schritt für Schritt werden die einzelnen Arbeitsschritte erklärt und auch dargestellt. Das Buch beinhaltet auch eine Übersicht über die notwendigen Arbeitsutensilien. In der Praxis lassen sich die Ideen mit wenig Aufwand umsetzen und garantieren (gerade in der pädagogischen Arbeit) wirklich intensive Erlebnisse, da eben nicht erwartet wird, dass die Kinder etwas Perfektes gestalten. Besonders gut gefällt, dass viele Dinge aus früheren Tagen wieder an die heutige Jugend gebracht werden.
Hinter jeder Bastelidee steckt auch eine kleine Geschichte, die sehr humorvoll erzählt wird. Das Buch ist somit nicht nur informativ, sondern auch wirklich lustig zu lesen.

Die Autoren:
Agi und Kurt Wurzinger haben sechs Enkel. Wenn die Kinder auf Besuch kommen, sollen sie sinnvoll beschäftigt werden und auch die umliegende Natur erkunden. In langjähriger eigener Erfahrung haben Oma und Opa ausprobiert, welche Basteleien schon mit kleineren Kindern gemeinsam ausgeführt werden können und welche auch noch Jugendlichen Spaß machen.

Der musicalcocktail verlost 3x das Buch bis 10.6.2018 !

http://www.stocker-verlag.com/buecher/neuerscheinungen/neuerscheinung-detail/article/basteln-werken-mit-oma-und-opa/

Rita Falk (Autorin)
02. Kaiserschmarrndrama
Ein Provinzkrimi

Verlag: dtv premium (1. Auflage, 9. Februar 2018)
304 Seiten, broschiert
auch als epub eBook und Hörbuch erhältlich
ab 14 Jahren

Dorfpolizist Franz Eberhofer muss bereits zum neunten mal ran. Und diemal hat er es mit einem Doppelmord zu tun.

Die Story:
Nach dem folgenschweren Unfall von Franz und Rudi am Ende des letzten Buches, liegt Simon immer noch von oben bis unten eingegipst im Krankenhaus. Franz bekommt vom Richter Moratschek einen 1979er BMW für seine hervorragende, wenngleich oftmals unortodoxe Polizeiarbeit geschenkt, der Fleischhauer Simmerl versucht mit Viagra standhaft zu bleiben - doch offensichtlich nicht bei seiner Frau.

Einige Wochen später wird eine ermordete junge Frau im nahegelegenen Wald nackt aufgefunden, von einem seltsamen älteren Herrn, der mit einem ausgeborgten Hund unterwegs war. Franz findet heraus, dass sie Simone Katzeder hieß und beim Simmerl einquartiert war
und hat unter dem Namen „Mona“ Stripshows im Internet angeboten. Der Eberhofer steht vor pikanten Ermittlungen, denn zum Kreis der Verdächtigen zählen ein paar ihrer Kunden, darunter der Leopold, der Simmerl und der Flötzinger. Harte Zeiten für den Franz, auch privat: Das Doppelhaus vom Leopold und der Susi wächst in dem Maße wie Franz’ Unlust auf das traute Heim.
Kurz darauf meldet ein Herr Anzengruber seine Frau als vermisst. Sie wird schließlich ebenso mit eingeschlagenem Schädel im Niederkirchener Wald gefunden.
Das gleiche Beuteschema. Treibt ein Serienmörder in Unwesen?
Der Bürgermeister meint nun eine Spezialeinheit solle sich der Sache annehmen. So bekommt das Dörfchen Niederkaltenkirchen seine eigene Soko, bestehend aus zwei Ex-Kollegen, die vom Eberhofer gleich mal zurecht gestutzt werden.
Zurück von der Reha quartiert sich Freund und Privatdetektiv Rudi im Saustall ein. So kann er dem Franz bei der Recherche helfen. Privat muss er einen schweren Schicksalsschlag verkraften.

Der. 9. Provinzkrimi von Rita Falk ist mindestens genauso gut wie seine Vorgänger, wenn nicht sogar besser.
Wie in allen Eberhofer Büchern von Rita Falk, steht der Mordfall nicht zwingend im Vordergrund. Zwischenmenschliches wird groß geschrieben. Jede wiederkehrende Figur hat ihre persönliche Geschichte und die muss weiter gesponnen werden.
Und da ist der Franz diesmal ganz schön Er ist eingespannt: Da ist die Susi und sein Söhnchen Paul, der Bau des Doppelhauses mit Bruder Leopold und dessen Familie und leider steht es mit seinem Hund Ludwig zum Besten.
Am Ende des Buches erfährt man, wie der Ludwig als Welpe zum Franz gekommen ist.

Es ist nicht zwingend notwendig, die vorangegangen Bücher gelesen zu haben, doch ist es schön zu erfahren, wie sich die Familie Eberhofer und die Leute im Dorf weiter entwickeln. Auch deren Lebensgeschichten und Charaktere lernt man dadurch näher kennen und verstehen. Hat man dazu noch zumindest einen der Verfilmungen gesehen, hat man die Rollen stets vor Augen. Das lesen macht dann noch mehr Spaß.
Für alle, die des bayerischen nicht so mächtig sind, finden sich am Ende des Buches Erklärungen. Möchte man noch essen wie die Eberhofer, so hat Rita Falk ein paar Rezepte parat. Passend zum Buch auch das Rezept vom Kaiserschmarrn.
"Kaiserschmarrndrama" kann Fans bayerischer Krimis nur wärmstens empfohlen werden.

(c)Astrid Eckert

Die Autorin:
Rita Falk
, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer (u.a. "Winterkartoffelknödel", "Dampfnudelblues", "Schweinskopf al dente", "Grießnockerlaffäre" und "Sauerkrautkrautkoma") sowie den Romanen "Hannes" und "Funkenflieger" in die Herzen ihrer Leser geschrieben.
Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat, wo sie bei der Oma aufwuchs. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie ist Mutter von drei Kindern, lebt in München und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet.
Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Keine Frage, dass es Rita Falk exzellent gelingt, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor allen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart, aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt.

Rita Falk ist sich also beim Schreiben treu geblieben. Ihre eigenen biografischen Wurzeln liefern den Grundstock für amüsante und geistreiche Unterhaltung der besten Lesart. Es bleibt weiterhin spannend - sicherlich wird sie noch viel von sich reden machen, mit ihren Geschichten von "dahoam".
Mit "Hannes" und dem "Funkenflieger" zeigt sie sich von einer neuen, überraschenden Seite, indem sie wahrhaftige, universelle Geschichten erzählt, die niemanden ungerührt lassen.

https://www.dtv.de/buch/rita-falk-kaiserschmarrndrama-26192/

https://www.dtv.de/special-rita-falk/start/c-8

Susanne Goga (Autorin)
03. Nachts am Askanischen Platz
Kriminalroman

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 9. Februar 2018)
320 Seiten, broschiert
auch als epub eBook und Hörbuch erhältlich
ab 14 Jahren

In "Nachts am Askanischen Platz" muss Oberkommissar Leo Wechsler erneut einen komplizierten Mord aufklären.

Die Story:
Berlin im Jänner 1928: In einem Schuppen, der zwischen einem Gymnasium und dem "Cabaret des Bösen” liegt, wird eine männliche Leiche gefunden. Für den Oberkommissar wird schnell klar, dass der Täter an einem der zwei Orte zu suchen ist. Die Recherchen gestalten sich sehr schwierig, da das Opfer nicht identifiziert werden kann und die einzige Person, die ihn vermisst, der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Sowohl im Gymnasium als auch im Theater zeigt man sich kooperativ. Dennoch scheint es, als verliefen sich alle Verdachtsmomente im Sand. Der Betreiber des Theaters, Louis Lamasque, wurde im Krieg im Gesicht fürchterlich entstellt. Trotz mehrerer chirurgischen Eingriffe ist sein Anblick immer noch mit Unbehagen zu ertragen. Dort setzt Leo Wechsler ebenfalls seine Ermittlungen an. Sorgen macht dem Kriminologen jedoch nicht nur dieser Fall, sondern auch, dass sein Sohn heimlich der Hitlerjugend beigetreten ist. Er hat sich auch Geld zusammengetragen um eine braune Uniform zu kaufen. Aber so ganz überzeugt ist er nicht. Sein Freund Wolfgang hat ihn dazu überredet. Es gibt aber Szenen, die verdeutlichen, dass er im Innersten anders fühlt. So hilft er etwa einem Buben der von Kameraden verleugnet wurde.

Es bleibt spannend, wie sich die Figuren weiter entwickeln. Die Atmosphäre dieser Zeit ist sehr gut dargestellt. Man spürt, dass ein Umbruch bevorsteht, wenngleich im Moment noch alles friedlich ist. Der eigentliche Kriminalfall ist sehr komplex, und das Motiv nicht absehbar. Die Figuren des Buches sind sehr detailliert beschrieben. Die Geschichte fesselt von Anfang an. Die Autorin verzichtet auf eine unnötige Einleitungen. Man steigt unmittelbar in das Geschehen ein. Ein Mordfall zu Zeiten ohne DNA-Tests, Handy und Internet, dies erfordert für die Recherchen gänzlich andere Methoden, welche der Leser akribisch und aufmerksam verolgt. Susanne Goga verleiht ihrem Kriminalroman einen ganz besonderen Charme, dem sich die Genre-Fans nicht entziehen können.

Die Autorin:
Susanne Goga
lebt als Autorin und Übersetzerin in Mönchengladbach. Sie ist Mitglied des deutschen PEN-Zentrums. Außer ihrer Krimireihe um Leo Wechsler hat sie mehrere historische Romane veröffentlicht und wurde mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet.

https://www.dtv.de/buch/susanne-goga-nachts-am-askanischen-platz-21713/

Paul Grote (Autor)
04. Am falschen Ufer der Rhône
Kriminalroman

Verlag: dtv Allgemeine Belletristik (1. Auflage, 4. August 2017)
432 Seiten, Klappbroschur
auch als epub eBook und Hörbuch erhältlich
ab 14 Jahren

Unfall - oder Mord? Côtes-du-Rhône und Châteauneuf-du-Pape: zwei Weinbaugebiete, links und rechts der Rhône. Zwei Brüder, Winzer am jeweils anderen Ufer der Rhône. Als einer der beiden stirbt, geht man zunächst von einem Unfall aus.

Die Story:
Martin Bongers versucht seine Patentochter Simone Latroye für ein Praktikum in Frankreich zu überreden. Sie ist gelernte Weinbautechnikerin und soll dort Erfahrungen sammeln. Es bedarf großer Überredungskünste bevor sie einwilligt. Martins erster Gedanke ist der Spitzenwinzer Didier Lamarc vom weltberühmten Châteauneuf-du-Pape am linken Ufer der Rhône. Der ist jedoch seit zwei Jahren spurlos verschwunden, was Martin neugierig macht. Er erfährt auch, dass Joseph de Bergerac, Didiers Bruder, der, nachdem er den renommierten Concours de la St. Marc gewonnen hatte, bei einem Unfall mit Fahrerflucht getötet wurde. Zufall? Beide Gewinner erfahren ein tragisches Schicksal. Es liegt nahe, dass das Verschwinden und der Unfalltot etwas mit dem Weinpreis zu tun hat. Simone will sich umhören.
Thomas Achenbach, Jungwinzer und ebenfalls Weinbautechniker aus Deutschland, hat aus privaten Gründen für sechs Monate sein Weingut an der Pfalz verlassen, um bei einem Freund am anderen Ufer der Rhône in dessen  Dienst zu treten.
Als er eine Diebesbande vom Nachbarweingut verjagt, stellt er mit Simone Recherchen an. Dabei geraten die beiden in große Gefahr, denn Thomas weiß, wozu Ehrgeiz, Neid und Habsucht einen Menschen treiben können ...

In diesem Kriminalroman liest man viel über die Rhône-Weine - gefühlsmäßig mehr als in den letzten Büchern von Paul Grote, und zu viel für Leute, welche weniger an dem alkoholischen Traubensaft interessiert sind, sondern an einer geradlinigen Kriminalstory. Die eigentliche Geschichte braucht sehr lange, um in die Gänge zu kommen und den Leser zumindest streckenweise mit zu nehmen. Teilweise sind die Passagen sehr langatmig und die Handlung wirkt sehr konstruiert. Rasch kristallisiert sich ein Verdächtiger heraus und, welch große Überraschung, am Ende des Buches ist dieser auch der Drahtzieher.
Zu ausführlich werden diverse Weinverkostungen beschrieben, für Weinliebhaber sicher ein gewisser Anreiz, aber für Krimifreunde mühsam zu lesen. Man verliert immer wieder die Aufmerksamkeit und das Interesse. Der Spannungsbogen bewegt sich aus diesem Grund nicht sehr oft nach oben.
Dennoch wird „Am falschen Ufer der Rhône” seine Leserschaft finden, vielleicht nicht unter den Kriminologen, aber sicherlich unter den Weinkennern.

Kritik: Michaela Springer

Der Autor:
Paul Grote berichtete fünfzehn Jahre lang als Reporter für Presse und Rundfunk aus Südamerika. Seit 2003 lebt er als freier Autor in Berlin. Sein Gespür für Wein, sein Wissen und seine Erfahrungen spiegeln sich in allen seinen Krimis wider.

https://www.dtv.de/buch/paul-grote-am-falschen-ufer-der-rhone-21691/

                                                                                                                            Portraitfoto © Thomas Räse

Stéphanie de Turckheim (Autorin), Barbara Hinterplattner (Übersetzerin),
Virginie Garnier (Fotos), Sophie Dupuis-Gaulier (Styling)

05. DETOX: Suppen, Smoothies, Tees, Aromawasser und Cocktails
100 überraschende Effekte

Verlag: Leopold Stocker (1. Auflage, 24. August 2017)
192 Seiten, broschiert, Hardcover
durchgehend farbig bebildert
Größe
: 19,7 x 22,8 cm

• 70 Rezepte mit großformatigen Bildern
• Warme und kalte Drinks, Suppen, Tees, Cocktails und Smoothies
• Detox-Wasser: mit Beeren und Kräutern aromatisiertes Wasser

Übermäßiges Essen oder Stress haben einen direkten Einfluss auf unseren Organismus. Man fühlt sich schwer, man schläft schlecht, ist ausgelaugt und kraftlos, einige Kilos zu viel sammeln sich mit der Zeit an …
Eine Detoxkur schafft Abhilfe! Am einfachsten geht es, wenn man über einige Wochen eine Mahlzeit pro Tag durch ein Detox-Getränk ersetzt. Oder wenn man einen reinen Detox-Tag pro Woche einschaltet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: eine bessere Verdauung, ein leichteres Gefühl nach dem Essen, ruhigerer Schlaf, eine schönere Haut, glänzenderes Haar, ein gestärktes Immunsystem und ein paar Kilogramm weniger.

Das Buch ist in sechs große Kapitel eingeteilt.
1. Detox-Drinks für den Morgen
2. Detox-Brühen

3. Detox-Smoothies
4. Detox-Wasser

5. Detox-Tees
6. Detox-Cocktails.

Neben den Menüvorschläge gibt es noch ein Rezeptverzeichnis, ein Zutatenverzeichnis und eine Jahrestabelle, in der die Gemüsearten nach den Monaten der Ernte eingetragen sind. Dem Gesundheitsfanatiker stehen verschiedene Arten von Detox-Kuren zur Verfügung - 24 Stunden, 48 Stunden oder eine ein bis drei Wochen gemischte Kur. Zu Beginn kann man sich auch über die richtigen Zutaten, was man vermeiden sollte, und was einem gut tut, informieren.
Bevor man sich an den Rezepten probiert, gilt es noch sich die richtigen Utensilien zu organisieren und die grundlegenden Zubereitungsmethoden anzueignen. Da alles, was sich um Detox dreht, in diesem Buch zum Trinken ist, gibt es noch Tipps, zu welcher Tageszeit man diese genießen sollte.
Die einzelnen Rezepte sind auf jeweils einer Doppelseite untergebracht, rechts ein großes ganzseitiges Foto, links die Zutaten, Utensilien und Zubereitungszeit. Natürlich dürfen auch Informationen zum Nährwert nicht fehlen. Vieles klingt beim Durchlesen schon sehr lecker und gesund. Da hat man etwa bunte, gesunde Detox-Drinks vom frischen Saft aus Rote Bete, Granatapfel, Zitrone und Petersilie oder Brennesel-Rosmarin-Thymian-Brühe, einen Smoothie aus Feldsalat, Avocado, Dattel und Erdbeere, Aromawasser mit roten Früchten, Zitrone und Salbei, Tee aus Orangenblüten, Kamille und Vanille oder Jasmin-Ingwer-Grüntee sowie Zucchini-Ananas-Rucola-Cocktail. Auch der Orangen-Ingwer-Kombucha und Zwetschgenkefir mutet sehr gesund an. Doch so manches scheitert an den Zutaten, von denen nicht alle einfach zu organisieren sind, außer man hat ein Fachgeschäft in der Nähe oder einen eigenen Garten, in dem man Früchte, Wurzeln und Gemüse anbauen kann. Da empfohlen wird, Smoothies in der Früh zu trinken, sollte man etwa 15 Minuten zusätzlich einplanen für die Vorbereitung.

Sehr einfach, und für den bevorstehenden Sommer ideal, sind die verschiedenen Aromawasser. Speziell durch das ansetzen unterschiedlicher Kräuter und Früchte in einem Wasserkrug, erhält man erfrischende und mehr oder weniger zuckerfreie Erfrischungsgetränke.

Also auch wenn nicht alle Rezepte einfach umzusetzen sind, bleiben doch genügend Drinks übrig, welche selbst die gestresstesten unter uns zu einer gesünderen Lebensweise nutzen können.
Das Buch DETOX aus dem Stocker Verlag ist unbedingt empfehlenswert. Egal ob man Mischkost bevorzugt, Vegetarier oder Veganer ist, hier werden sich alle einig sein - Detox ist gesund.

Jeff Kinney (Autor), Dietmar Schmidt (Übersetzer)
06. GREGS TAGEBUCH 12 - Und tschüss!

Verlag: Baumhaus (1. Auflage, 14. November 2017)
224 Seiten, gebunden, Hardcover
Altersempfehlung: ab 10 Jahren
auch als eBook (epub), Hörbuch und Download erhältlich

GREGS TAGEBUCH ist eine der erfolgreichsten Kinderbuchreihen der Welt. Die humorvollen Comics um Greg Heffley besitzen schon seit langem Kultstatus.

Die Story:
Endlich Ferien! Greg kann es kaum erwarten, es sich mit ein paar Videospielen und Filmen gemütlich zu machen. Aber Mom und Dad haben andere Pläne. Um der Kälte zu entkommen, beschließen sie, mit der ganzen Familie auf die tropische Insel "Islas de Corcales" zu fliegen: Und tschüss! Greg ist nicht gerade begeistert. Nicht nur, dass er das erste Mal in seinem Leben in ein Flugzeug steigen muss! Schon die Fahrt zum Flughafen gerät zum Fiasko. Da wird der Bus verpasst, die Koffer sind zu schweDas Stofftier von Manni legt die Rolltreppe lahm und Gregs nasse Socken zu trocknen ist komplizierter als gedacht. Zu guter Letzt verspätet sich der Abflug. Das Sicherheitsvideo im Flugzeug tröägt bei Greg auch nicht gerade dazu bei, ihm die Angst zu nehmen.
Im Paradies angekommen, wird es noch schlimmer: Ein vertauschter Koffer, ein unfreiwilliger Tauchgang und eine Horde fieser Krabbeltiere lassen diesen Urlaub unvergesslich werden …

Das neue Abenteuer ist erneut witzig, turbulent und abwechslungsreich, zweiteres bedingt dadurch, dass die Location häufig wechselt. Dabei steigen Greg und seine Familie von eimem Fettnäpfchen ins nächste. Ständig gibt es etwqs überraschendes, komisches oder peinliches. Der Leser wird stets mit neuen Gags überrascht, was den Lesegenuss steigert. Egal ob nun der Mann am Röntgengerät bei der Sicherheitskontolle am Flughafen vor Gregs Familie es mit dem, was er auf dem Schild liest „Röntgen-Kein Metall“, allzu wörtlich nimmt, eine Spinne einen Fehler macht, Tennisbälle durch die Luft wirbeln oder Greg die Sicherheitsleute auf den Plan ruft, es ist einfach erfrischend, was sich der Autor einfallen hat lassen - und das nach bereits elf Vorgänger-Bänden. Aber auch eine gewisse Spannung in der Geschichte ist durchaus gegeben. Kinneys Schreibstil ist leicht und spritzig. Ob zum Vorlesen oder selber Lesen, ob für alt oder jung, jeder wird seinen Spaß an der Geschichte haben.

Der Autor:
Jeff Kinney ist New York Times-Bestsellerautor und sechsmaliger Nickelodeon Kids' Choice Award-Gewinner in der Kategorie Lieblingsbuch. Das Time Magazine zählte ihn zu den hundert einflussreichsten Menschen der Welt. Er ist außerdem Gründer von Poptropica, die vom Time Magazine zu den fünfzig besten Websites gewählt wurde. Jeff Kinney verbrachte seine Kindheit in der Nähe von Washington, D.C., und zog 1995 nach Neuengland. Mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen lebt er in Massachusetts, wo sie die Buchhandlung An Unlikely Story besitzen.

https://www.luebbe.de/baumhaus/buecher/kinderbuecher/gregs-tagebuch-12-und-tschuess/id_6063604

Marion T. Nichols (Autorin), Elisabeth Poleschinski (Übersetzerin)
07. KIRIGAMI:
Faszinierende Tiere zum Falten & Scheiden
100 überraschende Effekte

Verlag: Leopold Stocker (1. Auflage, 9. Oktober 2017)
128 Seiten, broschiert
Größe: 21,6 x 27,9 cm, Großformat

Magische Tiere
• 100 Motive zum Selbermachen
• Von faszinierend einfach bis zu kunstvoll fortgeschritten
• Vorlagen zum Kopieren oder zum Ausdrucken aus dem Internet

Kirigami verbindet klassischen Scherenschnitt mit der Falttechnik des Origami: So entstehen überraschende Tiermotive in der Art von faszinierenden „Schneeflocken“. Als Fensterbilder oder Wanddeko geeignet, spannt sich der Bogen von einfachen Seesternen, Delfinen und Fröschen über leicht auszuschneidende Vögel, Bären und Schmetterlinge bis hin zu schwierigen Haien, Hirschen, Tigern und Adlern.

Schon auf den ersten Seiten bekommt der Interessierte einen guten Überblick, was ihn im Inneren des Buches erwartet. In der Inhaltsangabe sind sämtliche Tier-Schnitte nach Schwierigkeitsstufen angeführt. Schneeflocken für Kinder ab 3 Jahren, Motive für Jugendliche und Erwachsene, Schneeflocken für Fortgeschrittene und Geübte, jeder wird das Passende für sich entdecken. Bei den Extras finden sich noch acht Vorlagen zum sofortigen falten und schneiden.
Auf den nächsten Seiten sind sämtliche Schnitte abgebildet. Jetzt heißt es noch, sich das richtige Material zu besorgen und sich die Falt- und Schneide-Technik anzueignen. Auf drei Seiten kann man darüber alles anschaulich erfahren. Hat man sich das Wissen angeeignet, kann es losgehen.
Der Rest des Buches widmet sich ausführlich den einzelnen Motiven. Dafür steht jeweils eine ganze Seite zur Verfügung. Links oben die Abbildung rechts oben der Schwierigkeitsgrad und eine kurze Anleitung. Der Hauptteil der Seite gehört immer der Vorlage. Am besten man kopiert sie sich aus dem Buch. Hat man keinen Kopierer zur Hand, stehen einem die Vorlagen auch auf einer Homepage zum Herunterladen zur Verfügung.
Mit dem Gelernten schafft man es relativ problemlos seine Wunsch-Schneeflocke zu zaubern. Gerade Kindern macht es riesigen Spaß, und die Ergebnisse sind immer wieder verblüffend. Ob im Fenster, an der Wand oder als Girlande, in bunt oder einfarbig, die Schneeflocken sind stets eine Augenweide und Zierde in jedem Zimmer.

Die Autorin:
Marion T. Nichols, zunächst als Kunstlehrerin in der Vorschule tätig, ist für ihre Fähigkeit, aus einem Stück Papier einzigartige Schneeflocken-Schnittmuster zu verwandeln, bekannt. Seit etlichen Jahren unterrichtet sie und verkauft ihre selbstverlegten Bücher mit ihren Schneeflocken-Designs unter anderem im Stadtmuseum von St. Louis, wo sie auch den „Schneeflocken-Raum“ leitet.

http://www.stocker-verlag.com/buecher/neuerscheinungen/neuerscheinung-detail/article/kirigami/

Erik Schinegger (Autor), Claudio Honsal (Autor)
08. Erik Schinegger -
DER MANN, DER WELTMEISTERIN WURDE

Meine zwei Leben

Verlag: Amalthea (1. Auflage, 5. Februar 2018)
272 Seiten, gebunden
mit zahlreichen Abbildungen

Vom Sieg auf der Ski-Piste - und im wahren Leben

1966 gewinnt Erika Schinegger bei der Ski-WM in Portillo die Goldmedaille in der Abfahrt. Ein Jahr später erfährt sie das Unglaubliche: Sie ist von Geburt an ein Mann. Heute blickt Erik Schinegger auf zwei ereignisreiche Leben zurück. Authentisch und ohne Angst vor Tabus erzählt er von seinen Erfolgsjahren als Skiläuferin, von seiner Identitätskrise und der schwierigen Zeit der Richtigstellung zum Mann, den Reaktionen von Freunden, Familie und Öffentlichkeit, von seiner Entwicklung vom Super-Macho zum liebevollen Familienvater, und davon, wie er es schaffte, als erfolgreicher Skischulbesitzer einen neuen Lebensweg zu beschreiten.

Die Autobiografie gibt intime Einblicke in die zwei Leben des Erik Schinegger, in Glücks- und Verzweiflungs-momente eines Mannes, der bis heute den Titel Weltmeisterin trägt und dem der Skisport sein Leben gerettet hat.

Mit einem Vorwort von Ski-Legende Karl Schranz

Die Autoren:
Erik Schinegger, geboren 1948 in St. Urban, Kärnten. 19 Jahre als Mädchen erzogen, Ski-Weltmeisterin 1966. Nach einem Chromosomentest 1967 medizinische Richtigstellung zum Mann und Beginn des zweiten Lebens als Erik. Kurze Ski-Karriere im ÖSVHerren-Team, Skischule auf der Simonhöhe seit 1974 sowie 50 Jahre Tätigkeit in der Gastronomie. 1988 erschien sein erstes Buch "Mein Sieg über mich", 2006 der Doku-Film "Erik(a)". Teilnahme bei »Dancing Stars« 2014.

Claudio Honsal, geboren 1958, begann als Journalist bei Ö3, später bei »Kurier«, "News", u. a. Autor mehrerer Bestseller, u. a. der Biografien von Hermann Gmeiner, Thomas Klein und Klaus Heidegger. Freier Autor im TV- und Printbereich. Zuletzt bei Amalthea erschienen: "Peter Alexander. Das Leben ist lebenswert" (2007), Uwe Kröger: "Ich bin, was ich bin. Mein Leben" (2014)

https://amalthea.at/produkt/der-mann-der-weltmeisterin-wurde/

Irmgard Braun (Autorin)
09. VERRATEN: Monika Trautners 2. Fall
(Tegernsee-Krimi)
Rother Berkrimi

Verlag: Bergverlag Rother (1. Auflage, 10. Mai 2018)
232 Seiten, Taschenbuch
Format: 13,5 x 20,5 cm
auch als eBook (epub)erhältlich
ab 12 Jahren

Die Story:
Die kletternde Seniorin Monika Trautner wird wieder als Detektivin engagiert: Bei einem Fest in einem Wochenendhaus am Tegernsee wurde Oliver Baudel grausam mit einer Axt ermordet. Der begeisterte Kletterer war gerade zum Geschäftsführer einer Outdoor-Ladenkette ernannt worden. War der Mörder ein Konkurrent in der Firma? Ging es um das Erbe seiner todkranken Mutter? Oder um Olivers bildhübsche Freundin Nicole? Und wie ist die Kletterin Dora in den Fall verstrickt, mit der Oliver viel Zeit am Fels verbrachte?
Um Klarheit zu gewinnen, schleust sich Monikas Enkel Liam bei „Outdoorfun" ein. Schnell bekommt er erste Einblicke. Dann verfehlt ihn bei einem Kletter-Fotoshooting am Gardasee um Haaresbreite eine Steinlawine: Galt sie ihm? Oder Nicole? War es Zufall oder hat Dora sie ausgelöst, die mit Nicole zerstritten ist?
Monikas Ermittlungen unter Olivers Bekannten in der Kletterszene führen sie unterdessen in die Bayrischen Berge, den Frankenjura und die Dolomiten. Immer wieder stößt sie auf neue Fragen, immer tiefer wird sie in die Verstrickungen gezogen - bis sie in den Bergen angeschossen wird. Ihr ist klar, dass sie dem Täter dicht auf der Spur sein muss.
Monika beschließt, ihm eine Falle zu stellen - und enthüllt schließlich ein tragisches Drama um Besitzgier, Leidenschaft, Hass und Neid - und Liebe.

Irmgard Braun hat mit ihrer Senior-Detektivin eine interessante, sympathische und vielschichtige Figur geschaffen. Die Kletterei ist ihre Leidenschaft, ebenso wie die Kriminalistik. Und auch ihrer komplizierten Liebesbeziehung darf sie nachgehen - altersgemäß natürlich. Doch kitschig wird es dabei jedoch nie. So pendelt sie zwischen der Befragung Verdächtiger und den Bergen hin und her. Zuweilen stößt sie durch Zufall aufg Dinge, welche sie in der Aufkläung des Mordes weiterbringt, manchmal ist es der Schwiegersohn oder Enkel, die sie unterstützen. Wenn es in die Berge geht, bemerkt man sofort, anhand der detaillierten Beschreibungen von Klettertouren zwischen den bayerischen Alpen, Dolomiten bis nach Südtirol, dass das Buch von einer Bergliebhaberin und Kennerin der Szene geschrierben wurde. Auch an bildhaften Landschaftsbeschreibungen mangelt es der Autorin nicht. Natürlich baut Braun immer wieder Fachausdrücke der Kletterei ein, welche sie aber für den Laien stets erklärt.
Verdächtig ist in dem Fall faktisch jeder aus Olivers Freundeskreis. Da heißt es, sich mühsam durch Biographien und Lügen zu quälen. Für den Leser gestaltet sich diese Spurensuche jedoch spannend und zuweilen auch amüsant. Dazu kommt der leichte und locklere Schreibstil.
Trot des großen Krieses an Verdächtigen und der zahlreichen Wendungen, kann man, wenn man aufmerksam liest, bald mal den Täterkreis einschränken. Dennoch ist die Auflösung überraschend und der Showdown hat es ganz schön in sich.
Irmgard Braun hat einen Krimi geschrieben, der humorvoll, spannend und leicht zu lesen ist. Jeder Krimi- und Bergfan wird auf seine Kosten kommen.

Die Autorin:
Irmgard Braun, geb. 1952, ist eine echte Insiderin der Kletterszene und kennt sich aus mit der Psyche des Homo Kletteriensis non sapiens, egal ob Wettkampfaffe, Bouldergorilla oder Alpinyeti.
Sie machte Erstbegehungen von Sportkletterrouten und war Mitglied der deutschen Sportkletter-Nationalmannschaft. In den Alpen gelangen ihr berühmte Touren wie die Droites Nordwand und die Solleder-Führe in der Civetta-Nordwestwand.
Das Schreiben ist seit Jahrzehnten ihr Beruf, sie war Redakteurin beim ALPIN-Magazin und beim Süddeutschen Verlag Medien-Service, veröffentlichte Artikel in verschiedenen Berg- und Kletterzeitschriften und ist Autorin des Kletter-Lehrbuchs „Klettern – aber sicher“.
Heute arbeitet sie als freie Schriftstellerin in München und schreibt Krimis und Fantasy.
Mehr über Irmgard Braun finden Sie auf ihrer Website unter www.irmgard-braun.de


Jérémy Fel (Autor), Anja Nattefort (Übersetzerin)
10. Die Wölfe kommen
Thriller

Verlag: dtv premium (1. Auflage, 4. August 2017)
400 Seiten, broschiert
auch als epub eBook und Hörbuch erhältlich
ab 14 Jahren

DIE WÖLFE KOMMEN ist das Erstlingswerk von Jérémy Fel.
Am Cover findet sich die Bezeichnung Thriller, am Umschlag wird das Buch als Roman deklariert. Diese Unklarheit bringt es aber genau auf den Punkt.
Die einzelnen grausame Kurzgeschichten die sich nach und nach zu einem Ganzen fügen, liegen irgendwo zwischen Roman und Thriller.

Die Story:
Was verbindet einen Jugendlichen, der in den 70er Jahren in Kansas das Haus seiner schlafenden Eltern anzündet, einen New Yorker Stricher, der Jahrzehnte später den dreijährigen Sohn einer Kundin entführt, die Kellnerin in Indiana, die von einem grauenhaften Ereignis aus ihrer Vergangenheit eingeholt wird, und den Ehemann, der auf der anderen Seite des Atlantiks rasend vor Eifersucht seine Frau umbringt? Kapitel für Kapitel, Geschichte für Geschichte führt J. Fel den Leser hinein in ein beängstigendes Labyrinth: Im Epizentrum des von den USA bis nach Europa wabernden Bösen steht der Psychopath, eiskalte Mörder und Gangsterboss Walter Kendrick.

Die einzelnen Kapitel tragen den Namen des Hauptprotagonisten dieser Kurzgeschichten. Das kann mal Täter, mal Opfer sein. Es ist immer wieder überraschend, zu welch grausamen Taten Menschen fähig sind und welche Umstände dazu führen. Der Autor zieht dabei alle Register, vom Elternmörder, sexuell abartige Misshandlungen an Jugendlichen, blinde Eifersucht Getriebener, die Hingabe einer Mutter sich für ihren Sohn zu opfern oder einen jungen Mann, der nicht mitansehen kann, wie ein kleiner Junge von seiner Mutter geschlagen wird und durch sein Handeln die Gesetze bricht. All die Kurzgeschichten hängen  in irgendeiner Art und Weise, ob direkt oder indirekt zusammen.
Die einzelnen Taten, wie grausam sie auch sein mögen, üben doch eine gewisse Faszination aus und fesseln den Leser von der ersten Seite an. Der Ausgang jedes Kapitels ist stets überraschend.
Für einen Roman bzw. Thriller ist es eher ungewöhnlich, dass man sich nach jeden 20 bis 50 Seiten auf neue Hauptprotagonisten einstellen muss. Hat man sich gerade auf die neuen Charaktere eingestellt, gehören sie schon wieder der Vergangenheit an. Diese sind alle, bis auf den Haupttäter gut charakterisiert. Dieser ist leider eher klischeehaft gezeichnet, und es fehlt an Tiefe.
Die Worte auf der Rückseite des Buches beschreiben es perfekt: "Das Virus des Bösen: Es fasziniert, verführt, infiziert – und es bleibt unberechenbar." Schon Anne Frank hat am 3.5.1944 in ihr Tagebuch geschrieben „ Im Menschen ist nun mal ein Drang zur Vernichtung, ein Drang zum Totschlagen, zum Morden und Wüten ...“ - und genau das behandelt dieses Buch in all den grausamen Facetten.

© Laurence von der Weid

Die Autorin:
Jérémy Fel, geboren 1979 in Le Havre, Drehbuchautor und ehemaliger Buchhändler, ist ein großer Fan amerikanischer Literatur und US-amerikanischer Drama-Serien. Sein grandioses Romandebüt "Die Wölfe kommen" war für Kritik und Leser die Entdeckung der Rentrée 2015 und wurde auf dem Quais du Polar, dem größten Krimifestival Europas, mit dem "Prix Polar en Séries 2016" ausgezeichnet.

https://www.dtv.de/buch/jeremy-fel-die-woelfe-kommen-26143/

Silke Rabus (Autorin), Marika Lichter (Autorin)
11. Marika Lichter - Mut kann man nicht kaufen
Das war´s noch lange nicht

Verlag: Ueberreuter (1. Auflage, 18. September 2017)
180 Seiten,
Hardcover mit Schutzumschlag
mit zahlreiche Fotos

Marika Lichter ist eine Frau mit vielen Facetten und Begabungen. Neben ihren Erfolgen als Sängerin und Schauspielerin betreibt sie eine erfolgreiche Künstler-Agentur. Ihr Motto „Lieber scheitern, als es nie versuchen" lässt sie immer wieder Neues ausprobieren. Zuletzt als sie an der ersten Staffel von „Dancing Stars" teilnahm, und sie mit ihrem Partner Andy Kainz auch gewann.

Jetzt legt Marika Lichter erstmals ihre Biografie vor. Ein Blick auf ein Leben mit phänomenalen Höhepunkten, aber auch Abstürzen, aus denen sie sich immer wieder mit Mut und Tatkraft zurück auf die Sonnenseite des Lebens bringen konnte. Ein Buch über eine Frau voller Witz, Charme und Tatkraft, die nichts ausgelassen hat, die sich für nichts zu schade war - aber ihren Weg nie verlassen hat.

© Privatarchiv

Inhalt:
Marika Lichter ist aus dem österreichischen Gesellschaftsleben nicht wegzudenken, und wie alle starken Persönlichkeiten polarisiert sie: entweder man schätzt und bewundert sie, oder stempelt sie abwertend als Society Lady ab.
In ihrer Biografie erwählt sie Mut als ihr Credo. Hat man aber diese fesselnde Lebensgeschichte gelesen, fallen einem eine Menge andere Worte ein, die zu dieser außergewöhnlichen Frau passen, z.B. kämpferisch. Im Kopf hat man das Bild einer schillernden Künstlerin. Marika Lichter ist eben ein Vollprofi, die ihr oft so hartes Leben nicht offen zur Schau stellt. Bereits ihre Vorfahren hatten es nicht leicht. Ihre Eltern, Juden, waren geprägt von der Zeit im KZ. Die kleine Marika hatte nie die Möglichkeit, ihre Großeltern kennen und lieben zu lernen, da sie Opfer der Nazis wurden. Umso mehr war sie ein Wunschkind. Von den Eltern geliebt und auch schon früh gefördert. Der Satz ihrer Mutter: „Ich hatte nie geglaubt, dass ich nach all dem Leid, das ich erfahren musste, noch einmal so ein Glück erleben durfte.“, sagt eigentlich schon alles über die unendliche Liebe von ihren Eltern, was auf Gegenseitigkeit beruhte, wenn man genau liest, wie sie über ihre Eltern schreibt. Man spürt die tiefe Verbundenheit bis zu deren Tod. 

Ihre ersten großen Erfolge feierte sie als Sängerin bei den „Les Sabres“, gefolgt von einer Karriere als Schlagersängerin. Aber der Wunsch, auf einer Theaterbühne zu stehen wurde immer größer, und es kam der Zeitpunkt, wo sie sich für den Schlager genierte. 

Cabaret Fledermaus, mit Gerhard Bronner, © Privatarchiv Marika Lichter

Es folgte eine spannende Zeit in der „Fledermaus“, eine Lokalität, die ihr Mentor G. Bronner äußerst erfolgreich führte. Aber ihre große Leidenschaft war immer schon das Musical. Sie empfand es sehr spannend, bei den Anfängen dabei gewesen zu sein, wo es noch keine Musicalschulen gab. Damals wurden die Rollen von Operettensängerinnen und Sängern besetzt.
Bei den Männern hatte sie wenig Glück. Mit ihrem Mann und Vater ihres Sohnes Hans Feichtinger eröffnete sie ein Lokal in Kitzbühel, welches schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Ihr Mann kümmerte sich immer weniger um berufliche Belange, umso mehr aber um seine zahlreichen Affären. Diese waren schlussendlich der Hauptgrund dafür, dass die Ehe in die Brüche ging. Pia Douwes, Uwe Kröger, Viktor Gernot und Else Ludwig waren damals eine große Stütze für sie. Als sie ihrem Vater von der Scheidung erzählte, hat Else Ludwig sie begleitet.
 

Nach fünf Jahren Bühnenabstinenz folgten Musicalproduktionen bei den VBW. Besonders spannend war die Welturaufführung von „Elisabeth". Ständig wurde noch etwas geändert, und alle fieberten auf die Premiere hin. Doch die Kritiken waren niederschmetternd. Peter Weck meinte liebevoll, dass diese ihm gelten und nicht dem Ensemble. Das Publikum liebte aber das Stück. Immer wieder gab es kleine Unfälle und Verletzungen.

Nach „Elisabeth" folgte „Die Schöne und das Biest“. Ihr Kostüm wog 20kg. Einmal fing dieses sogar Feuer.

Mit Ingrid Windisch gründete sie relativ spontan die Agentur „Allegro“. Als der Mann von Frau Windisch schwer erkrankte, zog diese sich von den Geschäften zurück. Zuerst verzweifelt, versuchte sie es unter „Glanzlichter“ alleine. Uwe Kröger bestand damals darauf, dass sie ihn alleine vertritt. „Ich bin der Einzige für dich, du darfst niemand anderen nehmen.“, was für sie schmeichelhaft war und sie auch jahrelang machte, bis sie sich die Frage stellte, warum auch nicht andere. Nun besteht Glanzlichter schon seit 20 Jahren und das sehr erfolgreich. 

Ein weiterer Punkt in ihrem Leben sind auch die „Wider die Gewalt“ Galas. Es begann als Routineveranstaltung. Sie wurde angesprochen, ein kleines Event zu organisieren. Doch sehr rasch entwickelte sich die Gala als fixe Institution.

Ein weiteres wichtiges Ereignis war, nach „Starmania", die Teilnahme bei „Dancing Stars", wo sie im legendären ABBA Outfit den Sieg davontrug. Eine wichtige Zeit für sie. Der Buch-Untertitel „Das war´s noch lange nicht“ ist mehr als treffend. Im Sommer 2017 feierte sie als Intendantin in Winzendorf/ NÖ mit „Zorro - Das Musical" Premiere, und das war mit Sicherheit nicht das Letzte. 2018 wird auf der Freiluftbühne das Musical „Die 3 Musketiere" aufgeführt.

© Sabine Hauswirth

„Mut kann man nicht kaufen“ ist die schonungslos ehrliche Biografie einer außergewöhnlich starken Frau, die so manche Höhen und Tiefen erlebt hat, aber in all der Zeit nie den Mut verlor.
Das Buch ist aber auch Inspiration für viele Menschen, nicht auf zugeben, sondern aus Niederlagen zu lernen. Denn es gibt immer einen Weg, wenn man nur an sich glaubt.

Kritik: Michaela Springer

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