Verlosung Blumhouse´s DER HEXENCLUB DVD / Blu-ray bis 5.3.2021

01. Blumhouse´s
DER HEXENCLUB

Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Produktionsland/ -jahr:
USA 2020

Regie: Zoe Lister-Jones
Produktion: Douglas Wick, Lucy Fisher, Jason Blum
Darsteller*innen:
Cailee Spaeny, Gideon Adlon, Lovie Simone, Zoey Luna, Nicholas Galitzine, Fairuza Balk, Michelle Monaghan, David Duchovny, Julian Grey, Charles Vandervaart, Donald Maclean
Filmlänge: 94 min.
(Blu-ray)
: 11. Februar 2021 auf DVD und Blu-ray

FSK: 12

Die Story:
In der Blumhouse-Fortsetzung des Kult-Hits DER HEXENCLUB testen vier Teenager-Hexen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, ihre neu entdeckten Kräfte – und handeln sich damit eine Menge Ärger ein. Als Lily (Cailee Spaeny) mit ihrer Mutter Helen (Michelle Monaghan) in eine neue Stadt ziehen muss, lernt sie an ihrer neuen Schule Frankie (Gideon Adlon), Tabby (Lovie Simone) und Lourdes (Zoey Luna) kennen. Schnell werden die vier zu besten Freundinnen und Lily wird in ihren Hexenzirkel aufgenommen, wo sie schon bald entdeckt, dass sie tatsächlich über magische Kräfte verfügt…

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Bonusmaterial:
- 2 Featurettes:
   Blumhouse-Franchise
   Starke Geschichte
- Magische Regisseurin
- 4 alternative Szenen mit einer
  Einleitung der Regisseurin

© 2020 Columbia Pictures Industries, Inc. and Blumhouse Productions, LLC. All Rights Reserved.

Der musicalcocktail verlost je 1x die DVD und Blu-ray
bis 5.3.2021 !

02. David Copperfield -
Einmal Reichtum und zurück

Vertrieb: Universal Pictures
Produktion: Entertainment One Films Germany Inc.
Produktionsland/ -jahr:
GB/ USA 2019

Drehbuch: Simon Blackwell. Armando Iannucci
Regie
: Armando Iannucci
Darsteller*innen: Dev Patel, Hugh Laurie, Tilda Swinton
, Ben Whishaw, Gwendoline Christie, Aneurin Barnard,
Peter Capaldi, Divian Ladawa, Morfydd Clark,
Ranveer Jaiswal, Jairaj Varsani, Daisy May Cooper, u.a.
Musik: Christopher Willis
Filmlänge
: 114 min.

: 11. Februar 2021 auf DVD und Blu-ray
FSK: 6

Eine der ersten Fragen, die sich einem bei diesem Film stellen ist: Was denkt man sich bei den deutschen Filmtiteln? „David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück“ ist seltsam und nicht wirklich ansprechend. Der englische Originaltitel „The Personal History of David Copperfield“ wäre so einfach zu übersetzen, was spricht hier dagegen?

Die Story:
Aber nun zum Film, der sich den Charles Dickens Roman als Vorlage genommen hat. Der junge David Copperfield (Ranveer Jaiswal, danach Jairaj Varsani) wächst zunächst wohlbehütet auf, seine Mutter Clara (Morfydd Clark) und Haushälterin Peggotty (Daisy May Cooper) sorgen für ihn, und es mangelt ihm trotz fehlender Vaterfigur an nichts. Doch leider bleibt das Leben nicht so unbeschwert, denn Davids Mutter heiratet wieder. Dieser entpuppt sich als grausamer Mensch, der David schlägt und den Jungen schlussendlich nach London schickt, um dort in einer Flaschenfabrik zu arbeiten. Für David wird das ein großer Umbruch, dennoch hat er noch Glück im Unglück, denn er findet Unterkunft bei Mr. Micawber (Peter Capaldi – einfach herrlich schräg) und seiner Familie, die zwar ständig in Schulden leben, aber im Grunde nette Menschen sind. Nach einem Jahrzehnt erhält David (Dev Patel) die furchtbare Nachricht, dass seine Mutter gestorben ist und er nicht einmal zum Begräbnis geholt wurde. Völlig außer sich zieht er zu seiner Tante Betsey Trotwood (Tilda Swinton – großartig komisch) und ihrem seltsamen Mitbewohner Mr. Dick (Hugh Laurie – der sichtlich Spaß an der Rolle hatte). Nun verläuft Davids Leben in geordneteren Bahnen, doch das Schicksal sorgt dafür, dass es abwechslungsreich bleibt.

Armando Ianucci ist mit der Verfilmung dieses Dickens Romans ein wunderbarer, humorvoller Film voller skurriler Charaktere gelungen. Im Gegensatz zu vielen anderen Dickens-Verfilmungen ist diese farbenfroh und leicht. Dev Patel und alle übrigen Darsteller*innen lassen die beinahe zwei Stunden wie im Flug vergehen. Es ist schwer auszumachen, welche Figur oder welche schauspielerische Leistung am meisten hervorgehoben werden sollte – und das spricht dafür, dass bei diesem Film sehr Vieles gelungen ist. Die ethnische Vielfalt unter den großartigen Schauspieler*innen verdeutlicht die Message des Films: Es sollte nicht deine Herkunft darüber entscheiden, ob du deine Träume verwirklichen kannst. Dave Patel, Benedict Wong, Fisayo Akinade, Nikki Amuka-Bird sind nur einige, die ihren Beitrag zur Vielfalt in DAVID COPPERFIELD – EINMAL REICHTUM UND ZURÜCK beitragen. Ein ganz besonderes Lob sollte noch an Ben Wishaw gehen, der Uriah Heep besonders schleimig und kriecherisch macht, sodass man ihn einfach nicht leiden kann – fast erinnert er an Grima Schlangenzunge aus Herr der Ringe. Die ebenfalls gelungenen Kniffe, wie Ianucci mit Rückblenden umgeht, um alle Nebenfiguren unterzubringen, machen aus dem Film ebenfalls ein Kleinod.

Die DVD von DAVID COPPERFIELD – EINMAL REICHTUM UND ZURÜCK bietet deutsche und englische Tonspur, sowie Untertitel in diesen beiden Sprachen. Als Extras gibt es „Hinter den Kulissen“, wo die Musik zum Film näher beleuchtet wird.

Für dieses rundum gelungene Werk gibt es
6 von 6 Sternen:
★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

 © Entertainment One Films Germany Inc. Alle Rechte vorbehalten.

03. MÜNCHEN MORD 11 - Ausnahmezustand

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2019

Drehbuch: Friedrich Ani, Ina Jung
Regie: Jan Fehse
Darsteller*innen: Marcus Mittermeier, Bernadette Heerwagen, Dorka Gryllus, Jürgen Tonkel, Alexander Held

Musik: Stephan Massimo
Filmlänge
: 90 min.

: 8. Jänner 2021 auf DVD
FSK: 12

München Giesingen, das ist nicht nur irgendein Stadtteil, das ist ein Lebensgefühl und dazu gehört die bedingungslose Unterstützung des Fußballvereins 1860. Wenn diese Liebe wieder und wieder harten Proben unterzogen wird, blau ist das, was hier vorherrscht und immer vorherrschen wird.

Die Story:
Harald Neuhauser (Marcus Mittermeier) nimmt seine Kollegin Angelika Flierl (Bernadette Heerwagen) mit zu einem Match, doch ein Grund zum Feiern ist der Ausgang des Spieles nicht. Das obligatorische gesellige Bier danach ist eher als Mitleidstour anzusehen. Flierl kann sich ja nicht so recht mit dem Zauber der 1860er und den Fußballfans anfreunden. Da kommt eine Leiche fast wie gerufen. Neuhauser ist kurz nach dem Mord zum Tatort. Wie sich herausstellt, ist der Tote im Viertel der allseits bekannte, große 1860er Fan Manni Reinl. Es stellt sich die Frage, was Manni an dem Fundort gemacht hat – und natürlich wieso und von wem er umgebracht wurde. Mannis Ehefrau Leana (Dorka Gryllus) macht sich Flierl gegenüber gleich mal verdächtig, denn sie wirkt nicht gerade erschüttert durch den Tod ihres Ehemannes und ein richtiges Alibi hat sie ebenfalls nicht. Ein weiterer Verdächtiger ist Breitner (Jürgen Tonkel), der eigentlich Hannes Bachmair heißt. Dieser hatte einen ständigen Zwist mit Manni. Der herbeigerufene Hauptkommissar Schaller (Alexander Held) nimmt die Ermittlungen auf die ihm eigene Art und Weise auf und entdeckt alsbald so manche Ungereimtheit.

Die Serie München Mord ist wahrlich kein Actionreißer, hier geht es gemütlich zu. Sympathische Darsteller*innen, urige Figuren und der Schauplatz München unterhalten das Publikum auf ihre eigene Art und Weise. Wenn AUSNAHMEZUSTAND auch nicht unbedingt ein Fall für Sherlock Holmes ist, unterhält die Geschichte. Dazu tragen die schon erwähnten Schauspieler*innen bei. Irgendwie fühlt man sich bei ihnen zu Hause und die nicht ganz neunzig Minuten vergehen wie im Flug. Die witzigen Dialoge sind wahrlich unterhaltsam, vor allem die Scharmützel zwischen Flierl und Neuhauser sind äußerst amüsant geraten. Die Münchner Szene – und die Giesinger im Speziellen sind authentisch und wirken niemals aufgesetzt. Der Titel AUSNAHEMEZUSTAND ist wohl eher ironisch gemeint, wobei natürlich ein verlorenes Match schon als solcher durchgehen kann.
Die DVD bietet keine Extras.

Wir vergeben für diesen netten, sympathischen Krimi
5 Sterne von 6:
★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

04. Der Lissabon Krimi 3 -
Zum Schweigen verurteilt / Die verlorene Tochter

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2020

Regie: Tim Trageser
Darsteller*innen: Jürgen Tarrach, Vidina Popov, Orestes Fiedler, Katharina Pichler, Luis Lucas

Filmlänge: 180 min.

: 8. Jänner 2021 auf DVD
FSK: 12

Der Lissabon Krimi bringt mit dieser DVD die Fälle fünf und sechs in Spielfilmlänge in die Heimkinos.

Episode 1 - Zum Schweigen verurteilt:
In „Zum Schweigen verurteilt“ gerät ein junger Geistlicher unter Mordverdacht. Padre Crístovao Lima (Timur Işık) wird mit der Leiche eines Jungen in den Armen gefunden. Bei diesem Toten handelt es sich um eines der zahlreichen Straßenkinder, die der Padre unter seine Fittiche genommen hat. Lima kümmert sich um die Straßenkinder, bietet ihnen einen sicheren Platz zum Schlafen, genügend Essen und ein offenes Ohr. Dieses Projekt ist zahlreichen Geschäftsleuten und so manchem Polizisten ein Dorn im Auge, denn sie sehen in den Kindern nur ein Ärgernis. Eduardo Silva (Jürgen Tarrach) nimmt sich des Falles an und ist bereit, den Padre zu verteidigen. Gemeinsam mit seiner Assistentin Marcia Amaya (Vidina Popov) versucht er, Entlastendes für den Geistlichen zu finden. Doch dieser macht es ihm nicht einfach, denn obwohl er weiß, wer der Täter ist, ist er an das Beichtgeheimnis gebunden. Nicht einmal, als einer von Limas Schützlingen behauptet, von Lima missbraucht worden zu sein, bricht er sein Schweigen zu dem Fall.

Episode 2 - Die verlorene Tochter:
Der zweite Fall „Die verlorene Tochter“ bringt Eduardo Silva an seine psychischen Grenzen. Wie aus dem Nichts taucht seine Tochter Ines (Helen Woigk), die er seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat auf und fordert ihn auf, ihr ein Alibi zu geben. Ines hat sich einer Gruppe von Umweltschützern angeschlossen, die auch vor terroristischen Handlungen nicht zurückschrecken. Ihr langjähriger Freund Miguel Alcántara (Martin Bruchmann) ist Anführer dieser Gruppe und steht unter Mordverdacht. Im Verlaufe des Falles muss Marcia ihren Chef immer mehr unterstützen und vertreten, denn dieser hat mit körperlichen Problemen zu kämpfen. Gerade dieser Twist tut der Serie wirklich gut.

Die DVD von DER LISSABON KRIMI bietet weder Untertitel, noch Extras, man bekommt ausschließlich die zwei Fälle serviert. Schade ist, dass die portugiesischen Darsteller*innen ausschließlich synchronisiert zu hören sind, eine nicht synchronisierte Fassung wäre durchaus spannend gewesen.

Die Reihe DER LISSABON KRIMI ist mit Sicherheit kein Action-Kracher, alleine die Hauptfigur ist ganz und gar nicht danach ausgelegt. Eduardo Silva ist kein Haudegen, sondern eher nachdenklich und nicht hektisch. Die Fälle entwickeln sich langsam, die Charaktere werden gut gezeichnet und als Zuschauer versteht man so manchen Beweggrund der handelnden Personen. Die Kulisse von Lissabon ist ein ganz großes Plus, steht die Hauptstadt Portugals nicht allzu oft als Schauplatz im Mittelpunkt. Auf der Seite der Schwachstellen stehen die Geschichten, die mitunter arg konstruiert wirken und auch die Spannung ist nicht ganz großgeschrieben. Wiederum als dicken Bonuspunkt muss man die Darsteller zählen, denn Grimme-Preisträger Jürgen Tarrach ist umgeben von einem internationalen, durchgängig tollen Cast. Die Musik und das Licht unterstreichen die Stimmung wunderbar und verhelfen der Reihe einen zusätzlichen Charme.

Somit gibt es 4 Sterne von 6: ★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

05. Der junge Inspektor Morse -
Staffel 6

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
GB 2019

Drehbuch: Russel Lewis
nach den Charakteren von Colin Dexter

Produzent: Deanne Cunningham
Regie
: Johnny Kenton,Shaun Evans,Leanne Welham, Jamie Donoughue
Darsteller*innen: Shaun Evans,  Roger Allam, Anton Lesser, Sean Rigby, Richard Ridell, James Bradshaw, Caroline O´Neill, Sara Vickers, Alison Newman, Simon Harrison, Abigail Thaw, Jack Bannon

Filmlänge: 360 min.

: 29. Jänner 2021 auf DVD
FSK: 16

Die sechste Staffel geht dort weiter, wo die fünfte aufgehört hat: Das Revier der Oxford City Police wurde aufgelöst und die Mitarbeiter auf diverse Reviere verteilt. Inspector Morse (Shaun Evans) wurde in die Provinz versetzt und zudem auch degradiert. Nichtsdestotrotz versucht er seinen Job bestmöglich zu machen.

Episode 1 - Unschuldig:
Im ersten Fall der neuen Staffel (Unschuldig/Pylon) wird in Morses Revier ein junges Mädchen zunächst vermisst gemeldet, schlussendlich findet Morse selbst die Leiche der Kleinen. Wie der Zufall oft spielt, sind Thursday (Roger Allam) und Max (James Bradshaw) ebenfalls für den Fall zuständig.

Vor allem Morse hat zu Beginn der Staffel große Mühe, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen und sein berufliches Umfeld macht ihm den Alltag nicht gerade einfach. Neben den Problemen mit neuen Vorgesetzten und Kollegen haben Morse und Thursday immer noch am Tod von DC Fancy zu knabbern, denn richtig abgeschlossen ist der Fall nicht. Immerhin zeigt Morses Arbeit Wirkung, und er wird wieder aus der Provinz nach London versetzt.

Episode 2 -Apollo:
Die zweite Episode (Apollo) ist rund um die Mondlandung der Apollo 11 angesiedelt, ironischerweise dreht sich der Fall um den (vermeintlichen) Unfalltod des Astrophysikers Adam Drake. Dieser verunglückte gemeinsam mit einer jungen Frau mit dem Auto. Die Nachforschungen ergeben, dass an der Bremsflüssigkeit manipuliert wurde, und die Mitfahrerin schon vor dem Unglück tot war.

Episode 1 - Zuckerguss:
In Zuckerguss/Confection wird der Besitzer einer Schokoladenfabrik erschossen. Offenbar fand die Tat während eines Jagdreitens statt. So idyllisch die Umgebung wirkt, so perfide geht es in diesem Dorf zu. Dann werden die Leichen von einem Farmer und seiner Frau gefunden – beide wurden ebenfalls erschossen.

Episode 1 - Wolkenschloss:
Zu guter Letzt wird in Wolkenschloss/ Degüello Osbert Page, der Chefbibliothekar der Bodleian Library, erstochen. Der Mathematiker Dr. Nicholson gerät ebenso in den Fokus von Morses Ermittlungen als auch ein Geologie-Professor. Nach und nach stellt sich heraus, dass Vieles nicht so ist, wie es scheint und offenbar hat der Fall etwas mit dem Tod von Fancy zu tun. Max wird entführt, bevor er Morse und Thursday einen entscheidenden Hinweis geben kann, und die beiden geraten selbst in große Lebensgefahr, als sie versuchen Max zu finden.

Die vier Episoden sind in Spielfilmlänge, dennoch ist diese Staffel kurz geraten. Die siebente Staffel wird ebenfalls mit drei Folgen nicht sehr lange sein, aber immerhin ist eine achte in Planung.

Die DVD bietet deutsche und englische Sprachversionen sowie deutsche Untertitel. Das Bonusmaterial von etwa 30 Minuten umfasst Interviews mit dem Cast und der Crew sowie Featurettes.

Besonders die letzte Episode dieser Staffel ist besonders gut gelungen und die Entwicklung der Charaktere schlüssig. Obwohl die Handlung im Jahr 1969 spielt, sind zahlreiche Themen wie sexuelle Belästigung, Vorurteile und Rassismus nach wie vor aktuell. Wenn man all dies zusammenfasst, kann man nur

... 6 schlüssige Sterne von 6 vergeben: ★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

06. Nord Nord Mord -
Sievers und die tödliche Liebe /
Sievers und die schlaflosen Nächte

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2020

Regie: Berno Kürten
Darsteller*innen: Peter Heinrich Brix, Julia Brendler, Oliver Wnuk

Filmlänge: 180 min.

: 8. Jänner 2021 auf DVD
FSK: 12

Carl Sievers (Peter Heinrich Brix) ermittelt wieder mit seinem Team auf Sylt. In zwei Fällen in Spielfilmlänge gibt es einige Morde und Rätsel zu lösen.

Episode 1 - Sievers und die tödliche Liebe:
In Sievers und die tödliche Liebe fängt es zunächst ganz idyllisch an. Ina Behrendsen (Juli Brendler) ist in trauter Zweisamkeit mit ihrer frischen Liebe Leo Fischer. Dieser ist Seehundschützer auf Sylt und wird eines morgens zu einem Robbeneinsatz gerufen. Das war es aber dann auch mit der Idylle, denn Leo wird ermordet und Ina ist diejenige, die seine Leiche findet. Die Aktivistengruppe „Nackte Robben“, die nackt am Strand gegen Bootsfahrten zu den Seehundbänken demonstriert, steht im Verdacht, Leo erschlagen zu haben. Die Explosion eines Ausflugsbootes erhärtet den Verdacht der Ermittler. Doch Ina steht ebenfalls unter Verdacht, und so wird es für Hinnerk Feldmann (Oliver Wnuk) und Sievers kein leichtes Unterfangen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Es scheint, als ob die ganze Familie des Mordopfers Geheimnisse hat, und dann stellt sich zusätzlich heraus, dass Leo ein Verhältnis mit einer wohlhabenden Dame gehabt hat.

Episode 2 - Sievers und die schlaflosen Nächte:
Der (insgesamt) zwölfte Fall (Sievers und die schlaflosen Nächte) lässt Sievers nach einer neuen Unterkunft suchen, denn in der Pension, in der er nächtigt, ist es ihm eindeutig zu laut. Ein kleines Haus sagt ihm zu und der Termin zur Schlüsselübergabe ist vereinbart. Doch leider taucht der Vermieter Jens Hansen nicht auf. Als Sievers zu einem Tatort gerufen wird, staunt er nicht schlecht, denn das Mordopfer ist sein Vermieter. Dennoch kann Sievers sich im Haus einmieten und lernt durch Jens Bruder Heiner mehr über das Mordopfer. Offenbar hatte Jens eine Geliebte, von der kaum jemand wusste. Sievers findet auch heraus, dass sein jetziger Nachbar Peer Wilders ein Motiv gehabt hätte, Jens umzubringen. Denn dieser war beteiligt an einem Flugunfall, bei dem Wilders Frau ums Leben gekommen ist.

Die DVD bietet Untertitel, leider aber keine besonderen Extras, wenn man von einer Trailershow absieht.

NORD NORD MORD ist eine Serie, welche die tolle Kulisse Sylts zu nutzen versteht. Die Folgen sind nicht extrem spannend, unterhalten aber gut. Der Fokus wird mehr auf die Charaktere gesetzt, und das ist auch gut so. Besonders amüsant ist Oliver Wnuk als Hinnerk Feldmann. Seine kleinen, aber feinen Slapstick Einlagen machen die Figur liebenswert, und sorgen für den Humor, den die Serie gut verträgt.


Gute Unterhaltung, sympathische Darsteller*innen und nicht allzu große Spannung verhelfen NORD NORD MORD somit ...


... zu 4 unterhaltsamen Sternen von 6: ★★★
                                                          Kritik:
Veronika Murauer

07. THE TUNNEL - Die Todesfalle

Vertrieb: SquareOne Entertainment
Produktionsland/ -jahr:
Norwegen 2019

Regie: Pål Øie
Darsteller*innen: Thorbjørn Harr, 
Ylva Fuglerud, Lisa Carlehed
: Digital-Early 2. Februar 2021, Video  on Demand 16.2.2021
Laufzeit: 95 min
FSK
: 12

In Norwegen gibt es über 1.100 Tunnel. Die meisten von ihnen haben keine Notausgänge oder Noträume. In puncto Sicherheit gilt das Selbstrettungsprinzip. Jeder ist für seine eigene Rettung verantwortlich.

Seit 2011 verzeichnete Norwegen acht große Tunnelbrände. Nur dank einer Reihe von Zufällen und des Einsatzes mutiger Helfer ist dabei niemand ums Leben gekommen. Dieser Film ist von diesen Ereignissen inspiriert.

Norwegen, Land der mächtigen Fjorde und Berge, hat sich mit spannenden und intelligenten Blockbustern wie The WaveDie Todeswelle oder The Quake – Das große Beben einen international anerkannten Namen unter Filmfreunden gemacht. The Tunnel – Die Todesfalle (Tunnelen), der dritte Spielfilm der norwegischen Desasterfilm-Trilogie (1. Bølgen, 2. Skjelvet) ist ein weiteres beeindruckendes Beispiel für überzeugende und emotional packende Unterhaltung. Der 95-minütige nervenaufreibende Thriller beschreibt ein alltägliches Schreckensszenario vor dem Hintergrund der zahlreichen ungesicherten Tunnel in Norwegen…

The Tunnel – Die Todesfalle steht in bester Tradition erfolgreicher Katastrophenfilme wie Flammendes Inferno, Dante’s Peak oder Daylight und braucht zunächst Zeit, um einige Charaktere vorzustellen, bevor das Unheil seinen Lauf nimmt…

Die Story:
Nach dem Tod seiner Frau gestaltet sich die Beziehung zwischen Feuerwehrmann Stein (Thorbjørn Harr, Jarl Borg aus Vikings) und Tochter Elise (Ylva Fuglerud) zunehmend problematisch, denn diese ist alles andere als glücklich über Steins neue Freundin Ingrid (Lisa Carlehed). Elise weigert sich, gemeinsam mit Ingrid und Stein das anstehende Weihnachtsfest zu verbringen, rennt nach einem heftigen Streit mit ihrem Vater davon und steigt wutentbrannt in den nächsten Expressbus nach Oslo. Währenddessen wird Stein – trotz Weihnachtsurlaub – zu einem Unfall mit einem Tanklastzug im nahegelegenen Storfjell-Tunnel gerufen. Die Zeit drängt, denn als der zerstörte Tankwagen explodiert, eskaliert die Situation. Die Katastrophe ist komplett, als die Rettungsmannschaft aus dem Dorf am Tunnelausgang, der der Unfallstelle am nächsten liegt, aufgrund eines eisigen Schneesturms nicht ankommt. So hängt die ganze Verantwortung an Steins kleiner Feuerwache. Als Stein erfährt, dass neben vielen anderen Menschen auch Elise im Tunnel eingeschlossen ist, kann nichts auf der Welt ihn davon abhalten, sie im raucherfüllten Tunnel zu suchen. Aber als Tochter ihres Vaters, die den Tunnel in- und auswendig kennt, ist Elise selbst mutig genug, einige der Passagiere aus dem Bus in Steins „Höhle“ im Tunnel zu retten…

Mit dem norwegischen Winter als atmosphärischer Kulisse nutzt Regisseur Pål Øie die schneeweiße Umgebung und die klaustrophobische finstere Situation im Tunnel zum Aufbau von Spannung, die den Zuschauer bis zum Ende nicht loslässt. Durch die beklemmende und realistische Inszenierung ist es Øie perfekt gelungen, die Panik der Menschen einzufangen, die in einer solchen dramatischen Situation betroffen sind. Doch es sind nicht nur die Retter am Unfallort, denen er mit The Tunnel ein filmisches Denkmal setzt, sondern auch diejenigen, die weit weg an den Notruftelefonen sitzen, die verzweifelte Anrufe der Eingeschlossenen entgegennehmen und zugleich die Rettungsmannschaften koordinieren.

The Tunnel – Die Todesfalle steht für alle Tunnel, die – nicht nur in Norwegen – ohne Notausgänge existieren (Zitat Original-Filmplakat: „Zwei Straßen führen hinein – keine hinaus…“) und zeigt, wie wichtig (vor allem in diesen Pandemiezeiten) ein guter Notfallplan ist.

Dass dieser Film keine Fiktion ist, sondern solche Katastrophen schon mehrfach passiert sind, zeigte der 24. März 1999. Im  geriet im Mont Blanc-Tunnel der Motor eines belgischen  LKW in Brand. Das Geschehen weitete sich zu einer Tragödie aus, die 39 Menschen ihr Leben kostete und zu einer dreijährigen Tunnelsperrung führte.
Im selben Jahr  ereignete sich am 29. Mai im österreichischen Tauern-Tunnel ein verheerender Brand nach einem folgenschweren Auffahrunfall.
Um 04:50 Uhr Nachts prallt ein Lkw 800 Meter vor dem Nordportal mit mindestens 50 km/h auf eine vor der Baustellenampel stehende Kolonne von 13 Fahrzeugen. Ein Pkw wird 25 Meter mitgeschleift, der Tank aufgerissen, ein Brand entsteht. Drei weitere Autos werden zermalmt und unter einen weiteren beladenen Laster geschoben, eines bis auf 40 Zentimeter zusammengequetscht.  Zuerst geht man von einem Toten aus, fünf Tage später ist aber klar, dass der Unfall zwölf Tote gefordert hat.
Weiß man um der reellen Gefahr in Tunneln, wirkt dieser Film noch bedrückender.

atmosphärisch bedrückende 6 Sterne von 6: ★★★
                                                          Kritik:
Wolfgang Springer

The Tunnel – Die Todesfalle ist unter anderem auf folgenden Plattformen digital erwerblich: iTunes, Amazon, Sky, Google, Maxdome, Videoload, Videociety, Chilli, On Demand, Vodafone. Eine BD-/DVD-Veröffentlichung ist derzeit nicht in Planung.

 © Bilder und Trailer: SquareOne Entertainment – Alle Rechte vorbehalten.

08. Berlin Alexanderplatz

Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2019

Drehbuch: Burhan Qurbani, Martin Behnkev
nach der gleichnamigen Roman von Alfred Döbling
Produzenten: Leif Alexis, Jochen Laube, Fabian Maubach
Regie
: Burhan Qurbani
Darsteller*innen: Welket Bungué, Albrecht Schuch,
Jella Hase, Joachim Król

Filmlänge: 176 min.
(DVD), 183 min. (Blu-ray)
: 26. November 2020 auf DVD, Blu-ray und digital
FSK: 12

Alfred Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“ wurde bereits im Jahr 1980 von keinem geringeren als Rainer Werner Fassbinder zu einer 14-teiligen Fernsehserie verfilmt. Lässt sich dieses Werk, das in neun Bücher unterteilt ist, in einen Film gießen? Burhan Qurbani hat den Versuch gewagt und zusätzlich die Geschichte in die Jetztzeit verlagert. Aus dem Sträfling Franz Biberkopf wird der afrikanische Flüchtling Francis. Die Chancen sind für beide in ihrem jeweiligen Umfeld und ihrer Zeit etwa gleich gut bzw. schlecht, ihr Leben auf legale Weise zu meistern. Bei der Berlinale 2020 wurde der Film für den goldenen Bären nominiert, beim deutschen Filmpreis erlangte er fünf Auszeichnungen.

Kurz zum Inhalt:
Der afrikanische Flüchtling Francis (Welket Bungué) ist fest entschlossen, sollte er die Überfahrt nach Europa überstehen, ein anständiges Leben zu führen. Dieses Gelöbnis in die Tat umzusetzen erweist sich allerdings als sehr schwierig. Über kurz oder lang beginnt er mit Reinhold (Albrecht Schuch), einem Drogendealer, Geschäfte zu machen. Eines schönen Tages lernt er Mieze (Jella Haase) kennen und verliebt sich in sie. Schafft Francis den Absprung in ein besseres Leben?

Die darstellerischen Leistungen sind durchwegs grandios, doch vor allem Alfred Schuch als Drogenhändler Reinhold muss hier explizit erwähnt werden. Seine Interpretation der Figur, der er dämonische Züge verleiht und somit die Fratze des Kapitalismus aufsetzt, ist exzellent. Hierfür konnte er einen Preis beim deutschen Filmpreis einheimsen. Ebenso positiv hervorzuheben ist die Kameraführung, für die Yoshi Heimroth verantwortlich zeichnet.

Die DVD bietet neben der deutschen Tonspur auch Untertitel in deutscher und englischer Sprache, Extras gibt es keine.

Das Fazit zu BERLIN ALEXANDERPLATZ ist nicht leicht zu ziehen, denn dieses Werk ist offensichtlich nicht für das Massenpublikum gedacht. Drei Stunden an schwieriger Kost trifft nicht jederfraus/jedermanns Geschmack. Die Verlagerung der Handlung aus den 1920ern in das Heute ist zweifelsfrei gut gelungen. Weniger gut gelungen ist die Tatsache, dass alle Migrant*innen, denen man begegnet, im kriminellen Milieu angesiedelt sind. Positiv wiederum ist der Off-Kommentar von Jella Haase, in welchem Passagen aus dem Roman gesprochen werden, was dem Ganzen eine elegische Note hinzufügt.

BERLIN ALEXANDERPLATZ ist kein simpler Film, der Kritik an der Gesellschaft verüben will, BERLIN ALEXANDERPLATZ ist episch und verursacht einen Sog, in den man gezogen wird, wenn man sich darauf einlässt und wozu Musikauswahl und Sounddesign einen großen Beitrag leisten. Doch bei all den positiven Aspekten dieses Werks, werden sicher viele im Publikum mit Unverständnis ob der Komplexität zurückgelassen – eine gewisse Vorkenntnis des Romans ist hier nahezu unabdingbar. Mitunter beschleicht einem auch das Gefühl, dass hier ein Meisterwerk geschaffen werden sollte, das gar nicht die normalen Kinogeher*innen ansprechen möchte. Dennoch vergeben wir ...

... wuchtig-epische 6 Sterne von 6: ★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

 © Entertainment One Films Germany Inc. Alle Rechte vorbehalten.

09. Die purpurnen Flüsse -
Staffel 2

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Belgien/ Deutschland/
Frankreich 2019

Drehbuch: Jean-Christophe Grangé, Louis Grangé,
Olivier Marchal

nach der gleichnamigen Romanvorlage von
Jean-Christophe Grangé
Regie: Olivier Barma, David Morley, Manuel Boursinhac, Ivan Fegyvères
Darsteller*innen:
Olivier Marchal, Erika Sainte, Christiane
Paul
Filmlänge: 6 Std. 40 Min.

: 4. Dezember 2020 auf DVD, Blu-ray und digital
FSK: 16

Das ungleiche Gespann Niémans (Olivier Marchal) und Camille Delaunay (Erika Sainte) bekommt in der zweiten Staffel wieder vier mystisch-blutige Fälle zu lösen: Von einer Schönheitsklinik auf dem Land führt sie der Weg weiter zu einem scheinbar rituellen Mord an einem Priester in der der Provence, danach gilt es einen vermeintlichen Voodoo-Mord in einem Flüchtlingslager in der Umgebung von Calais aufzuklären, bis Camille zu guter Letzt um das Leben ihres Sohnes Léo fürchten und kämpfen muss. So lässt sich diese Staffel in aller Kürze zusammenfassen. Ein bisschen mehr ins Detail wollen wir natürlich schon gehen.

Im ersten Fall (Zum Sterben schön/Innocentes) gelangen Niémans und Camille in die tiefste Provinz nahe der schweizerischen Grenze, wo in einer Schönheitsklinik ein mehr als seltsamer Mord passiert ist. Weder die Klinikchefin Vialle (Christiane Paul) noch die Dorfbewohner sind über die Ermittlungen erfreut. Nach und nach erhalten die beiden Ermittler Einblick über die ethisch fragwürdigen Machenschaften in der Klinik und welche Rolle die Dorfbewohner hier spielen. Denn das Dorf steht zwar in großer Abhängigkeit der Klinik, da es die Biokost für die reiche Kundschaft liefert, dennoch sind die meisten vor allem Vialle gegenüber nicht gerade positiv eingestellt. Die Art des Mordes erinnert an Hexenrituale, und so gelangt die Dorfschamanin Claude (Carole Franck) in den Fokus der Ermittlungen.

Obwohl die Provence herrliche Landschaft zu bieten hat, gibt es auch hier einen bizarren Mord, der weitere nach sich zieht. In Zeit der Bestrafung/Furta Sacra wird der Leichnam eines Ortspriesters auf seltsame Art dargestellt und es stellt sich die Frage, ob dieser Mord in Zusammenhang mit einer gestohlenen Reliquie steht. Nach einem weiteren Raub und Mord erkennt das Ermittlerduo langsam den roten Faden und stellt Nachforschungen zu der Zeit des Jugoslawienkrieges an.

Im dritten Fall (Das Ritual/Kanbaltyu) werden die Themen Flüchtlingskrise, Korruption und Menschenhandel ins Zentrum gerückt. Die Bilder im Flüchtlingscamp „Dschungel“, die die Macher hier vermitteln, gehen tief unter die Haut und sollten niemanden kalt lassen. Zu Recht wurde diese Folge im Jahr 2019 ausgezeichnet. Der Fall an sich dreht sich um den Mord an einer jungen Frau. Diese zunächst Unbekannte wurde anscheinend nach einem afrikanischen Ritual getötet. Camille versucht in der Flüchtlingsunterkunft als Sozialarbeiterin getarnt mehr herauszufinden – denn als Polizist kommt man keinen Zutritt. Im Camp lernt sie Professor Moussa (Issaka Sawadogo) kennen, der eine Art Vermittler zwischen den verschiedensten Bevölkerungsgruppen darstellt.

Das Geheimnis des Blutes/La Lignée de Verre beschert Camille den wohl persönlichsten Fall: Ihr Sohn Léo, den sie seit Jahren nicht gesehen hat, gibt sich bei einer reichen Familie als vor Jahren entführter Sohn aus. Anfangs sieht es so aus, als ob Léo das große Los gezogen hat, aber nach und nach wird sein Aufenthalt immer mehr zum Alptraum. Die Niémans und Camille beginnen, die damalige Entführung nochmals zu untersuchen, was dem dortigen Polizeiinspektor nicht behagt. Camille konzentriert sich hauptsächlich darauf, auf irgendeine Art auf das Anwesen zu gelangen, während Niémans sich immer tiefer in den alten Fall vergräbt. Während Léo immer tiefen in einen Strudel des Horrors gezogen wird, kommen die Ermittler dem Geheimnis der Familie Monferville auf die Spur, doch die Zeit drängt, um Léo zu retten.

DIE PURPURNEN FLÜSSE baut im Großen und Ganzen auf die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern und die Atmosphäre der Fälle. Niémans sieht in seiner ehemaligen Schülerin Camille schon mal eine Art Tochter, die er gerne schützt und ihr unter die Arme greift. Obwohl er meist wie ein alter, grantelnder Ermittler wirkt, hat er trotzdem einen weichen Kern – zumindest Camille gegenüber. Camille wiederum ist impulsiv, lässt sich schon mal von ihren Gefühlen leiten bzw. ablenken, doch hat sie oft den richtigen Riecher, um im Fall weiterzukommen. So manch einer wird diese beiden eher als negativ empfinden, nichtsdestoweniger versprühen sie einen gewissen – wenngleich spröden – Charme. Die Atmosphäre wird bei DIE PURPURNEN FLÜSSE durch die sich langsam entwickelnde Handlung erreicht, alle vier Fälle werden auf der DVD als Zweiteiler aufbereitet, wobei sich manch Schnitt als nicht ideal bezeichnen lässt. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass auch daraufgesetzt wird, möglichst bizarre Mordarten zu finden, um mystisch zu sein.

In Frankreich war die Serie weiterhin ein großer Erfolg, weshalb eine dritte Staffel bestellt wurde.

Die DVD bietet erfreulicherweise neben der deutschen Tonspur ebenso die französische Originalfassung, Untertitel sind immerhin in englischer Sprache vorhanden. Einige Heimkinohighlights sind die einzigen Extras, die es zu finden gibt.

Bis auf die letzte Folge ist diese Staffel wieder als durchaus gelungen zu bewerten, die erwähnte Folge ist leider extrem abstrus, seltsam und mehr als an den Haaren herbeigezogen.

Somit gibt es 4 Sterne von möglichen 6: ★★★
                                                       Kritik: Veronika Murauer

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Episoden:

01. Zum Sterben schön (1)
02. Zum Sterben schön (2)
03. Zeit der Bestrafung (1)
04. Zeit der Bestrafung (2)
05. Das Ritual (1)
06. Das Ritual (2)
07. Das Geheimnis des Blutes (1)
08. Das Geheimnis des Blutes (2)

10. BROKENWOOD -
Mord in Neuseeland
Staffel 3

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Neuseeland 2016

Darsteller*innen: Neill Rea, Fern Sutherland, Nic Sampson, Christina Ionda, Pana Hema Taylor

Filmlänge: 5 Std. 56 Min.

: 4. Dezember 2020 auf DVD und digital
FSK: 12

Willkommen zurück im Land der Kiwis und Hobbits!

In Staffel 3 der im doppelten Wortsinn mehrfach ausgezeichneten Serie müssen Shepherd und sein Ermittlerteam dem gewaltsamen Treiben entgegentreten, das selbst den zumeist friedlichen Ort Brokenwood erschüttern kann. In den vier Fällen bekommen sie es mit giftigen Spinnen, einem missglückten Cluedo-Liverollenspiel und dem Tod eines Oldtimer-Enthusiasten zu tun. Und dann wäre da noch jemand, der Santa Claus an den Kragen will. Dabei gibt es eine ordentliche Portion „Herr der Ringe“-Feeling und einen Weihnachtswichtel namens Jared…

Episode 1 - Der schwarze Witwer:
Gleich zu Beginn dieser dritten Staffel gibt es eine Tour durch Mittelerde und endet mit einer Leiche im Spinnenwald, die passenderweise in einer Art Kokon eingehüllt ist. Bei der Toten handelt es sich um Tourleiterin Debbie, die regelmäßig Touristen einen Schrecken versetzt. Ihr Ehemann und Mitinitiator der Herr der Ringe Touren ist überzeugt, dass Debbie aufgrund ihrer Diabetes gestorben ist. Während der Obduktion krabbelt jedoch eine Katipo-Spinne aus Debbies Mund, weshalb ein Spinnenbiss als Todesursache in Betracht gezogen werden muss. Detective Senior Sergeant Mike Shepherd (Neill Rea) und seine Kollegin Detective Kristin Sims (Fern Sutherland) finden – tatkräftig unterstützt von D.C. Sam Breen (Nic Sampson) – bei ihren Ermittlungen heraus, dass das Gift eine weitaus stärkere Dosierung war, als eine Spinne bei einem Biss abgeben würde. Nun geht es in gewohnt ruhiger Weise auf Motiv- und Tätersuche. Ob der Mörder in der hart umkämpften Tourismusbranche zu finden ist?

Episode 2 - Das Spiel vom Tod:
Im zweiten Fall wird der beliebte Schriftsteller Declan O’Grady (Mark Mitchinson) zu Grabe getragen, doch dann passiert ein Unfall mit dem Leichenwagen und der Sarg bringt eine falsche Leiche zum Vorschein. Shepherd und Sims haben jetzt einiges zu tun, da sich viele Fragen stellen: wer ist die tote junge Frau (J.J. Fong), wo ist der Leichnam von O’Grady hingekommen und woran starb die Frau. Reverend Greene (Roy Ward) hilft dem Ermittlerteam weiter, denn er weiß, dass O’Grady im Krimiclub tätig war und es bei dem Cluedo Liverollenspiel ganz schön herging.

Episode 3 - Benzin im Blut:
Teil drei der Staffel sorgt für einen Mord an einem Einbrecher. Dieser wird tot in einer Autowerkstatt für Oldtimer gefunden. Der Besitzer Charlie Baxter (Chris Hobbs) ist überzeugt, dass der Einbrecher während eines Einbruchversuchs durch einen Unglücksfall zu Tode gekommen ist. Doch so einfach ist die Sache natürlich nicht. In Brokenwood gibt es eine sehr umtriebige Szene im Oldtimermilieu. Hier herrscht große Rivalität zwischen den Alten und den Jungen. Im Laufe der Folge stirbt Baxter, und das Ermittlerteam findet heraus, dass es nicht nur um die alten Autos geht.

Episode 4 - Blutige Verlobung:
Zu guter Letzt gibt es noch eine weihnachtliche Folge, doch von Weihnachtsfrieden ist nicht viel zu merken. Santa Claus persönlich ist tot. Bürgermeister Evan Whitestone (Ross McKellar) hat während des Straßenumzugs Santa personifiziert und jetzt sitzt er in seinem Wohnzimmerstuhl, blutüberströmt und tot. Ein so prominentes Todesopfer erfordert besonders intensive Ermittlungen. Ob der Mord politisch motiviert war und einer der beiden möglichen Nachfolger seine Finger im Spiel hatte? Steckt womöglich Whitestones Wahlkampfleiterin Maureen (Denise Snoad) dahinter – immerhin ist sie nicht aufzufinden. Rasch stellt sich heraus, dass Maureen als Täterin nicht in Frage kommt, steckt sie als Santa-Claus Attrappe im Schornstein.

Die DVD von BROKENWOOD bietet sowohl englische als auch deutsche Tonspur und dazu noch Untertitel in deutscher Sprache an. Extras sind keine enthalten.

Die dritte Staffel hält vier Fälle in Spielfilmlänge parat und serviert den Fans gewohnte Kost: ein Ermittlerteam, das weniger durch Action und Verfolgungsjagden, sondern durch Instinkt und Köpfchen zum Erfolg kommt. Die Location in Neuseeland ist nach wie vor ein großer Hingucker, desgleichen die überaus sympathischen Darsteller*innen sowie ihre Figuren, die Eigenheiten der einheimischen Bevölkerung und darüber hinaus unterhaltsame Dialoge lassen BROKENWOOD weiterhin zu einer vergnüglichen Serie werden. Doch bei all den positiven Punkten sind leider die Fälle, die auf neunzig Minuten ausgedehnt wurden, ziemlich abstrus, nicht ganz schlüssig und auch langatmig geraten – vielleicht sollte man die Länge kürzen, denn weniger ist oft mehr.

Das Bonusmaterial ist, mit diversen Filmtrailern aus dem Edel Angebot, leider ein wenig dürftig ausgefallen.

Ob der Nettigkeit und des Unterhaltungswertes gibt es ...

... 4 Sterne von 6: ★★★
                                                                          Kritik: Veronika Murauer

11. Kommissar Wallander -
Staffel 1

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
GB 2008

Drehbuch: Richard Cottan, Richard McBrien, Peter Harness, James Dormer, u.a.
nach den gleichnamigen Romanen von Henning Mankell
Regie: Philip Martin Niall MacCormick, Benjamin Caron, u.a.
Darsteller*innen: Kenneth Branagh, Sarah Smart, Sadie Shimmin, Tom Hiddleston, Richard McCabe,
Jeany Spark, Tom Beard
Musik: Emily Barker, Martin Phipps, Dominic Muldldowney, Natalie Holt
Filmlänge: 4 Std. 30 Min.

: 27. November 2020 auf DVD und digital
FSK: 16

Die erste Staffel der beliebten und erfolgreichen Wallander-Reihe umfasst drei Episoden à neunzig Minuten. In der Titelrolle fungiert Kenneth Branagh, der sowohl als Regisseur als auch Schauspieler große Erfolge erringen konnte – unter anderem fünf Oscar-Nominierungen.

Episode 1 - Die falsche Fährte:
Der erste Fall beginnt mit einem Selbstmord, der sich vor Wallanders Augen ereignet. Ein junges Mädchen flüchtet in ein Rapsfeld und als Wallander näherkommt und sich als Polizist zu erkennen gibt, übergießt sie sich mit Benzin und zündet sich an. Wallander quält die Frage, wieso die 15-jährige dermaßen verängstigt war, dass sie sich umbringen musste. Viel Zeit, um sich mit diesem Tod zu beschäftigten, bleibt dem Kommissar allerdings nicht, denn der nächste Fall wartet bereits. Der frühere Justizminister wird ermordet, kurz darauf ein Kunsthändler. Da sich die beiden Morde gleichen, ist man auf der Suche nach einem Serientäter. Der junge Profiler Mats Ekholm (Joseph Chance) soll dabei etwas mehr Licht in die Sache bringen. Allerdings ist Wallander davon nicht gerade begeistert. Seine ohnedies schon trübe Stimmung hellt ebenso wenig der Gedanke an eine Geburtstagsfeier mit seinem Vater (David Warner) auf. Die Beziehung der beiden ist durchwegs schwierig.

Episode 2 - Die Brandmauer:
In Folge 2 wird ein Taxifahrer scheinbar grundlos von zwei Teenagern erschlagen. Als Tatmotiv geben sie an, dass sie Geld brauchten, dies scheint bei der geringen Ausbeute nicht allzu glaubhaft. Was Wallander besonders erschüttert, ist der Umstand, dass die beiden Mädchen keinerlei Reue zeigen. Sonja (Susannah Fielding), eine der beiden Täterinnen, gelingt es, aus der Zelle zu fliehen. Ihre Freiheit währt nicht allzu lange, bald wird ihre verkohlte Leiche in einem Umspannwerk gefunden. Und weitere Tote folgen noch. Als Drahtzieher werden Hacker vermutet, die es auf das Bankensystem abgesehen haben. Wenigstens dürfte Wallander langsam aus seinem Stimmungstief herauskommen, denn er nimmt (etwas widerwillig) den Vorschlag seiner Tochter Linda (Jeany Spark) an, auf ein Date zu gehen. Über eine Online-Kontaktseite lernt er Ella Lindfeldt (Orla Brady) kennen, die ihm leicht den Kopf verdreht. Leider verbinden sich die Morduntersuchungen mit Ella.

Episode 3 - Mittsommermord:
Der letzte der drei Fälle ist sowohl für Wallander als auch das Publikum der emotionalste. Zunächst wirkt alles ganz friedlich, ein paar Teenager feiern Mitsommer und verkleiden sich dazu im Stil des 18. Jahrhunderts. Eine besorgte Mutter taucht auf der Polizeistation auf, denn sie hat von ihrer Tochter seit dem Tag nichts mehr gehört. Da einige Postkarten aus verschiedenen Teilen Europas ankommen, geht Wallander nicht von einem Unglück aus. Als die Leichen der drei Jugendlichen entdeckt werden, nimmt Wallander die Ermittlungen auf. Sein Kollege Svedberg (Tom Beard) wird ebenfalls ermordet. Dies trifft den Kommissar sehr, denn es stellt sich heraus, dass Svedberg ihn als Freund angesehen hat, und er (Wallander) doch nichts über ihn weiß. Wallander kommt dahinter, dass sein toter Kollege in dem Fall der Teenager schon länger ermittelt hat. Eine Spur bringt Wallander zu Isa (Flora Spencer-Longhurst), die bei der Mitsommerfeier nicht dabei sein konnte. Er findet sie gerade noch rechtzeitig, denn Isa hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Neben seiner angeschlagenen Psyche macht Wallander zusätzlich seine Gesundheit zu schaffen, nach einem Zusammenbruch wird Diabetes bei ihm diagnostiziert. Doch eine Auszeit kann er sich nicht nehmen, denn der Mörder ist längst noch nicht fertig.

Zu Beginn der Serie mag es vielleicht Zweifel gegeben haben, dass britische Schauspieler in eine schwedische Krimivorlage passen könnten, doch Kenneth Branaghs Spiel löscht diese Zweifel gleich zu Beginn vollends aus. Er gibt dem Ermittler enorme Tiefe, sowie eine Verzweiflung, gepaart mit Selbstzweifel und Hang zu Selbstzerstörung, sodass man meinen könnte, Henning Mankell habe diese Rolle für ihn geschrieben. Die Entscheidung, in schwedischer Landschaft zu filmen, ist ein zusätzliches Plus. Die Weite sowie die Düsterkeit der schwedischen Wälder erzeugen genau die passende Stimmung. Mit der Besetzung der Nebenrollen wurden ebenso Akzente gesetzt, die zum Erfolg von KOMMISSAR WALLANDER beitragen: Jeany Spark (Collateral, Man Down, Da Vincis Demons), Sadie Shimmin (Coronation Street, Mr. Selfridge) Tom Hiddleston (Loki im Marvel Universum, High-Rise, Night Manager), Richard McCabe (1917, Notting Hill), Ur-Gestein David Warner (Titanic, Ripper Street, Black Death).
Kein Wunder also, dass die Serie so manchen Preis und zahlreiche Nominierungen einheimsen konnte.

Die DVD bietet deutsche und englische Tonspur sowie deutsche Untertitel, Extras sind leider keine zu finden. Ein Making-of oder Interviews wären sicher nett gewesen.

KOMMISSAR WALLANDER hat einiges zu bieten: gut gezeichnete Charaktere, knifflige Fälle, einen stimmigen Soundtrack, der die Atmosphäre verdichtet und die passenden Rollenbesetzungen.


Somit kann es nur eines geben:

stimmige 6 Sterne von 6: ★★★

             Kritik: Veronika Murauer

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12. ALTES LAND

Vertrieb: Pandastorm
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2019

Drehbuch: Sherry Hormann
nach dem Bestsellerroman von Dörte Hansen
Regie: Sherry Hormann
Darsteller*innen:
Iris Berben, Maria Ehrich,
Nina
Kunzendorf, Karoline Eichhorn, Svenja Liesau,
Peter Kurth, Milan Peschel, Matthias Matschke
Filmlänge: 180 min.

: 11. November 2020 auf DVD
FSK: 12

Das Alte Land zwischen Stade und Hamburg ist bekannt für seine Obstfelder und die wunderschöne Landschaft entlang der Elbe. Die großen Fachwerkhöfe zeugen von einflussreichen Familien, die über Jahrhunderte ihr Geld mit dem Anbau von Äpfeln, Kirschen und anderen regionalen Früchten verdienten.

Von diesem malerischen Fleckchen Erde und ihren eigentümlichen Bewohnern berichtet die 1964 in Husum geborene Autorin Dörte Hansen in ihrem Erstlingswerk Altes Land. Die über sieben Jahrzehnte, auf mehreren, ineinander verwobenen Zeitebenen erzählte Geschichte von drei Frauen und drei Generationen war DER Überraschungserfolg des Jahres 2015, wurde zum „Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels“ gekürt und avancierte darüber hinaus zum Jahresbestseller 2015 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Bis heute hat sich der Roman bereits über eine Million Mal verkauft.

Nun veröffentlichte Pandastorm am 11. Dezember 2020 die DVD der aufwändigen TV-Verfilmung Altes Land, die als Zweiteiler im ZDF ausgestrahlt wird.

Die Story:
Schauplatz der unkonventionellen, tragischen, aber auch humorvollen Erzählung ist ein großer Hof im Alten Land. Hier lebt die eigenwillige Vera (Iris Berben), seit sie dort 1945 als 5-jähriges Flüchtlingskind aus Ostpreußen zusammen mit ihrer Mutter gestrandet war. Es brauchte sehr lange, bis sie diesen Landstrich als ihre Heimat ansah und noch länger, bis auch die Menschen sie als einen Teil der Gemeinschaft aufnahmen. Zwar fühlt sich Vera ein Leben lang fremd in dem kalten Bauernhaus, will aber dennoch nicht weg. Sie verteidigt nicht nur vehement Hof und Land, sondern auch ihre Eigenheiten und ihren Widerwillen bezüglich jedweder Veränderungen. Lediglich mit ihrem direkten Nachbarn Hinni (Peter Kurth) pflegt sie eine Art Umgang.

Auf der Beerdigung von Veras Ziehvater Karl (Milan Peschel) kommt es zu einem Wiedersehen mit ihrer sehr viel jüngeren Halbschwester Marlene (Nina Kunzendorf), das im Eklat endet („Alles, was du und ich gemeinsam haben, sind die braunen Haare“, so Vera zu Marlene). Alte Wunden werden aufgerissen, und verbittert schließt sich Vera mit ihren beiden Hunden in dem alten Gehöft ein, bis ihre Halbnichte Anne (Svenja Liesau) und deren kleiner Sohn Leon vor der Tür stehen. Die beiden Frauen sind einander zunächst fremd, jedoch haben das frühere „Polackenkind“ Vera und Stadtflüchtling Anne, die von ihrem Mann betrogen wurde und das Leben im schicken Ottensen nicht mehr erträgt, viel mehr gemeinsam, als sie zu diesem Zeitpunkt ahnen. Denn Vera kennt Annes Nöte nur allzu gut – nirgendwo dazuzugehören, nicht angekommen zu sein, ein Zuhause zu suchen und Wurzeln schlagen zu wollen. Und genau in dieser Konstellation wird das Familientrauma, alles verloren zu haben, heilen können…

Die Handlung springt zwischen dem letzten Kriegsjahren bzw. den Jahren danach und dem Heute. Das kann schon mal ein wenig verwirrend sein. Doch sind die beiden Geschichtsstränge so geschickt und logisch aufgebaut und miteiander verwoben, dass sich bald ein klares Bild ergibt, dem man gespannt folgt.

Altes Land ist die bemerkenswerte Literaturverfilmung über das Deutschland unserer Mütter und Großmütter, Menschen ohne Heimat, über Reiz und Widersinn der Sehnsucht nach dem Landleben und das Trauma von Flucht und Vertreibung, das in vielen Familien bis heute nachwirkt.

Die vielfach ausgeichnete Iris Berben briliert in ihrer Rolle als Vera. Dazu wurde sie maskenbildnerisch älter gemacht. Großartig auch Milan Peschel (Tatort – Weil sie böse sind, Preis der Freiheit) als Karl, eine wunderbare Besetzung. Die beiden überzeugen in jeder Szene.

In weiteren Hauptrollen glänzen Maria Ehrich (Rubinrot, Ku’damm ’59), Nina Kunzendorf (Tatort Frankfurt, Liebesjahre), Karoline Eichhorn (Der Sandmann, Gegen Ende der Nacht), Peter Kurth (Herbert, Babylon Berlin), Milan Peschel , Matthias Matschke (heute show, Professor T.) und Shooting-Star Svenja Liesau. Und auch die  Nebenrollen sind passend besetzt.



Bemerkenswerte
5 Sterne von 6:

★★★

            Kritik:
Wolfgang Springer

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13. BALTHAZAR - Staffel 1

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Frankreich 2019

Drehbuch: Clothilde Jamin, Clélia Constantine, Soiliho Bodin, Marion Carnel, Sylvain Caron, Nicolas Clément
Regie: Mona Achache, Franck Brett, Camille Delamarre
Darsteller*innen: Tomer Sisley, Héléne de Fougerolles, Pauline Cheviller

Filmlänge: 6 x 55 Min.

: 13. November 2020 auf DVD und digital
FSK: 16

Die französische Krimiserie BALTHAZAR rückt den forensischen Pathologen Raphaël Balthazar (Tomer Sisley) in den Mittelpunkt. Und genau hier gehört der arrogante, äußerst eigenwillige, von sich selbst überzeugte, aber auch gnadenlose gute Rechtsmediziner auch hin. Schnelle Autos, belanglose One-Night-Stands und Adrenalinkicks, das ist seine Welt.

In sechs interessanten Folgen á 54 Minuten löst Balthazar an der Seite von der neuen Capitaine Helene Bach (Hélène de Fougerolles) besonders knifflig und ebenso verstörende Fälle. Wie oben beschrieben, ist Balthazar sozial nicht besonders angepasst, doch hinter der Fassade trauert er um seine Freundin Lise (Pauline Cheviller), die vor einigen Jahren umgebracht wurde. Seither spricht er mit ihr, aber auch mit den Toten, die auf seinem Seziertisch landen. Auf diese Art kommt er immer wieder auf Geheimnisse, die den anderen verborgen blieben. Die Jagd auf den wahren Mörder seiner Freundin macht ihn geradezu zu einem Besessenen, um weiterzukommen dehnt er schon mal die ein oder andere rechtliche Grenze. Denn obwohl ein Schuldiger gefasst wurde, ist Balthazar nach einem Mordfall überzeugt, dass der echte Täter auf freiem Fuß ist.

Der Beginn der Zusammenarbeit mit Bach ist etwas holprig, doch nach und nach wachsen die beiden zusammen und erarbeiten sich gegenseitigen Respekt. Allerdings mit Respekt ist es bei Balthazar meist nicht weit her, Machosprüche und anzügliche Bemerkungen stehen bei ihm an der Tagesordnung. Seine Arbeitsweise ist ungewöhnlich, doch ihm gelingt es immer wieder, entscheidende Hinweise zu finden, die Bach helfen, die Mörder zu überführen.

Die Serie rückt den Fokus auf die Arbeit der Gerichtsmedizin, die Polizist*innen sind nicht so sehr im Mittelpunkt. Dadurch ist die Bildsprache oft sehr hart – aber Pathologie ist nun mal ein hartes Geschäft. Dennoch wurde nicht vergessen, die Figuren mit Emotionen auszustatten, die nachvollziehbar sind. Bach kämpft mit einem Problem, das viele berufstätige Frauen haben: Familie und Job unter einen Hut zu bringen ist ein Knochenjob, und wenn es sich um einen Beruf mit unregelmäßigen, langen Arbeitszeiten handelt erst recht. Der Kniff, dass Balthazar mit den Toten spricht, sorgt dafür, dass man ein bisschen mehr in seine Gedankenwelt eintreten kann.

Die Synchronisation ist ausgemacht gut gelungen, man hat hier routinierte Sprecher*innen gefunden, die authentisch wirken und die Figuren jenen Emotionen füllen, die die französischen Originale vorgeben. Wer die Darsteller*inne mit ihren eigenen Stimmen hören möchte, kann dies mit der französischen Tonspur, als Hilfestellung gibt es deutsche Untertitel. Die DVD weist bis auf ein paar Vorschauen auf weitere Serien keine weiteren Extras auf.

Bei BALTHAZAR muss man ob der wirklich guten Umsetzung sagen, dass sechs Folgen eindeutig zu wenig sind. Erfreulicherweise ist die zweite Staffel bereits fertig und flimmerte in Frankreich bereits über die Bildschirme und eine dritte Staffel soll folgen. Die Altersfreigabe von 16 Jahren ist unter anderem den expliziten Szenen im forensischen Labor geschuldet und geht durchaus in Ordnung. Dass diese Serie nicht zu dunkel wird, ist dem feinen Humor zu verdanken, den vor allem Balthazar versprüht.

BALTHAZAR hebt sich wohltuend von den ganzen amerikanischen Gegenparts ab. Einerseits, weil die Fälle nicht immer im Schema F ablaufen und andererseits, weil die Figuren wesentlich stärker ausgearbeitet wurden, die es schaffen, dass man rasch eine emotionale Bindung entwickelt. Und natürlich, weil Tomer Sisley ein äußerst charismatischer Darsteller ist und Hélène de Fougerolles ein großartiger Widerpart ist.

Es gibt hier einfach 6 großartige Sterne von 6: ★★★
                                                           Kritik: Veronika Murauer


Episoden:
01. Aus Fleisch und Blut
02. Todesurteil
03. Blindlings
04. Seelenverwandte
05. Das Leben in Stücken
06. Die Verschwundenen

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14. Chicago Fire - Staffel 8

Produktion & Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
USA 2019

Idee: Michael Brandt, Derek Haas
Produktion: Michael Brandt, Derek Haas
Darsteller*innen: Jesse Spencer, Taylor Kinney,
Lauren German, David Eigenberg, Eamonn Walker,
Charlie Brnett, Monica Raymund, Teri Reeves, Joe Minoso, Yuri Sardarov, Christian Stolte, Dora Madison Burge,
Kara Killmer, Steven R. McQueen, Annie Ilonzeh,
Miranda Rae Mayo

Filmlänge: ca. 14 Std.
40 Min.
: 22. Oktober 2020 auf DVD und Blu-ray
FSK: 16

Zu Beginn der achten Staffel gilt es einen großen Verlust zu verarbeiten, denn beim Brand in einer Matratzenfabrik kam es zu einem folgenschweren Unfall. Hier heißt es für so manchen, die Taschentücher bereitzuhalten. Da nun eine Person in der Wache 51 fehlt, muss rasch Ersatz gefunden werden. Dieser scheint mit Blake Gallo (Alberto Rosende) gefunden, doch Chief Boden (Eamonn Walker) hat mit dessen ungestümen Art seine Schwierigkeiten. Eigentlich möchte er Gallo nicht in seinem Team haben, doch Severide (Taylor Kinney) und Casey (Jesse Spencer) setzen sich sehr für den Neuling ein. Severide tritt eine neue Stelle bei OFI (Office of Fire Investigation) an, ob er wieder zum Team der 51. zurückkehren wird, ist offen.

Brett (Kara Killmer) zieht zu Beginn der Staffel mit ihrem Verlobten zurück nach Fowlerton, doch nach einigen Monaten vermisst sie ihr zu Hause – die 51. Foster (Annie Ilonzeh) ist darüber mehr als erleichtert, ist sie mit Bretts Ersatz trotz aller Bemühungen ganz und gar nicht klargekommen.

Neben den gewohnten actiongeladenen Brandeinsätzen kommt es zu schweren Unfällen, Geiselnahmen oder einem Ungezieferproblem. In Folge 4 kommt es zu mehreren Fällen von Menschen, die Wunden durch fleischfressende Bakterien haben. Hier müssen die Teams von Chicago Fire, Chicago P.D. und Chicago Med. eng zusammenarbeiten, um das Schlimmste zu verhindern.

Ein weiteres Crossover mit Chicago P.D. startet in der 15. Folge, als es zu mehren Opioid Überdosen unter Teenagern kommt. Der zweite Part ist eigentlich im Chicago P.D. Universum angesiedelt, doch ist diese Folge selbstverständlich auch hier zu sehen.

So wie schon bei Chicago Med (Staffel 5) kam es auch bei CHICAGO FIRE zu einem abrupten Staffelende, denn es hätten noch weitere drei Episoden gedreht werden sollen. Somit wird es interessant, wie die Drehbuchschreiber etwaige lose Enden in der neunten Staffel zu einem Ganzen zusammenfügen werden.

Man kann CHICAGO FIRE sowohl in englischem Originalton als auch in deutscher Synchronfassung schauen, Untertitel sind ebenfalls möglich. Extras sind keine vorhanden.

Auf Grund des großen Erfolges sind neben Staffel 9 bereits die Staffeln 10 und 11 bestellt. Die Mannschaft von Wache 51 kann sich also nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern bekommt noch genug zu tun. Doch bei aller Freude, dass es weitere Abenteuer rund um Chief Boden geben wird, muss doch gesagt werden, dass auch diese Serie der „Fluch“ der langlebigen Serien ereilt. Die Geschichten wiederholen sich in abgeänderter Form und auch die Figuren erhalten keine nennenswerten Weiterentwicklungen. Vielleicht konnte die Zwangspause genützt werden, um wieder mehr Qualität anstatt Quantität einfließen zu lassen.

Da die Action-Sequenzen wirklich gut gemacht sind und die Hauptfiguren einem bereits ans Herz gewachsenen sind, gibt es ...

... 4 Sterne von 6: ★★★
                                                           Kritik: Veronika Murauer

Episoden:
01. Frische Wunden
02. Höhenrettung
03. Aus der Hölle
04. Die Seuche (Teil 1)
Bonus: Die Seuche (Teil 2)
           (Chicago Med Cross-Over)
Bonus: Die Seuche (Teil 3)
           (Chicago PD Cross-Over)
05. Die nächste Generation
06. Der Draufgänger
07. Befehl von oben
08. Jede Sekunde zählt
09. Wo Rauch ist ...
10. Rivalen

11. Das große Rennen
12. Falscher Alarm
13. Niemls allein
14. Feuertaufe
15. Kreuzzug
Bonus: Die Last der Schuld
           (Chicago PD Cross-Over)
16. Das Buddy-Prinzip
17. Kindheitstrauma
18. Der beste Job der Welt
19. Die Macht der Medien
20. Nächste Schritte

© Universal Studios.
Alle Rechte vorbehalten.

15. Chicago PD - Staffel 7

Produktion & Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
USA 2019

Idee: Dick Wolf, Matt Olmstead, Derek Haas
Produktion: Michael Brandt, Derek Haas, Danielle Gelber, Peter Jankowski
Darsteller*innen: Jason Beghe, Jon Seda, Laroyce Hawkins,
Sophia Bush, Patrick Flueger, Marina Squericiati, Elias Koteas, Jesse Lee Soffer, Amy Morton, Brian Geraghty, Archie Kao
Musik: Atli Örvarsson
Filmlänge: ca. 13 Std.
20 Min.
: 22. Oktober 2020 auf DVD
FSK: 16

Die Polizeidrama-Serie rund um Sergeant Hank Voight (Jason Beghe) und seine Einheit ist zurück, den Verbrechern von Chicago sei gesagt, hier handelt es sich um Polizist*innen, die unerbittlich gegen sie vorgehen, wenn es sein muss notfalls unter Ignorierung der Regeln.

Natürlich müssen wieder Morde aufgeklärt werden oder gegen Drogenhandel und organisiertes Verbrechen gekämpft werden – und das ist die Stärke des 21. Reviers des Chicago Police Departments. Zu Beginn der Staffel steht Voight selbst unter Mordverdacht, denn sein Verhältnis zum Mordopfer, Bürgermeister Kelton, war mehr als angespannt. Hier hätte sich eine große Chance aufgetan, einen spannenden Handlungsbogen aufzubauen, doch stattdessen begnügte man sich, den Mord quasi im Vorbeigehen aufzuklären. Burgess (Marina Squerciati) wird bei einer Verfolgungsjagd verletzt und muss verarztet werden, im Zuge dessen erhält sie eine schockierende Diagnose. Halsteads (Jesse Lee Soffer) Verhältnis bringt ihn in Gefahr, als seine Geliebte in einen Fall des Teams verwickelt ist. Atwater (LaRoyce Hawkins) muss mehrmals undercover gehen, um ein Drogenkartell bzw. eine Waffenschieberbande auszuhebeln.

Wie schon in Chicago Med (Staffel 5) und Chicago Fire (Staffel (?) ist das dreiteilige Crossover „Infection“ bestens gelungen und das zweite Crossover mit Chicago Fire kann sich gleichfalls sehen lassen. Alle Folgen aus den anderen Universen sind natürlich ebenso auf der DVD. Wirklich interessant sind in dieser Staffel erneut die Entwicklung der Beziehungen im Team und wie sich Neuzugang Vanessa Rojas (Lisseth Chavez) hier einfügen kann. Sie schließt die Lücke, die durch den Abgang von Antonio Dawson (Jon Seda), der übrigens Off-Screen stattgefunden hat, entstanden ist. Für eine wichtige Nebenrolle konnte Michael Beach als Darius Walker gewonnen werden, allerdings wird Walker in den zukünftigen Staffeln keine Rolle mehr spielen.

Auch CHICAGO P.D. muss Corona bedingt zwei Folgen früher als geplant enden, weshalb die Macher für die nächste Staffel einiges an Gestaltungsmöglichkeiten haben, die Storyplots voranzutreiben.

Chicago P.D. ist keine Serie mit makellosen Cops, hier haben einige Protagonist*innen gewaltig Dreck am Stecken. Das ist eine angenehme Abwechslung zu anderen Polizeiserien, dennoch nützt sich dieses Prinzip schön langsam ab. Kaum einer der Charaktere ändert sein Verhalten oder wird dafür zur Rechenschaft gezogen, selbst wenn die Grenzen des Legalen bis aufs Äußerste ausgereizt werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die bereits angelaufene achte Staffel und die schon bestellte neunte und zehnte Staffel entwickeln.

Die DVD zu CHICAGO P.D. kann sowohl in deutscher als auch englischer Tonspur geschaut werden, die dazugehörigen Untertitel sind ebenfalls abrufbar. Extras gibt es leider keine.

Die siebte Staffel ist nach wie vor schnörkelos, hat aber einige Plot-Chancen nicht ergriffen, da wäre einiges mehr rauszuholen gewesen, die Fans dieser Serie werden nach wie vor gut unterhalten, weshalb es ...

... 4 Sterne von 6 gibt: ★★★
                                                           Kritik: Veronika Murauer

Episoden:
01. Zweifel
02. Doppelter Einsatz
03. Ein schlechter erster Tag
Bonus: Die Seuche (Teil 1)
           (Chicago Fire Cross-Over)
Bonus: Die Seuche (Teil 2)
           (Chicago Med Cross-Over)
04. Die Seuche (Teil 3)
05. Auf die harte Tour
06. Blutopfer
07. Harter Stoff
08. Ohne Reue
09. Absolution
10. Schwere Geschütze
11. Verschworene Gemeinschaft
12. Von den Besten lernen
13. De Ring
14. Von allen verfolgt

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15. Die Last der Schuld
16. Häusliche Gewalt
17. Querschläger
18. Grenzüberschreitung
19. Scheinheilig
20. Todesstille

© Universal Studios.
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