Verlosung TERRA X Vol 16 DVD bis 20.9.2021

01. TERRA X Edition Vol. 16

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2019-2021

Filmlänge: ca. 405 min.
(9x45 min.)
: 9. Juli 2021 auf 3 DVDs
FSK: 12

Anthropozän – Das Zeitalter des Menschen

Buch: Jens Monath, Heike Schmidt
Regie: Jens Monath

Moderator: Dirk Steffens
Musik: Henning Lohner
Produktion: ZDF-Eigenproduktion

Über Jahrmilliarden formten die Elemente Feuer, Wasser und Luft die Erde – bis der Mensch den Planeten innerhalb kürzester Zeit gravierend veränderte. Wissenschaftler sprechen heute vom Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen. Es steht in einer Reihe von geologischen Erdzeitaltern, die Millionen Jahre währten und deren Namen in unseren Köpfen mit Dinosauriern oder plattentektonischen Verschiebungen verbunden sind.

Episoden:
1. Erde
:
Alles, was sich in Millionen Jahren in der Natur entwickelt hat, machte sich der Mensch in kürzester Zeit untertan. Die stetig wachsende Weltbevölkerung verlangt nach mehr Nahrung. Daher wird in den natürlichen Kreislauf unseres Planeten radikal eingegriffen und vielen Lebewesen, aber auch uns die Lebensgrundlage entzogen. Wälder müssen riesigen Ackerflächen weichen und die Böden werden mehr und mehr versiegelt. Aber so dramatisch die Zerstörung ist, es gibt auch hoffnungsvolle Forschungen und Projekte, welche Die Erde noch retten können.

2. Luft:
Nicht nur die Böden werden von den Menschen ausgebeutet, der steigende Energiebedarf muss gedeckt werden. Das Fördern und die Verwendung von Kohle oder Öl hat katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt. Die Erfindung des FCKW zerstörte die Ozonschicht und auch die Erzeugung von Atomenergie stellt uns nun vor schier unlösbare Probleme. Dazu steigt noch der Fleischkonsum. Die Rinderzucht ist der ebenfalls maßgeblich am Klimawandel schuld. Alternativen sind rar, aber es gibt sie. Allerdings hat sich oin der Vergangenheit gezeigt, dass nahezu jeder angebliche Fortschritt der Menscheit negative Auwirkungen auf unseren Planeten hat.

3. Wasser:
Nur 3% des auf der Erde befindlichen Wassers ist Süßwasser und das wird immer knapper, denn oft wird es unnötiger Weise verschwendet. In Wüsten werden etwa auf hunderten qkm Tomaten oder Weizen angebaut. Die Zukunft liegt in der Filtration von verschmutztem Wasser und der Aufbereitung von Salz- zu Süßwasser. Millionen gezüchtete Austern werden zudem im Meer ausegesetzt, da sie das Wasser reinigen und Schadstoffe filtern.
Wasser lässt sich aber auch vielfältig nutzen - zum Sprengen und natürlich Energiegewinnung. Der größte Umweltsünder ist jedoch Plastik, was die Flüsse und Meere verschmutzt und damit die Tier und Pflanzenwelt - und auch den Menschen gefährdet.
Aber auch der Sand wird knapp, denn es wird immer näher an die Ufer gebaut.

Söhne der Sonne

Buch: Carsten Obländer, Anne Holländer, Gabriele Wengler, Sandra Papadopoulos
Regie: Carsten Obländer, Anne Holländer, Gabriele Wengler

Moderator: Sascha Rotermund
Produktion: Storyhouse Productions, doc.station medienproduktion

Der große Aufstieg und Fall der altamerikanischen Imperien Maya, Inka und Azteken: Viele ihrer zivilisatorischen Leistungen, Architektur, Astronomie und Kunstfertigkeit, lassen noch immer staunen. Mit ihrem Untergang und dem fast vollständigen Verschwinden eigener Quellen ist die Geschichte dieser Hochkulturen bis heute weitgehend unbekannt. Mit Hilfe aktueller Forschung rekonstruieren die Filme die Lebenswelten.

Episoden:
1. Die Maya
Schon 1.000 v.Chr. schufen die Mayas riesige Städte und Pyramiden ohne jegliche Hilfsmittel, trieben regen Handel, waren überaus bewandert in Astronomie,  staatlich perfekt organisiert, hatten aber auch ausgefallene (Bestattungs-)Rituale. Durch sie kam der Mais und der überall beliebte Kakao nach Europa. Anhand Ausrabungen in einem nach einem Vulkanausbruch konservierten Dorfes lässt sich viel über ihr Leben herauslesen.
El Nirador, die größte Metropole, findet ihren Untergang, nachdem die Einwohner*innen über viele Jahrezehnte verheerenden Raubbau betrieben hatten. Als der Untergang unabdingbar war, griffen die Mayas zu grausamen Opferritualen und es kam zu vielen Kriegen gegen die Herrscher. Das Ende einer 2.000 Jahre bestehenden Hochkultur. Nur die Unterschicht überlebte, bis heute.

2. Die Inka:
Im 15. Jhd. n. Chr. tauchen sie in Südamerika plötzlich aus dem Nichts auf und errichten in nur wenigen Jahrzehnten das größte Imperium der Welt mit 10 Millionen Menschen. Unglaubliche Entdeckungen, wie die sensationell erhaltenen Kindesmumien oder auch die berühmte Stadt Machu Picchu in Peru erzählen uns eine außergewöhnliche Geschichte. Und sie waren Meister der Mathematik und geniale Baumeister und Bauern. Die Inkas waren jedoch auch nicht zimperlich. Unzählige Volksgruppen mussten sich unterwerfen oder wurden von einer riesigen Armee erorbert. Dem Sonnengott maßen sie eine ganz besondere Bedeutung zu. Generell waren die Menschen außergewöhnlich spirituell. Die Herrscher wurden als Gott verehrt, Kinder ebenfalls, denn sie mussten für eine besondere Opfergabe herhalten.
Alles schien für ein langlebiges Reich voller Reichtum zu sprechen, bis die Spanier, auf der Gier nach Gold und eingeschleppte Krankheiten, den Inkas ein jähes Ende bereiteten.

3. Die Azteken:
In nur wenigen Jahrzenten entwickelten sie sich zur Supermacht Mittelamerikas. Im Zentrum eine gigantische schwimmende Stadt, die spätere Hauptstadt Mexicos, Mexico City. In vielem waren sie weiter als die Europäer zu dieser Zeit. Beeindruckend etwa ihr Schul- und Ordnungssystem. Vieles hat man in einer eigenen Bildschrift in unzähligen Schriften festgehalten. Die Entwicklung einer genialen Landwirtschaft wird auch heute noch dort genutzt. Doch es gibt auch eine grausame Seite der Azteken, die blutigen Opfer zu Gunsten ihrer Götter.
Die Spanier unter Hernán Cortés besiedelten ihr Schicksal, auch durch Krankheiten, die sie engeschleppt hatten.

Wem gehört die Welt? - Eine Geschichte des Reichtums

Buch: Martin Carazo Mendez, Birgit Tanner, Christian Twente
Regie: Christian Twente, Christian Zipfel, Leonhard Claus, Sarah Vianney

Moderator: Dirk Steffens
Produktion: Gruppe 5 Filmproduktion GmbH

Das Streben nach Wohlstand hat den Lauf der Welt schon immer bestimmt: Es löste Revolutionen, technische Innovationen und Kriege aus, schuf aber auch Sozialsysteme, Kunst und Literatur. Heute gibt es zwar weniger Armut als früher, die Schere zwischen Arm und Reich scheint aber immer weiter auseinanderzuklaffen. Dirk Steffens geht den großen Fragen rund um Besitz nach – von der Frühzeit des Menschen bis heute.

Episoden:
1. Vom Acker zum Imperium:
Der Mensch strebte immerschon nach Macht und Geld. Wann nahm das seinen Anfang. Am Beginn der Menschheitsgeschichte war Besitz, Balast.
Als der Mensch sesshaft wurde, kam das Streben der Besitz. Aber warum wurde der Mensch sesshaft. Ein Grund war die Eiszeit. Jagen und sammeln war der wachsender Bevölkerung zu wenig, man nutzte den fruchtbaren Boden zum Ackerbau. Nach und nach brauchte es dann auch verschiedene Arbeitsgruppen, eine Ordnung und auch einen Anführer. Man entwickelte die Schrift, um neues Wissen niederschreiben zu können. Tauschhandel kam auf und somit auch die ersten Statussymbole. Dies gipfelte etwa in die Pyramiden und Gräber der Ägyptischen Pharaonen. Besitz und Neid gipfelte in viele Kriege. Mit strikten Regeln, wie der "Codex Hammurabi" sollten Verbrechen verhindern. Sehr interessant zu erfahren, wie neidisch der Mensch wirklich ist.
Da Handel subjektiv ist, kamen im 6. Jhd. die Münzen auf. Heute ist der Geldwert auf gedrucktes Papier gepresst. Der Wert existiert nur mehr im Kopf. Geld allein macht aber nicht glücklich. Die Lebenssituation ist einer der wichtigsten Grundlagen für Zufriedenheit.
Sklaven galten im röm. Reich ebenfalls als Statussymbol. Heute arbeiten mehr als 24 Millionen Menschen unter sklavenartigen Bedingungen Rohstoffe zu schürfen und zu produzieren, damit wir billiges Gewand oder elktronische Geräte kaufen können.

2. Von Fürsten und Kaufleuten:
In der Feudalgesellschaft ist Wohlstand eine Frage des Glücks. Erst mit dem Einzug der Kaufleute hat er auch mit unternehmerischen Geschick zu tun. Nach Untergang des röm. Reiches war Land der eigentliche Reichtum. Europa wird neu aufgeteilt. Mit Wilhelm der Eroberer und  kam der Adel auf. Sein Gefolge musste einen Eid ablegen. Der König vergab ihnen Land (Lehen) und wurden so oft zu reichen Adelsfamilien.
Diese verfügen auch über die Menschen auf ihrem Land.
Es gab auch gemeinschaftliches Eigentum (Allmende). Das bekannteste ist die Fischerei auf dem Meer. Das gehört jedem. Dann kann jedoch auch jeder fischen so viel er möchte. Heute regeln die Nachhaltigkeit die Staaten.
Die herrschende Macht des Mittelalters war China. Europa profitierte von deren Waren. Die Kaufleute wurden immer reicher. Hansenwurden gegründet. Als Europa verarmte und auch kein Land mehr zu vergeben war, machte man sich auf den Weg. So kam man nach Amerika und machte sich alle und alles untertan. Dies führte aber zu Hause zur Inflation. Die Reichen wurden noch reicher, die Armen noch ärmer.

3. Von der Macht des Marktes:
Vor 200 Jahren geht es in England los mit der freien Marktwirtschaft und verspricht Wohlstand für alle, schafft aber neue Ungleichheit, Dennoch tritt sie einen Siegeszug um die Welt an.
England war die größte Kolonialmacht der Welt. Treibende Kraft waren die Kaufleute auf der Suche nach Tee. Die British Company wird gegründet, die erste Aktiengesellschaft. Diese neuen Gesellschaften bringen das Kapital für die Indiustrialisierung und damit den Aufschwung in Europa und auch Amerika - bis heute. Mit der Erfindung des Autos oder der Eisenbahn brauchte es Öl und Kohle. Seit dem regiert Öl die Welt. Doch die Elektromobilität verlangt neues Material in Kobalt etwa, was unter unmenschlichen Bedingungen abgebaut wird.
Gegen den Kapitalismus und der Klassengesellschaft tritt Mao Tse Tung und Karl Marx ein - den Kommunismus.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurden Arbeiter besser entlohnt und so entstand die Mittelschicht und das kurbelt die Wirtschaft an. Der Kommunismus wurde zur Diktatur.
Das derzeitige Wirtschaftssystem ist Überproduktion und steigende Ungleichheit, was auch der Erde schadet. Ein Umdenken ist dringend erforderlich. Nach einem Test stellte sich die Skrupellosigkeit der heutigen Bevölkerung heraus. Für Geld geht man über Leichen.
Die Pandemie ist eine weitere Herausforderung. Danach heißt es nicht zurück zur Normalität, sondern mit neuen Strukturen und Ideen in die Zukunft.

Der Namen TERRA X steht auch bei diese Edition-Box für höchste Qualität. Aufwendige Spielszenen, Interviews, Grafiken, Animationen – viele Medien werden für die Dokumentationen genutzt.  Neun Episoden zu drei Themengebieten, die sehr atmosphärisch erzählt sind und Geschichte lebendig lassen werden. Die Moderatoren bringen dabei selbst viel Enthusiasmus mit, welcher sich schließlich auch auf die Zuschauer*innen vor den Bildschirmen überträgt.

Interessante und spannende 6 Sterne von 6: ★★★
                                                    Kritik: Wolfgang Springer

Der musicalcocktail verlost 1x die DVD-Box bis 20.9.2021!

02. Being Flynn

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
Produktionsland/ -jahr:
USA 2012

Drehbuch: Paul Weitz
Regie: Paul Weitz

Darsteller*innen: Robert De Niro, Julianne Moore,
Paul Dana, Julianne Moore, Eddie Rouse
Musik: Damon Gough als Badly Drawn Boy
Filmlänge: ca. 101 min.

: 4. Juni 2021 auf Blu-ray
FSK: 12

Being Flynn ist ein Drama um eine äußerst problematische Vater-Sohn-Beziehung in ca. 100 Minuten. Die Vorlage für diesen Film ist eine Biograohie von Nick Flynn mit dem Titel „Bullshit Nights: Die Geschichte mit meinem Vater“.

Die Story:
Erzählt wird abwechselnd von Nick (Paul Dano) und seinem Vater Jonathan (Robert de Niro). Nick ist zwar als Sozialarbeiter in Boston in einem Obdachlosenheim tätig, strebt aber eigentlich eine Karriere als Autor an. So wie sein Vater. Zu diesem hat Nick keine Beziehung, denn seit Jonathan die Familie im Stich gelassen hat, hatten die beiden so gut wie keinen Kontakt. Kein Wunder also, dass das Wiedersehen der beiden nach etwa 18 Jahren nicht nur wegen der Umstände alles andere als rosig ausfällt. Jonathan hat Schiffbruch erlitten und landet bald nach dem Treffen im Obdachlosenheim.

Für Nick, dessen Mutter (Julian Moore) sich das Leben genommen hat, als er 22 war, bedeutet das Zusammentreffen immer mehr Stress. Denn Jonathan ist nicht gerade ein netter Zeitgenosse, er ist selbstgerecht, herrisch, sucht die Schuld immer bei anderen und neigt dazu aggressiv zu sein. Nach und nach beginnt Nick zu trinken und Drogen zu nehmen. Dies hat zur Konsequenz, dass Denise (Olivia Thirlby), seine neue Freundin, sich von ihm trennt. Als Jonathan aufgrund seines Verhaltens aus dem Obdachlosenheim fliegt, nimmt Nick ihn in seiner Wohnung auf. Wie man sich denken kann, ist diese WG eher konfliktbeladen, doch mit der Zeit ändert sich das Leben sowohl von Nick als auch von Jonathan.

Regisseur Paul Weitz (bekannt u.a. für About a Boy) hat hier einen nachdenklichen, manchmal mit trockenem Humor gewürzten Film geschaffen. Die Besetzung enthält große Namen, die ihren Figuren ganz viele Emotionen und Farbe geben. Leider kommt der Film auch nicht ohne Klischees aus und hat vor allem im zweiten Teil die ein oder andere Länge.

Die Blu-ray-Disc enthält ausschließlich den Film, immerhin gibt es neben der deutschen Tonspur auch die englische, doch leider sind weder Untertitel noch Extras vorhanden.

Auf Grund des überragenden Casts und der unkonventionellen, wahren Geschichte gibt es ...
... 4 Sterne von 6:
★★★
                                                         Kritik: Veronika Murauer

03. EIN STARKES TEAM - Box 7
(Film 41-46)

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2009-2010

Buch: Eva Zahn, Volker A. Zahn, Katrin Bühlig
Regie: René Heisig, Markus
Imboden, u.a.
Darsteller*innen: Florian Martens, Maja Maranow,
Kai Lentrodt, Arnfried Lerche, Jaecki Schwarz,
Robert Seethale, Tayfun Bademsoy
Musik: Manfred Plessl
Filmlänge: ca. 540 min.

: 11. Juni 2021 auf DVD
FSK: 12

Die Berliner Kommissare Otto Garber (Florian Martens) und Verena Berthold (Maja Maranow) können sich blind aufeinander verlassen – und das ist gut so, denn auch bei ihren acht neuen Fällen geht es mitunter ziemlich zur Sache.

In einer Episode muss der Mord an einer älteren Dame aufgeklärt werden. Die Inhaberin eines Juweliergeschäfts wurde erschossen, doch war es wirklich ein Raubüberfall? Ihre Erben jedenfalls verhalten sich verdächtig.
In einem anderen Fall sind Verena und Otto im sozialen Brennpunktgebiet unterwegs. Das Plattenbauviertel wird von zwei engagierten Kollegen betreut, die ihre eigenen Gesetze aufgestellt haben.
Auch ein alter Mordfall lässt die Ermittler nicht los: Der Hauptverdächtige, Musikproduzent Frank König, wurde freigesprochen, weil seine Freundin ihn entlastet hatte. Nun scheint sie ihre Meinung zu ändern und will mit den Polizisten sprechen. Die ahnen nicht, dass sie in ein Wespennest gestochen haben.

Die neuen Folgen bieten jede Menge Spannung, aber auch witzige Momente in Form von Ottos Kumpel Sputnik. Die Charaktere sind wie ungeschliffene Diamanten. Mal rauh, mal glatt, aber sympathisch. Das Privatleben der Figuren spielt immer mal wieder eine größere Rolle in den Geschichten. Die Vergangenheit holt nicht immer nur die Täter und Opfer ein. Darunter auch prominente Gesichter wie Katja Flint und Friedrich von Thun.
Die beiden spielfreudigen Hauptdarsteller (Partner) Florian Martens (Otto) und Maja Maranow (Verena) sind das Urgestein der Serie und auch privat miteinander liiert gewesen. Diese Vertrautheit spührt man in all ihren Szenen. Sie stehen zueinander, egal was passiert.
Diese großartige Box mit sollten sich Krimi-Fans nicht entgehen lassen.

Spannende und menschliche 6 Sterne von 6: ★★★★★★
                                                         Kritik: Wolfgang Springer

Episoden:
41. Die Schöne vom Beckenrand   
      (mit Katja Flint)
42. Geschlechterkrieg
43. La Paloma: Tod von Yüksel

44. Das große Fressen:
      (mit Friedrich von Thun)
45. Dschungelkampf
46. Im Zwielicht

04. WILDE ALPEN

Vertrieb: Polyband
Produktionsland/ -jahr:
Österreich/ Deutschland 2020

Produktion: Terra Mater, Andrea Gastgeb
Regie: Otmar Penker

Musik: Manfred     Plessl
Filmlänge
: ca. 90 min.

: 30. April 2021 auf Blu-ray, DVD und digital
FSK: INFO-Programm

Die Alpen sind ein spektakuläres Naturhighlight. Sie erstrecken sich 1.200 Kilometer quer durch den Kontinent, verbinden acht Länder und erheben sich über 4.000 Meter. Dieses majestätische Gebirge ist die verbindende Brücke zwischen dem Westen und dem Osten Europas, aber zugleich hochaufragende Barriere zwischen mediterranem Süden und Zentraleuropa. Als gewaltiger Wasserspeicher und kontinentale Wasserscheide speisen die Alpen unzählige Flüsse, die in drei verschiedene Ozeane münden.

Vom höchsten Gipfel, dem Mont Blanc, überblickt man rundum ein Meer aus hochaufragenden, langgezogenen Bergketten mit eisbedeckten Flanken. Doch nicht nur diese eindrucksvolle Felskulisse hat die Alpen als Dach Europas berühmt gemacht. Es ist vor allem die Bandbreite an unterschiedlichsten Landschaften, mit ganz spezieller Tier- und Pflanzenwelt, die die Alpen inmitten Europas als einzigartiges Naturjuwel erstrahlen lassen.

Am Ende des Winters und mit dem Rückzug des Schnees erwacht das Leben am Berg. Murmeltere, Frösche, Steinböcke, Füchse, Luchse und viele andere Tiere suchen nach Futter und Partner*innen für das Zeugen von Nachwuchs. Dieser muss aber auch geschützt werden. Die Kamera hat dabei einige brenzlige Situationen eingefangen. Vor allem, wenn der Steinadler auf Beutezug geht.
Der Gletscherschwund lässt Moränen zurück, welche im Laufe der Zeit mit Fauna und Flora bedeckt werden und neben Lebensraum für seltene Tiere bietet.

"Wilde Alpen" ist der Film zur Serie "Die Alpen", bekannt aus dem Programm von Erlebnis Erde und kann in vielerlei Hinsicht begeistern. Die Bilder aus der Luft, auf und unter der Erde und im Wasser in gestochen, teilweise in gestochen scharfer Slowmotion und Zeitraffer, sind atemberaubend und begeistern. Man kann nur erahnen, wie viel Liebe und Geduld die Macher dieser Doku aufgwendet haben, um die Tier-und Pflanzenwelt ins richtige Licht zu rücken.
Die markante und tragende Stimme des Erzählers sowie die passende musikalische Untermalung sorgen dafür, dass WILDE ALPEN eine durch und durch gelungene Dokumentation geworden ist, der man sich als Naturliebhaber nicht entziehen kann.


6 Sterne von 6:
★★★★★★
        Kritik: Wolfgang Springer


www.polyband.de

05. HAUNTED CHILD

Vertrieb: Nameless Media (Eurovideo)
Produktionsland/ -jahr:
Norwegen 2017

Drehbuch: Maja Lunde
Regie
: Carl Christian Raabe
Darsteller*innen: Synnøve Macody Lund, Ken Vedsegaard, Jorunn Kjellsby, Ebba Steenstrup Såheim, u.a.

Filmlänge: 82 min.

: 17. Juni 2021 auf Blu-ray, DVD und digital
FSK: 16

Die Story:
Gleich zu Beginn des Films erhält Catherine (Synnøve Macody Lund) eine traurige Nachricht, denn ihr Vater ist gestorben. Somit bleibt ihr nichts Anderes übrig, als sich so rasch wie möglich nach Hause zu begeben, um das Haus, das sie von ihrem Vater geerbt hat, zu verkaufen – und dies möchte sie noch vor Weihnachten erledigt haben. Tiefverschneit sind die Wälder und Straßen im norwegischen Hinterland. Im Dorf, in dem das Anwesen liegt, wird Catherine so frostig begrüßt, wie die Temperaturen, die vorherrschen. Der Pfarrer begrüßt sie jedoch freundlich und ist angenehm überrascht, dass sie erwachsen ist. Aus dem Gespräch und den Gerüchten über verschwundene oder ermordete Personen wird sie nicht schlau.

Auf dem Grund lernt Catherine Daisy (Ebba Steenstrup) kennen. Das Mädchen liebt es, auf dem Grundstück zu spielen. Für Daisy scheint es normal zu sein, auf einem fremden Anwesen zu sein. Nach und nach freundet sich Catherine mit der Kleinen an, doch irgendetwas scheint nicht ganz geheuer zu sein. Langsam denkt Catherine, dass es zu spuken scheint. Mehr und mehr muss sie sich mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, die offenbar ein dunkles Geheimnis beinhaltet.

HAUNTED CHILD spielt gerne mit Schreckmomenten und immer wieder wirken manche Szenen unheimlich. Mit der Zeit wird der Film allerdings etwas langatmig, vor allem, da er als Horrorthriller angegeben wurde. Für das Horrorgenre ist der Streifen eindeutig zu zahm geraten, doch ein nicht allzu schlechter Suspensethriller ist es schon geworden, vor allem, da er mit 79 Minuten Laufzeit eine angenehme Länge hat.

Die DVD von HAUNTED CHILD bietet erfreulicherweise neben der deutschen Tonspur auch die norwegische, und deutsche Untertitel sind ebenfalls vorhanden. Extras kann man nicht wirklich anpreisen, wenn man von Kinotrailern absieht.

HAUNTED CHILD möchte ein Horrorthriller sein, doch der Film entpuppt sich im Laufe der Handlung eher als dramatischer Thriller, wobei auch dieser nicht übermäßig viel Spannung bietet. Einmal kann man sich diesen norwegischen Streifen ansehen – allein die tiefverschneite norwegische Landschaft ist schon atemberaubend – und man wird dabei schon unterhalten, aber mehr ist leider nicht drin.

Deshalb gibt es für HAUNTED CHILD nur ...

... 3 Sterne von 6 Sternen:
★★★
          Kritik: Veronika Murauer

www.nameless-media.de

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06. CALL MY AGENT - Staffel 4

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Frankreich 2020

Darsteller*innen: Camille Cottin,
Thibault de Mont
alembert, Grégory Montel, Liliane Rovère,
Fanny Sidney, Nicolas Maury, Laure Calamy, Stefi Celma, Assaad Bouab, Ophelia Kolb, Anne Marivin
Gaststars: Sigourney Weaver, Jean Reno,
Charlotte Gainsbourg
Musik: Loik Dury, Christophe "Disco" Minck
Filmlänge: 6x52 min.

: 11. Juni 2021
FSK: 12

Die vierte Staffel von CALL MY AGENT umfasst sechs Folgen mit einer Laufzeit von etwa einer Stunde. Jede der Folgen hat eine bekannte Schauspieler*in im Titel. In der ersten Episode dreht sich die Geschichte hauptsächlich um Charlotte Gainsbourg – diese ist vielen sicher aus Filmen wie Melancholia oder Heute bin ich Samba bekannt. Andréa (Camille Cottin) ist nach Mathias‘ (Thibault de Montalembert) Weggang von der Firma SKA großen Belastungen ausgesetzt, ist sie diejenige, die alles am Laufen halten soll. So kommt es, dass sie es nicht schafft, ein Drehbuch zu lesen, welches für Charlotte gekommen ist. Um nicht ganz dumm dazustehen, rät sie Charlotte, dieses Filmprojekt zu machen, nicht ahnend, dass das Drehbuch eine Katastrophe ist.

Frank Dubosc (Schauspieler und Komiker) hat in der zweiten Folge eine gewaltige Sinnkrise und möchte mit dem gerade begonnenen Filmprojekt Schluss machen, doch Gabriel legt sich mächtig ins Zeug, um ihn weiterhin als Kunden für die Agentur zu haben.

Die dritte Episode steht im Zeichen von José Garcia, der seine Probleme hat, als er am Set seine frühere Teenie-Liebe trifft. Extremer Schluckauf und Textprobleme sorgen dafür, dass die Filmproduktion nicht rund läuft. Andréa hat aber nicht nur mit ihm alle Hände voll zu tun, auch privat wird es stressig, da sie von ihrer Frau verlassen wurde und sich jetzt alleine um das Baby kümmern muss.

Sandrine Kiberlain (2-fache César Gewinnerin) wird vom unverwüstlichen Gabriel betreut. Er versucht sie davon zu überzeugen, dass Stand-up-Comedy nicht förderlich für ihre Karriere ist. Bei Matthias gehen die Wogen hoch, denn Camille (Fanny Sidney) und er versuchen, sich die Rechte am diesjährigen Bestseller zu sichern.

Im Mittelpunkt des Geschehens in der vorletzten Folge steht Sigourney Weaver (der Film Alien ist hier sicher allen ein Begriff). Sie reist nach Paris, um im Film von Guillaume Galliene mitzuspielen. Sie hat sich sehr darauf gefreut, dass Gaspard Ulliel ihren Liebhaber spielen soll. Umso größer die Enttäuschung, als sich herausstellt, dass „irgendein“ Schauspieler, der aus den 80ern bekannt ist, diese Rolle bekommt.

Die (vorerst) letzte Episode hat einen wehmütigen Beigeschmack, denn die SKA Agentur hat immer größere Probleme. Ob Jean Reno (Purpurne Flüsse, Mission Impossible) helfen kann, das Ruder herumzureißen?

Die DVD bietet deutsche und französische Tonspur, leider gibt es überhaupt keine Untertitel.

Mit viel Charme weiß die französische Serie das Publikum zu unterhalten, weshalb auch eine fünfte Staffel in Auftrag gegeben wurde. Vergnügliche Unterhaltung gepaart mit bekannten Namen der (vorwiegend) französischen Film- und Fernsehwelt et voilà fertig ist das Rezept für eine erfolgreiche Serie. Obwohl diese Staffel ursprünglich die finale hätte sein sollen, wurde eine fünfte Staffel bestellt.


Es gibt  5 charmante Sterne von 6: ★★★
           Kritik:
Veronika Murauer


www.edel.com

  • CMA 4-1 Julie Gayet 1
  • CMA 4-1 Mimie Mathy+ Sofia Leprice 1
  • CMA 4-1 Noemie Leclerc 2
  • CMA 4-1 Sofia Leprince+Camille Valentini 1
  • CMA 4-1 Charlotte Gainsbourg 1
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  • CMA-4-3-Jose-Garcia-Andrea-Martel-2
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  • CMA-4-5-Sigourney-Weaver-3
  • CMA-4-5-Szenenfoto-2
  • CMA-4-6-Jean-Reno-Andrea-Martel-1


07. HUSS - Verbrechen am Fjord - Staffel 1

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Schweden 2019/ 20

Drehbuch: Peter Lindblom, Jörgen Bergmark, Hans Jörnlind, Anna Platt
Regie: Jörgen Bergmark, Annika Appelin
Darsteller*innen: Karin Franz Körlof,
Anders Berg, Kardo Razzazi
Musik: Sveinung Nygaard
Filmlänge
: ca. 450 min.

: 4. Juni 2021
FSK: 16

Katarina Huss (Karin Franz Körlof) sucht sich nicht den gerade einfachsten Weg, um beruflich weiterzukommen. Sie startet als Polizei-Novizin just in der Stelle, in der auch ihre Mutter Irene (Kajsa Ernst) arbeitet. Diese hat einen großen Namen und ist nicht gerade erfreut, dass ihre Tochter ebenfalls bei der Polizei arbeiten möchte. Doch das ist nicht das einzige Problem, das Irene bei der Kripo Göteborg hat. Die Nachwirkungen der Ausschreitungen von vor sechs Monaten sind in der ganzen Einheit zu spüren, zumal ein beliebter Kollege seitdem im Koma liegt. Katarina wird von ihrem Teamleiter rasch klargemacht, dass hier das Team an erster Stelle steht und Loyalität ganz großgeschrieben wird. Für Neulinge heißt dies in erster Linie, Arbeiten zu verrichten, die die anderen nicht machen möchten, wie zum Beispiel den Ermittlern das Essen zu bringen. Die Ermittlungsarbeit ist das, was Katarina am meisten fasziniert und sie versucht, Darius Kiani (Kardo Razzazi) davon zu überzeugen, dass sie für diesen Job bestens geeignet ist.

Was HUSS von anderen nordischen Krimis abhebt, ist die Herangehensweise an die Arbeit der Polizei. Die Grenzen zwischen Schwarz und Weiß verschwimmen, und die Polizisten handeln oftmals in Graubereichen. In Katarinas Team ist es besonders Johan Jansson (Anders Berg), der manche Regeln bricht und bereit ist, immer weiter zu gehen. Doch auch Katarina schafft es nicht, stets gesetzestreu zu handeln, beispielsweise als es um einen prügelnden Ehemann geht.

Die erste Staffel beinhaltet 5 Doppelfolgen, die sich mit verschiedenen Fällen befassen. Einmal geht es um Waffenhändler, dann wiederum um Einbrüche, Drogen oder Nachforschungen im Rotlichtmilieu. Die Geschichten sind spannend erzählt und liefern einen guten Einblick in Polizeiarbeit. Einzig die Kameraführung ist gewöhnungsbedürftig, da sie sehr oft hektisch herumruckelt, was wohl den Eindruck von Schnelligkeit und Stress, unter dem die Akteur*innen stehen, verstärken soll.

Die Serie HUSS – VERBRECHEN AM FJORD spielt ungefähr 10 Jahre nach der Reihe „Irene Huss, Kripo Göteborg“. Ursprünglich war geplant, ein Prequel zu machen und Irene Huss am Beginn ihrer Karriere zu zeigen, doch dann hat man sich entschieden, stattdessen die Geschichte der Tochter von Irene in den Mittelpunkt zu stellen.

Die DVD von HUSS – VERBRECHEN AM FJORD bietet deutsche und schwedische Tonspur, Untertitel sind in englischer Sprache vorhanden. Extras gibt es keine.

Für diese gelungene Serie, die aber noch ein bisschen Luft nach oben hat, gibt es ...

... 4 Sterne von 6: ★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

Episoden (Doppelfolgen):
01. Bewährungsprobe
02. Vergeltung
03. Geiselnahme
04. Neue Freunde
05. Der vierte Mann

www.edel.com

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08. Profiling Paris - Staffel 8

Vertrieb: Polyband
Produktion: Beabourg Audiovisuel / TF1
Produktionsland/ -jahr:
Frankreich 2017

Regie: Chris Briant
Darsteller*innen: Juliette Roudet, Philippe
Bas,
Jean-Michel Martial
Filmlänge: 550 min.

:
30. April 2021 auf 4 DVDs und Blu-rays
FSK: 16

Trotz ihres Krankenstands kann es Adèle (Juliette Roudet) nicht lassen, und beteiligt sich am aktuellsten Fall des Teams. Es handelt sich um das Verschwinden des Jungen Hugo Fournier. Er wurde auf einem Rummelplatz mehr oder weniger vor den Augen seiner Eltern und Adèle, die ebenfalls im Vergnügungspark war, entführt. Der Fall erweckt Erinnerungen, denn Hugos Schwester wurde vor 25 Jahren entführt. Eine der Spuren führt zu Argos (Thierry Gimenez), den Adèle in ihrer Gewalt hat. Nachdem der Onkel von Hugo ermordet aufgefunden wird, versucht sie von Argos Informationen zu bekommen. Und wieder beginnt ein Katz und Maus Spiel zwischen den beiden.

In dieser Staffel gibt es neben den bekannten Gesichtern erfreulicherweise einen Neuzugang in Gestalt von Diane Baranski (Nathalie Blanc) als Teamleiterin der Truppe rund um Rocher (Philippe Bas) und Adèle. Sie hat so ganz andere Ansichten wie Team- und Polizeiarbeit funktionieren sollen, weshalb sie alle zu einem Teambuilding-Seminar auf einem Weingut verdonnert. Natürlich kommt es hier zu Zwischenfällen, die mit einer Stalkerin in Zusammenhang stehen. Nachdem das Seminar an sich kein Erfolg war, geht Baranski. Doch später gibt es ein Wiedersehen mit ihr, denn sie leitet das Gefängnis, in dem Argos inhaftiert ist. Für Adèle wird es immer schwieriger, sich den Fängen von Argos zu entziehen, denn seine Macht reicht auch aus dem Gefängnis heraus. Sein Anwalt stellt zudem in Aussicht, dass Argos freikommen könnte. Um etwas Ruhe in die Sache zu bringen, willigt Adèle ein, sich mit Argos im Gefängnis zu treffen. Doch dann passiert etwas Unfassbares. Argos‘ Anwalt wird ermordet und Adèle steht unter Verdacht. Rocher und das restliche Team setzen alles daran, ihre Unschuld zu beweisen. Fatalerweise tappen sie allesamt in eine perfide Falle….

In zehn extrem spannenden Episoden endet diese Staffel mit einem nervenzerreißenden Cliffhanger. Man kann kaum die neunte Staffel erwarten, um zu wissen, wie es weitergeht.

PROFILING PARIS ist auch in der bereits achten Staffel ein Juwel unter den Krimiserien. Dramatische Handlung, sympathische und authentische Darsteller*innen und eine Prise Humor sorgen für äußerst unterhaltsame Stunden.

Die DVD bietet deutsche und französische Tonspur, leider nach wie vor keine Untertitel und Extras.

PROFILING PARIS kann nur...
...
6 Sterne von 6 bekommen: ★★★
                             
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

09. Agatha Christie - Mörderische Spiele
Collection 8

Vertrieb: Polyband
Drehbuch: T
hierry Debroux
Regie: Nicolas Picard-Dreyfuss
Darsteller*innen: Samuel Labarthe, Blandine
Bellavoir, Elodie Frenck
Musik: Stéphane Moucha
Filmlänge: 270 min.

:
30. April 2021 auf DVD
FSK: 16

Die neueste DVD Collection von Agatha Christie Mörderische Spiele enthält drei Episoden in Spielfilmlänge.

Im ersten Fall (Kurz vor Mitternacht) beginnt Alice Avril (Blandine Bellavoir) bei einem Fernsehsender. Es läuft für sie allerdings etwas anders als gedacht, denn sie soll nur der optische Aufputz für die Kochsendung des berühmten Fernsehkochs Maxime Beaumont (Nuno Lopes) sein. Doch dann entwickelt sich vieles anders als gedacht, denn der Chef des Fernsehsenders wird ermordet aufgefunden und unter Verdacht steht Beaumont. Möglicherweise hat aber auch Audrey Fontaine (Barbara Schulz), die als erste Frau im Fernsehen als Nachrichtensprecherin engagiert wurde, ein Motiv. Inspector Laurence (Samuel Labarthe) gibt wirklich alles, um hinter das Geheimnis von Fontaine zu kommen. Auch Marléne Leroy (Élodie Frenck) hat großes Interesse an der Lösung des Falles, denn Beaumont war ihre große Liebe.

Die zweite Folge (Der Tod wartet) wird Tricards (Dominique Thomas) Mutter beerdigt und kurz nach dem Begräbnis taucht seine Schwester Clémence auf. Eigentlich hat Clémence mit der Familie gebrochen, doch ein stattliches Erbe ist eben unwiderstehlich. Der erste Mord lässt nicht lange auf sich warten und ein Dienstmädchen wird das Opfer. Um dem Mörder auf die Schliche zu kommen, arbeitet Alice Undercover.

Sind die bisherigen Episoden von Agatha Christie Werken inspiriert gewesen, ist der letzte Fall (Eine Leiche zum Wachwerden) eine komplett neue Geschichte. Alice hat eine feuchtfröhliche Nacht hinter sich und erwacht mit einem riesigen Kater. Doch das ist nicht alles, denn in ihrem Zimmer befindet sich die Leiche eines Mannes. Marléne soll ihr helfen, die Gedächtnislücken aufzuhellen, denn Alice kann sich an nichts mehr erinnern. Das Besondere dieser Folge ist, neben der eigenständigen Geschichte, dass hier sehr viel gesungen und getanzt wird. Offenbar muss so ziemlich jede Serie eine Musicalfolge haben.

Die DVD bietet deutsche und französische Tonspur, doch wie so oft gibt es leider keine Untertitel.

Die bunte Serie AGATHA CHRISTIE MÖRDERISCHE SPIELE neigt sich leider dem Ende zu. Diese Collection ist die letzte, die von Polyband veröffentlicht wird. Den Charme und Reiz dieser Reihe machte sicher das Flair der 50er Jahre sowie der Humor und die Leichtigkeit aus, wobei auch Themen wie Gleichberechtigung nicht zu kurz kommen und das Machogehabe der Männer durch die Überzeichnung eher ins Humoristische geht.

Für diese Abschiedsfolgen gibt es ...
... charmante 4 Sterne von 6:
★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

www.polyband.de

10. CRIME GAME

Vertrieb: LEONINE Distribution Spielfilm
Produktionsland/ -jahr: Spanien 2020
Drehbuch: Rafa Martinez, Andrés M. Koppel,
Borja Gonzalez Santaolalla, Michel Gaztambide,
Rowan Athale
Regie: Jaume Balaguero
Darsteller*innen: Sam Riley, Axel Stein, Luis Tosar,

Famke Janssen, Jose Coronado, Liam Cunningham,
Freddie Highmore, Astrid Bergés-Frisbey
Musik: Arnau Bataller
Filmlänge: 114 min.
(DVD), 118 min. (BR)
: 11. Juni 2021 auf DVD und Blu-ray
FSK: 12

Die Story:
Ein Team von Kunsträubern verschiedener Nationalitäten möchte einen Schatz aus der bestens bewachten Bank of Spain in Madrid klauen. Der Zeitrahmen ist sehr knapp bemessen, denn sie dürfen nicht länger als die Dauer des Fußball-WM-Finales 2010 brauchen. Denn da Spanien im Finale ist, ist überall in Madrid Public Viewing angesagt und auch vor dem Bankgebäude ist ein riesiger Bildschirm, vor dem die Massen das Match verfolgen. Eine bessere Ablenkung kann man sich also gar nicht wünschen. Wie kam es zu der Idee einen Schatz zu stehlen? Walter (Liam Cunningham) hat 30 Jahre gesucht, um einen legendären Schatz vor der Küste Spaniens zu bergen. Doch kurz nach der Bergung wird ihm dieser von den spanischen Behörden abgenommen. Für Walter ist klar, dass er sich diesen Fund nicht nehmen lassen möchte und beginnt mit den Planungen. Thom (Freddie Highmore) soll ihn hierbei unterstützen, denn Thom ist ein großes Genie und somit genau richtig, um die Sicherheitsvorkehrungen in der Bank zu knacken.

CRIME GAME soll die spanische Antwort auf Oceans Eleven sein. Doch leider wird es diesem großen Vorbild nicht wirklich gerecht. Vieles erinnert auch an die äußerst erfolgreiche Serie La Casa de Papel (Haus des Geldes), nur ist der Film nur halb so spannend wie diese. In ca. zwei Stunden wird das Team zusammengesetzt, die Figuren werden dem Publikum nicht wirklich nähergebracht und so kann man sich nur schwer mit den Akteur*innen identifizieren bzw. mitfiebern. Etwas mehr Charaktertiefe wäre hier wünschenswert gewesen. Famke Janssen, Axel Stein, Sam Riley und Luis Tosar sind die weiteren Hauptdarsteller*innen (neben den schon oben erwähnten beiden Schauspielern), die auf jeden Fall das Zeug dazu hätten, vielschichtige Charaktere zu spielen.

Bei CRIME GAME wurde seitens des Regisseurs Jaume Balagueró eine große Chance vertan, einen sympathischen Cast und ein tolles Setting in einen spannenden Heist-Film zu verwandeln. Herausgekommen ist ein Film, der einmal ganz gut unterhält, aber leider nicht mehr.

Die DVD bietet deutsche und englische Tonspur sowie deutschsprachige Untertitel. An Extras gibt es ein Making-of und ein paar Trailer.

Für CRIME GAME gibt es
3 durchschnittlich unterhaltende Sterne von 6:
★★★

                                                                             Kritik: Veronika Murauer

11. TRACES -
Gefährliche Spuren

Staffel 1

Vertrieb: Polyband
Produktionsland/ -jahr:
GB 2019/ 2020

Idee: Val McDermid, Amelia Bullmore
Drehbuch: Val McDermid, Amelia Bullmore
Regie: Mary Nighy, Rebecca Gatward
Darsteller*innen: Molly Windsor, Laura
Fraser, Jennifer Spence, Martin Compston,
Michael Nardone, John Gordon Sinclair
Filmlänge: 270 min.

: 30. April 2021 auf DVD

FSK: 16

Die Story:
Handlungsort ist Schottland, genauer gesagt Dundee an der Tay. Hierher zieht Emma Hedges (Molly Windsor), um sich einerseits den Dämonen ihrer Kindheit zu stellen und anderseits um an der Universität Forensik zu studieren. Im Team rund um Professorin Sarah Gordon (Laura Fraser) und Kathy Torrance (Jennifer Spence) bekommt sie tiefe Einblicke in den Bereich der forensischen Arbeit. Denn dieses Team wird von der Polizei mit schwierigen Fällen beauftragt, um Tatorte genauestens zu untersuchen und so zur Aufklärung von Verbrechen beizutragen. Ein Fall betrifft einen Brand in einem örtlichen Nachtclub, bei dem mehrere Personen umgekommen sind. Es stellt sich nicht nur die Frage nach der Brandursache, sondern ob die Baufirma minderwertige Materialien verwendet hat, die zur Brandbeschleunigung beigetragen haben.

Der erste Fall für Emma im Online Kurs auf der Universität schockiert sie, denn er weist frappante Ähnlichkeiten mit dem ihrer ermordeten Mutter auf. Dieses Verbrechen wurde bis dato nicht aufgeklärt, weshalb Emma sich auf Spurensuche begibt. Bald stellt sich ihre ganze Welt auf den Kopf, denn Menschen, die sie zu kennen glaubte, haben viel zu verbergen. Dank dem beharrlichen Detective McKinven (Michael Nardone) und ihrem neuen Freund Daniel (Martin Compston) kommt sie der Wahrheit immer näher und gerät dabei selbst in große Gefahr.

TRACES - GEHFÄHRLICHE SPUREN kommt als Krimi-Serie daher, driftet aber immer wieder ins melodramatische ab. Dies wäre nicht wirklich notwendig gewesen, denn die Geschichte gibt schon genug her, ohne allzu dramatisch zu werden. Was der Serie allerdings große Glaubwürdigkeit verleiht, ist die Darstellung der forensischen Arbeit. Diese wirkt überaus authentisch und wie in den Interviews (zu finden in den Extras) erklärt wird, wurden Expert*innen hinzugezogen, um die Arbeit der Forensik anschaulich darzustellen.
Die DVD bietet neben der deutschen auch die englische Tonspur, Untertitel gibt es leider keine. Für Fans des schottischen Akzents ist die englische Sprachversion unbedingt vorzuziehen.

Sympathische Hauptdarsteller*innen, der Charme Schottlands und ein interessanter Zugang zur forensischen Arbeit machen TRACES zu einer kurzweiligen Serie. Wie man hört, wurde bereits eine zweite Staffel bestellt, wollen wir hoffen, dass diese auf ähnlichem Niveau sein wird.

Es gibt 4 Sterne von 6: ★★★
                                                                             Kritik: Veronika Murauer

Die Episoden:
1. Die Rückkehr
2. Das Foto
3. Die Affäre
4. Der Streit
5. Das Bett
6. Das Grab


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12. DER CHEF - Staffel 1

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
Produktionsland/ -jahr: USA 1967/ 68
Regie: James Goldstone
Darsteller*innen: Raymond Burr, Gene Lyons,
Don
Galloway, Barbara Anderson, Johnny Seven
Musik: Quincy Jones
Filmlänge: 1.260 min.

: 23. April 2021 auf 6 DVDs
FSK: 12

Im Original heißt die Serie Ironside und war Ende der 60er, Anfang der 70er ein großer Erfolg. Zwischen 1967 und 1975 wurden acht Staffeln gedreht, Raymond Burr spielte den Polizisten und späteren Polizeiberater Robert T. Ironside mit Bravour.

In der Pilotfolge erfahren wir, wie Ironside zu seiner folgenschweren Verletzung gekommen ist, die ihm beinahe das Leben gekostet hat und ihn fortan sein Leben im Rollstuhl verbringen lässt. Dass er nicht mehr selbst laufen kann, hält Ironside nicht davon ab, weiterhin im Dienst der Polizei von San Francisco als Berater tätig zu sein und zahlreiche Verbrechen aufzuklären. Bei der Verbrecherjagd kann er seinen Rollstuhl ebenso gut einsetzen wie sein adaptiertes Auto, den Ironside Truck. Egal um was für einen Mord es sich auch handelt, Ironside und sein Team Officer Eve Whitfield (Barbara Anderson), Detective Sergeant Ed Brown (Don Galloway) und Mark Sanger (Don Mitchell) schaffen es immer wieder, die Täter zur Strecke zu bringen. Mark ist als einziger im Team Zivilist, der früher einmal von Ironside hinter Gitter gebracht wurde. Da Ironside daran glaubt, dass Mark auf die rechte Bahn zurückfinden kann, gibt er ihm diese Chance, was Mark zu nutzen weiß. Die Verbrechen drehen sich hauptsächlich um Morde, so muss sich Assistentin Eve in einem Fall in eine alte Frau verwandeln, um als Lockvogel für einen Serienkiller zu dienen, ein anders Mal werden Ironside und Mark als Geiseln genommen. Doch egal wie groß die Gefahr für das Team auch ist, aufgeben ist keine Option.

Auf sechs Discs sind die 29 Folgen der Debutstaffel in deutscher Synchronisation zu erleben. Leider gibt es keine Untertitel, genauswenig wie die englische Originalversion. Dies ist wirklich ein Manko, denn es gibt sicher zahlreiche Fans, die gerne die Originalversion hören möchten. Als Extra gibt es immerhin die Bonusfolge Memory of an ice cream stick in Englisch.

Man merkt der Serie natürlich an, dass sie in die Jahre gekommen ist, nicht nur was die technische Umsetzung angeht, sondern auch was Regie und Kameraführung betrifft. Dennoch unterhält DER CHEF nach wie vor mit spannenden Folgen. Auch die Schauspieler*innen tragen viel zum Fernsehvergnügen bei, allen voran Raymond Burr. Er wird sicher vielen auch aus der Serie Perry Mason bekannt sein, für die er auch zwei Emmys gewinnen konnte.

Für DER CHEF gibt es nostalgisch gut unterhaltende 4 Sterne von 6

Für DER CHEF gibt es nostalgisch gut unterhaltende
4 Sterne von 6:
★★★
                                                                             Kritik: Veronika Murauer

Episoden:
01. Ein beinahe tödlicher Fall
02. Raub auf der Rennbahn
03. Eine Falle für den Würger
04. Der Tote, der nicht sterben
      durfte
05. Strychnin und Kugeln
06. Tod eines Polizisten
07. In den Händen der Gangster
08. Tod im Swimmingpool
09. Vergebliche Bruderliebe
10. Blinde Zeugin
11. Kunstdiebstahl in San
      Francisco
12. Todesmelodie
13. Dunkle Geschäfte
14. Die verschwundene Stunde

15. Warten auf den Killer
16. Der Held des Volkes
17. Griff nach der Macht
19. Ed Brown sucht Beweise
20. Der unerwartete Schuss
Bonusfolge
18: Memory Of An Ice Cream Stick
      (Englisch)
21. Der potentielle Mörder
22. Ein Schuss von Eve
23. Unter Druck
24. Wer ist Barbara?
25. Das perfekte Verbrechen

26. Dynamit und Bobby
27. Doppelleben
28. Der Drogenmörder
29. Mord aus Eifersucht

13. Kommissar Wallander -
Staffel 4

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
GB 2011

Drehbuch: Richard Cottan, Richard McBrien,
Peter Harness, James Dormer, u.a.
nach den gleichnamigen Romanen von Henning Mankell
Regie: Philip Martin Niall MacCormick, Benjamin Caron, u.a.
Darsteller*innen: Kenneth Branagh, Sarah Smart,
Sadie Shimmin, Tom Hiddleston, Richard McCabe,

Jeany Spark, Tom Beard
Musik: Emily Barker, Martin Phipps, Dominic Muldldowney, Natalie Holt
Filmlänge: 270 min.

: 21. Mai 2021 auf DVD und digital
FSK: 16

Schlechte Nachrichten für Wallander Fans: Diese vierte Staffel ist die letzte – und mit drei Folgen eigentlich viel zu kurz.

Episode 1 - Die weiße Löwin:
Der erste Fall (Die weiße Löwin) von KOMMISSAR WALLANDER spielt nicht im eher kühlen Schweden, sondern in Südafrika. Wallander (Kenneth Branagh) ist bei einer Konferenz in Kapstadt und wird dort von der örtlichen Polizei um Hilfe gebeten. Denn ein Landsmann von Wallander, Axel Hedeman (Alex Ferns) macht seinem Unmut über den seiner Meinung nach mangelndem Einsatz der Behörden bei der Suche nach seiner vermissten Ehefrau lautstark Luft. Eigentlich soll Wallander Hedeman nur beruhigen, doch er wäre nicht er, wenn er nicht eigene Nachforschungen beginnen würde. Inga Hedeman (Tessa Jubber) ist seit Tagen abgängig, so macht er sich auf, um ihre Spuren zu finden. Er landet zufällig bei einer abgelegenen Farm und entdeckt dort Ingas Halskette. Doch nicht nur das, auch zwei Finger, die allerdings nicht von der Vermissten stammen. Nach und nach stellt sich heraus, dass es hier um viel mehr geht und auch die Kommunalpolitik eine wichtige Rolle spielt.

Episode 2 - Lektionen der Liebe:
Wieder zurück in Schweden (Lektionen der Liebe) gilt es den Tod einer Frau aufzuklären, deren Leiche am Straßenrand gefunden wurde. Als Täter kommen Mitglieder des Motorradclubs in Frage, da die Tote mit diesen im Streit gelegen ist. Doch auch die Tochter der Ermordeten, Hannah (Mia Goth) gerät ins Visier des Ermittlerteams. Im Privaten scheint es für Wallander indes gut zu laufen, denn seine frühere Geliebte Baipa Liepa (Ingeborga Dapkunaite) aus Riga stattet ihm einen unerwarteten Besuch ab. Die beiden verbringen unbeschwerte, schöne Stunden miteinander – und Wallander wirkt seit langem wieder glücklich. Zumal sich auch seine Tochter gut mit Baipa zu verstehen scheint. Leider währt dieses Glück nicht lange, denn schleichend machen sich gesundheitliche Probleme bemerkbar, die bei Wallander die Alarmglocken schrillen lassen.

Episode 3 - Der Feind im Schatten:
Die letzte Episode „Der Feind im Schatten“ ist der persönlichste und ergreifendste der Reihe. Nach mehreren Untersuchungen erhält Wallander die erschütternde Diagnose, die er insgeheim schon länger befürchtet hatte: wie sein Vater leidet er an Alzheimer. Den Verlauf der Krankheit kennt er zur Genüge und er weiß nicht, wie er mit den Änderungen in seinem Leben klarkommen soll. Genauso wenig weiß er, wie er es am besten seiner Tochter Linda (Jeany Spark) sagen soll. Diese bittet ihn, bei der Suche nach ihrem verschwundenen Schwiegervater H
åkan von Enke (Terrence Hardiman) zu helfen. Dies bietet Wallander eine willkommene Flucht vor seinen Problemen und er verbeißt sich regelrecht in dieses Problem.

Die DVD bietet deutsche und englische Tonspur sowie deutsche Untertitel, an Extras gibt es lediglich eine Trailershow.

KOMMISSAR WALLANDERs letzte Staffel ist nach wie vor großes Kino für zu Hause. Spannend, gut in Szene gesetzt mit stimmungsvollen Bildern und einem groß aufspielenden Kenneth Branagh. Sein Zusammenbruch ist wirklich beklemmen und bewegend, aber auch wie er sich selbst eingestehen muss, dass er Hilfe braucht. Unterstrichen wird die Abschiedsstimmung durch die herbstlichen Aufnahmen durch die Kamera. Die ganze Staffel hindurch ist ein tolles Team am Werk gewesen, das das Niveau der vorhergehenden mühelos halten – wenn nicht sogar übertreffen konnte.

Es gibt hier beeindruckte 6 Sterne von 6 Sternen.

Es gibt hier beeindruckende 6 Sterne von 6: ★★★
                                                                             Kritik: Veronika Murauer

14. Die Erben der Nacht
Staffel 2

Vertrieb: Studio Hamburg Enterprises GmbH
Produktionsland/ -jahr: Niederlande/ Norwegen/ Deutschland  2020
nach den gleichnamigen Romanen von Ulrike Schweikert
Regie: Diederik Van Rooijen
Darsteller*innen: Anastasia Martin, Ulrik William Graesli, Aisling Sharkey, Charlie Banks, Liam Nicolosi, Hildegard Schmahl, Florian Bartholomäi, Charlie Banks, Jordan Adene, Liam Nicolosi, Julian Bleach, Christina Chong, Leo Wringer, Francesco De Vito
Musik: Emily Barker, Martin Phipps, Dominic Muldldowney, Natalie Holt
Filmlänge: 332 min.
: 16. April 2021 auf 2 DVDs
FSK: 12

Aus Elisabethas Blut und Draculas Tränen wurden 13 Rubine aus Zauberkräften. Die meisten gingen während der Clan-Kriege verloren. Nur fünf Vampir-Clane blieben übrig: die Nosferas (Italien), die Dracas (Norwegen), Vyrad (England), Pyras (Frankreich) und die Vamalia (Deutschland)

Im Oktober letzten Jahres, passend zu Halloween, wurde die erste Staffel der erfolgreichen Kinder- und Jugendserie DIE ERBEN DER NACHT in der ARD ausgestrahlt und war ein voller Erfolg. Die internationale Koproduktion unter der Regie von Diederik Van Rooijen basiert auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Ulrike Schweikert und spielt in einer Fantasy-Version des 19. Jahrhunderts, in der europäische Vampir-Clans gejagt werden und um ihre Existenz kämpfen.

Die Story Staffel 2:
Es ist das Jahr 1890. Die Rubine der Erben wurden erfolgreich verteidigt und die Rotmasken besiegt. Nun nimmt die „Elisabetha“, das Schiff der Vampirkids, Kurs auf England, der Heimat des Vyrad-Clans. Doch der Funke hat andere Pläne für die 15-jährige Vampirin Alisa von Vamalia. Sie muss Dracula zuvorkommen und den Knoten lösen, dessen Bedeutung sich ihr langsam aber sicher erschließt.
Auf dem Schiff wird sie mit den anderen jungen Vampiren - den Erben - aus ganz Europa, weiter von den Alten ausgebildet und lernt ihre Kräfte zu kontrollieren. An Bord haben sie die Anführerin der Rotmasken, die Mutter ihres Menschen-Freundes Nico. Dracula selbst hat sie zum Vampir gemacht. Der Fürst der Finsternis macht Nico ein verlockendes Angebot.
Das Schicksal aller Vampire und Menschen liegt von nun an in Alisas Hand. Doch ihre Emotionen lassen sie folgenschwere Entscheidungen treffen, welche alle in Gefahr bringen. Aber ihre Prinzipien gibt sie niemals auf.

DIE ERBEN DER NACHT entstand im Jahr 2019 mit dem englischen Originaltitel "Heirs of the Night" als niederländisch-norwegisch-deutsche Koproduktion der Sender NDR (Deutschland), NRK (Norwegen) und Avrotos (Niederlande). Die Adaption wurde von den Autoren und Produzenten Diederik Van Rooijen und Maria von Heland entwickelt.

Und auch die zweite Staffel hält jede Menge spannende Momente und Wendungen bereit. Die Geschichte ist komplex und weiterhin flott erzählt. Das Tempo lässt infolge auch nicht nach. Der Spannungsbogen bleibt stets hoch. Die 25 Minuten für eine Folge sind eigentlich zu kurz. 45 Minuten wären durchaus sinnvoll.
Die Figuren entwickeln sich stetig weiter. An so mancher lassen sich neue Charaktereigenschaften erkennen. Jedem Erben wird nun eine ganz spezielle Rolle in der Geschichte zuteil, der sie/er gerecht werden muss. Sie sind nicht mehr nur Schüler*innen. In dieser Staffel tritt besonders Leo in den Vordergrund, der sich als Anführer der Dracas beweisen muss. Ulrik William Graesli kann gerade in den dramatischen Szenen seine Stärken ausspielen. Doch auch die anderen Jungstars laufen danke des starken Drehbuchs zur Höchstform auf. Weiterhin im Ensemble Schauspielgrößen wie Hildegard Schmahl ("Die verlorene und Florian Bartholomäi.
Die Atmosphäre und Kulisse ist mystisch und düster, was sich speziell in der norwegischen Landschaft zeigt. Die Kostüme sind aufwändig und passend den 1890er Jahren angepasst,
DIE ERBEN DER NACHT bietet großartige Unterhaltung für Jugendliche und Erwachsene.

6 unterhaltsame Sterne von 6: ★★★
                                                                             Kritik: Wolfgang Springer

Episoden:
01. Vertrauensverlust
02. Väter und Söhne
03. Das Gefängnis des ewigen
      Lichts
04. Feindesfeind
05. Sturm am Horizont
06. Das letzte Puzzleteil

07. Rückkehr nach Hamburg
08. Ivys Verwandlung
09. Der Kreis schließt sich
10. Draculas Geschichte
11. Volljährig
12. Der Wettlauf beginnt
13. Schicksalsfragen



 

 

 

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