01. Berlin Alexanderplatz

Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2019

Drehbuch: Burhan Qurbani, Martin Behnkev
nach der gleichnamigen Roman von Alfred Döbling
Produzenten: Leif Alexis, Jochen Laube, Fabian Maubach
Regie
: Burhan Qurbani
Darsteller*innen: Welket Bungué, Albrecht Schuch,
Jella Hase, Joachim Król

Filmlänge: 176 min.
(DVD), 183 min. (Blu-ray)
: 26. November 2020 auf DVD, Blu-ray und digital
FSK: 12

Alfred Döblins Roman „Berlin Alexanderplatz“ wurde bereits im Jahr 1980 von keinem geringeren als Rainer Werner Fassbinder zu einer 14-teiligen Fernsehserie verfilmt. Lässt sich dieses Werk, das in neun Bücher unterteilt ist, in einen Film gießen? Burhan Qurbani hat den Versuch gewagt und zusätzlich die Geschichte in die Jetztzeit verlagert. Aus dem Sträfling Franz Biberkopf wird der afrikanische Flüchtling Francis. Die Chancen sind für beide in ihrem jeweiligen Umfeld und ihrer Zeit etwa gleich gut bzw. schlecht, ihr Leben auf legale Weise zu meistern. Bei der Berlinale 2020 wurde der Film für den goldenen Bären nominiert, beim deutschen Filmpreis erlangte er fünf Auszeichnungen.

Kurz zum Inhalt:
Der afrikanische Flüchtling Francis (Welket Bungué) ist fest entschlossen, sollte er die Überfahrt nach Europa überstehen, ein anständiges Leben zu führen. Dieses Gelöbnis in die Tat umzusetzen erweist sich allerdings als sehr schwierig. Über kurz oder lang beginnt er mit Reinhold (Albrecht Schuch), einem Drogendealer, Geschäfte zu machen. Eines schönen Tages lernt er Mieze (Jella Haase) kennen und verliebt sich in sie. Schafft Francis den Absprung in ein besseres Leben?

Die darstellerischen Leistungen sind durchwegs grandios, doch vor allem Alfred Schuch als Drogenhändler Reinhold muss hier explizit erwähnt werden. Seine Interpretation der Figur, der er dämonische Züge verleiht und somit die Fratze des Kapitalismus aufsetzt, ist exzellent. Hierfür konnte er einen Preis beim deutschen Filmpreis einheimsen. Ebenso positiv hervorzuheben ist die Kameraführung, für die Yoshi Heimroth verantwortlich zeichnet.

Die DVD bietet neben der deutschen Tonspur auch Untertitel in deutscher und englischer Sprache, Extras gibt es keine.

Das Fazit zu BERLIN ALEXANDERPLATZ ist nicht leicht zu ziehen, denn dieses Werk ist offensichtlich nicht für das Massenpublikum gedacht. Drei Stunden an schwieriger Kost trifft nicht jederfraus/jedermanns Geschmack. Die Verlagerung der Handlung aus den 1920ern in das Heute ist zweifelsfrei gut gelungen. Weniger gut gelungen ist die Tatsache, dass alle Migrant*innen, denen man begegnet, im kriminellen Milieu angesiedelt sind. Positiv wiederum ist der Off-Kommentar von Jella Haase, in welchem Passagen aus dem Roman gesprochen werden, was dem Ganzen eine elegische Note hinzufügt.

BERLIN ALEXANDERPLATZ ist kein simpler Film, der Kritik an der Gesellschaft verüben will, BERLIN ALEXANDERPLATZ ist episch und verursacht einen Sog, in den man gezogen wird, wenn man sich darauf einlässt und wozu Musikauswahl und Sounddesign einen großen Beitrag leisten. Doch bei all den positiven Aspekten dieses Werks, werden sicher viele im Publikum mit Unverständnis ob der Komplexität zurückgelassen – eine gewisse Vorkenntnis des Romans ist hier nahezu unabdingbar. Mitunter beschleicht einem auch das Gefühl, dass hier ein Meisterwerk geschaffen werden sollte, das gar nicht die normalen Kinogeher*innen ansprechen möchte. Dennoch vergeben wir ...

... wuchtig-epische 6 Sterne von 6 Sternen: ★★★
                                                              Kritik:
Veronika Murauer

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02. Die purpurnen Flüsse -
Staffel 2

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Belgien/ Deutschland/
Frankreich 2019

Drehbuch: Jean-Christophe Grangé, Louis Grangé,
Olivier Marchal

nach der gleichnamigen Romanvorlage von
Jean-Christophe Grangé
Regie: Olivier Barma, David Morley, Manuel Boursinhac, Ivan Fegyvères
Darsteller*innen:
Olivier Marchal, Erika Sainte, Christiane
Paul
Filmlänge: 6 Std. 40 Min.

: 4. Dezember 2020 auf DVD, Blu-ray und digital
FSK: 16

Das ungleiche Gespann Niémans (Olivier Marchal) und Camille Delaunay (Erika Sainte) bekommt in der zweiten Staffel wieder vier mystisch-blutige Fälle zu lösen: Von einer Schönheitsklinik auf dem Land führt sie der Weg weiter zu einem scheinbar rituellen Mord an einem Priester in der der Provence, danach gilt es einen vermeintlichen Voodoo-Mord in einem Flüchtlingslager in der Umgebung von Calais aufzuklären, bis Camille zu guter Letzt um das Leben ihres Sohnes Léo fürchten und kämpfen muss. So lässt sich diese Staffel in aller Kürze zusammenfassen. Ein bisschen mehr ins Detail wollen wir natürlich schon gehen.

Im ersten Fall (Zum Sterben schön/Innocentes) gelangen Niémans und Camille in die tiefste Provinz nahe der schweizerischen Grenze, wo in einer Schönheitsklinik ein mehr als seltsamer Mord passiert ist. Weder die Klinikchefin Vialle (Christiane Paul) noch die Dorfbewohner sind über die Ermittlungen erfreut. Nach und nach erhalten die beiden Ermittler Einblick über die ethisch fragwürdigen Machenschaften in der Klinik und welche Rolle die Dorfbewohner hier spielen. Denn das Dorf steht zwar in großer Abhängigkeit der Klinik, da es die Biokost für die reiche Kundschaft liefert, dennoch sind die meisten vor allem Vialle gegenüber nicht gerade positiv eingestellt. Die Art des Mordes erinnert an Hexenrituale, und so gelangt die Dorfschamanin Claude (Carole Franck) in den Fokus der Ermittlungen.

Obwohl die Provence herrliche Landschaft zu bieten hat, gibt es auch hier einen bizarren Mord, der weitere nach sich zieht. In Zeit der Bestrafung/Furta Sacra wird der Leichnam eines Ortspriesters auf seltsame Art dargestellt und es stellt sich die Frage, ob dieser Mord in Zusammenhang mit einer gestohlenen Reliquie steht. Nach einem weiteren Raub und Mord erkennt das Ermittlerduo langsam den roten Faden und stellt Nachforschungen zu der Zeit des Jugoslawienkrieges an.

Im dritten Fall (Das Ritual/Kanbaltyu) werden die Themen Flüchtlingskrise, Korruption und Menschenhandel ins Zentrum gerückt. Die Bilder im Flüchtlingscamp „Dschungel“, die die Macher hier vermitteln, gehen tief unter die Haut und sollten niemanden kalt lassen. Zu Recht wurde diese Folge im Jahr 2019 ausgezeichnet. Der Fall an sich dreht sich um den Mord an einer jungen Frau. Diese zunächst Unbekannte wurde anscheinend nach einem afrikanischen Ritual getötet. Camille versucht in der Flüchtlingsunterkunft als Sozialarbeiterin getarnt mehr herauszufinden – denn als Polizist kommt man keinen Zutritt. Im Camp lernt sie Professor Moussa (Issaka Sawadogo) kennen, der eine Art Vermittler zwischen den verschiedensten Bevölkerungsgruppen darstellt.

Das Geheimnis des Blutes/La Lignée de Verre beschert Camille den wohl persönlichsten Fall: Ihr Sohn Léo, den sie seit Jahren nicht gesehen hat, gibt sich bei einer reichen Familie als vor Jahren entführter Sohn aus. Anfangs sieht es so aus, als ob Léo das große Los gezogen hat, aber nach und nach wird sein Aufenthalt immer mehr zum Alptraum. Die Niémans und Camille beginnen, die damalige Entführung nochmals zu untersuchen, was dem dortigen Polizeiinspektor nicht behagt. Camille konzentriert sich hauptsächlich darauf, auf irgendeine Art auf das Anwesen zu gelangen, während Niémans sich immer tiefer in den alten Fall vergräbt. Während Léo immer tiefen in einen Strudel des Horrors gezogen wird, kommen die Ermittler dem Geheimnis der Familie Monferville auf die Spur, doch die Zeit drängt, um Léo zu retten.

DIE PURPURNEN FLÜSSE baut im Großen und Ganzen auf die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern und die Atmosphäre der Fälle. Niémans sieht in seiner ehemaligen Schülerin Camille schon mal eine Art Tochter, die er gerne schützt und ihr unter die Arme greift. Obwohl er meist wie ein alter, grantelnder Ermittler wirkt, hat er trotzdem einen weichen Kern – zumindest Camille gegenüber. Camille wiederum ist impulsiv, lässt sich schon mal von ihren Gefühlen leiten bzw. ablenken, doch hat sie oft den richtigen Riecher, um im Fall weiterzukommen. So manch einer wird diese beiden eher als negativ empfinden, nichtsdestoweniger versprühen sie einen gewissen – wenngleich spröden – Charme. Die Atmosphäre wird bei DIE PURPURNEN FLÜSSE durch die sich langsam entwickelnde Handlung erreicht, alle vier Fälle werden auf der DVD als Zweiteiler aufbereitet, wobei sich manch Schnitt als nicht ideal bezeichnen lässt. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass auch daraufgesetzt wird, möglichst bizarre Mordarten zu finden, um mystisch zu sein.

In Frankreich war die Serie weiterhin ein großer Erfolg, weshalb eine dritte Staffel bestellt wurde.

Die DVD bietet erfreulicherweise neben der deutschen Tonspur ebenso die französische Originalfassung, Untertitel sind immerhin in englischer Sprache vorhanden. Einige Heimkinohighlights sind die einzigen Extras, die es zu finden gibt.

Bis auf die letzte Folge ist diese Staffel wieder als durchaus gelungen zu bewerten, die erwähnte Folge ist leider extrem abstrus, seltsam und mehr als an den Haaren herbeigezogen.

Somit gibt es 4 Sterne von möglichen 6: ★★★
                                                       Kritik: Veronika Murauer



Episoden:

01. Zum Sterben schön (1)
02. Zum Sterben schön (2)
03. Zeit der Bestrafung (1)
04. Zeit der Bestrafung (2)
05. Das Ritual (1)
06. Das Ritual (2)
07. Das Geheimnis des Blutes (1)
08. Das Geheimnis des Blutes (2)

03. BROKENWOOD -
Mord in Neuseeland
Staffel 3

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Neuseeland 2016

Darsteller*innen: Neill Rea, Fern Sutherland, Nic Sampson, Christina Ionda, Pana Hema Taylor

Filmlänge: 5 Std. 56 Min.

: 4. Dezember 2020 auf DVD und digital
FSK: 12

Willkommen zurück im Land der Kiwis und Hobbits!

In Staffel 3 der im doppelten Wortsinn mehrfach ausgezeichneten Serie müssen Shepherd und sein Ermittlerteam dem gewaltsamen Treiben entgegentreten, das selbst den zumeist friedlichen Ort Brokenwood erschüttern kann. In den vier Fällen bekommen sie es mit giftigen Spinnen, einem missglückten Cluedo-Liverollenspiel und dem Tod eines Oldtimer-Enthusiasten zu tun. Und dann wäre da noch jemand, der Santa Claus an den Kragen will. Dabei gibt es eine ordentliche Portion „Herr der Ringe“-Feeling und einen Weihnachtswichtel namens Jared…

Episode 1 - Der schwarze Witwer:
Gleich zu Beginn dieser dritten Staffel gibt es eine Tour durch Mittelerde und endet mit einer Leiche im Spinnenwald, die passenderweise in einer Art Kokon eingehüllt ist. Bei der Toten handelt es sich um Tourleiterin Debbie, die regelmäßig Touristen einen Schrecken versetzt. Ihr Ehemann und Mitinitiator der Herr der Ringe Touren ist überzeugt, dass Debbie aufgrund ihrer Diabetes gestorben ist. Während der Obduktion krabbelt jedoch eine Katipo-Spinne aus Debbies Mund, weshalb ein Spinnenbiss als Todesursache in Betracht gezogen werden muss. Detective Senior Sergeant Mike Shepherd (Neill Rea) und seine Kollegin Detective Kristin Sims (Fern Sutherland) finden – tatkräftig unterstützt von D.C. Sam Breen (Nic Sampson) – bei ihren Ermittlungen heraus, dass das Gift eine weitaus stärkere Dosierung war, als eine Spinne bei einem Biss abgeben würde. Nun geht es in gewohnt ruhiger Weise auf Motiv- und Tätersuche. Ob der Mörder in der hart umkämpften Tourismusbranche zu finden ist?

Episode 2 - Das Spiel vom Tod:
Im zweiten Fall wird der beliebte Schriftsteller Declan O’Grady (Mark Mitchinson) zu Grabe getragen, doch dann passiert ein Unfall mit dem Leichenwagen und der Sarg bringt eine falsche Leiche zum Vorschein. Shepherd und Sims haben jetzt einiges zu tun, da sich viele Fragen stellen: wer ist die tote junge Frau (J.J. Fong), wo ist der Leichnam von O’Grady hingekommen und woran starb die Frau. Reverend Greene (Roy Ward) hilft dem Ermittlerteam weiter, denn er weiß, dass O’Grady im Krimiclub tätig war und es bei dem Cluedo Liverollenspiel ganz schön herging.

Episode 3 - Benzin im Blut:
Teil drei der Staffel sorgt für einen Mord an einem Einbrecher. Dieser wird tot in einer Autowerkstatt für Oldtimer gefunden. Der Besitzer Charlie Baxter (Chris Hobbs) ist überzeugt, dass der Einbrecher während eines Einbruchversuchs durch einen Unglücksfall zu Tode gekommen ist. Doch so einfach ist die Sache natürlich nicht. In Brokenwood gibt es eine sehr umtriebige Szene im Oldtimermilieu. Hier herrscht große Rivalität zwischen den Alten und den Jungen. Im Laufe der Folge stirbt Baxter, und das Ermittlerteam findet heraus, dass es nicht nur um die alten Autos geht.

Episode 4 - Blutige Verlobung:
Zu guter Letzt gibt es noch eine weihnachtliche Folge, doch von Weihnachtsfrieden ist nicht viel zu merken. Santa Claus persönlich ist tot. Bürgermeister Evan Whitestone (Ross McKellar) hat während des Straßenumzugs Santa personifiziert und jetzt sitzt er in seinem Wohnzimmerstuhl, blutüberströmt und tot. Ein so prominentes Todesopfer erfordert besonders intensive Ermittlungen. Ob der Mord politisch motiviert war und einer der beiden möglichen Nachfolger seine Finger im Spiel hatte? Steckt womöglich Whitestones Wahlkampfleiterin Maureen (Denise Snoad) dahinter – immerhin ist sie nicht aufzufinden. Rasch stellt sich heraus, dass Maureen als Täterin nicht in Frage kommt, steckt sie als Santa-Claus Attrappe im Schornstein.

Die DVD von BROKENWOOD bietet sowohl englische als auch deutsche Tonspur und dazu noch Untertitel in deutscher Sprache an. Extras sind keine enthalten.

Die dritte Staffel hält vier Fälle in Spielfilmlänge parat und serviert den Fans gewohnte Kost: ein Ermittlerteam, das weniger durch Action und Verfolgungsjagden, sondern durch Instinkt und Köpfchen zum Erfolg kommt. Die Location in Neuseeland ist nach wie vor ein großer Hingucker, desgleichen die überaus sympathischen Darsteller*innen sowie ihre Figuren, die Eigenheiten der einheimischen Bevölkerung und darüber hinaus unterhaltsame Dialoge lassen BROKENWOOD weiterhin zu einer vergnüglichen Serie werden. Doch bei all den positiven Punkten sind leider die Fälle, die auf neunzig Minuten ausgedehnt wurden, ziemlich abstrus, nicht ganz schlüssig und auch langatmig geraten – vielleicht sollte man die Länge kürzen, denn weniger ist oft mehr.

Das Bonusmaterial ist, mit diversen Filmtrailern aus dem Edel Angebot, leider ein wenig dürftig ausgefallen.

Ob der Nettigkeit und des Unterhaltungswertes gibt es ...

... 4 Sterne von 6: ★★★
                                                                          Kritik: Veronika Murauer

04. Kommissar Wallander -
Staffel 1

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
GB 2008

Drehbuch: Richard Cottan, Richard McBrien, Peter Harness, James Dormer, u.a.
nach den gleichnamigen Romanen von Henning Mankell
Regie: Philip Martin Niall MacCormick, Benjamin Caron, u.a.
Darsteller*innen: Kenneth Branagh, Sarah Smart, Sadie Shimmin, Tom Hiddleston, Richard McCabe,
Jeany Spark, Tom Beard
Musik: Emily Barker, Martin Phipps, Dominic Muldldowney, Natalie Holt
Filmlänge: 4 Std. 30 Min.

: 27. November 2020 auf DVD und digital
FSK: 16

Die erste Staffel der beliebten und erfolgreichen Wallander-Reihe umfasst drei Episoden à neunzig Minuten. In der Titelrolle fungiert Kenneth Branagh, der sowohl als Regisseur als auch Schauspieler große Erfolge erringen konnte – unter anderem fünf Oscar-Nominierungen.

Episode 1 - Die falsche Fährte:
Der erste Fall beginnt mit einem Selbstmord, der sich vor Wallanders Augen ereignet. Ein junges Mädchen flüchtet in ein Rapsfeld und als Wallander näherkommt und sich als Polizist zu erkennen gibt, übergießt sie sich mit Benzin und zündet sich an. Wallander quält die Frage, wieso die 15-jährige dermaßen verängstigt war, dass sie sich umbringen musste. Viel Zeit, um sich mit diesem Tod zu beschäftigten, bleibt dem Kommissar allerdings nicht, denn der nächste Fall wartet bereits. Der frühere Justizminister wird ermordet, kurz darauf ein Kunsthändler. Da sich die beiden Morde gleichen, ist man auf der Suche nach einem Serientäter. Der junge Profiler Mats Ekholm (Joseph Chance) soll dabei etwas mehr Licht in die Sache bringen. Allerdings ist Wallander davon nicht gerade begeistert. Seine ohnedies schon trübe Stimmung hellt ebenso wenig der Gedanke an eine Geburtstagsfeier mit seinem Vater (David Warner) auf. Die Beziehung der beiden ist durchwegs schwierig.

Episode 2 - Die Brandmauer:
In Folge 2 wird ein Taxifahrer scheinbar grundlos von zwei Teenagern erschlagen. Als Tatmotiv geben sie an, dass sie Geld brauchten, dies scheint bei der geringen Ausbeute nicht allzu glaubhaft. Was Wallander besonders erschüttert, ist der Umstand, dass die beiden Mädchen keinerlei Reue zeigen. Sonja (Susannah Fielding), eine der beiden Täterinnen, gelingt es, aus der Zelle zu fliehen. Ihre Freiheit währt nicht allzu lange, bald wird ihre verkohlte Leiche in einem Umspannwerk gefunden. Und weitere Tote folgen noch. Als Drahtzieher werden Hacker vermutet, die es auf das Bankensystem abgesehen haben. Wenigstens dürfte Wallander langsam aus seinem Stimmungstief herauskommen, denn er nimmt (etwas widerwillig) den Vorschlag seiner Tochter Linda (Jeany Spark) an, auf ein Date zu gehen. Über eine Online-Kontaktseite lernt er Ella Lindfeldt (Orla Brady) kennen, die ihm leicht den Kopf verdreht. Leider verbinden sich die Morduntersuchungen mit Ella.

Episode 3 - Mittsommermord:
Der letzte der drei Fälle ist sowohl für Wallander als auch das Publikum der emotionalste. Zunächst wirkt alles ganz friedlich, ein paar Teenager feiern Mitsommer und verkleiden sich dazu im Stil des 18. Jahrhunderts. Eine besorgte Mutter taucht auf der Polizeistation auf, denn sie hat von ihrer Tochter seit dem Tag nichts mehr gehört. Da einige Postkarten aus verschiedenen Teilen Europas ankommen, geht Wallander nicht von einem Unglück aus. Als die Leichen der drei Jugendlichen entdeckt werden, nimmt Wallander die Ermittlungen auf. Sein Kollege Svedberg (Tom Beard) wird ebenfalls ermordet. Dies trifft den Kommissar sehr, denn es stellt sich heraus, dass Svedberg ihn als Freund angesehen hat, und er (Wallander) doch nichts über ihn weiß. Wallander kommt dahinter, dass sein toter Kollege in dem Fall der Teenager schon länger ermittelt hat. Eine Spur bringt Wallander zu Isa (Flora Spencer-Longhurst), die bei der Mitsommerfeier nicht dabei sein konnte. Er findet sie gerade noch rechtzeitig, denn Isa hat versucht, sich das Leben zu nehmen. Neben seiner angeschlagenen Psyche macht Wallander zusätzlich seine Gesundheit zu schaffen, nach einem Zusammenbruch wird Diabetes bei ihm diagnostiziert. Doch eine Auszeit kann er sich nicht nehmen, denn der Mörder ist längst noch nicht fertig.

Zu Beginn der Serie mag es vielleicht Zweifel gegeben haben, dass britische Schauspieler in eine schwedische Krimivorlage passen könnten, doch Kenneth Branaghs Spiel löscht diese Zweifel gleich zu Beginn vollends aus. Er gibt dem Ermittler enorme Tiefe, sowie eine Verzweiflung, gepaart mit Selbstzweifel und Hang zu Selbstzerstörung, sodass man meinen könnte, Henning Mankell habe diese Rolle für ihn geschrieben. Die Entscheidung, in schwedischer Landschaft zu filmen, ist ein zusätzliches Plus. Die Weite sowie die Düsterkeit der schwedischen Wälder erzeugen genau die passende Stimmung. Mit der Besetzung der Nebenrollen wurden ebenso Akzente gesetzt, die zum Erfolg von KOMMISSAR WALLANDER beitragen: Jeany Spark (Collateral, Man Down, Da Vincis Demons), Sadie Shimmin (Coronation Street, Mr. Selfridge) Tom Hiddleston (Loki im Marvel Universum, High-Rise, Night Manager), Richard McCabe (1917, Notting Hill), Ur-Gestein David Warner (Titanic, Ripper Street, Black Death).
Kein Wunder also, dass die Serie so manchen Preis und zahlreiche Nominierungen einheimsen konnte.

Die DVD bietet deutsche und englische Tonspur sowie deutsche Untertitel, Extras sind leider keine zu finden. Ein Making-of oder Interviews wären sicher nett gewesen.

KOMMISSAR WALLANDER hat einiges zu bieten: gut gezeichnete Charaktere, knifflige Fälle, einen stimmigen Soundtrack, der die Atmosphäre verdichtet und die passenden Rollenbesetzungen.


Somit kann es nur eines geben:

stimmige 6 Sterne von 6: ★★★

             Kritik: Veronika Murauer


05. ALTES LAND

Vertrieb: Pandastorm
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2019

Drehbuch: Sherry Hormann
nach dem Bestsellerroman von Dörte Hansen
Regie: Sherry Hormann
Darsteller*innen:
Iris Berben, Maria Ehrich,
Nina
Kunzendorf, Karoline Eichhorn, Svenja Liesau,
Peter Kurth, Milan Peschel, Matthias Matschke
Filmlänge: 180 min.

: 11. November 2020 auf DVD
FSK: 12

Das Alte Land zwischen Stade und Hamburg ist bekannt für seine Obstfelder und die wunderschöne Landschaft entlang der Elbe. Die großen Fachwerkhöfe zeugen von einflussreichen Familien, die über Jahrhunderte ihr Geld mit dem Anbau von Äpfeln, Kirschen und anderen regionalen Früchten verdienten.

Von diesem malerischen Fleckchen Erde und ihren eigentümlichen Bewohnern berichtet die 1964 in Husum geborene Autorin Dörte Hansen in ihrem Erstlingswerk Altes Land. Die über sieben Jahrzehnte, auf mehreren, ineinander verwobenen Zeitebenen erzählte Geschichte von drei Frauen und drei Generationen war DER Überraschungserfolg des Jahres 2015, wurde zum „Lieblingsbuch des unabhängigen Buchhandels“ gekürt und avancierte darüber hinaus zum Jahresbestseller 2015 der SPIEGEL-Bestsellerliste. Bis heute hat sich der Roman bereits über eine Million Mal verkauft.

Nun veröffentlichte Pandastorm am 11. Dezember 2020 die DVD der aufwändigen TV-Verfilmung Altes Land, die als Zweiteiler im ZDF ausgestrahlt wird.

Die Story:
Schauplatz der unkonventionellen, tragischen, aber auch humorvollen Erzählung ist ein großer Hof im Alten Land. Hier lebt die eigenwillige Vera (Iris Berben), seit sie dort 1945 als 5-jähriges Flüchtlingskind aus Ostpreußen zusammen mit ihrer Mutter gestrandet war. Es brauchte sehr lange, bis sie diesen Landstrich als ihre Heimat ansah und noch länger, bis auch die Menschen sie als einen Teil der Gemeinschaft aufnahmen. Zwar fühlt sich Vera ein Leben lang fremd in dem kalten Bauernhaus, will aber dennoch nicht weg. Sie verteidigt nicht nur vehement Hof und Land, sondern auch ihre Eigenheiten und ihren Widerwillen bezüglich jedweder Veränderungen. Lediglich mit ihrem direkten Nachbarn Hinni (Peter Kurth) pflegt sie eine Art Umgang.

Auf der Beerdigung von Veras Ziehvater Karl (Milan Peschel) kommt es zu einem Wiedersehen mit ihrer sehr viel jüngeren Halbschwester Marlene (Nina Kunzendorf), das im Eklat endet („Alles, was du und ich gemeinsam haben, sind die braunen Haare“, so Vera zu Marlene). Alte Wunden werden aufgerissen, und verbittert schließt sich Vera mit ihren beiden Hunden in dem alten Gehöft ein, bis ihre Halbnichte Anne (Svenja Liesau) und deren kleiner Sohn Leon vor der Tür stehen. Die beiden Frauen sind einander zunächst fremd, jedoch haben das frühere „Polackenkind“ Vera und Stadtflüchtling Anne, die von ihrem Mann betrogen wurde und das Leben im schicken Ottensen nicht mehr erträgt, viel mehr gemeinsam, als sie zu diesem Zeitpunkt ahnen. Denn Vera kennt Annes Nöte nur allzu gut – nirgendwo dazuzugehören, nicht angekommen zu sein, ein Zuhause zu suchen und Wurzeln schlagen zu wollen. Und genau in dieser Konstellation wird das Familientrauma, alles verloren zu haben, heilen können…

Die Handlung springt zwischen dem letzten Kriegsjahren bzw. den Jahren danach und dem Heute. Das kann schon mal ein wenig verwirrend sein. Doch sind die beiden Geschichtsstränge so geschickt und logisch aufgebaut und miteiander verwoben, dass sich bald ein klares Bild ergibt, dem man gespannt folgt.

Altes Land ist die bemerkenswerte Literaturverfilmung über das Deutschland unserer Mütter und Großmütter, Menschen ohne Heimat, über Reiz und Widersinn der Sehnsucht nach dem Landleben und das Trauma von Flucht und Vertreibung, das in vielen Familien bis heute nachwirkt.

Die vielfach ausgeichnete Iris Berben briliert in ihrer Rolle als Vera. Dazu wurde sie maskenbildnerisch älter gemacht. Großartig auch Milan Peschel (Tatort – Weil sie böse sind, Preis der Freiheit) als Karl, eine wunderbare Besetzung. Die beiden überzeugen in jeder Szene.

In weiteren Hauptrollen glänzen Maria Ehrich (Rubinrot, Ku’damm ’59), Nina Kunzendorf (Tatort Frankfurt, Liebesjahre), Karoline Eichhorn (Der Sandmann, Gegen Ende der Nacht), Peter Kurth (Herbert, Babylon Berlin), Milan Peschel , Matthias Matschke (heute show, Professor T.) und Shooting-Star Svenja Liesau. Und auch die  Nebenrollen sind passend besetzt.



Bemerkenswerte
5 Sterne von 6:

★★★

            Kritik:
Wolfgang Springer


06. BALTHAZAR - Staffel 1

Vertrieb: edel Motion
Produktionsland/ -jahr:
Frankreich 2019

Drehbuch: Clothilde Jamin, Clélia Constantine, Soiliho Bodin, Marion Carnel, Sylvain Caron, Nicolas Clément
Regie: Mona Achache, Franck Brett, Camille Delamarre
Darsteller*innen: Tomer Sisley, Héléne de Fougerolles, Pauline Cheviller

Filmlänge: 6 x 55 Min.

: 13. November 2020 auf DVD und digital
FSK: 16

Die französische Krimiserie BALTHAZAR rückt den forensischen Pathologen Raphaël Balthazar (Tomer Sisley) in den Mittelpunkt. Und genau hier gehört der arrogante, äußerst eigenwillige, von sich selbst überzeugte, aber auch gnadenlose gute Rechtsmediziner auch hin. Schnelle Autos, belanglose One-Night-Stands und Adrenalinkicks, das ist seine Welt.

In sechs interessanten Folgen á 54 Minuten löst Balthazar an der Seite von der neuen Capitaine Helene Bach (Hélène de Fougerolles) besonders knifflig und ebenso verstörende Fälle. Wie oben beschrieben, ist Balthazar sozial nicht besonders angepasst, doch hinter der Fassade trauert er um seine Freundin Lise (Pauline Cheviller), die vor einigen Jahren umgebracht wurde. Seither spricht er mit ihr, aber auch mit den Toten, die auf seinem Seziertisch landen. Auf diese Art kommt er immer wieder auf Geheimnisse, die den anderen verborgen blieben. Die Jagd auf den wahren Mörder seiner Freundin macht ihn geradezu zu einem Besessenen, um weiterzukommen dehnt er schon mal die ein oder andere rechtliche Grenze. Denn obwohl ein Schuldiger gefasst wurde, ist Balthazar nach einem Mordfall überzeugt, dass der echte Täter auf freiem Fuß ist.

Der Beginn der Zusammenarbeit mit Bach ist etwas holprig, doch nach und nach wachsen die beiden zusammen und erarbeiten sich gegenseitigen Respekt. Allerdings mit Respekt ist es bei Balthazar meist nicht weit her, Machosprüche und anzügliche Bemerkungen stehen bei ihm an der Tagesordnung. Seine Arbeitsweise ist ungewöhnlich, doch ihm gelingt es immer wieder, entscheidende Hinweise zu finden, die Bach helfen, die Mörder zu überführen.

Die Serie rückt den Fokus auf die Arbeit der Gerichtsmedizin, die Polizist*innen sind nicht so sehr im Mittelpunkt. Dadurch ist die Bildsprache oft sehr hart – aber Pathologie ist nun mal ein hartes Geschäft. Dennoch wurde nicht vergessen, die Figuren mit Emotionen auszustatten, die nachvollziehbar sind. Bach kämpft mit einem Problem, das viele berufstätige Frauen haben: Familie und Job unter einen Hut zu bringen ist ein Knochenjob, und wenn es sich um einen Beruf mit unregelmäßigen, langen Arbeitszeiten handelt erst recht. Der Kniff, dass Balthazar mit den Toten spricht, sorgt dafür, dass man ein bisschen mehr in seine Gedankenwelt eintreten kann.

Die Synchronisation ist ausgemacht gut gelungen, man hat hier routinierte Sprecher*innen gefunden, die authentisch wirken und die Figuren jenen Emotionen füllen, die die französischen Originale vorgeben. Wer die Darsteller*inne mit ihren eigenen Stimmen hören möchte, kann dies mit der französischen Tonspur, als Hilfestellung gibt es deutsche Untertitel. Die DVD weist bis auf ein paar Vorschauen auf weitere Serien keine weiteren Extras auf.

Bei BALTHAZAR muss man ob der wirklich guten Umsetzung sagen, dass sechs Folgen eindeutig zu wenig sind. Erfreulicherweise ist die zweite Staffel bereits fertig und flimmerte in Frankreich bereits über die Bildschirme und eine dritte Staffel soll folgen. Die Altersfreigabe von 16 Jahren ist unter anderem den expliziten Szenen im forensischen Labor geschuldet und geht durchaus in Ordnung. Dass diese Serie nicht zu dunkel wird, ist dem feinen Humor zu verdanken, den vor allem Balthazar versprüht.

BALTHAZAR hebt sich wohltuend von den ganzen amerikanischen Gegenparts ab. Einerseits, weil die Fälle nicht immer im Schema F ablaufen und andererseits, weil die Figuren wesentlich stärker ausgearbeitet wurden, die es schaffen, dass man rasch eine emotionale Bindung entwickelt. Und natürlich, weil Tomer Sisley ein äußerst charismatischer Darsteller ist und Hélène de Fougerolles ein großartiger Widerpart ist.

Es gibt hier einfach 6 großartige Sterne von 6: ★★★
                                                           Kritik: Veronika Murauer


Episoden:
01. Aus Fleisch und Blut
02. Todesurteil
03. Blindlings
04. Seelenverwandte
05. Das Leben in Stücken
06. Die Verschwundenen


07. Chicago Fire - Staffel 8

Produktion & Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
USA 2019

Idee: Michael Brandt, Derek Haas
Produktion: Michael Brandt, Derek Haas
Darsteller*innen: Jesse Spencer, Taylor Kinney,
Lauren German, David Eigenberg, Eamonn Walker,
Charlie Brnett, Monica Raymund, Teri Reeves, Joe Minoso, Yuri Sardarov, Christian Stolte, Dora Madison Burge,
Kara Killmer, Steven R. McQueen, Annie Ilonzeh,
Miranda Rae Mayo

Filmlänge: ca. 14 Std.
40 Min.
: 22. Oktober 2020 auf DVD und Blu-ray
FSK: 16

Zu Beginn der achten Staffel gilt es einen großen Verlust zu verarbeiten, denn beim Brand in einer Matratzenfabrik kam es zu einem folgenschweren Unfall. Hier heißt es für so manchen, die Taschentücher bereitzuhalten. Da nun eine Person in der Wache 51 fehlt, muss rasch Ersatz gefunden werden. Dieser scheint mit Blake Gallo (Alberto Rosende) gefunden, doch Chief Boden (Eamonn Walker) hat mit dessen ungestümen Art seine Schwierigkeiten. Eigentlich möchte er Gallo nicht in seinem Team haben, doch Severide (Taylor Kinney) und Casey (Jesse Spencer) setzen sich sehr für den Neuling ein. Severide tritt eine neue Stelle bei OFI (Office of Fire Investigation) an, ob er wieder zum Team der 51. zurückkehren wird, ist offen.

Brett (Kara Killmer) zieht zu Beginn der Staffel mit ihrem Verlobten zurück nach Fowlerton, doch nach einigen Monaten vermisst sie ihr zu Hause – die 51. Foster (Annie Ilonzeh) ist darüber mehr als erleichtert, ist sie mit Bretts Ersatz trotz aller Bemühungen ganz und gar nicht klargekommen.

Neben den gewohnten actiongeladenen Brandeinsätzen kommt es zu schweren Unfällen, Geiselnahmen oder einem Ungezieferproblem. In Folge 4 kommt es zu mehreren Fällen von Menschen, die Wunden durch fleischfressende Bakterien haben. Hier müssen die Teams von Chicago Fire, Chicago P.D. und Chicago Med. eng zusammenarbeiten, um das Schlimmste zu verhindern.

Ein weiteres Crossover mit Chicago P.D. startet in der 15. Folge, als es zu mehren Opioid Überdosen unter Teenagern kommt. Der zweite Part ist eigentlich im Chicago P.D. Universum angesiedelt, doch ist diese Folge selbstverständlich auch hier zu sehen.

So wie schon bei Chicago Med (Staffel 5) kam es auch bei CHICAGO FIRE zu einem abrupten Staffelende, denn es hätten noch weitere drei Episoden gedreht werden sollen. Somit wird es interessant, wie die Drehbuchschreiber etwaige lose Enden in der neunten Staffel zu einem Ganzen zusammenfügen werden.

Man kann CHICAGO FIRE sowohl in englischem Originalton als auch in deutscher Synchronfassung schauen, Untertitel sind ebenfalls möglich. Extras sind keine vorhanden.

Auf Grund des großen Erfolges sind neben Staffel 9 bereits die Staffeln 10 und 11 bestellt. Die Mannschaft von Wache 51 kann sich also nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern bekommt noch genug zu tun. Doch bei aller Freude, dass es weitere Abenteuer rund um Chief Boden geben wird, muss doch gesagt werden, dass auch diese Serie der „Fluch“ der langlebigen Serien ereilt. Die Geschichten wiederholen sich in abgeänderter Form und auch die Figuren erhalten keine nennenswerten Weiterentwicklungen. Vielleicht konnte die Zwangspause genützt werden, um wieder mehr Qualität anstatt Quantität einfließen zu lassen.

Da die Action-Sequenzen wirklich gut gemacht sind und die Hauptfiguren einem bereits ans Herz gewachsenen sind, gibt es ...

... 4 Sterne von 6: ★★★
                                                           Kritik: Veronika Murauer

Episoden:
01. Frische Wunden
02. Höhenrettung
03. Aus der Hölle
04. Die Seuche (Teil 1)
Bonus: Die Seuche (Teil 2)
           (Chicago Med Cross-Over)
Bonus: Die Seuche (Teil 3)
           (Chicago PD Cross-Over)
05. Die nächste Generation
06. Der Draufgänger
07. Befehl von oben
08. Jede Sekunde zählt
09. Wo Rauch ist ...
10. Rivalen

11. Das große Rennen
12. Falscher Alarm
13. Niemls allein
14. Feuertaufe
15. Kreuzzug
Bonus: Die Last der Schuld
           (Chicago PD Cross-Over)
16. Das Buddy-Prinzip
17. Kindheitstrauma
18. Der beste Job der Welt
19. Die Macht der Medien
20. Nächste Schritte

© Universal Studios.
Alle Rechte vorbehalten.

08. Chicago PD - Staffel 7

Produktion & Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
USA 2019

Idee: Dick Wolf, Matt Olmstead, Derek Haas
Produktion: Michael Brandt, Derek Haas, Danielle Gelber, Peter Jankowski
Darsteller*innen: Jason Beghe, Jon Seda, Laroyce Hawkins,
Sophia Bush, Patrick Flueger, Marina Squericiati, Elias Koteas, Jesse Lee Soffer, Amy Morton, Brian Geraghty, Archie Kao
Musik: Atli Örvarsson
Filmlänge: ca. 13 Std.
20 Min.
: 22. Oktober 2020 auf DVD
FSK: 16

Die Polizeidrama-Serie rund um Sergeant Hank Voight (Jason Beghe) und seine Einheit ist zurück, den Verbrechern von Chicago sei gesagt, hier handelt es sich um Polizist*innen, die unerbittlich gegen sie vorgehen, wenn es sein muss notfalls unter Ignorierung der Regeln.

Natürlich müssen wieder Morde aufgeklärt werden oder gegen Drogenhandel und organisiertes Verbrechen gekämpft werden – und das ist die Stärke des 21. Reviers des Chicago Police Departments. Zu Beginn der Staffel steht Voight selbst unter Mordverdacht, denn sein Verhältnis zum Mordopfer, Bürgermeister Kelton, war mehr als angespannt. Hier hätte sich eine große Chance aufgetan, einen spannenden Handlungsbogen aufzubauen, doch stattdessen begnügte man sich, den Mord quasi im Vorbeigehen aufzuklären. Burgess (Marina Squerciati) wird bei einer Verfolgungsjagd verletzt und muss verarztet werden, im Zuge dessen erhält sie eine schockierende Diagnose. Halsteads (Jesse Lee Soffer) Verhältnis bringt ihn in Gefahr, als seine Geliebte in einen Fall des Teams verwickelt ist. Atwater (LaRoyce Hawkins) muss mehrmals undercover gehen, um ein Drogenkartell bzw. eine Waffenschieberbande auszuhebeln.

Wie schon in Chicago Med (Staffel 5) und Chicago Fire (Staffel (?) ist das dreiteilige Crossover „Infection“ bestens gelungen und das zweite Crossover mit Chicago Fire kann sich gleichfalls sehen lassen. Alle Folgen aus den anderen Universen sind natürlich ebenso auf der DVD. Wirklich interessant sind in dieser Staffel erneut die Entwicklung der Beziehungen im Team und wie sich Neuzugang Vanessa Rojas (Lisseth Chavez) hier einfügen kann. Sie schließt die Lücke, die durch den Abgang von Antonio Dawson (Jon Seda), der übrigens Off-Screen stattgefunden hat, entstanden ist. Für eine wichtige Nebenrolle konnte Michael Beach als Darius Walker gewonnen werden, allerdings wird Walker in den zukünftigen Staffeln keine Rolle mehr spielen.

Auch CHICAGO P.D. muss Corona bedingt zwei Folgen früher als geplant enden, weshalb die Macher für die nächste Staffel einiges an Gestaltungsmöglichkeiten haben, die Storyplots voranzutreiben.

Chicago P.D. ist keine Serie mit makellosen Cops, hier haben einige Protagonist*innen gewaltig Dreck am Stecken. Das ist eine angenehme Abwechslung zu anderen Polizeiserien, dennoch nützt sich dieses Prinzip schön langsam ab. Kaum einer der Charaktere ändert sein Verhalten oder wird dafür zur Rechenschaft gezogen, selbst wenn die Grenzen des Legalen bis aufs Äußerste ausgereizt werden. Es bleibt abzuwarten, wie sich die bereits angelaufene achte Staffel und die schon bestellte neunte und zehnte Staffel entwickeln.

Die DVD zu CHICAGO P.D. kann sowohl in deutscher als auch englischer Tonspur geschaut werden, die dazugehörigen Untertitel sind ebenfalls abrufbar. Extras gibt es leider keine.

Die siebte Staffel ist nach wie vor schnörkelos, hat aber einige Plot-Chancen nicht ergriffen, da wäre einiges mehr rauszuholen gewesen, die Fans dieser Serie werden nach wie vor gut unterhalten, weshalb es ...

... 4 Sterne von 6 gibt: ★★★
                                                           Kritik: Veronika Murauer

Episoden:
01. Zweifel
02. Doppelter Einsatz
03. Ein schlechter erster Tag
Bonus: Die Seuche (Teil 1)
           (Chicago Fire Cross-Over)
Bonus: Die Seuche (Teil 2)
           (Chicago Med Cross-Over)
04. Die Seuche (Teil 3)
05. Auf die harte Tour
06. Blutopfer
07. Harter Stoff
08. Ohne Reue
09. Absolution
10. Schwere Geschütze
11. Verschworene Gemeinschaft
12. Von den Besten lernen
13. De Ring
14. Von allen verfolgt

15. Die Last der Schuld
16. Häusliche Gewalt
17. Querschläger
18. Grenzüberschreitung
19. Scheinheilig
20. Todesstille

© Universal Studios.
Alle Rechte vorbehalten.

2 Movie Collector´s Pack
09.
Monty Python
Das Leben des Brian / Die Ritter der Kokosnuss

Produktion & Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Filmlänge
: ca. 176 min.
auf DVD
: November 2020
FSK: 12

Das Leben des Brian

Produktion & Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Produktionsland/ -jahr:
GB 1979

Regie: Terry Jones
Drehbuch:
John Goldstone
Produktion:
John Goldstone
Darsteller*innen:
Graham Chapman, Michael Palin, John Cleese, Terry Jones, Eric Idle, Terry Gilliam, Sue Jones-Davies, Kenneth Colley, Terence Bayler, John Young, Carol Cleveland, Neil Innes, Spike Milligan, George Harrison
Musik: Geoffrey Burgon, Eric Idle
Filmlänge
: ca. 94 min.

FSK: 12

Brian wird im Jahre des Herren geboren, allerdings im Kuhstall nebenan. Und die Heiligen Drei Könige, die sich versehentlich zuerst in Brians Stall begeben, bemerken ihren Irrtum schnell, als sie von Brians Mutter angekeift werden: "Der echte Jesus liegt nebenan". Auch sonst scheint Brians Lebensweg vorbestimmt: Widerstandskämpfer der Judäischen Volksfront, äh ... Volksfront von Judäa, neuer Messias und zum Schluss - Kreuzigung. Aber alles halb so schlimm, am Kreuz stimmen schließlich alle mit ein: "Always Look On The Bright Side Of Life" ...

Die Story:
Brian, das Ergebnis einer Affäre der Jüdin Mandy Cohen mit einem römischen Soldaten, Nixus Minimax, kommt im Stall neben dem von Maria und Josef zur Welt. Von der herrischen Mutter dominiert, wächst er in Judäa zu einem unauffälligen Mann heran. Er verliebt sich in die idealistische Judith, die sich in der „Volksfront von Judäa“, einer jüdischen Widerstandsgruppe, gegen die römischen Besatzer engagiert. Brian bemüht sich erfolgreich um die Aufnahme in diese Gruppe und beteiligt sich an deren Einbruch in den Palast von Pontius Pilatus: Dort wollen die Freiheitskämpfer die Frau des Statthalters entführen und so das römische Imperium zu Fall bringen. Die Entführung scheitert, weil eine weitere der zahlreichen untereinander zutiefst verfeindeten Splittergruppen, die „Kampagne für ein freies Galiläa“, zur selben Zeit dasselbe Ziel mit dem gleichen Plan verfolgt. Brian wird im Palast verhaftet und zur Anhörung vor Pilatus gezerrt. Dank eines Lachanfalls der Palastgarde und eines außerirdischen Raumschiffes, das zufällig vorbeikommt, entkommt Brian der drohenden Verurteilung durch die Flucht aus dem Palast.

Um am belebten Marktplatz dem römischen Suchtrupp nicht aufzufallen, muss er in die Rolle eines der zahlreichen Propheten schlüpfen. Sein unbeholfenes Gestotter gibt den wenigen Zuhörern Rätsel auf, die das Interesse an ihm wachsen lassen, und so hat er bald eine große Gefolgschaft hinter sich, die sich von ihm Antworten auf alle Fragen des Lebens erhofft. Die stetig wachsende Anhängerschar verfolgt den flüchtenden Brian ins karge Umland, streitet um die Symbolkraft einer von Brian verlorenen Sandale und hält Banalitäten wie die Existenz eines Wacholderbusches für von Brian vollbrachte Wunder. Schließlich wird ein vom Auflauf genervter Eremit, bei dem sich der überforderte Brian verstecken wollte, als Ketzer vom Mob zur Hinrichtung abgeführt. Indessen zeigt sich Judith von der charismatischen Ausstrahlung Brians angetan. Mit ihr verbringt er seine erste Liebesnacht.

Am nächsten Morgen sind die Straßen der Stadt mit Jüngern Brians überfüllt, die unter seinem Fenster auf Heilsbotschaften warten. Brian weist erfolglos auf die Unsinnigkeit hin, einem Führer kritiklos zu folgen. Im Hinterhof wird er von den Legionären verhaftet und wieder Pilatus vorgeführt, der ihn mit über hundert anderen offenbar willkürlich ausgesuchten Delinquenten zum Tode durch Kreuzigung verurteilt. Rettungsversuche schlagen fehl oder werden erst gar nicht erwogen: Sowohl seine Geliebte als auch die Widerstandskämpfer gratulieren Brian am Kreuz zu seinem selbstlosen Martyrium. Seine Mutter wirft ihm Selbstsucht vor. Nur ein fröhlicher Mitgekreuzigter fordert den verzweifelten Brian auf, trotz zermürbender Sinnlosigkeit auf die sonnige Seite des Lebens zu schauen. In dessen Lied Always Look on the Bright Side of Life stimmen schließlich alle zum Tode Verurteilten beschwingt ein.

Obwohl der Vorwurf der Blasphemie von praktisch allen Seiten entkräftet wurde, ist die Satire nach wie vor bei Christen umstritten und gilt aufgrund ihrer rezeptionsgeschichtlichen Bedeutung als Paradebeispiel für die Reibungspunkte zwischen künstlerischer Meinungsfreiheit und Religionstoleranz. Filmkritiker und die Pythons selbst bezeichnen Das Leben des Brian aufgrund seiner kohärenten Geschichte und intellektuellen Substanz als das reifste Werk der Komikergruppe. Zahlreiche Umfragen bestätigen den anhaltenden Erfolg beim Publikum. Das Abschlusslied Always Look on the Bright Side of Life wurde weit über den Filmkontext hinaus bekannt.

Das British Film Institute wählte Das Leben des Brian auf Platz 28 der besten britischen Filme aller Zeiten.

© 1979 PYTHON (MONTY) PICTURES LIMITED. ALL RIGHTS RESERVED.


Die Ritter der Kokosnuss

Produktion & Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Produktionsland/ -jahr:
GB 1974

Drehbuch: Monty Python
Regie
: Terry Gilliam, Terry Jones
Produktion: Mark Forstater, John Goldstone, Michael White
Darsteller*innen:
Graham Chapman, John Cleese, Eric Idle, Terry Gilliam, Terry Jones, Michael Palin, Connie Booth, John Young, Carol Cleveland, Neil Innes, Rita Davies, Sally Kinghorn, Avril Stewar
Musik: De Wolfe, Neil Innes, u.a.
Filmlänge
: ca. 91 min.

FSK: 12

Die Ritter der Kokosnuss behandelt in satirischer Weise die Sage von König Artus und der Suche nach dem heiligen Gral. Eingearbeitet sind andere Themen, wie das französisch-britische Verhältnis oder das Auseinanderdriften von Medienwirklichkeit und Realität.

Die Story:
Artus, König von Britannien, macht sich in dieser parodistischen Verfilmung des Artusstoffes im Jahre 932 auf die Suche nach tapferen Rittern für seine Tafelrunde. Als er seine edlen Recken zusammen hat, gibt Gott ihnen den Auftrag, das noch relativ unbewohnte England von den einfallenden Franzosen zu befreien und den sagenhaften Heiligen Gral zu erobern. Leider handelt es sich bei seiner Truppe um eine Ansammlung irrer Trottel und sein Unternehmen erleidet schnell zahlreiche Rückschläge ... "Halt! Wer da?" "Ich bin es, Artus, Sohn des Uther Pendragon, von der Burg Camelot, König aller Briten, Bezwinger der Sachsen, Herrscher über ganz England." "Verschwindet!"

Auf dieser Suche sind allerlei Abenteuer zu bestehen, wobei die Ritter nun nach und nach verlorengehen, bis nur noch Artus und der weise Sir Bedevere übrigbleiben. Diese werden beim alles entscheidenden Angriff auf die Franzosen, welche den Gral vermeintlich versteckt halten, von der Polizei verhaftet, die in Artus den Mörder eines berühmten Historikers sieht.

2004 feierte das Musical Monty Python’s Spamalot seine Premiere in New York. Es basiert auf dem Spielfilm Die Ritter der Kokosnuß und enthält außerdem einige Anlehnungen aus anderen Monty Python-Filmen.

© 1974 National Film Trustee Company Limited. All Rights Reserved.

10. Chicago MED - Staffel 5

Produktion & Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
USA 2018

Idee: Dick Wolf, Matt Olmstead
Produktion: Michael Brandt, Derek Haas, Matt Olmestead, Dick Wolf
Darsteller*innen: Nick Gehlfuss, Torrey deVitto,
Oliver Platt, Brian Tee, Yaya DaCosta, S. Epatha Merkerson, Marlyne Barrett, Colin Donnell,
Lorena Diaz, Avery Tiiu Essex

Musik: Atli Örvarsson
Filmlänge: ca. 14 Std.
38 Min.
: 22. Oktober 2020 auf DVD
FSK: 16

Die Ereignisse der vierten Staffel wirken in der fünften immer noch nach. Durch den Autounfall hat Dr. Manning (Torrey DeVitto) schwere Kopfverletzungen erlitten und auch wenn sie sich nach der Operation rasch erholt, hat sie mit Gedächtnisverlust zu kämpfen. Dr. Rhodes (Colin Donnell) kehrt dem Krankenhaus den Rücken, nachdem herauskommt, dass Dr. Bekker (Norma Kuhling) Rhodes Vater ermordet hat. Die Staffel hat auch serienübergreifende Folgen parat, in denen die Teams von Chicago Med, Chicago Fire und Chicago P.D. gefordert sind. Es gilt den Ausbruch einer Seuche durch fleischzersetzende Bakterien zu verhindern, doch die Ursache herauszufinden, gestaltet sich als äußerst knifflig. In weiteren Folgen landen Vampire, Influencer oder Bandenmitglieder im Krankenhaus.

Neben den beruflichen Herausforderungen müssen sich die Protagonist*innen auch zahlreichen privaten Problemen stellen. Sei es eine Krebserkrankung, Drogenabhängigkeit oder unerfüllter Kinderwunsch, vieles müssen die Figuren durchmachen. Glücklicherweise gibt es aber auch positive Ereignisse, sodass das Drama nicht zu übermächtig wird. So lernt Maggie (Marlyne Barrett) bei ihrer Chemotherapie Ben (Charles Malik-Whitfield) kennen und die beiden sind von da an bald unzertrennlich. April Sexton (Yaya Dacosta) und Dr. Choi verloben sich, doch wird der Kuss zwischen April und Dr. Marcel (Dominic Rains) dieses Glück ins Wanken bringen? Dr. Halstead (Nick Gehlfuss) widmet seine Freizeit der Behandlung von Patient*innen in einem illegalen Drogenkonsumzentrum, dies führt zu immer mehr Problemen mit seiner Arbeit im Spital. Bei seinem Freizeitnebenjob macht er Bekanntschaft mit Dr. Asher (Jessy Schram) kennen, allerdings ist sie hier nicht Ärztin, sondern Kundin. Als er sie im Krankenhaus wiedertrifft, droht er, ihre Drogensucht öffentlich zu machen, sollte sie nicht auf Entzug gehen. Dr. Marcel wird von seiner Vergangenheit eingeholt, als er verdächtigt wird, ein Mörder in einem Cold Case Fall zu sein.

Entgegen oftmaligem Usus im Drama-Serien Geschehen gibt es diesmal keinen Cliffhanger, dies ist der Corona Pandemie geschuldet, denn die Dreharbeiten der fünften Staffel mussten abrupt beendet werden. So kann man sich sicherlich auf einen äußerst spannenden Staffelauftakt der sechsten Staffel freuen.

Die DVD bietet Tonspuren und Untertitel in verschiedenen Sprachen, so kann man sowohl die deutsche Synchronisation als auch die englische Originalversion anschauen. Extras gibt es keine.

Bis die 6. Staffel den Weg zu uns findet, wird es noch ein bisschen dauern doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Pforten des Chicago Medical wieder für uns öffnen.

Gut unterhaltende, dramatische 5 Sterne von 6: ★★★
                                                           Kritik: Veronika Murauer

Episoden:
01. Unter Verdacht
02. Im Dunkeln
03. Bewährungsprobe
Bonus: Die Seuche (Teil 1)
(Chicago Fire Cross-Over)
04. Die Seuche (Teil 2)
Bonus: Die Seuche (Teil 3)
(Chicago PD Cross-Over)
05. Leib und Seele
06. Zu viel ist zu viel
07. De Vampir
08. Zu nah an der Sonne
09. Ohne Zukunft
10. Kalter Entzug
11. Einer von uns
12. Riskante Wahl
13. Empfindungslos
14. Ein klarer Schnitt


14. Ein klarer Schnitt
15. Die Rolle seines Lebens
16. Selbstbestimmtheit
17. Abbitte
18. Alles aus Liebe
19. Verleugnung
20. Alte Wunden

© Universal Studios. Alle Rechte vorbehalten.

11. The Good Doctor
Die komplette dritte Season

Produktion & Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Produktionsland/ -jahr:
USA 2019

Darsteller*innen:
Freddie Highmore, Jasica Nicole,
Antonia Thomas, Hill Harper, Richard Schiff, Will Yun Lee, Nicholas Gonzalez, Fiona Gubelmann, Christina Chang
Musik: Dan Romer
Filmlänge
: ca. 826 min.
auf DVD
: 5. November 2020
FSK: 12

Dr. Shaun Murphy (Freddie Highmore), ein junger Chirurg mit Autismus und Inselbegabung, setzt weiterhin sein medizinisches Talent auf der chirurgischen Abteilung des St. Bonaventure Hospital ein. Sein Klinikalltag wird dabei immer routinierter. Während sich seine Freundschaften vertiefen, arbeitet Shaun härter denn je und geht auf Dates. Er strengt sich im Alltag und bei seinen Kollegen an, um ihnen zu beweisen, dass sein Talent als Chirurg Leben retten wird. Nur im Zwischenmenschlichen scheint es noch nicht recht zu klappen. Obwohl es zwischen ihm und seiner Kollegin Carly (Jasica Nicole) funkt, lässt er sich nur widerwillig auf ein Date ein. Gelingt es Carly, den Arzt von seiner Beziehungsangst zu kurieren? Im OP wagt Shaun hingegen eine riskante Operationsmethode, die noch nicht erprobt ist.


Bonusmaterial:

- Entfernte Szenen
- Pannen


Epsioden:
01. Fiasko
02. Zivilcourage
03. Claire
04. Schmerzfrei
05. Rettendes Vertrauen
06. Der falsche Winkel
07. Isoliert
08. Auf zu den Sternen
09. Halbes Herz
10. Letzte Worte
11. Ohne Narkose
12. Mutationen
13. Sex und Tod
14. Plötzlich berühmt
15. Der beste Tag seines Lebens
16. Autopsie
17. Der letzte Wunsch
18. Willkommen im Club
19. Erdbeben
20. Ich liebe dich

12. Die Wolf-Gäng

Produktion & Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Produktionsland/ -jahr:
Deutschland 2019

Drehbuch: Marc Hillefeld
nach der Jugendbuchreihe von Wolfgang Hohlbein
Regie
: Tim Trageser
Produktion: Christian Becker
Darsteller*innen:
Aaron Kissiov, Axel Stein,
Christian Berkel, Johanna Schraml, Rick Kavanian,
Sonja Gerhardt
Musik: Andreas Weidinger
Filmlänge: ca. 122 min.
auf DVD und Blu-ray
: 5. November 2020
FSK: 6

DIE WOLF-GÄNG basiert auf der Jugendbuchreihe von Wolfgang Hohlbein und wurde von 2019 von Tim Trageser verfilmt.

Die Story:
Es ist der Horror für jeden Teenager: „Der Neue“ in der Klasse zu sein. Vlad (AARON KISSIOV) ist mit seinem Vater Barnabas (RICK KAVANIAN) nach Crailsfelden gezogen, einer fantastischen Stadt voller Feen, Hexen, Trolle, Zwerge – und Vampire, wie Vlad und Barnabas. Der 13-Jährige ist neu an der Penner-Akademie, der berühmtesten magischen Schule der Welt. Und gleich am ersten Tag passiert Vlad etwas richtig Peinliches: Beim Anblick eines Blutstropfens muss er sich vor versammelter Mannschaft übergeben. Denn: Er ist ein Vampir, der kein Blut sehen kann. Zusammen mit seinen beiden neuen Freunden, Faye (JOHANNA SCHRAML), einer Fee mit Flugangst, und Wolf (ARSSENI BULTMANN), einem Werwolf mit Tierhaarallergie, ist er damit in trauriger Gesellschaft – und die Lachnummer der ganzen Schule.




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13. Hüter der heiligen Stätten
Die spirituelle Bedeutung von Heiligtümern

Produktion & Vertrieb: BBC/ Polyband
Produktionsland/ -jahr:
GB 2019

Regie: Russell Leven
, Matt Berrett
Filmlänge: ca. 150 min.

: 25. September 2020
FSK: Infoprogramm

Die dreiteilige BBC-Dokumentation nimmt einen mit auf eine Reise zu den beeindruckendsten Heiligtümern der Welt, die für viele Menschen magische Anziehungspunkte sind und auch heute noch eine tiefe spirituelle Bedeutung haben. Ob Christentum, Islam, Hinduismus und Buddhismus, oder auch Sikhismus und die Jüdische Religion – unter allen Religionsgemeinschaften leben Menschen, die ein außergewöhnlich inniges Verhältnis zu ihren Kultstätten haben. Einige werden vorgestellt und bei ihrer Arbeit begleitet

Episode 1:
In "Angkor Wat" in Kambodscha, dem größten religiösen Denkmal der Welt, sorgen wagemutige Gärtner dafür, dass der Dschungel die Tempelanlagen nicht zurückerobert. Das ist oftmals ein gefährliches Unterfangen. Die Männer müssen fit sein und klettern können. Diesmal heißt es junge Baumtriebe aus 60 m Höhe zu entfernen – ohne Sicherheitsausrüstung und barfuß. Von all dem bekommen die zigtausenden Besucher der Tempelanlage nichts mit.

Die „Jungfrau der Hoffnung“ in Malaga (Spanien) ist nur an Ostern zu sehen, wenn sie durch die Straßen getragen wird. Die 260 Träger sind ein eingespieltes Team, um die fünf Tonnen schwere Marienstatue in ihrem Thron über die zwei Kilometer lange Tour zu begleiten. Ihr strenger Glaube hilft dabei, sich den Strapazen und Schmerzen zu stellen. Der Marsch dauert sechs Stunden und unzählige Gläubige danken am Wegesrand der Mutter Maria.  

Der „Shaolin Tempel“ in Dengfeng (China) wurde erst in den 1970er Jahren weltberühmt. Das Buddhistische Kloster ist wegen des Ursprungs des Kung Fu bekannt geworden. Für die Buddhisten ist diese Kampfkunst ein Ausdruck ihres Glaubens, früher setzten sie diese auch zur Verteidigung des Klosters ein.
Der Tempel ist ebenfalls ein Ausbildungsort für Novizen. Die Prüfungen sind streng. Wer es schafft wird jedoch zum echten Shaolin Mönchs Krieger.

Vor erst 25 Jahren wurde ein neuer Hindu-Tempel in London fertig gestellt, der „Shri Swaminaraya Mandir“. Er ist der erste in Europa und auch der größte Weltweit. Er wurde in tausend Einzelteilen geliefert und von 3.000 Freiwilligen zusammengebaut. Gezeigt wird die Vorbereitung zum wichtigen „Diwali-Fest“, welches speziell für die Speisezubereitung und Verteilung eine logistische Herausforderung darstellt, denn mehr als tausend Menschen müssen versorgt werden.

Gleich drei Hauptreligionen haben in Jerusalem bedeutende Kultstätten. Für die Juden ist es die Klagemauer, die Christen die Grabeskirche Jesu, die Muslime finden sich in der mächtigen „Al-Aqsa-Moschee“ zum Beten ein. Das Kamerateam begleitet einen jungen Sanitäter und seine Kollegeb am Ende des Ramadans. In dieser hektischen Zeit brechen viele Gläubige dehydriert zusammen, was zu unzähligen Einsätzen führt.

Episode 2:

Ein junger Muslim hilft bei der Renovierung der komplett aus Lehm errichteten „Großen Moschee von Djenné“ in Mali, um seine Aussichten auf einen Platz im Paradies zu verbessern. Ein schwieriges Unterfangen, denn das Heiligtum aus dem 13. Jhd. droht jedes Jahr aufs Neue einzustürzen. Die ganze Stadt packt an, um das komplette Bauwerk neu zu verputzen. Leider gibt es keine Innenaufnahmen.

An den heiligen 133 Meter hohen „Nachi-Wasserfällen“ in Japan nimmt ein Shinto-Anhänger an einer kräftezehrenden Zeremonie teil, um das Wohlergehen seines Landes für ein weiteres Jahr zu sichern. In der Umgebung befinden sich zahlreiche Tempel und Schreine, welche zur Vorbereitung auf das Fest dienen. Aus ganz Japan reisen die Menschen an, um der Prozession mit den 50 kg schweren Fackeln zu folgen.

Die „Bergfestung Masada“ in Israel ist nur noch eine Ruine und wurde unter Herodes errichtet. Alljährlich wird dort eine besondere jüdische Zeremonie gefeiert – die Bar Mizwa. Zwei Jugendliche aus Amerika lernen extra hebräisch sprechen und lesen, um daran teilzunehmen.

In Indien steht inmitten der Stadt Amritsar der „Goldene Tempel“ aus dem 16. Jhd. Bis zu 250.000 Menschen werden an dem Vesakh-Fest durch die Anlage geschleust. Dieses Fest ist für alle Leute und Konfessionen geöffnet und alle werden bekocht, denn in Indiens viertgrößter Religion, dem Sikhismus sind alle Menschen gleich. Um die Verköstigung zu gewährleisten, müssen viele Freiwillige beim Zubereiten der Speisen, Servieren und Abwasch helfen.

Die „Cathedral of St. John the Divine“ ist die größte anglikanische Kathedrale der Welt inmitten der Wolkenkratzer von New York und wurde im 19. Jhd. gebaut. Doch nur mehr wenige Gläubige besuchen die Messen. Nur an einem Tag ist die Kirche gerammelt voll. Es wird der Hl. Franziskus, der Schutzpatron der Tiere, gefeiert. Die Menschen kommen mit ihren Tieren, welche in einer Prozession einmarschieren und anschließend gesegnet werden.

Episode 3:

Zu Beginn der Episode geht es zur Grabeskirche nach Jerusalem. Dort überbringt ein syrisch-orthodoxer Christ seinem Bischof das heilige Feuer, welches sich durch ein Wunder seit mehr als 1.200 Jahren in dem Heiligtum entzündet. Nur einer kann es in sehen, wenn es sich entzündet. Danach reicht er es an die Leute und die Geistlichen weiter, sodass das Feuer in allen Kirchen der Stadt verteilt werden kann.

In Nepals Hauptstadt Kathmandu steht der „Tempel Bodnath“, einer der größten der Welt. Er wurde im 14. Jhd. erbaut und soll Reliquien Buddhas beherbergen. Der Tempel ist in makellosem Zustand, da ständig neu gestrichen wird – manchmal mehrmals im Monat. Doch an Buddhas Geburtstag wird alljährlich der komplette Tempel neu bemalt. Dabei werden speziell angerührte Farben verwendet und anschließend im richtigen Winkel auf die Kuppel geworfen. Ein Buddhistischer Maler trotzt dabei  mit vielen anderen den Elementen, um ihren Gott zu würdigen.

In New Mexico gibt es Kunststätten, welche in wenigen Stunden für nur wenige Tage gebaut werden.
In der Schöpfungsgeschichte der Apachen steht die weiß bemalte Frau. Um ihre Energie zu kanalisieren wird das „Große Tippi der Apachen“ geschaffen, um zwei Mädchen zu Frauen zu machen. Eine 13- und eine 14-jährige unterziehen sich dabei während vier Tagen einem kräftezehrenden Initiationsritus. Sie müssen dabei unter anderem etliche Tänze vollführen, um die Energie der weißen Frau in sich aufzusaugen.

Auf Bali (Indonesien) liegt an den Hängen eines Vulkans die Tempelanlage „Pura Besakih“. Dieses spirituelle Zentrum der Hinduisten stammt aus dem 8. Jhd.. Ein 24-jähriger betet hier täglich. Wir begleiten ihn, wie er das Wasser aus einer heiligen Quelle holt. Im Kampf gegen das Böse ist dieses Wasser unverzichtbar. Zuerst müssen die Geister aufgescheucht und dann gefangen werden. Die Vorbereitungen sind aufwändig, das Fest sehr eindrucksvoll. Am nächsten Tag herrscht Ausgangssperre, um den Geistern eine verlassene Insel vorzutäuschen.

Im vom Krieg gezeichneten Irak liegt das „Tal von Lalisch“, ein Gebiet mit heiligem Wasser, das hilft kriegstraumatisierte Frauen zu heilen. Seit dem 12. Jhd. existiert dort ein Gebiet voll Schreinen. Es ist das Zentrum des Jesidentums. Die 21-jährige Irakerin lebt nun in Deutschland, nachdem ihr Dorf vom IS dem Erdboden gleich gemacht wurde und sie neun Monate als Sexsklavin dienen müsste. Sie reist das erste Mal nach ihrer Flucht zurück nach Lalisch, um dort ihr Heil zu finden.
Diese letzte Geschichte der Doku ist zugleich die berührendste.

In dieser Doku-Serie bekommen die Zuschauer*innen einen oberflächlichen Einblick in die Weltreligionen und einen guten historischen Abriss einiger bekannter Kultstätten. Manche Bauwerke werden nur kurz erwähnt. Leider wird den Zuschauer*innen oftmals ein Blick ins Innere verwehrt und auch die Außenaufnahmen bleiben zumeist detaillos. Was den Dreiteiler aber besonders lebhaft macht, sind die persönlichen Geschichten der Menschen, welche mitten im Geschehen sind, sich um die Bauwerke, Feste oder Gesundheit der Gläubigen kümmern. Diese sind teils dramatisch, spannend, teils auch bewegend. Auch so manche gelebte Tradition ist interessant anzusehen und regt zum Nachdenken an.
Die Erzählerin kann jedoch kaum Emotionen wecken. Die Hintergrundmusik ist dagegen gut gewählt und trägt für die richtige Stimmung bei.

Aufgeschlossene Gläubige können sich in dieser Dokumentation einen überblicksmäßigen Eindruck über die unterschiedlichsten Konfessionen, deren Kulturleben und Rituale verschaffen.

informativ,spannende 5 Sterne von 6 ★★★
                                                           Kritik: Wolfgang Springer

www.polyband.de

14. DOC MARTIN
Staffel 9

Produktion & Vertrieb: Buffalo Pictures/ Polyband
Produktionsland/ -jahr:
GB 2019

Drehbuch: Jack Lothian, Dominic Minghella
Regie: Nigel Cole, Charlie Palmer
Produzentin: Philippa Braithwaite
Darsteller*innen:
Martin Clunes, Caroline Catz,
Jessica Ransom, Joe Absolom
Filmlänge: ca. 360 min.

: 31. Juli 2020
FSK: 12

Die Story Staffel 9:
In der ersten Folge muss sich Doc Martin (Martin Clunes), der eigentlich Martin Ellingham heißt, mit einer Vertreterin des General Medical Councils – Rebecca Hayden – herumschlagen. Sie verfolgt ihn auf Schritt und Tritt und beobachtet ihn mit Argusaugen bei seinem Umgang mit den Patient*innen. Nicht nur ihm stößt das ganze sauer auf, auch so manchem Dorfbewohner geht diese Dame auf die Nerven. Obwohl der Doc ein mürrischer, soziophober, extrem direkter Zeitgenosse ist, schätzen die meisten seine Ehrlichkeit. Als Ergebnis von Frau Haydens Untersuchung wird Doc zu drei Auffrischungskursen verpflichtet. Die Begeisterung hält sich bei ihm in großen Grenzen.

Louisa (Caroline Catz), Martins Frau, ist voll im Einsatz mit ihrer neuen Stelle als Jugendtherapeutin. Des Weiteren sorgt sie sich um James Henry, denn sie fürchtet, dass der kleine seinem Vater allzu ähnlich in Bezug auf sozialem Verhalten wird. Als Lösung überlegt sie, ob es nicht gut wäre, noch ein Kind zu bekommen, sodass James Henry kein Einzelkind ist. Morwenna (Jessica Ransom), Docs Sprechstundenhilfe, erhält von Al (Joe Absolom) versehentlich einen Heiratsantrag.

Wie so viele britische Serien bietet Doc Martin verschrobene Dorfbewohner*innen, Hauptfiguren mit zahlreichen Ecken und Kanten, aber auch trockenen Humor. Der Schauplatz ist geradezu idyllisch, ein Küstenstädtchen in Cornwall namens Port Isaac, das in der Serie zu Portwenn wird. Schade, dass sich Produzentin Philippa Braithwaite und Hauptdarsteller Martin Clunes, der auch Ehemann der Produzentin ist, entschlossen haben, die Serie zu beenden. An den Einschaltquoten liegt es nicht, denn die sind nach wie vor hervorragend.

Die DVD bietet sowohl deutsche als auch englische Tonspur, Untertitel sind keine vorhanden. An Extras gibt es lediglich ein paar Vorschauen auf weitere Serien.

Wer Spaß an einer Serie mit einem mürrischen Arzt, der eine Blutphobie hat und sich kein Blatt vor den Mund nimmt, findet, der wird auch in der neunten Staffel mit acht Folgen ausgezeichnet unterhalten. Wer schräge Typen und Dorfidylle mag, der wird bei DOC MARTIN bestens bedient.

Episoden:
62. Auf dem Leuchtturm
63. Das Einzelkind-Syndrom
64. Noch mehr Überrasachungen
65. So tun als ob
66. Camping und andere Hindernisse
67. Zeit der Neulinge
68. Louisas Doppelgängerin
69. Ein letzter Test
70. Am Rande des Wahnsinns (1)
71. Am Rande des Wahnsinns (1)


6 Sterne von 6 ★★★
            Kritik: Veronika Murauer


www.polyband.de

15. Du hättest gehen sollen

Produktion & Vertrieb: Universal Studios
Produktionsland/ -jahr:
USA 2019

Regie: David Koepp
Drehbuch: David Koepp
basiernd auf dem Roman von Daniel Kehlmann
Darsteller*innen: Amanda Seyfried, Kevin Bacon,
Avery Tiiu Essex

Musik: Geoff Zanelli
Filmlänge: ca. 89 min.

: 29. Oktober 2020 auf DVD und Blu-ray
FSK: 16

Die Story:
Susanna (Amanda Seyfried) und Theo (Kevin Bacon) sind schon seit einiger Zeit ein Ehepaar – und das trotz des großen Altersunterschiedes. Die Ehe ist jedoch nicht allzu glücklich, denn Theos Eifersucht und Susannas Geheimniskrämereien sorgen dafür, dass die beiden immer wieder aneinandergeraten. Um die Ehe zu kitten, nehmen sie sich samt Tochter Ella (Avery Essex) eine Auszeit und machen Urlaub in einem abgelegenen Haus in Wales. Was zuerst als große Idylle scheint, entpuppt sich als trügerisch, irgendetwas scheint hier nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Theos Alpträume werden immer häufiger und sind äußerst verstörend, doch es ereignen sich auch unerklärliche Vorkommnisse. Ist alles nur Einbildung oder hat das Ganze mit einem Todesfall in Theos Vergangenheit zu tun? Die mysteriösen Warnungen, die Theo erhält, münden schließlich darin, dass es nun zu spät ist, zu entkommen. Und tatsächlich scheint es kein Entrinnen mehr zu geben.

Der Film lässt sich in den etwa 90 Minuten Zeit, um die Figuren und deren Beziehung zu entwickeln. Bis die Handlung in Richtung Grusel, oder besser gesagt Mystery, abbiegt, muss sich das Publikum schon etwas gedulden. DU HÄTTEST GEHEN SOLLEN ist ein Werk, das erst nach und nach Atmosphäre aufbaut, um gegen Schluss in ein Finale mündet, das viele nicht allzu sehr überraschen dürfte.

Was auf jeden Fall positiv hervorzuheben ist, ist das Spiel mit dem Innenleben des Hauses: die verschiedensten Perspektiven und die Kameraführung sorgen hier tatsächlich für so manchen spannenden Moment. Die Darbietung der Darsteller/innen ist ebenso als positiv zu werten. Amanda Seyfrieds Susanna ist lebensfroh und versprüht große Energie, der Altersunterschied zu ihrem Ehemann wird immer wieder angesprochen – was mit der Zeit doch etwas ermüdend ist, man hat es schon verstanden, dass dieser sehr groß ist – und wirft für das Zusammenleben Probleme auf. Kevin Bacon zeigt wieder einmal, dass er sein Handwerk versteht und den Großteil des Films trägt.

Corona-bedingt hat es dieser Film nicht in die Kinos geschafft, sondern wurde direkt als Video veröffentlicht. Auf großer Leinwand wäre so manche Szene mit Sicherheit um einiges effektiver gewesen.

Die DVD bietet Tonspuren in mehreren Sprachen sowie Untertitel, Extras sind keine zu finden.

Obwohl DU HÄTTEST GEHEN SOLLEN kein überragendes Machwerk ist, bietet der Film gute Mysteryteile, eine ansprechende Studie von Charakteren, tolle schauspielerische Leistungen und vor allem sehr gelungene Kameraarbeit. Somit kann man durchaus ...

... 4 Sterne von 6 vergeben ★★★         Kritik: Veronika Murauer

© Universal Studios. Alle Rechte vorbehalten.



 

 

 

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